13. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Pulverfass Naher Osten: Der Abgrund der arabischen Welt“ · Kategorien: Europa, Lesetipps

NZZ | 13.02.1017

von Wilfried Buchta

Im Nahen Osten entwickelt sich die Geschichte schnell, doch nicht zum Besseren: Wo Diktatoren stürzen, zerfallen Staaten, wo nicht, brechen Bürgerkriege aus. Die Wirtschaft darbt, die Jugend verzweifelt, der Jihadismus blüht.

Schaut man die Fernsehnachrichten oder liest Zeitung, verfestigt sich von Jahr zu Jahr ein fataler Eindruck: Man sieht eine arabische Staatenwelt, die zunehmend in Chaos, Krisen und Kriegen versinkt, einer wachsenden Zahl jihadistischer Terroristen als Heimstatt, Operationsfeld und Ausgangsbasis für Anschläge im Westen dient und immer schwerer kontrollierbare Flüchtlingsströme gen Westen hervorbringt. Doch täuscht der Eindruck? Keinesfalls. Selbst dann nicht, wenn man konzediert, dass es weiterhin noch «Inseln der Ruhe» wie die Golfmonarchien, Algerien und Marokko gibt, wo innerstaatliche Stabilität und gesellschaftlicher Friede nicht oder weniger stark gefährdet scheinen. Zumindest bis jetzt noch nicht.

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13. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Clingendael report: EU external migration policies misaligned with reality“ · Kategorien: Afrika, Europa, Libyen, Mali · Tags:

ECRE | 10.02.2017

On the February 1, Dutch think tank Clingendael released a report on the relationship between irregular migration and conflict and stability in Mali, Niger and Libya. The report’s main finding is that current EU policies are misaligned with the reality of trans-Saharan migration.

The report argues that European external migration policies fail to take into account the diverse socio-political dynamics of intra-African migration. EU policies focus on stemming migration flows through securitised measures as a means to stop human smuggling. However, it disregards local actors such as transportation companies facilitating irregular movements, local security forces gaining income by bribery and road taxes, political elites facilitating irregular migration in exchange for money and local population offering to sell food and lodging to earn a living. Ignoring such essential local dynamics prevents the establishment of effective migration management policies. A worrying mistake given the EU’s increased focus on the external dimension of migration in the context of the Partnership Framework.

The report encourages the EU to focus on peace building processes and invest in both conflict- and politically sensitive state building as well as regional cooperation.

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13. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Tripoli Appeals Court to rule on Italy-Presidential Council MoU“ · Kategorien: Europa, Italien, Libyen · Tags:

The Libya Observer | 12.02.2017

A number of Libyan citizens lodged an appeal at the Judiciary Division of the Tripoli Appeals Court against the signing of a Memorandum of Understanding (MoU) between the UN-proposed government’s Presidential Council’s Head Fayez Al-Sirraj and the Italian Prime Minister, Paolo Gentiloni.

Six Libyans lodged the appeal, including the lawyer, Azza Al-Maqhor, the former Justice Minister, Salah Al-Marghani, against Al-Sirraj as he is the Head of the PC that was formed by the Libyan Political Agreement, which the citizens said is not constitutional.

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12. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: radikale Replik zur EU-Migrationspolitik · Kategorien: Europa, Tunesien · Tags:

Nach Vorstößen der italienischen und deutschen Regierung Richtung Tunesien – Ziel: EU-Lager in Südtunesien – mehren sich in Tunesien kritische Stimmen. Der Leitartikel der offizioesen, eher konservativen Tageszeitung „La Presse“ am 12.02.2017 lässt aufhorchen. Erst hätten die Kolonialisten Maghrebiner als Soldaten in den Weltkrieg nach Europa geführt, dann hätten die Einwanderer aus dem Maghreb das kriegsversehrte Westeuropa wiederaufgebaut, dann wurden die Grenzen geöffnet, aber nur für Waren. Europäer hätten dagegen stets das Recht in Anspruch genommen, sich in Tunis, Algier oder Rabat niederzulassen. Die jetzigen migrationspolitischen Vorschläge aus Europa seien von Egoismus und Heuchelei geprägt.

Es fällt auf, dass die migrationspolitische Medienberichterstattung in Europa und dem Maghreb zunehmend auseinanderfällt, die Realitätswahrnehmung teilt sich auf. Die Stoßrichtung solcher Leitartikel ist geschichtsbewusster und radikaler als der meisten politisch linken Beiträge aus Europa.

La Presse | 12.02.2017

Editorial – Les Maghrébins et l’Europe

Par Saïd BENKRAIEM

Nos voisins européens ne ratent aucune occasion pour nous rappeler des dangers de l’immigration clandestine comme étant un facteur qui risque de porter atteinte à leur sécurité, bien-être et prospérité économique. Ils oublient, en revanche, que les peuples de la rive sud de la Méditerranée, à l’époque colonisés et pillés par les Occidentaux, ont été enrôlés à leur insu pour combattre les nazis et les fascistes et pour que l’Europe retrouve sa dignité malmenée et sa liberté confisquée. Le nombre des «martyrs» demeure jusqu’à nos jours indéterminé.

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12. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Women and children ‘endure rape, beatings and abuse’ inside Dunkirk’s refugee camp“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags: , ,

The Guardian | 12.02.2017

The fate of those stranded by the UK’s decision to limit taking child refugees from France

Children and women are being raped by traffickers inside a refugee camp in northern France, according to detailed testimony gathered ahead of fresh legal action against the UK government’s approach to the welfare of unaccompanied minors.

Corroborating accounts from volunteers, medics, refugees and other officials reveal that sexual abuse is common within the large camp at Dunkirk and that children and women are forced to have sex by traffickers in return for blankets or food or the offer of passage to the UK.

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12. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Libyan authorities oppose EU migrant plans“ · Kategorien: Europa, Libyen · Tags: , , ,

EUObserver | 09.02.2017

By Nikolaj Nielsen

Local authorities in Libya’s capital city Tripoli and elsewhere are mounting resistance to EU plans to stem migration flows towards Italy.

The move is likely to further complicate efforts after the EU’s foreign policy chief Federica Mogherini announced a €200 million plan to finance migration projects geared towards Libya throughout much of north Africa.

A large bulk of the money is likely to be shuffled into border control and surveillance in the hope of containing people likely to attempt the perilous Mediterranean Sea crossing in the upcoming months.

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11. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Europa – gemeinsam einsam“ · Kategorien: Europa · Tags: , ,

NachDenkSeiten | 10.02.2017

Ein wenig bürokratisch, aber ansonsten doch sehr erfolgreich – so lautet das Zwischenfazit der allermeisten Bewertungen, wenn es um das „gemeinsame Europa“ geht. Abseits der Sonntagsreden ist von der Gemeinsamkeit der Länder der Europäischen Union jedoch wenig zu spüren. Die neoliberale Ära hat ihre Spuren hinterlassen. Der komplette Süden ist mittlerweile soziökonomisch vom europäischen Traum abgehängt und die östlichen Mitgliedsländer verlieren immer mehr den Anschluss. Ein kleiner Ausflug in die Datenbank von Eurostat zeigt, wie geteilt Europa mittlerweile ist. Ohne einen massiven Kurswechsel droht Europa auseinanderzubrechen.

Von Jens Berger

Glaubt man den Statistikern von Eurostat, ist Europa vor allem im Norden ein Erfolgsmodell. Gefragt nach ihrer „allgemeinen Zufriedenheit“ liegen die Dänen, die Finnen und die Schweden mit einer glatten 8,0 auf einer Skala von 0 bis 10 ganz weit vorne. Am unteren Ende der Skala befinden sich die Bulgaren mit einer sehr schlechten 4,8. Nur unwesentlich zufriedener mit der Allgemeinsituation sind die Griechen, die Portugiesen, die Kroaten und die Bewohner der baltischen Republiken. Verantwortlich für die hohe Zufriedenheit im Norden und die Unzufriedenheit im Süden und Osten ist vor allem die finanzielle Situation. Gefragt nach diesem Teilbereich geht die Zufriedenheit der Bulgaren sogar auf 3,7 zurück und auch die Griechen (4,3), die Portugiesen (4,5) und die Kroaten (4,6) weisen mit Werten unter 5,0 extrem schlechte Ergebnisse auf. Feierlaune über das gemeinsame Europa kommt in diesen Ländern sicher nicht auf.

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11. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Bundesländer-Vergleich: Wer schiebt am schnellsten ab?“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

n-tv 10.02.2017

Einige Länder sind dem Bund viel zu langsam. Deswegen will er jetzt beim Thema Abschiebungen Kompetenzen an sich ziehen. Widerstand? Nicht bei diesem Thema.

von Issio Ehrich

Schneller abschieben – das ist das Credo der Bundesregierung. Im jüngsten Maßnahmepaket, das Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag mit den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen hat, fällt vor allem eines auf, wenn es um die Umsetzung dieses Ziels geht: Der Bund hält es offensichtlich für dringend erforderlich, Kompetenzen der Länder an sich zu ziehen. Das verwundert nicht. Die Länder handhaben Abschiebungen äußert unterschiedlich, und einige tun sich sehr schwer dabei. Weiterlesen »

11. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Panische Angst vor Abschiebungen“ · Kategorien: Afghanistan, Deutschland · Tags:

DW | 11.02.2017

Ein afghanischer Familienvater will sterben, damit seine Frau und Kinder in Deutschland bleiben dürfen. Angst vor Verfolgung in der Heimat ist kein Einzelfall, sagt Flüchtlingsberaterin Maria Shakura im DW-Interview.

Deutsche Welle: Die Bundesregierung will abgelehnte Asylbewerber schneller abschieben, zentral organisiert. Wie reagieren Betroffene?

Maria Shakura: Mit Panik. Sie haben große Angst, dass es zu ungerechtfertigten Abschiebungen kommt, dass sie keinen Rechtsbeistand haben, wenn sie zentral konzentriert werden, wo sie vielleicht nicht rauskommen, keine Kontakte haben.

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11. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Schweden: Journalist als Schleuser verurteilt“ · Kategorien: Skandinavien · Tags: ,

Süddeutsche Zeitung | 10.02.2017

Der Reporter, der einen 15-jährigen Jungen aus Syrien von Griechenland nach Schweden mitgenommen hat.

Von Silke Bigalke, Stockholm

„Nimm mich mit dir“, hatte der 15-jährige Junge in die Kamera gesagt. Der schwedische Reporter Fredrik Önnevall hatte den jungen Syrer 2014 in Griechenland getroffen. Der Journalist brauchte damals ein paar Minuten Zeit, um die Tragweite dieser Bitte zu verstehen. Dann beschloss er, den Jungen mit nach Schweden zu nehmen. Ein Gericht in Malmö hat ihn, seinen Kameramann und den Dolmetscher nun wegen Menschenschmuggels verurteilt. Sie müssen 75 Sozialstunden ableisten und bekommen zwei Monate Haft auf Bewährung.

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