29. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für „Sag nicht dass du Angst hast“ · Kategorien: Lesetipps · Tags:

CoverGiuseppe Catozzella
Sag nicht, dass du Angst hast
Roman nach einer wahren Geschichte
Albrecht Knaus Verlag München
Broschiert, 256 Seiten, 14,99 EUR

Olympische Spiele 2008 in Peking. Im Vorlauf über 200m der Frauen startet neben der späteren Gewinnerin Veronica Campbell Brown eine junge Frau aus Somalia. Abgeschlagen landet Samia Yusuf Omar auf dem letzten Platz. Sie bekommt viel Beifall, in dem sich Anerkennung mit Mitleid mischt. Einem Journalisten sagt sie: Ich wäre glücklicher, die Leute hätten applaudiert, weil ich Erste geworden wäre und nicht Letzte.

Zurück in Mogadischu steht für Samia ein Ziel obenan: sie will vier Jahre später bei den Olympischen Spielen in London Erste werden, als muslimische Frau und für ihr Land. Die Voraussetzungen könnten schlechter nicht sein und als sie einsieht, dass sie in einem Land, das sich im Kriegszustand befindet und in dem sie als Frau gezwungen ist, in der Burka oder aber nachts ganz allein im Stadion zu trainieren, ihr Ziel nicht erreichen wird, verlässt sie Somalia, das sie nie verlassen wollte. Sie landet zunächst in Addis Abeba, wo sie monatelang nur heimlich und allein laufen kann, weil sie vergeblich auf Papiere aus Somalia wartet, mit denen sie Asyl hätte beantragen können. Sie zieht weiter, abhängig von Schleppern, die sie für viel Geld und unter elendigen Bedingungen auf einer monatelangen Fahrt durch den Sudan und die Sahara nach Tripolis bringen. Dort besteigt sie am 31. März 2012 mit 300 anderen Männern, Frauen, Kindern, Neugeborenen und Alten ein Schiff, das Lampedusa ansteuert.

Weiterlesen »

28. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Moas, chiude missione di salvataggio migranti privata · Kategorien: Italien · Tags:

Il Fatto Quotidiano

“Non ci sono più soldi”


Dal 26 agosto la „Migrant offshore aid station“ ha salvato 2.500 vite nel Mediterraneo. Con la contemporanea fine di Mare Nostrum, prevista per il 31 ottobre, „c’è il rischio che nessuno vada a salvare le persone in difficoltà“, è l’allarme lanciato dal fondatore Christopher Catrambone.

Missione terminata: non ci sono più soldi. Dopo 2.500 migranti salvati in due mesi (dal 26 agosto ad oggi) chiude la Migrant offshore aid station (Moas), prima missione di soccorso ai naufraghi dei barconi finanziata da privati. La chiusura avviene in contemporanea con la fine della Mare Nostrum (prevista il 31 ottobre), che di migranti, in un anno, ne ha salvati 150 mila, 409 al giorno. Al loro posto, da novembre comincerà Triton, missione finanziata dall’Unione Europea. A differenza di Moas e Mare Nostrum, Triton non ha mandato di monitorare i naufragi in acque internazionali. “Speriamo che chiunque sostituisca Mare Nostrum renda prioritario il salvataggio di vite umane”, commenta Christopher Catrambone, fondatore del Moas. La speranza, come ammette lo stesso imprenditore, rischia però di rimanere vana: “Abbiamo lavorato benissimo con Mare Nostrum, ma ora che la missione sta volgendo al termine e c’è il rischio concreto che nessuno vada a salvare i migranti in difficoltà”.

Weiterlesen »

27. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Mussie Zerai – Reportage Tagesspiegel · Kategorien: Alarm Phone · Tags: ,

tagesspiegel.de

Flüchtlinge im Mittelmeer

Stimme der Hoffnung

Seine Telefonnummer ist für Bootsflüchtlinge oft der letzte Ausweg. Sie steht an Wänden der Lager und den Decks der Boote. Mussie Zerai arbeitet als Priester in der Schweiz. Seine Anrufe haben tausenden Menschen das Leben gerettet.

Die SMS leuchtet grün auf dem Telefondisplay, auf Englisch: „Lieber Baba, hilf uns schnell. Wir haben kein Essen, kein Wasser, und der Handyakku ist fast leer.“ Mussie Zerai wischt sie weg. „35,47 / 16,67, 35. Breitengrad, 16. Längengrad“, erklärt er. „Mittelmeer, zwischen Libyen, Malta und Sizilien.“ Die Nachricht hat ihm am 2. Oktober ein Eritreer geschickt, ein Bootsflüchtling auf dem Weg nach Europa. Zerai hat die GPS-Daten gleich weitergeschickt, an die Seenotrettung, an die Küstenwachen. Jetzt schaut er auf die Nachricht, eine tiefe Falte teilt seine Stirn. „Wenn ein Boot noch in libyschen Gewässern ist, fühlen sich Italien und Malta nicht verantwortlich. Dann müssen andere helfen.“ Andere, wie die libysche Küstenwache, von der er weiß, dass sie Migranten nicht gut behandelt. Zerai steckt das Telefon in die Brusttasche seines Jacketts, wo er es immer aufbewahrt.

Weiterlesen »

26. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für „Ein Zaun gegen Flüchtlinge“ · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

Deutschlandfunk

Spaniens Exklave Melilla

Von Hans-Günter Kellner

Melilla steht beispielhaft für den Strom afrikanischer Flüchtlinge, die nach Europa einreisen wollen. Spanien hat seine Exklave in Nordafrika mit meterhohen Grenzzäunen eingefriedet. Damit sollen die Flüchtlinge schon auf der anderen Seite des Meeres abgewehrt werden.

Angel Castro ist stolz auf Melilla. Nicht auf die täglichen Tragödien an den sechs Meter hohen Grenzzäunen. Sondern stolz auf die Gründerzeit. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts flüchteten Juden aus vielen Teilen Nordafrikas vor Pogromen – nach Melilla. Sie hinterließen ein beeindruckendes architektonisches Erbe, sagt Angel Castro beim Spaziergang durch die Stadt. Der Historiker bleibt vor einem fünfgeschossigen Haus mit einer großen, in eiserne Schmiedearbeiten gefassten Glasfassade stehen.

Weiterlesen »

26. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Giusi Nicolini: “Sbagliato associare l’Ebola con l’operazione Mare Nostrum e i viaggi della speranza” · Kategorien: Italien

LaSicilia.it

”Associare il virus Ebola ai viaggi della speranza e accusare l’operazione Mare Nostrum di una possibile epidemia nel nostro Paese è grave, rappresenta un modo di fare politica sporca, è un’idea che umilia il senso dello Stato e della comunità”.
Lo ha detto Giusi Nicolini, sindaco di Lampedusa, intervenuta alla plenaria d’apertura di Contromafie, gli Stati Generali dell’Antimafia promossi da Libera e in corso all’auditorium Conciliazione di Roma.
Weiterlesen »

26. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Immigrazione, Caritas: ‘Rischio nuove stragi con fine Mare Nostrum’ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

BlogSicilia

„La fine di Mare Nostrum porterà a nuovi morti e nuove stragi”. Lo ha detto Oliviero Forti, responsabile immigrazione di Caritas Italiana, a margine di un incontro al museo Diocesano di Catania, promosso dalla Caritas etnea in collaborazione con l’Ufficio Migrantes.

“A un anno dalla tragedia di Lampedusa in cui persero la vita centinaia di migranti – ha aggiunto – sono stati salvati 150 mila migranti tra uomini, donne e bambini, ma dal 1 novembre con il passaggio all’operazione Triton si rischiano più morti e nuove stragi lungo le rotte del Mediterraneo”.

Weiterlesen »

26. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für 221 Bootsflüchtlinge weigern sich, in Malta auszusteigen · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

221 Bootsflüchtlinge, zumeist SyrerInnen, unter ihnen viele Kinder, haben sich geweigert, in Malta von Bord zu gehen. Sie waren von einem dänischen Frachter im zentralen Mittelmeer 285 Seemeilen südöstlich von Malta an Bord genommen worden und nach Malta gebracht worden. Nach 10stündigen Verhandlungen zwischen der maltesischen und der italienischen Regierung wurde ihrem Kampf Erfolg beschert: Sie werden derzeit nach Catania (Italien) gebracht.

Weiterlesen »

23. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für Einschreiten der NATO möglich · Kategorien: Medien, Mittelmeer, USA · Tags: ,

Libero Quotidiano.it

Mare Nostrum, gli Usa:

„Possibile intervento della Nato; la migrazione verso l’Italia è fuori controllo“

A Washington la preoccupazione per l’inefficacia di Mare Nostrum aumenta giorno dopo giorno: „La migrazione di massa verso l’Italia è fuori controllo. E il governo statunitense potrebbe essere costretto ad affrontare il problema, se vuole mantenere compatti i suoi alleati europei“. L’allarme è stato lanciato dal tenente Mark Lawrence, un giovane ufficiale dell’Us Navy che si occupa di questioni navali per conto del prestigioso Center for Strategic and Internazional Studies. L’analisi dell’uffiaicle è stata riportata da L’Espresso, in un articolo di Gianluca Di Feo.

Weiterlesen »

23. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für „Zwischenstation Milano Centrale“ · Kategorien: Medien · Tags: ,

WDR 5

Der Hauptbahnhof von Mailand ist Anlaufpunkt für Flüchtlinge aus Syrien und Durchgangsstation auf ihrer Reise nach Norden. Die meisten Flüchtlinge, die in Italien landen, versuchen sich dorthin durchzuschlagen.

Redaktion: Anna Osius

Abdullah ist Anfang 20. Ein Student aus Homs in Syrien – auf der Flucht vor Terror und Gewalt in seiner Heimat. 6000 Dollar hat er für die Überfahrt bezahlen müssen. In einem kleinen Holzkahn übers Mittelmeer. Dann quer durch Italien. Jetzt ist er am Bahnhof in Mailand gelandet und will weiter nach Norden. „Deutschland oder Schweden. Mein Bruder lebt in Malmö. Aber da komme ich nicht hin. Weil man im Zug kontrolliert wird. Vor zwei Tagen hat mich die französische Polizei erwischt, also bin ich wieder hierher gekommen.“
Weiterlesen »

23. Oktober 2014 · Kommentare deaktiviert für „Die Kosten der Abschottung“ · Kategorien: Medien · Tags:

Zeit Online

Die EU gibt Milliarden aus, um an den Außengrenzen illegale Flüchtlinge aufzuhalten. Gebracht hat es nur wenig. Jetzt soll mit Hightech nachgeholfen werden.

von Nadine Oberhuber

Mit 5,4 Millionen Euro könnte man eine Menge bewegen, um die Not von Flüchtlingen zumindest ein wenig zu lindern. Man könnte beispielsweise 1.000 Flüchtlinge ein Jahr lang in einer deutschen Großstadt unterbringen. Die Verantwortlichen in Griechenland dagegen setzen an einer anderen Stelle an: Sie haben für 5,4 Millionen Euro einen Stacheldrahtzaun gebaut, um ihre Grenze dicht zu machen. Der Zaun ist 12,5 Kilometer lang und schottet den Landweg zur Türkei ab. Dieser Grenzabschnitt ist eine der südlichsten Außenlinien der Europäischen Union, deshalb hat die EU den Zaun auch mitfinanziert.

Weiterlesen »