Quelle: NZZ
Im Jahr 2015 ist die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf 65 Millionen Personen angestiegen. Der Uno-Hochkommissar rief die Politik dazu auf, Vertriebenen nicht unnötige Hürden in den Weg zu stellen.
(sda) Im vergangenen Jahr sind laut einem Bericht des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR gleich mehrere traurige Rekorde gefallen: Noch nie sind so viele Menschen vertrieben worden und noch nie gab es so viele Asylgesuche wie 2015. «Jede Minute werden 24 Menschen vertrieben», sagte Filippo Grandi, Uno-Hochkommissar für Flüchtlinge, vor den Medien in Genf.
Anlässlich des Weltflüchtlingstags veröffentlichte die Hilfsorganisation neue statistische Angaben zu Flüchtlingen. Allein im vergangenen Jahr wuchs die Zahl der Vertriebenen von 60 auf 65 Millionen. Grandi fordert angesichts der weltweiten Entwicklungen zum Handeln auf: Es gelte gegen Aversionen gegen vertriebene Menschen vorzugehen und dagegen zu kämpfen, dass Parlamente ihnen Hürden in den Weg stellten.