Quelle: Zeit Online
Sie ertrugen die Lage in Idomeni nicht mehr und liefen Richtung Mazedonien. Am Grenzfluss riskierten Hunderte Flüchtlinge ihr Leben – womöglich motiviert von Aktivisten.
Von Kostas Koukoumakas, Idomeni
Mehr als zwei Wochen lang hatte der 20 Jahre alte Syrer Mohamed Hariri an der griechisch-mazedonischen Grenze festgesessen. Bis zum Montagnachmittag. Da lassen Mohamed und etwa 1.000 weitere Flüchtlinge gemeinsam ihre langsam im Schlamm versinkenden Zelte im griechischen Flüchtlingslager Idomeni zurück und laufen los, in Richtung des fünf Kilometer entfernten Dorfs Hamilo. „Deutschland, Deutschland!“, rufen sie und „Danke, Griechenland!“. Verarmt und schlecht informiert machen sie sich auf zur Grenze. Die griechischen Behörden greifen nicht ein.
