02. August 2018 · Kommentare deaktiviert für Nach 20 Tagen auf See: Migranten gehen in Tunesien von Bord · Kategorien: Italien, Malta, Tunesien · Tags:

ARD Tagesschau | 01.08.2018

Nach knapp drei Wochen auf See sind 40 schiffbrüchige Migranten von einem tunesischen Versorgungsschiff an Land gebracht worden. Tunesien und Malta hatten zuvor wochenlang um die Zuständigkeit gestritten.

Nach einer Odyssee auf dem Mittelmeer haben 40 Migranten an einem tunesischen Hafen angelegt. 20 Tage nach ihrem Aufbruch von der libyschen Küste fuhren sie an Bord des Versorgungsschiffes „Sarost 5“ in den Hafen von Zarzis im Süden des Landes ein, berichtet Mongi Slim vom Roten Halbmond der dpa.

Weiterlesen »

01. August 2018 · Kommentare deaktiviert für SOS Méditerranée – Aquarius: Logbuch Online · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Onboard Aquarius | 01.08.2018

SITUATION RECAP

Last update 01/08/2018 – 18:00 (All times in UTC+2)

  • Aquarius has been docked in Marseille between the 29th of June and the 1st of August.
  • At 18:00 on the 1st of August, Aquarius departed from the port of Marseille and started heading towards the Capo Spartivento, at the southern tip of the island of Sardinia, Italy.

Weiterlesen »

01. August 2018 · Kommentare deaktiviert für Geflüchtete in der EU: Der Traum von Paris · Kategorien: Frankreich, Italien, Schengen Migration · Tags:

taz | 31.07.2018

Frankreich hat die Grenze nach Italien 2015 für Geflüchtete geschlossen. Im Küstenort Ventimiglia warten seither die Ausgesperrten.

Michael Braun

VENTIMIGLIA taz | Die Grenze ist offen. Gewiss, am Straßenrand stehen zwei Beamte der französischen Bereitschaftspolizei CRS, sie winken ausnahmslos jeden aus dem italienischen Ventimiglia kommenden Wagen rechts ran. Der eine, mit Rayban-Sonnenbrille und Schnellfeuergewehr ausstaffiert, gibt das Handzeichen zum Halt, der andere, ein Hüne mit Glatzkopf und Vollbart, verlangt mürrisch, den Kofferraum zu öffnen.

Doch niemand hier will Ausweise sehen, niemand nimmt Computerabgleiche der Personen­daten vor, mit einem Blick auf die im Kofferraum verstauten Einkaufstüten, Koffer oder Badesachen ist es getan. Nach 30 Sekunden ist die oberflächliche Prüfung erledigt, kann die Fahrt ins Städtchen Menton auf der französischen Seite der Grenze weitergehen. Im eigentlich grenzenlosen Schengenraum ist zwar selbst ein solcher Kurz-Check nicht vorgesehen, doch für die Pendler, Ausflügler, Feriengäste ist die Grenze völlig durchlässig.

Weiterlesen »

01. August 2018 · Kommentare deaktiviert für Marseille: Aquarius sticht wieder in See · Kategorien: Frankreich, Italien, Libyen · Tags: ,

Das Schiff der NGO SOS Mediterranee Aquarius, das nach der Schließung der italienischen Häfen für private Rettungsboote in Marseille gelandet war und dort mehrere Wochen gelegen hat, nimmt seine Rettungsmission ab heute wieder auf. Unklar ist, wohin gerettete Boat People gebracht werden, nach Libyen jedenfalls auf keinen Fall. ‚Bis jetzt kann Libyen nicht als sicherer Hafen angesehen werden.‘ An Bord befinden sich Ärzte von MSF.

La Repubblica | 01.08.2018

Aquarius torna in mare. „Non riporteremo migranti in Libia“

Partenza oggi dal porto di Marsiglia dove la nave di Sos Mediterranee era approdata dopo la chiusura dei porti italiani alle navi umanitarie.“Fino a quando non potra‘ essere considerato un porto sicuro, mai sbarchi sul loro territorio libico“ dice la Ong, una risposta ai 101 migranti soccorsi e li riportati ieri in violazione delle leggi internazionali

di Alessandra Ziniti

Weiterlesen »

01. August 2018 · Kommentare deaktiviert für Appell von Roberto Saviano: „Ohne euch ist Italien verloren“ · Kategorien: Italien, Lesetipps · Tags:

Süddeutsche Zeitung | 26.07.2018

Der Schriftsteller Roberto Saviano prangert das Schweigen in seinem Land an und appelliert an Italiens Intellektuelle, gegen die Angriffe auf Demokratie und Bürgerrechte aufzustehen.

Gastbeitrag von Roberto Saviano

Ein Innenminister, der gegen einen Autor vor Gericht zieht? Wäre es nicht so ernst, man könnte das Ganze als düstere Posse verbuchen. Es ist aber ernst, schließlich geht es um das Leben eines Journalisten und Autors: Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat im Juni gedroht, Roberto Saviano den Polizeischutz zu entziehen. Saviano steht seit seinem Welterfolg „Gomorrha“ aus dem Jahr 2006 auf den Todeslisten der Camorra und lebt deshalb unter ständiger Bewachung, ein Zustand, den er selbst als außerordentlich quälend beschrieben hat. Saviano bezeichnete Salvini auf dessen Drohung hin als „Minister der Unterwelt“, der die „Sprache eines Mafioso“ spreche. Kurz darauf erschien auch in dieser Zeitung (SZ vom 25. Juni) ein Interview mit Saviano. Ende voriger Woche hat Salvini nun Klage gegen Saviano eingereicht. „Ich akzeptiere jede Kritik“, erklärte er dazu auf Twitter, „aber ich erlaube niemandem zu sagen, dass ich der Mafia helfe.“ In seiner Anklageschrift zitiert er unter anderem das Interview mit der SZ. Als Reaktion auf Salvinis Anzeige hat Roberto Saviano einen Text geschrieben, in dem er Italiens Intellektuelle und Künstler aufruft, die Krise der italienischen Demokratie ernst zu nehmen und gegen die Verfechter eines autoritären Kurses Stellung zu beziehen.

Weiterlesen »

01. August 2018 · Kommentare deaktiviert für Italien – Libyen: Hintergrund zum Refoulement · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

In Anlehnung an die italienische Tageszeitung Avvenire bringt Spiegel Online Details zum Refoulement von über 100 Bootsflüchtlingen nach Libyen. Der italienische Konzern ENI, der vor Libyen Offshore-Plattformen betreibt, hatte anscheinend eine Mittlerfunktion für die italienische Kollektivabschiebung. Die ENI-Plattformen werden von italienischen Kriegsschiffen durchgängig gesichert.

Spiegel Online | 01.08.2018

Möglicher Rechtsbruch: Wie ein italienisches Schiff 101 Flüchtlinge nach Libyen brachte

Die „Asso 28“ hat Migranten in Seenot an Bord genommen – und nicht nach Italien gebracht, sondern zurück nach Libyen. Die Regierung in Rom jubelt, doch die Aktion war vermutlich illegal.

Von Hans-Jürgen Schlamp

Der Ablauf der Aktion ist scheinbar klar. Am Montag dieser Woche, gegen 16.30 Uhr, nahm das italienische Schiff „Asso 28“ aus einem überbesetzten Schlauchboot 101 Personen an Bord, darunter fünf Kinder und fünf schwangere Frauen.

Weiterlesen »

31. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Kollektivabschiebung: Italien bringt erstmals 108 gerettete Bootsflüchtlinge zurück nach Tripolis · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Giornalettismo | 30.07.2018

La denuncia di Open Arms: «Mercantile italiano sta riportando 108 persone in Libia»

Asso Ventotto

di Gianmichele Laino

L’allarme è stato lanciato via Twitter direttamente da Oscar Camps, il fondatore della ong spagnola ProActiva Open Arms. Secondo il numero uno della ong che sta attraversando il mar Mediterraneo, un mercantile italiano starebbe facendo rotta verso la Libia, per riportarvi 108 persone prelevate da uno dei barconi che stava provando la traversata partita dalle coste dell’Africa. Se la notizia fosse confermata, si tratterebbe di un precedente davvero inquietante e che non troverebbe alcun fondamento nel diritto del mare. Una sorta di respingimento collettivo senza alcuna base né giuridica, né umanitaria.

Weiterlesen »

31. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Italien: Zehn rassistische Angriffe auf Migrant*innen in einem Monat · Kategorien: Italien · Tags:

Il Fatto Quotidiano | 30.07.2018

Razzismo, dagli spari in Campania fino a Moncalieri: in un mese 10 casi gravi e 11 feriti – La scheda

Il lancio dell’uovo che ha ferito stanotte la campionessa Daisy Osakue è l’ultimo di una serie di episodi di violenza o semplice intolleranza nei confronti di migranti che si sono verificati negli ultimi tempi. Dagli spari a Caserta dell’11 giugno passando per i due episodi a Forlì fino alla bimba rom colpita a Roma e al senegalese picchiato a Partinico: ecco la mappa delle aggressioni

Dalla folle “caccia al nero” di Luca Traini a Macerata ai migranti presi di mira con armi ad aria compressa in tutta Italia, finendo con l’italo-senegalese insultato all’Asl di Giulianova: “Qua non c’è il veterinario”. Il lancio dell’uovo che ha ferito stanotte la campionessa Daisy Osakue è l’ultimo di una serie di episodi di violenza o semplice intolleranza nei confronti di migranti che si sono verificati negli ultimi tempi. Solo da metà giugno – e dunque escludendo il raid razzista con cui Traini intendeva vendicare l’omicidio di Pamela Mastropietro e la tragedia di Sacko Soumalya, il giovane del Mali ucciso a Vibo Valentia il 3 giugno mentre prelevava del materiale da una fabbrica abbandonata – i casi più gravi sono stati 10, con 11 feriti.

Weiterlesen »

30. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Italien: Die Piste · Kategorien: Italien, Schengen Migration

FAZ | 30.07.2018

Weil Italien viele Flüchtlinge sich selbst überlässt, leben sie in wilden Barackenlagern. Das größte wächst auf dem ehemaligen Flugplatz von Borgo Mezzanone – eine Kleinstadt mit Läden, Moscheen, Bordellen und einer Mafia.

Von DAVID KLAUBERT, Fotos: RICARDO WIESINGER

Die Stadt ohne Namen ist gut versteckt. Kein Wegweiser führt hin. Am Ausgang von Borgo Mezzanone, einem Dorf, das Mussolini einst in die Felder Apuliens pflanzen ließ, verabschieden einen stattdessen Hakenkreuzschmierereien. Nach vier Kilometern geht es rechts auf eine schmale Teerstraße, die sich schon bald auflöst, so als wolle auch sie einen nicht weiterbringen. Bei Regen ist sie Matsch, bei Sonnenschein Staub. Und dann liegt sie plötzlich vor einem, schnurgerade in Richtung Horizont: die Piste.

Im Zweiten Weltkrieg starteten hier Flugzeuge. Heute ist sie die Hauptstraße einer Stadt, die es offiziell nicht gibt. Sie hat 4000, 5000 Einwohner, vielleicht mehr. Keiner hat sie gezählt. Es sind Menschen, die der italienische Staat sich selbst überlassen hat. Sie kommen aus Senegal, Gambia, Mali, Guinea, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Ghana und Nigeria. Auch ein paar Somalier und Eritreer leben hier, Sudanesen und Marokkaner. Es gibt afghanische und pakistanische Händler und eine Prostituierte aus Rumänien.

Weiterlesen »

30. Juli 2018 · Kommentare deaktiviert für Spanien Migrationsziel Nr. 1 – ein Fall für Europa? · Kategorien: Europa, Italien, Marokko, Spanien

DW | 30.07.2018

Spanien hat Italien als Hauptziel für Boots-Migranten auf dem Mittelmeer abgelöst. Das ist kein Erfolg für die Populisten in Rom, ein Problem für Madrid und ein Praxistest für die EU.

Bernd Riegert aus Brüssel

Die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die über das Mittelmeer Europa erreichen, sinkt. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen in Griechenland, Italien und Spanien zusammengenommen 55.000 Flüchtlinge an – das ist, verglichen mit dem selben Zeitraum des Vorjahres, nur noch die Hälfte. Die Zahlen stammen von der UN-Agentur für Migration (IOM) und der europäischen Grenzschutzbehörde (Frontex). Von einer „Flüchtlingskrise“, einer „Schwemme“ oder einem „Zustrom“, die vor allem die populistischen Innenminister in der EU sehen wollen, kann nicht die Rede sein.

Allerdings ist richtig, dass sich die Migrationsrouten verlagern. Erstmals ist Spanien in diesem Jahr das Zielland Nummer eins, gefolgt von Italien und Griechenland. Dieser Trend war aber schon Ende 2017 absehbar. Die Zahlen für Spanien gingen kontinuierlich nach oben, die für Italien fielen. Die Menschen verachtende Drohung der neuen populistischen Regierung in Rom, die Häfen für sämtliche Schiffbrüchige zu sperren, ist aber nicht die Ursache für diesen Trend.

Weiterlesen »