12. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Italien 2012 – Übersicht · Kategorien: Algerien, Italien, Tunesien · Tags: , ,

Abschottungs- und Migrationspoitik nach Berlusconi

Eine hervorragende Zusammenfassung des laufenden Jahres veröffentlicht Statewatch. Themen: Verlängerung der Aufenthaltstitel für tunesische Boat-people /Situation der Boat-people, die über Libyen nach Italien geflohen sind / Abschiebepolitik Italiens / Massenabschiebungen ägyptischer MigrantInnen / Verschwundene Boat-people / Immigrations-Quota. Hinzu kommen detaillierte Quellenangaben (links).

Yasha Maccanico: Italy/Tunisia: Extension of humanitarian residence permits to put an end to „emergency“ – problems including „disappeared“ Tunisians and rightless refugees from Libya persist.

http://www.statewatch.org/news/2012/jun/02italy-libya.htm

 

11. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für UN-Berichterstatter in Tunesien · Kategorien: Italien · Tags: ,

Der UN-Berichterstatter für Migrantenrechte F. Crépeau hat am 08.06.2012 den tunesischen Außenminister Rafik Abdessalem getroffen.Crépeau soll u.a. die Situation von Flüchtlingen und MigrantInnen in Tunesien untersuchen, wie auch in Italien und in anderen Mittelmeerländern, siehe www.ffm-online.org vom 9. Mai 2012.

In den Verlautbarungen zum Treffen in Tunesien wurden keine kritischen Aspekte benannt.

http://www.babnet.net/cadredetail-50417.asp

07. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesische TV-Sendung zu Harraga · Kategorien: Tunesien · Tags: , , ,

Sendung von Thaoura TV zur Harraga-Emigration aus Tunesien. Zu Wort kommt auch Abrerrahmene Khedhili vom „Forum Tunisien pour les Droits Economiques et Sociaux“.

http://www.thawrahtv.net

05. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Malta: Kontakte · Kategorien: Malta · Tags:

Georges Alexandre und seine kayak:-Initiative:
http://www.timesofmalta.com/articles/view/20120605/local/On-the-migrant-route.422805
New Internationalist Blog
http://www.newint.org/blog/2011/09/05/immigration-asylum-kayak-campaign
Everyone Group
http://www.everyonegroup.com/EveryOne/MainPage/Entries/2011/12/11_Immigration._Georges_Alexandre_has_reached_Malta.html
Ctzen Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=u5XFklxMf7I
YouReporter
http://www.youreporter.it/video_Georges_Alexandre_parte_in_kayak_per_Linoshttp://www.timesofmalta.com/articles/view/20120605/local/On-the-migrant-route.422805

Migrants‘ Solidarity Movement
http://migrantsmalta.org
Ritianne Ellul: tita.ellul@gmail.com
(cette ONG va se transformer bientôt, avec le nouveau nom „KKonnect“)

Migrants’ Solidarity Movement (MSM) is a Non Governmental Organisation set up in September 2008, it is registered with the Commisioner for
Maltese NGO’s and works on issues related to the integration and the empowerment of asylum-seekers and refugees in Malta. It also aims to
provide information to the Maltese public on the situations and experiences of asylum-seekers and refugees in order to tackle
discrimination and racism. MSM is a great advocate of using arts for social change and implemented this theory in their last two projects.
Therefore MSM works both with communities of asylum-seekers and refugees and also within Maltese society.—

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04. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Koordination zwischen Italien, Libyen und Malta · Kategorien: Eritrea, Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

65 Boat-people im Kanal von Sizilien

La Repubblica berichtet am 30.05.2012, dass 65 eritreische und somalische Flüchtlinge – unter ihnen 17 Frauen und ein Baby – im Kanal von Sizilien gerettet wurden.

Sie waren mit einem 12 Meter langen Schlauchboot von der libyschen Küste gestartet. Ihr Notruf wurde von der italienischen Küstenwache aufgefangen; und zwei Frachtschiffe sollten sie in angeblich noch libyschen Gewässern aufnehmen und nach Libyen zurückbringen. Doch die Flüchtlinge wollten weiter in die maltesische Meereszone. Daraufhin hat die italienische Küstenwache ihre Verfolgung aufgenommen. Als das Schlauchboot später unterzugehen drohte, nahmen die italienischen Militärs die Flüchtlinge an Bord, 70 Seemmeilen vor Malta und 105 Seemeilen vor Lampedusa.

Am Abend des 29.05. haben die maltesischen Behörden die Flüchtlinge auf ein Schiff übernommen und nach Malta gebracht.

http://www.repubblica.it/cronaca/2012/05/30/news/immigrati_salvati-36266541/index.html

 

31. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Boat-people in Andalusien angekommen · Kategorien: Nicht zugeordnet, Spanien · Tags:

Almeria: 57 schiffbrüchige Boat-people gerettet

50 Männer und 7 Frauen aus „subsaharischen“ Ländern wurden in der Nacht vom 30. auf den 31.05.2012 vom spanischen „Salvamento Marítimo“ gerettet. Sie befanden sich 17 Seemeilen vor der Küste (auf der Höhe der Orte El Ejido und Adra) in Seenot und hatten wohl inen Angehörigen in Spanien angerufen, der am 30.05.2012 um 14 Uhr den Notruf ausgelöst hat. Der Seerettungsdienst hat ein Flugzeug und zwei Boote eingesetzt, um die Schiffbrüchigen zu suchen und aufzunehmen. Kurz vor Mitternacht konnten sie gerettet werden.

Seit dem 28.05.2012 haben der Seerettungsdienst und die Guardia Civil  in der Region 124 Boat-people auf 5 Booten aufgespürt, unter ihnen auch TunesierInnen und AlgerierInnen. Am 1. April war der größte Anlandungstag in der Region: Zwei Boote mit 93 „subsaharischen“ und maghrebinischen Boat-people waren an dem Tag angekommen, unter ihnen auch Frauen und Kinder.

http://sociedad.elpais.com/sociedad/2012/05/31/actualidad/1338424835_079103.html

30. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Smart Power, Handy, Notruf – crowdmap 2 – · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute, Syrien, Tunesien · Tags: , , ,

Smart Power – Das Handy als politisches Instrument

von Laurence Allard

Le Monde diplomatique Nr. 9799 vom 11.5.2012

Nach dem Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2009 wurden schon in den ersten Stunden Anrufe von Angehörigen vermisster Menschen, Anfragen über benötigte Unterstützung und Bitten um Hilfe registriert. Der auf Krisenkartografie spezialisierte Wissenschaftler Patrick Meier schloss sich mit dem kenianischen Programmierer David Kobia zusammen, der 2007 das System Ushahidi programmiert hatte – kenianische Bürger konnten damit Ausschreitungen nach den Wahlen melden. Unerwarteterweise bot sich das Werkzeug nun als Informationsplattform in Haiti an: Meier und Kobia stellten nämlich ein System auf die Beine, das von Mobiltelefonen abgesetzte Notrufe ihrer geografischen Herkunft zuordnet. Der Mobilfunkbetreiber Digicel zog nach und lieferte den Bewohnern von Haiti eine einheitliche Notrufnummer. Dadurch wurden hunderte Menschenleben gerettet. Ushahidi ermöglichte es, mit geringen Mitteln die Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben zu koordinieren. Aus dem ganzen Land liefen seinerzeit zahllose Meldungen zusammen: Vermisste, fehlendes Trinkwasser, fehlende Nahrungsmittel in Waisenhäusern, Gerettete et cetera. Zwei NGOs – Samasource und Crowdflower – übersetzten die SMS ins Französische, Englische und Kreolische; dann wurden sie von Freiwilligen an der Fletcher School of Law and Diplomacy im US-Bundesstaat Massachusetts – wo Meier arbeitet – ihrer Herkunft zugeordnet, überprüft und sortiert, dann kartiert und veröffentlicht. Ein junges Nonprofitunternehmen (InStedd), das auf die Datenverarbeitung in Krisensituationen spezialisiert ist, baute eine Schnittstelle, über die Helfer vom Roten Kreuz bis zu den US Marines die Notrufe und deren GPS-Koordinaten erhielten. Diese bis dahin beispiellose Zusammenarbeit kenianischer Informatiker und der US-Armee spielte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung des US-Außenministeriums unter Chefdiplomatin Hillary Clinton, seine Methoden zu überdenken. Die sogenannte smart power hat mittlerweile strategische Bedeutung erlangt. Während der vom ehemaligen Vizeverteidigungsminister Joseph Nye geprägte Begriff soft power („weiche Macht“) ein Bündel nicht zwingender, struktureller, kultureller oder ideologischer Einflussmittel beschreibt, umfasst Smart Power einen flexiblen Katalog diplomatischer, wirtschaftlicher, militärischer, politischer, rechtlicher und kultureller Werkzeuge, die der jeweiligen Lage angepasst werden.

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29. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Vor Libyen: 10 – 30 Boat-people ertrunken · Kategorien: Libyen · Tags: ,

Mindestens 10 Tote im Kanal von Sizilien. Ein Überlebender löst Alarm an der libyschen Küste aus.

La repubblica 26.05.2012

Der Notruf ist bei Aden Sabrie eingegangen, einem somalischen Journalisten, der mit dem BBC zusammenarbeitet. Daraufhin ist die italienische Küstenwache von Lampedusa aus losgefahren und hat dann ein anderes Schlauchboot mit 54 Flüchtlingen gerettet. – Es sollen mindestens 10, vielleicht aber auch 30 Ertrunkene sein, so berichten hundert Überlebende, die am 25.05.2012 vor der libyschen Küste gerettet wurden. Diese libysche Rettungsaktion hatte die italienische Küstenwache ausgelöst, und zwei Frachtschiffe haben daraufhin die Flüchtlinge an Bord genommen und nach Tripolis gebracht.

Den Notruf hatten sie mit Hilfe eines Satellitentelefons ausgelöst. Aden Sabrie konnte telefonisch mit einer Überlebenden sprechen. Sie berichtete, dass ein Teil des Schlauchboots ein paar Stunden nach der Losfahrt luftdurchlässig geworden ist und viele Passagiere ins Meer gefallen seien. Sie selbst habe mindestens 10 Tote um sich herum gesehen. Nach anderen Angaben von Überlebenden seien es mindestens 30 Tote.

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2012/05/26/news/almeno_dieci_morti_nel_canale_di_sicilia_nuovo_allarme_immigrati_dalle_coste_libiche-35990631/index.html

29. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Massenfestnahmen · Kategorien: Libyen · Tags: ,

Die libysche Übergangsregierung gibt laut der Tageszeitung Lana an, dass die libyschen Behörden in den letzten vier Tagen 439 MigrantInnen davon abgehalten hätten, auf Schiffen nach Europa loszufahren. Außerdem seien 350 MigrantInnen aus dem Tschad, aus Pakistan und Bangladesh in Südlibyen nach illegalem Grenzübertritt festgenommen worden.

Tripolis 28.05.2012, AKI:

http://www.adnkronos.com/IGN/Aki/English/Security/Libya-Hundreds-of-migrants-stopped-from-sailing-for-Europe_313348246550.html

28. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Kriminalisierung der Ausreise · Kategorien: Italien, Tunesien · Tags: ,

Prozess in Tunis

Die tunesische Tageszeitung Assabah meldet am 15.05.2012, dass am Vortag vor dem Amtsgericht Tunis der Prozess gegen einen „Schleuser“ begann. Er soll die Fahrt junger Tunesier aus der Region Jbel Lahmaüber Sfax nach Italien am 30.03.2011 für 500 bis 1.500 Euro pro Person organisiert haben. Bei der Überfahrt waren 4 Boat-people gestorben, 15 werden vermisst.

http://www.assabah.com.tn/article-68934-15052012.html