27. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Madrid 25.09.2012 · Kategorien: Spanien · Tags:

„So friedlich wie am Wochenende in Portugal blieb es in der spanischen Hauptstadt am späten Dienstag nicht, wo ebenfalls friedlich das Parlament belagert werden sollte. Schon im Vorfeld hatte die konservative Regierung die Stimmung enorm angeheizt. Sie hatte so getan, als müsse das Parlament vor Putschisten verteidigt werden, weil Empörte dazu aufgerufen hatten, am 25. September den Kongress einzukreisen. Die Vizeministerpräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría hatte erklärt: „Das letzte Mal als der Kongress eingekreist und eingenommen wurde, war bei einem Staatsstreich.““

Vollständiger Text:

http://www.heise.de/tp/artikel/37/37707/1.html

27. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunis: Erst vergewaltigt, dann angeklagt · Kategorien: Tunesien · Tags:

Für den 02.10.2012 wird zu einer Protestdemonstration aufgerufen, siehe

http://www.echsar.com/article-8341923-TUNISIE:-Viol%C3%A9e,-une-Tunisienne-se-retrouve-devant-le-juge-pourattentat-%C3%A0-la-pudeur.html

taz 27.09.2012: Behördenwillkür in Tunesien

Polizisten vergewaltigen eine junge Frau. Nach ihrer Anzeige landet sie selbst auf der Anklagebank. Tunesische Bürgerrechtler sind schockiert.von Dominic Johnson

TUNIS/BERLIN afp/taz | Die junge Frau befand sich am späten Abend mit ihrem Freund im Auto, als drei Polizisten sich näherten. Sie verlangten die Papiere des Liebespaares, und während der Mann von einem der drei Beamten festgehalten wurde, vergewaltigten die anderen beiden die Frau. Das war am Abend des 3. September in Ain Zaghouan nahe der tunesischen Hauptstadt Tunis. Das Vergewaltigungsopfer erstattete Anzeige.Am Mittwoch erschien sie vor Gericht – aber nicht als Opfer, sondern als Mitangeklagte. Denn die Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau „unsittliches Verhalten“ und „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ vor. Sie wurde öffentlich mit ihren Vergewaltigern konfrontiert, die in Untersuchungshaft sitzen. Dann wurde das Verfahren auf den 2. Oktober vertagt.

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26. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Aktionstage 28.-30.9. gegen die Abschiebungen von Roma und anderen Flüchtlingen – Karlsruhe / Baden-Airpark · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Abschiebeflughafen Baden Airpark

Seit mehr als zehn Jahren wurden tausende Menschen aus dem Balkan unfreiwillig und teilweise mit roher Polizeigewalt vom Flughafen Baden Airpark abgeschoben. Der Flughafen stellt sämtliche Logistik, das alte Terminal und die Transportmittel der Abschiebemaschinerie zur Verfügung. Seit dem 21. April 2010 ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, neben der Zentralen Ausländerbehörde Bielefeld, für die Abschiebungen von mehr als 15.000 Personen, davon etwa 11.000 Angehörige von Roma-Gemeinschaften zuständig. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche, alte und kranke Menschen.

29. September | 30. September

Dank anhaltender Proteste wurden immer wieder Abschiebungen verhindert. Neben Roma-Organisationen haben sich Flüchtlingsgruppen, UNICEF, der Europarat, zahlreiche gesellschaftliche Gruppen und Persönlichkeiten immer wieder gegen die Abschiebepraxis gestellt
Hinsichtlich der aktuellen Abschiebungen von Angehörigen der Roma-Minderheiten entwickelt sich der Baden Airpark zu einem regelrechten Roma-Abschiebe-Flughafen. Die Armut und Verzweiflung, die sich durch den Balkankrieg für die Roma um ein vielfaches verschlimmert hat, werden von den Behörden offiziell ausgeblendet. Im Kosovo, in Serbien und Mazedonien herrscht für die Roma-Minderheiten eine unerträgliche Lebenssituation.Rassistische Übergriffe gegenüber Roma, Unterdrückung und gesellschaftliche Ausgrenzung gehören zum Alltag.
Nach einem UNICEF-Bericht haben zwei Drittel der Roma-Haushalte nicht genügend zu essen. Bis zu 40 % der Kinder gehen nicht zur Schule, 20 % der Kinder sind krank. Kinderarbeit ist Alltag. Viele haben keinen Strom, kein Wasser und keine Toilette in ihrem Haushalt. Von „Wohnen“ kann nicht die Rede sein. Hinsichtlich dieser verzweifelten Lebenssituation kommen viele hierher, in der Hoffnung, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu bieten. Doch anstatt humanitäre Hilfe zu leisten, wirft die deutsche wie auch die EU-Politik den Roma Asylmissbrauch vor. Länder wie Serbien und Mazedonien werden massiv unter Druck gesetzt, den „Asylmissbrauch“ einzudämmen. Mit einer Flugblatt- und Plakatkampagne wird in Serbien Stimmung gegen die Ärmsten der Armen gemacht. Anfang des Jahres machte der serbische Jusitzminister einen Vorschlag zur Strafverfolgung von sog. „Asylmissbrauch“. Mazedonien hat bereits ein Gesetz erlassen, das den Behörden den Entzug des Reisepasses nach einer Abschiebung erlaubt. Abgeschobene müssen in Mazedonien mit einer Strafe zwischen 2.000 und 3000 Euro rechnen. Alles  Maßnahmen, die mit europäischen Menschenrechtsstandards unvereinbar sind.
http://www.aktionbleiberecht.de/zeug/plakat_Airpark.pdf
Die Veranstalter der Aktionen am Baden Airpark fordern: Schluss mit der öffentlichen Diskriminierung der Roma sowie anderer ethnischer Minderheiten! Abschiebungen tragen zu keiner Lösung der Flüchtlingsfrage bei. Diesem Land würde es besser anstehen, die Abschiebungen auszusetzen und insbesondere den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu bieten – auch hinsichtlich der Schuld, die sich Deutschland in der Vergangenheit speziell gegenüber Roma aufgeladen hat. Die EU muss die Abschiebungen stoppen, um eine dauerhafte Lösung der Flüchtlingsfrage zu erreichen. Sie muss die Menschen nach besten Möglichkeiten unterstützen und ihnen alle Rechte zum Schutz von Minderheiten garantieren. Die derzeitige Politik jedoch hat derzeit offenbar anderes im Sinn…die nächste Abschiebung vom Baden Airpark findet am Donnerstagmorgen, den 18. Oktober 2012 statt. Wir rufen daher zur kritischen Beobachtung auf.
Sofortiger Abschiebestopp! Kein Mensch ist illegal!

Programm der Aktionstage:

Donnerstag | 13. September 2012 | Karlsruhe

* Veranstaltung: Die Würde des Menschen ist antastbar? Rassismus gegen Roma in der EU – Abschiebungen vom Baden-Airpark
Beginn: 19:30 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr, Eintritt frei
Ort: jubez Cafe, Kronenplatz 1, Eingang auf der Rampe
Veranstaltet vom Regionalen Bündnis gegen Abschiebungen, Initiative Grenzenlos u.a. in Zusammenarbeit mit dem Jubez.

Freitag | 28. September 2012 | Karlsruhe

* Delegation von Vertreter_innen von Flüchtlings- , Migrant_innen- und Menschenrechtsgruppen besuchen zusammen mit der Presse am Tag des Flüchtlings (Motto: Flucht ist kein Verbrechen!) das Regierungspräsidium Karlsruhe.

* ab 11 Uhr Treffen und Gespräch in der Landesannahmestelle für Flüchtlinge (LASt): Durlacher Allee 100 in Karlsruhe

* ab 13 Uhr Infotische und Vokü am Marktplatz Karlsruhe

* ab 17 Uhr Kundgebung und Soundsystemshow von Irie Révoltés

Samstag | 29. September | Baden-Airpark

* ab 11 Uhr Pressekonferenz, Musik, Kunst, Film, Aktionen, Transparente, Ausstellung, Redebeiträge, Workshops am und im Baden Airpark Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden.

Sonntag | 30. September | Baden-Airpark

* ab 11 Uhr Sonntagsspaziergang rund um den Baden-Airpark Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden.

Flyer downloaden: Aufruf zu den Aktionstagen. Für Flyer und Plakate wendet euch bitte info@stop-deportation.de

Alle Infos: Initiative Grenzenlos – Bündnis gegen Abschiebungen im Südwesten Deutschlands

25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Algerien: 90.000 informelle Verkaufsstände in 4 Wochen geräumt · Kategorien: Algerien · Tags:

In Algerien läuft seit Ende August 2012 eine der größten Polizeiaktionen gegen informelle Märkte, die sich praktisch in jedem Stadtteil befinden. Oftmals werden die Auslagen direkt auf der Straße ausgebreitet, manchmal handelt es sich um prekäre Stände. Wie die Tageszeitung El Watan am 24.09.2012 berichtet, wurden in den letzten 4 Wochen 90.000 informelle Verkäufer polizeilich enteignet und vertrieben. Inzwischen formieren sich Proteste.

Nach offiziösen Angaben stellt der informelle Handel 30 bis 70 Prozent der Wirtschaft dar. Die Straßenmärkte sind nur der ärmste Teil der informellen Wirtschaft.


http://www.elwatan.com/actualite/le-cri-de-detresse-des-vendeurs-a-la-sauvette-24-09-2012-186350_109.php

http://www.lesechos.fr/economie-politique/france/actu/afp-00466545-le-commerce-parallele-represente-de-30-a-70-de-l-economie-algerienne-patronat-364696.php

 

 

25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Internationale Militärintervention in Mali soll begonnen haben · Kategorien: Algerien, Frankreich, Mali, Sahara · Tags: ,

Wie die algerischen Tageszeitungen Le Quotidien d’Oran am 25.09.2012 schreibt, soll die internationale Militärintervention in Mali begonnen haben. Französische Spezialeinheiten seien in Bamako eingetroffen, um die Führung in dem Feldzug nach Norden zu übernehmen. Die Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion Ecowas und Frankreich haben die Militärintervention offensichtlich am Rande der laufenden UN-Vollversammlung diplomatisch abgestimt. Die Vorbehalte waren in den letzten Monaten vor allem daraus entstanden, dass es in Südmali keine gefestigte Regierung gibt. Da die Bevölkerung Südmalis gegen die Stationierung bewaffneter ECOWAS-Kräfte eingestellt ist, sollen in Südmali nur „Weisshelme“ der ECOWAS zum Einsatz kommen.

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25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Rüstungskonzerne wittern Milliardenaufträge für Grenzsicherung in Libyen · Kategorien: Libyen · Tags: ,

Angeblich wird der libysche Übergangsrat bald eine Ausschreibung für ein hochgerüstetes Grenzüberwachungssystem veröffentlichen. Das Projekt könnte das teuerste seiner Art werden

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152849

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25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Critical Whiteness – decolorise it! · Kategorien: Deutschland, Lesetipps · Tags:

ak – analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis / Nr. 575 / 21.9.2012

Decolorise it! Die Rezeption von Critical Whiteness hat eine Richtung eingeschlagen, die die antirassistischen Politiken sabotiert

Die Debatte um Whiteness (Weißsein) wird seit einigen Jahren auch in Deutschland rezipiert (1) und firmiert hier zumeist unter dem Begriff Critical Whiteness. Critical Whiteness ist seit einiger Zeit ein wichtiger Bezugspunkt innerhalb der (akademischen) antirassistischen und queerpolitischen Linken, eine schier unübersehbare Zahl an Veranstaltungen, Workshops und Seminaren beschäftigt sich mit dem Konzept. Allerdings hat die Rezeption eine Richtung eingeschlagen, die die antirassistischen Politiken geradezu sabotiert. Die Ambivalenzen der vom Rassismus durchdrungenen Politiken der Identität haben die aberwitzige Gestalt einer Identitätsolympiade angenommen.

Von Jule Karakayali, Vassilis S. Tsianos, Serhat Karakayali und Aida Ibrahim

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25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für EU Kommission will Drohnen Einsatz in Europa · Kategorien: Europa · Tags:

EU Commission wants drones flying in European skies by 2016

It is „imperative for the EU to take action now“ to ensure that drones can fly in civil airspace alongside manned aircraft by 2016, according to a working paper recently released by the European Commission. [1] A raft of measures are suggested that will allow state authorities and private enterprises to fly drones with ease, in order to ensure that European industry gets a slice of the profits from the emerging global market for unmanned aircraft, and to secure „important benefits to European citizens and the European economy as a whole.“ But despite brief mention of the ethical and political concerns raised by widespread domestic drone usage, the document largely treats the issue as a technical exercise.

vollständiger Text:

http://www.statewatch.org/news/2012/sep/eu-com-drones.ht

24. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Deutsch-tunesische Akademie für gute Regierungsführung · Kategorien: Deutschland, Tunesien · Tags:

Das Kooperationsprojekt der Regierung der Bundesrepublik Deutschland mit der Republik Tunesien, organisiert von der Europäischen Akademie Berlin, findet im laufenden Jahr mit Seminaren in Tunis und Berlin statt. Für die Zukunft ist eine institutionelle Verfestigung vorgesehen, schreibt die tunesische Nachrichtenagentur TAP.

http://www.tap.info.tn/fr/fr/component/content/article/47/33302.html

http://www.eab-berlin.de/Deutsch-Tunesische-Akademie.341.0.html

 

24. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Melilla: Trotz brutaler Polizei- und Militärangriffe versuchen Flüchtlinge, über den EU-Zaun zu kommen · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,
  • D. FERNÁNDEZ. 24.09.2012 – 08.18h

Un toque de silbato en la noche precede todo, lo que demuestra que están organizados. „¿La novedad? Que están más desesperados por llegar a España, y por tanto, más agresivos„. Así describe un guardia civil de Melilla, destinado en el perímetro de seguridad de la triple valla que separa España de Marruecos, los intentos que se han producido en los últimos meses de cruzar la ya muy mediática valla de Melilla, la frontera de alambres y púas que separa África de Europa. Weiterlesen »