Die NZZ schreibt am 24.09.2012 (dapd): „Systematische Folter in Marokko – Die Uno prangert systematische Folter an Regierungskritikern und Terrorverdächtigen in Marokko an. Der Uno-Sonderberichterstatter für Folter, Juan Mendez, sagte am Samstag nach einer einwöchigen Reise ins nordafrikanische Königreich, dass ein Anstieg von übermässiger Gewaltanwendung seitens der Polizei zu beobachten sei. Mendez besuchte in Marokko Gefängnisse und Polizeistationen und traf sich mit Aktivisten und Vertretern der Bürgergesellschaft. Diese Treffen fanden laut Mendez jedoch oftmals unter Aufsicht statt.“
Die Tageszeitung As-Sabah schreibt am 23.09.2012 von einer grossen Polizeiaktion: 18 Personen wurden als Schlepper verhaftet.
Im Haus der Jugend der tunesischen Hafenstadt Zarzis wurden 50 west- und zentralafrikanische Boat-people untergebracht. Sie waren möglicherweise aus Libyen zur Flucht übers Meer nach Italien gestartet, wurden dann aber abgefangen und nach Tunesien gebracht. Bericht in der Tageszeitung Al Chourouk, 22.09.2012.
جرجيس: دار الشباب تأوي 50 مهاجرا غير شرعي بشكل مؤقت
السبت 22 سبتمبر 2012 الساعة 10:59:02 بتوقيت تونس العاصمة
http://www.alchourouk.com/Ar/%D8%AC%D8%B1%D8%AC%D9%8A%D8%B3%20%D8%AF%D8%A7%D8%B1%20%D8%A7%D9%84%D8%B4%D8%A8%D8%A7%D8%A8%20%D8%AA%D8%A3%D9%88%D9%8A%20%2050%20%D9%85%D9%87%D8%A7%D8%AC%D8%B1%D8%A7%20%20%20%D8%BA%D9%8A%D8%B1%20%D8%B4%D8%B1%D8%B9%D9%8A%20%D8%A8%D8%B4%D9%83%D9%84%20%D9%85%D8%A4%D9%82%D8%AA%20%20%20_A578856_108
http://www.algeria-watch.org/de/artikel/2012/verfahren_minister.htm
Von Stefan Schürer, Tagesanzeiger, Schweiz, 3. August 2012
Nach Ansicht des Aussendepartements darf gegen ehemalige Minister ausländischer Staaten nicht ermittelt werden. Die Bundesanwaltschaft setzte sich darüber hinweg – und erhielt vor Gericht recht.
Der in der Schweiz wegen Kriegsverbrechen angeklagte General Khaled Nezzar 1989 mit dem damaligen algerischen Präsidenten Chadli Bendjedid in Algier.
Die Schweiz ist endgültig kein Rückzugsort für Kriegsverbrecher mehr: Mit seinem Entscheid im Fall des Algeriers Khaled Nezzar hat das Bundesstrafgericht klargemacht, dass selbst ehemalige Verteidigungsminister ausländischer Staaten vor dem Zugriff der Schweizer nicht mehr sicher sind (Ausgabe von gestern). Nezzar werden Kriegsverbrechen während des algerischen Bürgerkriegs in den 90er-Jahren zur Last gelegt. Damals starben rund 200’000 Personen. Weiterlesen »

Die Förderung von Erdöl und Erdgas prägt die Wirtschaft Algeriens. Aber für die Armen in den Petro-Regionen ist es fast unmöglich, einen regulär bezahlten Arbeitsplatz zu bekommen. Reportage über Arbeitslosigkeit und den Kampf der Arbeitslosen in Hassi R’mel, Tageszeitung El Watan 22.09.2012:
http://www.elwatan.com/actualite/chomeurs-professionnels-au-pays-du-gaz-22-09-2012-186148_109.php
Hassi R’mel liegt 500 km südlich von Algier. Die Stadt ist mit der staatlichen Erdgasförderung gross geworden: Die grössten Erdgasfelder Afrikas liegen hier. Reportage aus dem Slum von Hassi R’mel in der Tageszeitung El Watan vom 22.09.2012:
Par Marta Grosso, PICUM Project Officer
Un projet de régularisation pour les travailleurs sans-papiers au Maroc
Sans accès à la santé, à l’éducation, à un logement décent, sans recours à la justice, comment pensons-nous pouvoir créer des citoyens forts et actifs ?
Le 4 juillet 2012 à Rabat, au Maroc, s’est tenue une journée d’échange axée sur les droits des sans-papiers au Maroc, organisée par le Conseil de la Communauté des Marocains à l’Etranger (CCME) en collaboration avec l’Institut pour la Recherche sur les Politiques Publiques (IPPR) et PICUM, dans le cadre du Projet « Beyond Irregularity ».
2 Seemeilen vor der Küste bei Oran wurden in der Nacht vom 20. auf den 21.09.2012 festgenommen. Sie sollen wegen unerlaubter Ausreise vor Gericht gestellt werden.
Der Preis für die Bootsfahrt von Oran nach Spanien liegt derzeit bei umgerechnet 500 Euro.
Am 21.09.2012 hat ein Generalstreik in der südtunesischen Stadt Tataouine stattgefunden. Nur das Krankenhaus, einige Apotheken und Bäckereien hatten nicht geschlossen.
Der Streik richtete sich gegen die steigende Arbeits- und Einkommenslosigkeit: Laut offizieller Statistik beträgt die Arbeitslosigkeit in Tataouine inzwischen über 51 Prozent.
Rassisten zünden auf Lampedusa ein Boot von Boat-people an, das der Verein Askavusa zur Seite genommen hatte: Es sollte Bestandteil eines Monuments werden, zum Gedenken an die Boat-people. Die Botschaft der Rassisten: Sie sind gegen die Freiheit von Boat-people auf Lampedusa und unterzeichnen als „Bewaffnete Gruppe freies Lampedusa“.
