21. September 2012 · Kommentare deaktiviert für UK: Blockade Abschiebeknast erfolgreich – 35 TamilInnen nicht abgeschoben · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: , ,

Direct action gets the goods: blockade helps stop 35 people being deported

some of no borders | 21.09.2012 15:30

A blockade of Colnbrook and Harmondsworth detention centres on Wednesday (19 September) held up the UK Border Agency’s planned deportation of Tamil refugees back to the killing fields of Sri Lanka. With one person D-locked under a deportation coach, the blockade held for 3 1/2 hours, long enough for the deporters to miss their flight slot and for 35 people to get off with legal injunctions.

srilanka blockade 9/12
srilanka blockade 9/12

At 2.30pm on Wednesday, 60 Sri Lankan nationals, mainly Tamil, were due to be deported to Colombo from Stansted airport where they faced a very real risk of arrest and torture on arrival. [1]

However, at 11am, as one of the WH Tours coaches of deportees emerged from Colnbrook and Harmondsworth detention centres headed for the airport, around a dozen people rushed to stop it. One of them climbed under the coach and attached their neck with a bicycle d-lock to the underside. Supporters immediately held up a sign telling the driver not to move as someone was under the coach, and recorded themselves explaining this to him. The coach then remained stationary for 3 1/2 hours. The engine was kept running: according to the driver, turning off the ignition lowers the suspension and could result in the person being crushed. This may seem dangerous for the person involved, but it was a much smaller risk than that faced by many of the people on the coach who feared torture or death on return.

Vollständiger Text:

http://www.indymedia.org.uk/en/2012/09/500390.html

siehe auch:

Sri Lankan asylum seekers removed from deportation flight at last minute after judge accepts there is risk of torture
http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/sri-lankan-asylum-seekers-removed-from-deportation-flight-at-last-minute-after-judge-accepts-there-is-risk-of-torture-8157192.html

21. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Protestmarsch Flüchtlinge · Kategorien: Deutschland · Tags:

Zweite Gemeinsame Pressemitteilung der Fuß- und der Busgruppe des Protestmarsches der Flüchtlinge nach Berlin: Sammelabschiebung in Düsseldorf und Aktionstag in Erfurt

Videos zum Flüchtlingsprotestmarsch
3Sat – Flüchtlinge Bus tour in NRW und Aktionstag in Thueringen
http://thevoiceforum.org/node/2752

Düsseldorf/Erfurt den 20.09.2012

Düsseldorf
Für die Bustour wurde heute wieder einmal deutlich, wie effektiv staatlicher Rassismus arbeitet: Die Aktivist_innen der Bustour und lokale Unterstützer_innen sammelten sich um 8 Uhr morgens am düsseldorfer Flughafen, um gegen eine Sammelabschiebung in den Kosovo zu protestieren, die gemeinsam von der Fluglinie Airberlin und staatlichen Deportationsstrukturen organisiert wurde. Rund 30 Aktivist_innen standen an verschiedenen Fracht-Gates des Flughafens, aber alles, was sie sehen konnten, war ein massives Polizei-Aufgebot und um etwa 9 Uhr einen leeren Linienbus mit Eisengittern, der das Gate verließ.

Die Deportation wurde so umorganisiert, dass der Gefangenenbus nicht an den Protestierenden vorbei kam. Diese Deportationen finden in Düsseldorf alle zwei Wochen statt und ihnen wird normalerweise in und um den Flughafen mit Protesten begegnet. Die Ignoranz der Bevölkerung insgesamt ist allerdings schockierend.

Nach der Deportation wurde im Flughafen zwei Stunden lang demonstriert und hauptsächlich vor Check-in-Schaltern von Airberlin und Lufthansa deutlich auf deren Geschäft mit Sammelabschiebung hingewiesen und auch auf die enge
Verknüpfung von Unternehmens-Profiten und staatlichem Rassismus, die dazu führt, dass Menschen morgens geweckt und aus ihrem Zuhause verschleppt werden. Die Protestierenden trafen auf zwei junge Menschen, deren Mutter an diesem Morgen mit dem Deportations-Flug in den Kosovo verfrachtet wurde. Obwohl den Protestierenden die grausame Abschiebe-Praxis bekannt ist, war es schockierend zu sehen wie am Flughafen die Angestellten von Airberlin, die Polizei, die gerade Menschen deportiert hatte und die Familien von denjenigen, die Opfer dieser Verbrechen wurden, aufeinander trafen.

Erfurt
Am 18.09.2012 veranstaltete die Fußgruppe einen Aktionstag in Erfurt. Er begann mit einer Kundgebung und einer Pressekonferenz vor dem Thüringer Landtag. Im Anschluss führte ein Demonstrationszug von ca. 200 Menschen, bestehend aus Flüchtlingen, Unterstützer_innen und sympathisierenden Bürger_innen, durch die Stadt Erfurt, wobei mehrere
Kundgebungen unter anderem vor den vier Flüchtlingsheimen durchgeführt wurden. Die Abschlusskundgebung fand am Erfurter Hauptbahnhof statt, bei der nochmals die Situation der Flüchtlinge in Deutschland ausführlich der Öffentlichkeit geschildert wurde.
Die Polizeipräsenz bestand zu Beginn lediglich aus sechs Beamten, die bei einer Störaktion der NPD während der ersten Kundgebung vor dem Thüringer Landtag sichtlich überfordert waren. Die Aktivist_innen des Protestmarsches entrissen den Neonazis rassistisches Propagandamaterial und verdrängten sie anschließend vom Kundgebungsort. Später wurde für den Demonstrationszug die Polizeipräsenz massiv erhöht. Es stellt sich die Frage, warum die Polizei auf solche Vorfälle nicht vorbereitet war, da bereits im Vorfeld bekannt war, dass die NPD-Bundesgeschäftsführung zu solchen Störaktionen aufgerufen hatte und darüber hinaus erst kürzlich Medienberichte zu verstärkter rechter Gewalt in Erfurt veröffentlicht worden sind.

Im Folgenden finden sich Auszüge aus der Rede eines Flüchtlings und Teilnehmers am Protestmarsch auf der Demonstration in Erfurt:

„Vor sechs Monaten entschieden wir uns für den Weg des Widerstands. Dafür sind wir auf die Straße gekommen, sind in den Hungerstreik getreten, haben unsere Lippen zugenäht, haben mit Menschen von Angesicht zu Angesicht gesprochen. Seit elf Tagen nun schreiten wir gemeinsam voran, auf dem Weg nach Berlin, um die Absurdität der Residenzpflicht unter Beweis zu
stellen. Denn wir sind Menschen, die keine Fesseln dulden. Und um diese zu sprengen ist uns kein Weg zu beschwerlich. (…) Alle Menschen, ob Asylbewerber_innen oder Bürger_innen, fordern wir auf sich uns anzuschließen, um gemeinsam eine menschlichere Welt zu erreichen.“

Unter folgenden Links finden Sie Fotoaufnahmen (aufgenommen von Mahdiyeh Tayefeh Kalhori), über deren Veröffentlichung mitsamt Quellenangabe wir uns freuen würden.

https://dl.dropbox.com/u/83559840/IMG_3775.JPG
https://dl.dropbox.com/u/83559840/IMG_3645.JPG
https://dl.dropbox.com/u/83559840/IMG_3585.JPG
https://dl.dropbox.com/u/83559840/IMG_3540.JPG

Unter folgendem Link finden Sie außerdem aktuelle Erklärungen des Protestmarsches unter anderem zur kürzlichen Sammelabschiebung in Düsseldorf sowie zu Selbstmorden und Selbstmordversuchen in deutschen Flüchtlingslagern, die durch einen weiteren Suizidversuch in Bogen* am 18.09. erneut an trauriger Aktualität gewinnt:
http://www.refugeetentaction.net/index.php?option=com_content&view=categ

Das Koordinationskommittee des Protestmarsches der Flüchtlinge nach Berlin

21. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Demonstration in Palermo gegen die tödliche Abschottung im Mittelmeer · Kategorien: Italien · Tags: , ,

„Fermiamo La Strage Nel Mediterraneo“

Von Alexa Magsaam

„Beenden wir das Blutbad im Mittelmeer“, so der Slogan der Demonstration am 19. September 2012 in Palermo, initiiert vom ‚Forum Antirazzista di Palermo’. Ein schwarzer Trauerzug zog Donnerstagnachmittag vom Hafen bis zum Piazza Ruggero Settimo, direkt vor das Teatro Politeam im Zentrum Palermos.
Vollständiger Text:

Kurzbericht mit Fotos:

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2012/09/20/foto/sit-in_contro_le_morti_in_mare_del_coordinamento_antirazzista-42897074/1/?ref=search

21. September 2012 · Kommentare deaktiviert für US-Panzerwagen und schwere Militärgeräte auf dem Weg nach Tunesien · Kategorien: Tunesien · Tags:

In Tunesien beginnt eine Diskussion über Hintergrundbewegungen der USA: Ausgelöst durch das Dementi der tunesischen Regierung, dass keine US-Marines nach Tunesien geschickt würden, erregt nun folgende Meldung aus dem Wallstreet Journal Aufmerksamkeit:

http://online.wsj.com/article/SB10000872396390444032404578006473174887946.html?KEYWORDS=tunisia

20. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Weitere 56 Ausreisewillige noch an Land verhaftet · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

Noch mehr Ausreisewillige wurden in Tunesien verhaftet, bevor sie überhaupt in ihre Boote steigen konnten. Die Tageszeitung As-Sabah berichtet von 26 Festnahmen bei der Industriestadt Sfax und 30 Verhafteten bei der Hafenstadt Zarzis. Die Ausreisewilligen sollen vor allem aus Südtunesien stammen.

http://www.assabah.com.tn/article-76417.html

http://www.assabah.com.tn/article-76416.html

20. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Ausreisewillige noch an Land verhaftet · Kategorien: Tunesien · Tags:

Am 19.09.2012 um 00:30 Uhr wurden auf Cap Bon (Menzel Temime bei Kelibia) 8 Personen verhaftet, die unerlaubt über das Meer ausreisen wollten. Unter ihnen befanden sich 3 Algerier. Welche Behörde die Verhaftung veranlasst und durchgeführt hat, geht aus der Meldung nicht hervor.

Erstmals werden in einer solchen Tickermeldung auch Angaben zu Verhaftungen wegen anderer Delikte (Gewalt, Verkauf von Bier u.a.) mit untergebracht.

http://directinfo.webmanagercenter.com/2012/09/19/tunisie-tentative-demigration-clandestine/

 

20. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Protestmarsch Flüchtlinge – Bielefeld 21.09.2012 · Kategorien: Deutschland · Tags:

Pressemitteilung: Protestmarsch von Geflüchteten macht halt in Bielefeld

Der bundesweite Protestmarsch der Geflüchteten macht am 21.09 halt in Bielefeld. Um unsere Solidarität mit dem Protestmarsch aus zudrücken, wird es am Freitag den 21.09 um 16h eine Kundgebung vor C&A (Bahnhofstrasse) geben.

Im Rahmen des bundesweiten Protestmarsches Geflüchteter wird am Freitag, dem 21.09.2012 um 16 Uhr in der Bielefelder Innenstadt eine Kundgebung vor C&A abgehalten. Weiterlesen »

19. September 2012 · Kommentare deaktiviert für UK: Blockade Abschiebeknast – um Abschiebung zu verhindern · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: , ,

Immigration Detention Centre blockaded

The UK is set to deport dozens of Tamil asylum seekers to Sri Lanka from the UK on 19th September, disregarding clear evidence of torture on return and the outcries of the Tamil community and human rights groups. Injunctions have been granted in the High Court last night, stopping some removals, and others are expected today.

Meanwhile, activists have started a blockade of Colnbrook Immigration Removal Centre, to prevent detainees being taken to the airport. At least one activist is locked on underneath one of the coaches.

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19. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Lampedusa Guantanamo – Tunesische Reportage · Kategorien: Italien, Libyen, Tunesien · Tags: ,

In der meistgelesenen tunesischen Tageszeitung La Presse (19.09.2012) findet sich folgende interessante Reportage über Lampedusa:

Le Guantanamo italien

De notre envoyé spécial Chokri BEN NESSIR
La Presse — Pour redorer son image écornée par son statut de première sentinelle de l’Europe, la mairie de l’île de Lampedusa a procédé durant les derniers mois à des travaux d’embellissement, de restauration et de réfection. Chose qui paraît d’emblée normale pour une destination touristique au sud de l’Europe. Il n’empêche, les efforts déployés pour effacer toute trace de passage des flux migratoires sur l’île en dit long sur la volonté  des responsables de balayer d’un revers de la main tout ce qui peut renvoyer à l’image d’une citadelle de mise en quarantaine des Harragas.
Déjà, la première action a consisté à enlever tous les chalutiers réquisitionnés par les gardes-côtes italiens pour avoir croisé dans les eaux territoriales italiennes et pour avoir été utilisés comme moyen de transport de clandestins. «Cela s’est passé la veille de la haute saison estivale. Depuis la terrasse de mon restaurant, j’ai aperçu un monstre d’acier pénétrer lentement la passe d’entrée du port. A l’aide de grues robotisées, l’équipage du bateau avait procédé à l’enlèvement, un par un de tous les chalutiers et les barques tunisiennes, libyennes et africaines. A la tombée de la nuit il largue les amarres chargé de centaines de barques. Personne ne connaît la destination ou le sort de ces embarcations», se remémore Bruno. Weiterlesen »

19. September 2012 · Kommentare deaktiviert für 100 Prozesstage – Somalis in Hamburg · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

http://reclaim-the-seas.blogspot.gr/2012/09/100-days-of-trial-no-reason-to-celebrate.html

100 days of trial – no reason to celebrate

Posted: 17 Sep 2012 10:50 PM PDT

After 100 long and torturous days in court the trial is finally coming to a close. Today for the 100th time the accused walked trough the tunnel that connects the remand prison with the court building. For the 100th time twenty lawyers assembled, three translators drove long distances to get to court and four jury members left their lives behind and spent up to eight hours in room 337 of the Hamburg criminal court building. And for the 100th time the guards dozed off during the proceedings. Weiterlesen »