06. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia-Civil-Schiff überfährt Flüchtlingsboot – mehrere Tote (1) · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

http://www.wochenblatt.es/1000009/1000013/0/28733/article.html

Wochenblatt.online. Die Zeitung der Kanarischen Inseln. Ausgabe: Nr. 173 vom 19. Dezember 2012 – 8. Januar 2013

Ein illegaler Einwanderer wurde tot aufgefunden, sieben Flüchtlinge gelten als vermisst

Mysteriöser Zusammenstoß zwischen Patrouillenboot und „Patera“
„Ein unvermeidbares Unglück“, so bezeichnete die Guardia Civil den tragischen Unfall, der sich am frühen Morgen des 13. Dezember in den Gewässern vor Teguise (Lanzarote) ereignete. Bisher steht lediglich fest, dass beim Zusammenstoß des Guardia-Civil-Patrouillenbootes „Cabaleiro“ mit einem Flüchtlingsboot die Insassen in die Fluten stürzten, mindestens einer ums Leben kam und weiterhin sieben der illegalen Einwanderer vermisst werden.
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05. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerische Migration nach Frankreich, Lesetipp · Kategorien: Algerien, Frankreich, Lesetipps · Tags:


http://www.elwatan.com/hebdo/histoire/histoire-de-l-immigration-algerienne-05-01-2013-198299_161.php

El Watan, 05.01.2013
Algériens de France, 1954-1962 : la guerre, l’exil, la vie
Histoire de l’immigration algérienne
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Un volumineux livre couronnant l’exposition sur les Algériens de France et intitulé Algériens de France, 1954-1962 : la guerre, l’exil, la vie vient de paraître aux éditions Autrement, avec la collaboration de la Cité nationale de l’histoire et de l’immigration.
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05. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Ägypten: Bericht zur Repression 2011 · Kategorien: Ägypten · Tags:

Die FAZ berichtet und kommentiert den Bericht zur Repression 2011

„Ägypten Bericht belastet Militärrat schwer 04.01.2013
Ein vom ägyptischen Präsidenten Mursi in Auftrag gegebener Bericht zur Gewalt während der Massenproteste von 2011 belastet den damaligen Präsidenten Husni Mubarak, die Sicherheitskräfte und Teile der Armee. Der Bericht enthält viele Namen der Verantwortlichen.“

vollständiger Text:

http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/aegypten-bericht-belastet-militaerrat-schwer-12014433.html

„Ägypten Ägyptischer Wendepunkt 04.01.2013 
Der Bericht der Untersuchungskommission mischt die Karten in Ägypten neu. Er belastet die Repräsentanten des alten Regimes schwer. Eingestellte Verfahren werden neu aufgerollt, und Mubarak droht möglicherweise die Todesstrafe. Der Bericht einer Untersuchungskommission zur blutigen Niederschlagung der Proteste, die zum Sturz Mubaraks führten, verändert das Kräfteverhältnis der ägyptischen Politik. In den vergangenen Monaten war es den Vertretern des alten Regimes gelungen, das Vertrauen der Aktivisten und der schwachen säkularen Opposition zu erwerben. Gemeinsam erhöhten sie den Druck auf den islamistischen Präsidenten Mursi. Der war bei den Aktivisten auch deshalb in Ungnade gefallen, weil die Massaker während der Revolution nicht geahndet wurden und ungesühnt blieben.“

Vollständiger Text:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/aegypten-aegyptischer-wendepunkt-12014669.html

04. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Netzwerk Afrique-europe-interact: Taz Beilage 12/2012 · Kategorien: Mali, Sahara, Tunesien · Tags:

Zum zweiten Mal hat das Netzwerk Afrique-europe-interact eine 4-seitige Massenzeitung erstellt, die unter anderem am 8. Dezember der bundesweiten Ausgabe der tageszeitung “taz” beigelegt war. Von der Zeitung wurden 10.000 Exemplare zusätzlich gedruckt, die wir bei Bedarf gerne zuschicken – ob 5, 50 oder 300 Stück (bitte unter nolagerbremen@yahoo.de bestellen).

Dezember 2012 | taz-Beilage (Massenzeitung Afrique-Europe-Interact)

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http://www.afrique-europe-interact.net/index.php?article_id=821&clang=0

04. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali: 400 französische Militärs nach Mopti und Ségou · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara

„Meanwhile, French defence minister Jean-Yves Le Drian said European training of 3,000 Malian troops would begin next month [i.e. Januar 2013] in Mopti and Ségou, Mali. Four hundred mainly French troops were due to run „two or three“ six-week training courses, he said.

The European Training Mission will be headed by General François Lecointre, 50, a marine infantryman who has served in Djibouti, the Central African Republic, Rwanda, Gabon and Bosnia.“

The Guardian, 26.12.2012

http://www.guardian.co.uk/world/2012/dec/26/mali-military-mission-against-al-qaida

04. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 11 – Januar 2013 · Kategorien: Tunesien · Tags: , ,

Kompass – AntiRa – Newsletter Nr. 11 – Januar 2013

als besser lesbare doc-Datei:

Kompass-Antira-Newsletter Januar 2013

+++ Oury Jalloh-Demonstration +++ Proteste der Choucha-Flüchtlinge für  Januar in Tunis angekündigt +++ Boats4People macht weiter mit „Watch The Med“ und Tunesien-Karawane +++ „Weißer Marsch“ in Mali +++ Weitere (über)regionale und transnationale Termine +++

Liebe Freundinnen und Freunde!
Ein kämpferisches neues Jahr! Das wünschen wir für 2013, auf dass sich mit der Ausweitung und Intensivierung der Proteste und Streiks von Flüchtlingen und MigrantInnen in diesem Jahr vermehrt konkrete Forderungen durchsetzen lassen. Der anhaltende Flüchtlingswiderstand von Berlin über Wien bis Amsterdam zielt auf  Legalisierungen und Abschiebestopps. Letzteres wird ebenfalls im täglichen Kampf gegen die Dublin-II-Rückschiebungen nach Ungarn oder Italien eingefordert. Und nicht nur innerhalb der EU sondern auch an den Außengrenzen geht der Widerstand unvermindert weiter: gegen Rückschiebungen von Spanien nach Marokko oder von Griechenland in die Türkei, und nicht zuletzt mit der Forderung nach weiteren Aufnahme-Plätzen der Flüchtlinge aus dem tunesischen Choucha.

Apropos Tunesien: Im Dezember fand in mehreren Städten eine Veranstaltungsreihe mit Gästen aus Tunis statt, zudem wurde das Boats4People-Folgeprojekt „Watch the Med“ vorgestellt. Und für 2013 wird mit der Forderung nach globaler Bewegungsfreiheit eine Buskarawane durch mehrere tunesische Städte vorbereitet. Auch deshalb unten im Kalender zum Monat Januar einige längere Ausführungen zu all diesen geplanten Aktivitäten.

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03. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Besetzung der Vatikan-Vertretung in Paris und Lille · Kategorien: Frankreich · Tags:

http://www.taz.de/!108252/

„Jesus setzte sich für Fremde ein“

Mit einer spektakulären Besetzung der Vatikan-Vertretung in Paris und Lille unterstützen Aktivisten Einwanderer ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

von Rudolf Balmer

Mehrere Dutzend Personen eines Kollektivs zur Verteidigung illegaler Immigranten haben am Montag in Paris die Botschaft des Vatikans, die Nuntiatur, vorübergehend besetzt.

An der Fassade des Gebäudes im Stadtzentrum an der sehr vornehmen Rue du Président Wilson im achten Stadtbezirk unweit der Champs-Élysées befestigten die Besetzer ein Spruchband, das den Sinn ihrer Aktion zugunsten der Einwanderer ohne Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen, der „Sans-Papiers“, erklärt und die Christen eindringlich an ihre Pflicht zu Solidarität mit den Vergessenen und Verfolgten erinnern soll: „Jesus setzte sich für Fremde ein. Was hast du für deine christlichen Mitbrüder ohne Papiere getan?“

Im Besonderen unterstützen die Aktivisten mit ihrem spektakulären Vorgehen eine Gruppe von „Sans-Papiers“, die in Lille in Nordfrankreich eine Kirche besetzt und dort vergeblich einen Hungerstreik begonnen hatten, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu fordern.

Gegen ihre polizeiliche Vertreibung aus dem Gotteshaus vor zehn Tagen demonstrierten in Lille und Paris bereits mehrere hundert Personen. Wegen der drohenden Repression riefen in Paris die Besetzer der Botschaft des Heiligen Stuhls den Passanten aus den Fenstern zu: „Papiere statt Polizisten!“ Ihre frommen Wünsche wurden nicht erhört. Ohne Zwischenfälle wurde die Nuntiatur im Verlauf des Nachmittags von einem großen Polizeiaufgebot geräumt.

Weniger strikte Bedingungen

Unter Präsident Nicolas Sarkozy sind die Einreisebestimmungen verschärft und damit die Schwierigkeiten der klandestinen Mitbewohner in Frankreich verschlimmert worden.

Der Innenminister der neuen Regierung, Manuel Valls, hat neue und weniger strikte Bedingungen für die reguläre Aufnahme von bisher illegalen Einwanderern angekündigt, er schließt eine massive kollektive Legalisierung aber aus.

Bereits im August 1998 hatte eine Gruppe von „Sans-Papiers“ gewaltlos die Nuntiatur in der französischen Hauptstadt während zwei Tagen und Nächten besetzt und so schließlich erreicht, dass sich der Vatikan bei den Pariser Behörden für sie einsetzte. Die Besetzung von Kirchen durch illegale Einwanderer und Flüchtlinge hat eine lange Tradition.

Im August 1996 machten rund 300 Malier in Paris aus der Kirche Saint-Bernard das Hauptquartier einer Bewegung zugunsten der Immigranten.

Seither beanspruchten immer wieder Eingewanderte, die in Frankreich leben und arbeiten, aber aufgrund irgendwelcher Bestimmungen oder Hindernisse keine gültigen Papiere (mehr) haben, auf diese Weise das Kirchenasyl. Moralischen und politischen Druck auf die Kirche machte kürzlich auch die grüne Wohnungsministerin Cécile Duflot.

Sie mahnte die Bischöfe zu mehr Solidarität mit den Obdachlosen und drohte mit dem Requirieren leerstehender Klöster und Immobilien der Kirche. Der Erzbischof von Paris hat sich aber solche Belehrungen in Sachen Brüderlichkeit verbeten. Aufgabe des päpstlichen Nuntius ist es jetzt, die Botschaft der Besetzer nach Rom weiterzuleiten.

02. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Von der Pan-Sahel-Initiative zum neuen Grenzregime in der Sahara · Kategorien: Algerien, Europa, FFM-Texte, Libyen, Mali, Sahara · Tags: ,

von Helmut Dietrich, in: inamo 72 (2012)

In den nordafrikanischen Internet-Foren schreibt man bereits über die neuen Grenzanlagen, die in Südalgerien entstehen: Die Rede ist von einer Abschottung in den Dimensionen der US-Grenze gegenüber Mexiko. In der Tat drängte die US-Staatssekretärin Hillary Clinton bei ihren Besuchen in Algier 2005 und erneut Ende Oktober 2012 zur Schließung der algerischen Südgrenze. Dieses Mal scheint die US-Regierung Erfolg zu haben. Die algerischen Militärs fürchten die Ausbreitung der nordmalischen Touareg-Aufstände. Die Unruhen könnten auf Algerien übergreifen, sollte es zur internationalen Militärintervention unter US- und EU-Kommando in Nordmali kommen.

Nun hat das algerische Militär als Bauherr die elektronische Aufrüstung der Südgrenze zu Mali ausgeschrieben, Kostenplan: 1,5 Milliarden Dollar. Die Anlage soll mit einer intensiven Luftüberwachung ergänzt werden. Algerische „Counter-insurgency“-Spezialtruppen sind an der Grenze aufgezogen. 13 neue Militärbasen für algerische Gendarmerie-Einheiten wurden bereits errichtet. Ein erster 50 km langer Abschnitt bei der algerischen Stadt Bourj Badji Mokhtar wurde in aller Eile mit elektronischer Grenzüberwachung aufgerüstet.

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01. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Proteste in Siliana gehen weiter, von den Massenmedien verschwiegen · Kategorien: Tunesien · Tags:

In Siliana, in der im Dezember 2012 ein mehrtägiger Aufstand stattfand, geht der Protest weiter. Per E-Mail und facebook kommen Nachrichten über Hungerstreiks, die sich zuspitzen. Die Massenmedien schweigen. Hier zwei Meldungen:

„In Siliana sind zehn bis fünfzehn Menschen heute den zehnten Tag im Hungerstreik. Sie protestieren gegen die niedrigen Löhne, die sie seit Jahren für ihre Arbeit bekommen. Alle von ihnen sind bei der Stadt Siliana angestellt, teils im Baugewerbe, teils in Gebäude- und Grünflächenservice. Sie arbeiten seit Jahren ohne Vertrag. Mit Vertrag stünden ihnen 350 Dinar monatlich zu. Diese Menschen erhalten im Monat 120 Dinar – für acht Stunden Arbeit am Tag, fünf Tage die Woche. Sie haben ihren Protest selbst organisiert. Mittlerweile erhalten sie Rückenstärkung von der UGTT. Die Bewohner_innen Silianas diskutieren die Aktion. Die Hungerstreikenden gehen jetzt in eine neue Phase, in der sie sich die Lippen vernäht haben, da ihr Protest bis jetzt noch nichts erbracht hat.“

 

FEMMES grèvistes de la faim en TUNISIE
01 janvier 2013 Par Méditerranéenne

A Siliana, ville de l’ouest tunisien, il y a quelques semaines la police a tiré sur des manifestants pacifistes, causant de graves blessures et la cécité à plusieurs jeunes qui ne sont toujours pas pris en charge par l’état. D’autres sont toujours aux arrêts et ce, depuis avril 2011, et subissant les pires exactions et tortures de la part de la police politique. Leurs mères, sœurs, fiancées et épouses font la grève de la faim depuis plusieurs jours dans l’indifférence TOTALE.

https://www.facebook.com/riahi.fatma.arabicca/posts/481654618543775

31. Dezember 2012 · Kommentare deaktiviert für Tunesien, Ägypten: Krisenmanagement der internationalen Arbeitsteilung · Kategorien: Ägypten, Deutschland, Italien · Tags:

Produktionsbezogene Krisenintervention von LOG.kompass für das Unternehmen Dräxlmaier angesichts der Aufstände in Tunesien und Ägypten:

Die Aufstände in Tunesien und Ägypten hatten und haben nicht nur das Ziel, Diktatoren zu verjagen. Es geht, so der Ruf der Armen auf der Straße, nach wie vor um den „Sturz des Systems“ und um ein Leben in Würde. Wie wirken sich die Aufstände auf die Produktionsbedingungen aus, insbesondere auf die Billiglohnfabriken des europäischen / deutschen Kapitals?

Der soziale Graben am Mittelmeer ist nach wie vor unvorstellbar tief. Der Lohn in den Grossfabriken von Steiff (Sidi Bouzid) und der Autozuliefererfirmen Leoni und Dräxlmaier sowie von Benetton in verschiedenen tunesischen Städten belaufen sich nach wie vor auf weniger als 10 Prozent des Lohns für dieselbe Arbeit in Deutschland oder Norditalien, d.h. auf einen Monatslohn zwischen 100 und 200 Euro.

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