08. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia Civil überfährt Flüchtlingsboot (7) – 2 Überlebende berichten · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Die Gruppe „Insurgente“ gibt Berichte von 2 Überlebenden wieder, sie hatten vor ein paar Tagen nach Marokko telefonieren und berichten können. Beide haben Harrag-Erfahrung: Einer von ihnen hat fünf Mal vergeblich die Überfahrt versucht, der andere drei Mal – stets wurden sie von Guardia Civil Patrouillenschiffen aufgebracht. Diese Patrouillenschiffe haben ein Schlauchboot an Bord, mit dem normalerweise die gestoppten Harragas auf das Polizeischiff geholt werden.

Im Fall des 13.12.2012 stoppte ein Guardia Civil Schiff bei glatter See 1 km vor Lanzarote das Harraga-Boot schon aus großer Entfernung, mit einem Riesenscheinwerfer und entsprechender Ansage. Das Flüchtlingsboot hielt nach Bericht dieser beiden Überlebenden an. Das Guardia Civil Patrouillenschiff hielt aber weiterhin geradewegs auf das Boot zu und überfuhr es in der Mitte. Durch den Aufprall starben sofort 3 Passagiere. 5 Weitere konnten nicht gerettet werden, weil die Guardia Civil nicht das Rettungsschlauchboot aussetzte. Es sei nach Angaben der Guardia Civil defekt gewesen. In ca. 50 Meter Abstand vom Guardia Civil Patrouillenschiff ertranken dann 5 Harragas, andere konnten sich an ausgeworfenen Bojen festhalten.

Die Überlebenden werden in einem Abschiebelager festgehalten und befinden sich im Hungerstreik.

http://www.insurgente.org/index.php/template/politica/item/3306-inmigrantes-en-huelga-de-hambre-contra-la-impunidad-de-la-guardia-civil

08. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia Civil überfährt Flüchtlingsboot (6) – Überlebende engagieren renommierte Anwälte · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Die 17 marokkanischen Harragas, deren Flüchtlingsboot am 13.12.2012 von einem Guardia Civil Patrouillenschiff überfahren wurde und die überlebten – 8 Mitfahrende kamen dabei um – , haben renommierte Rechtsanwälte gefunden. Das „Colegio de Abogados de Las Palmas de Gran Canaria“ übernimmt den Fall.

Bislang sind die Überlebenden im Abschiebelager „Centro de Internamiento de Barranco Seco“ in Haft und anscheinend vollständig von der Außenwelt isoliert. Die Anwälte konnten noch nicht zu ihnen.

Die Überfahrt hat nach marokkanischen Angaben 400 bis 500 Euro gekostet. (Das ist sehr wenig im Vergleich zu den Visa-Voraussetzungen, die auch in finanzieller Hinsicht aberwitzig aufwaendig sind. Arbeitslose haben kaum Chancen auf Erteilung eines Visums.)

Das berichtet die Gruppe GuinGuinBali aus Las Palmas de Gran Canaria am 07.01.2013.

http://www.guinguinbali.com/index.php?lang=es&mod=news&task=view_news&cat=2&id=3367

 

08. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunesien IWF – Analyse und Diktat · Kategorien: Tunesien · Tags:

Eine Delegation des IWF hat sich im November 2012 in Tunesien aufgehalten. Hier der vorläufige Bericht der Delegation, mit Datenmaterial, Analysen und empfohlenen Auflagen an das Land:

IWF Tunesien 2012 11

07. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Malaga: 2 Selbstverbrennungen · Kategorien: Spanien · Tags:

LabourNet Germany schreibt:

„Selbstverbrennungen in Spanien. Keine Schlagzeilen…

Gleich zwei Männer in der Region Malaga haben sich an aufeinanderfolgenden Tagen selbst verbrannt: sie hört nicht auf, die alltägliche kapitalistische Barbarei, die die Menschen in die Verzweiflung treibt, wird in dem kurzen Bericht “Fallecen los dos hombres que se quemaron a lo bonzo en Málaga” am 05. Januar 2013 bei kaosenlared unterstrichen.“

http://www.kaosenlared.net/territorios/t/andalucia/item/42684-fallecen-los-dos-hombres-que-se-quemaron-a-lo-bonzo-en-m%C3%A1laga.html

07. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Libyens Abschiebemaschinerie · Kategorien: Libyen · Tags: , ,

http://www.libyaherald.com/2012/12/23/libyas-south-migrants-journeys/

Libya Herald, 23.12.2012
Libya’s south: migrants’ journeys
By Beata Oleksy

Migrants at the Al-Weigh detention centre await deportation to Chad (Photo: Beata Oleksy)

Tripoli, 23 December

A migrants’ detention centre in Sebha was recently handed over to the Ministry of Interior by a local militia. According to Mohamed Madany, deputy head of the centre, it deports between 400 and 800 people back to their country of origin every month.

“This will be the main deportation centre in the south of Libya”, Khaled Al-Azhari, the facility’s director, said. “We have already done some reconstruction work to improve conditions. We receive people from other centres such as Obari, Jufra or Shatti on a regular basis”.

The majority of migrants come from Chad, Niger, Mali, the Gambia and Burkina Faso but there are also refugees from Somali, Ethiopia and Eritrea. Although Libya is not a signatory to the 1951 Refugee Convention, unofficial dictats exempt Somalis and Eritreans from deportation to their war-torn countries.

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06. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerien, Ouargla: Organisierte Arbeitslose verhaftet · Kategorien: Algerien · Tags: ,

Zu Jahresbeginn 2013 wurden in Ouargla mehrere Arbeitslose des „Comité national pour la défense des droits des chômeurs“ (CNDDC) und ihre nationaler Koordinator Tahar Belabès verhaftet. Sie fordern u.a. eine Arbeitslosenhilfe in Höhe von 50 Prozent des Minimallohns, d.i. ca. (umgerechnet) 70 Euro. Amnesty international fordert ihre sofortige Freilassung.

http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5177618
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06. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia Civil überfährt Flüchtlingsboot (5) – Proteste aus Marokko · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

In der Bevölkerung der marokkanischen Stadt Sidi Ifni herrscht offenbar Empörung über die Rammaktion eines Patrouillenschiffs der Guardia Civil gegen ein Flüchtlingsboot vor der Küste von Lanzarote. Das Flüchtlingsboot wurde überfahren, es sank sofort, mindestens 7 Harragas kamen um, ein Schwerverletzter befindet sich im Krankenhaus.

Die örtliche Vereinigung der marokkanischen Menschenrechtsorganisation AMDH und das Rathaus von Sidi Ifni fordern „die Wahrheit über den Hergang des Unfalls“. Obwohl es sich um eine gravierende Aktion der Guardia Civil gegen marokkanische Bürger handelt und obwohl der Protest in Sidi Ifni zunimmt, äußere sich die marokkanische Regierung bislang nicht dazu, kritisiert das Rathaus der Stadt. In Sidi Ifni ist es in den vergangenen Jahren mehrmals zu Aufständen von Arbeitslosen und zu Revolten wegen hoher Lebenshaltungskosten gekommen.

http://www.yabiladi.com/articles/details/14508/maroc-mairie-sidi-ifni-reclame.html

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06. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia Civil überfährt Flüchtlingsboot (4) – Hungerstreik der Überlebenden · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

16 Überlebende des Flüchtlingsboots, das am 13.12.2012 von einem Guardia-Civil-Patrouillenschiff vor der kanarischen Insel Lanzarote gerammt wurde und sofort sank – mindestens 7 Tote und ein Schwerverletzter – , haben einen Hungerstreik begonnen. Das teilten in Angehörige aus Marokko mit. Ein Überlebender konnte mit ihnen telefonieren.

Die 16 Überlebenden sind im Abschiebelager Barranco Seco inhaftiert. Sie haben den Hungerstreik begonnen, weil sie die Wahrheit über den Hergang der brutalen Rammaktion der Guardia Civil wollen. Obwohl nach offiziellen Angaben eine strafrechtliche Ermittlung eingeleitet wurde, wurde bislang niemand der Überlebenden zu dem Vorfall angehört. Zudem fordern sie Entschädigung für die Angehörigen der Toten und Vermissten sowie die Legalisierung der Überlebenden. – Zwei minderjährige Überlebende wurden in eine besondere Haftanstalt eingewiesen.

La Provincia, 03.01.2013

http://www.laprovincia.es/lanzarote/2013/01/03/inmigrantes-accidente-patera-inician-huelga-hambre/506596.html
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06. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia-Civil-Schiff überfährt Flüchtlingsboot – mehrere Tote (3) · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

El País 18.12.2012

06. Januar 2013 · Kommentare deaktiviert für Kanarische Inseln: Guardia-Civil-Schiff überfährt Flüchtlingsboot – mehrere Tote (2) · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Wahrscheinlich 8 Tote und einen Schwerverletzten verursachte der Unfall kurz vor der Küste der Kanarischen Inseln. Ein Patrouillenschiff der Guardia Civil war losgeschickt worden, nachdem das flüchtlingsfeindliche Überwachungssystem SIVE ein Boot vor der Küste von Lanzarote gemeldet hatte. Das Patrouillenschiff der Guardia Civil nahm sogar Kontakt mit den Boat-people auf. Danach überfuhr das grosse moderne Patrouillenschiff das einfache Flüchtlingsboot, das sofort sank. Ein Toter wurde geborgen, mindestens 7 Boat-people werden vermisst, ein Schwerverletzter wurde ins Krankenhaus geflogen. Die Harragas waren aus dem nahen Marokko losgefahren.
http://www.lavozdelanzarote.com/article74408.html
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