14. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Wir sind auf dem Weg nach Lesvos“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland · Tags:

Quelle: Grenzenlos Kochen Hannover

Warum Lesvos?

Die No border Kitchen, die wir von Anfang an unterstützen wollten, ist ebenfalls gerade auf dem Weg dorthin. Die Hilfe wird dort akut benötigt. Diejenigen, die den Weg über das Mittelmeer überleben, kommen dort durchnässt, hungrig, traumatisiert und erschöpft an.

An vielen Orten entlang der sogenannten Balkanroute wurde die Situation durch Polizei und Militär in kontrollierte und bürokratische Bahnen gelenkt. Dies machte die Lage für Geflüchtete nicht zwangsläufig besser. Für freiwillige Helfer_innen ist es so jedoch bedeutend schwerer zu unterstützen – an vielen Orten werden Freiwillige rigoros von staatlicher Repression unterdrückt und aus den Camps vertrieben.

Wir haben überlegt und abgewogen, welches die beste Einsatzmöglichkeit für unsere Kapazitäten und eure Spenden ist. Da die Situation auf Lesvos katastrophal ist und dringend Hilfe benötigt wird, haben wir uns dazu entschlossen, uns eine Woche mehr Zeit zu nehmen und dorthin zu fahren. Dabei haben wir unter anderem einen Wifi-Hotspot von Freifunk, um für bis zu 150 Menschen gleichzeitig Internet bereitstellen zu können.

Gleich überqueren wir die tschechische Grenze. Wir halten euch auf dem Laufenden!

13. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Bericht: Bulgarische Sicherheitskräfte misshandeln Flüchtlinge · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien, Türkei · Tags: ,

Quelle: DW

Erpressung, Körperverletzung, Drohungen – Hilfsorganisationen zufolge sind das die Methoden, mit denen Grenzbeamte in Bulgarien mit Flüchtlingen umgehen. Hundert Menschen berichten von ihren Erfahrungen an der Grenze.

„Die Schwere und Häufigkeit der dortigen Misshandlungen von Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Armut sind, ist schockierend und für einen EU-Mitgliedsstaat völlig inakzeptabel“, sagte Nikolina Milic vom Belgrader Zentrum für Menschenrechte über die Vorgänge an der türkisch-bulgarischen Grenze. Die serbische Hilfsorganisation veröffentlichte in dem Bericht „Safe Passage“ das Ergebnis von Interviews mit hundert Flüchtlingen. Die Organisation befragte die Menschen im serbischen Dimitrovgrad, wo täglich etwa 200 Migranten die Grenze zu Bulgarien überqueren.

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13. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Pläne für EU-Türkei-Gipfel · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: Deutschlandfunk

Die Pläne für einen Gipfel der EU mit der Türkei zur Flüchtlingskrise werden konkreter.

Die Konferenz solle Ende November oder Anfang Dezember stattfinden, sagte Bundeskanzlerin Merkel in Valletta nach dem Sondertreffen der EU-Staats- und Regierungschefs. Merkel betonte, dies hänge auch von der türkischen Seite ab. Mit Blick auf ein mögliches Rückübernahme-Abkommen habe Ankara Bereitschaft signalisiert, neben eigenen Staatsbürgern auch durchgereiste Menschen aus anderen Ländern aufzunehmen. Im Gegenzug sind nach Merkels Worten Visa-Erleichterungen für türkische Bürger im Gespräch. Darüber hinaus bereite die Europäische Union für die Unterstützung der Flüchtlinge in dem Land ein Finanzpaket von drei Milliarden Euro vor. Die ersten 500 Millionen Euro seien bereits von der EU-Kommission bereitgestellt worden.

Die Türkei ist das wichtigste Transitland für Flüchtlinge auf dem Weg nach Westeuropa.

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12. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „EU-Afrika-Gipfel: ein großer Aktionsplan, ein Hilfsfond und die ewige Misere“ · Kategorien: Afrika, Europa, Malta · Tags:

Quelle: Telepolis

von Thomas Pany

Wenig Spruchreifes wurde in Valletta beschlossen, außer dass mehr Studenten nach Europa dürfen und afrikanische Spezialisten bei der Identifizierung der Herkunftsländer von illegalen Zuwanderern helfen sollen

Die Tagesschau fasst den EU-Afrika-Gipfel auf Malta so zusammen: Das wichtigste Ziel: „Weniger Afrikaner sollen sich auf die gefährliche Flucht nach Europa machen. Es geht um viel Geld und Perspektiven.“

Geschätzte zwölf Millionen Afrikaner sollen auf der Flucht sein, viele wollen nach Europa, so die ARD-Nachrichten.

Man könnte die Positionen, aus denen Geld und Perspektiven bereitgestellt und entwickelt werden, auch so zusammenfassen, wie dies ein afrikanischer Journalist auf einer Nachrichtenwebseite aus Mali tut: „Die Afrikaner sind in Europa nicht willkommen und die politischen Führer in Afrika lieben ihre Länder nicht.“

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12. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Calais: Gesetzgebung des Dschungels“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: FAZ

Warum es Frankreich nicht gelingt, die Situation in dem von Flüchtlingen errichteten Zeltlager in Calais unter Kontrolle zu bringen – und das mitten im Wahlkampf.

von Michaela Wiegel

In Lothringen sind die Flüchtlinge aus dem „neuer Dschungel“ genannten Flüchtlingslager von Calais nicht willkommen. Das hat der Bürgermeister der 2600-Einwohner-Gemeinde Etival-Clairefontaine mitgeteilt. Damit widerspricht er den Plänen des sozialistischen Innenministers Bernard Cazeneuve, der beabsichtigt, so viele Menschen wie möglich aus Calais anderswo in Frankreich unterzubringen. Bürgermeister Christian Fegli aber, ein früherer Gendarm, will sich nicht zu Solidarität mit den Gestrandeten von Calais verpflichten lassen. Er ließ umgehend vom Kommunalrat beschließen, dass die Aufnahme von 15 Flüchtlingen in dem Ferienheim von Etival nicht möglich sei. „Die öffentliche Sicherheit darf nicht gefährdet werden“, sagte Fegli im Radiosender France Inter.

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12. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Lesbos, das griechische Lampedusa · Kategorien: Griechenland, Mittelmeer

Quelle: euronews [mit Video]

Lesbo, la Lampedusa greca, dove la spiaggia è un “cimitero” di giubbotti salvagente

Una distesa infinita di giubbotti salvagente lungo la spiaggia, resti di vite spezzate e di nuove prospettive. E’ così che si presenta Lesbo a chi vi arriva per la prima volta.

L’isola greca è diventata negli ultimi mesi la meta di approdo di migliaia di migranti e rifugiati che dalla Turchia si imbarcano per raggiungere le coste europee. Oltre 210,000 soltanto nel mese di ottobre. Un numero insostenibile per una piccola isola fino ad oggi meta soltanto di turismo. Ecco perché è qui che è stato costruito il secondo hotspot europeo, dopo quello di Lampedusa.

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11. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „EU will Zentren für Flüchtlinge auf dem Balkan“ · Kategorien: Balkanroute, Deutschland, Europa, Griechenland · Tags:

Quelle: T-Online

Der Ansturm von Flüchtlingen nach Griechenland ist ungebrochen, doch die Hotspots dort sind noch im Aufbau. Um dem Chaos Herr zu werden haben die Innenminister der EU-Länder sich darauf verständigt, in den Balkanländern Zentren zur Registrierung von Flüchtlingen zu schaffen.

„Es ist unmöglich, von Griechenland zu verlangen, jeden Tag 10.000 Flüchtlinge aufzunehmen“, betonte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Diese Bearbeitungszentren sollten die im Aufbau befindlichen „Hotspots“ in Griechenland entlasten, so Asselborn, dessen Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft ausübt.

„Wir können uns eine kritische Situation vor unseren Toren nicht erlauben“, sagte er. „Es geht darum, die Ströme zu kontrollieren.“ Ziel sei aber keineswegs, Migranten zu internieren oder einzusperren.

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11. November 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Calais: Zusammenstöße mit der Polizei“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags: , ,

Quelle: taz

Migranten blockierten eine Fahrbahn und wollten sich in Lastwagen verstecken. Eingreifende Polizisten wurden mit Steinen angegriffen.

LILLE afp | In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais sind bei Zusammenstößen zwischen Flüchtlingen und Polizisten erneut elf Beamte verletzt worden. Rund 250 Migranten hätten in der Nacht zum Dienstag auf einer Zugangsstraße zum Hafen versucht, sich in Lastwagen zu verstecken, erklärte die örtliche Präfektur. Die Flüchtlinge hätten Gegenstände auf die Fahrbahn gelegt, um den Verkehr zum Verlangsamen zu zwingen. Als die Polizei eingriff, sei sie mit Steinen beworfen worden, woraufhin sie Tränengas gegen die Flüchtlinge eingesetzt habe.

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09. November 2015 · Kommentare deaktiviert für On the road in Agadez: desperation and death along a Saharan smuggling route · Kategorien: Afrika, Libyen, Marokko · Tags: ,

Quelle: The Guardian

As political leaders prepare to meet in Malta to discuss measures to stem the flow of migrants and refugees from Africa to Europe, Patrick Kingsley meets the smugglers and the smuggled on a route through the desert from Niger

You can’t see the road from Agadez in Niger to Libya. You simply drive to the edge of the local airstrip, turn left, fork right, head past the one building on the horizon – a lonely police checkpoint – and that’s it. Only a select few local drivers know which dunes lead across the Sahara and which ones lead to oblivion. And in three days of driving, there are plenty of wrong turnings to make.

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07. November 2015 · Kommentare deaktiviert für Die Flüchtlinge von Calais: Der Jungle wächst · Kategorien: Frankreich · Tags: ,

Quelle: taz

Aus den Flüchtlingslagern bei Calais ist längst ein eigenständiges Dorf geworden. Doch das könnte sich ändern. Ein Containercamp soll entstehen.

von Tobias Müller

CALAIS taz | Blaulicht flackert über die Ebene. Es kommt von allen Seiten: von vor der Brücke und von dahinter, von der nahen Autobahn und aus Richtung der unten liegenden Zuggleise. Licht fällt in fahlem Gelb auf die Schienen, eine Streife fährt dort entlang, auf der Brücke leuchten drei Gendarmen mit Taschenlampen die Umgebung ab. Der Hubschrauber kreist jetzt direkt darüber und wirft seinen Suchscheinwerfer durch die dünne Wolkenschicht. Der Schienenabschnitt zwischen dem Bahnhof Calais Frethun und dem Eingang zum Eurostar-Tunnel ist ein Hochsicherheitsgebiet.

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