„the Guardian“ (UK), 27 janvier 2013
Immigration: Romanian or Bulgarian? You won’t like it here
Ministers consider launching negative ad campaign in two countries to persuade potential immigrants to stay away from UK
by Rajeev Syal
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„the Guardian“ (UK), 27 janvier 2013
Immigration: Romanian or Bulgarian? You won’t like it here
Ministers consider launching negative ad campaign in two countries to persuade potential immigrants to stay away from UK
by Rajeev Syal
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36 822 expulsions en 2012: l’Intérieur, ministère de tous les succès / RESF, le 23 janvier 2013
Le ministère de l’Intérieur a publié son palmarès 2012: 36 822 personnes, hommes, femmes, enfants expulsés contre 32 912 en 2011 (+ 11,9 %).
On ne peut que ressentir de la honte à l’énoncé de tels chiffres, des dizaines de milliers d’existences brisées, des gens chassés, humiliés, spoliés, des familles écartelées entre les continents. L’Amicale de Maliens expulsés (AME) assure que les expulsés « finissent mendiants, fous ou suicidés ». Bravo à tous ceux qui organisent et prêtent la main à une si belle mission.
www.gisti.org/spip.php?article3005
Letters from Athens
This blog presents a selection of press articles and Greek-speaking blogosphere translated into French.
Snapshots of a human tragedy that continues, by Efi Latsoudi
One comment
The bodies of 21 migrants were found on a beach on the Aegean island of Lesbos, December 15, 2012, after the sinking of their boat. A young Afghan of 16 years, one of only two survivors indicated that the boat had left the coast of Turkey, had thirty people aboard, mostly Afghans, when it capsized because of bad weather. Efi Latsoudi, resident and volunteer Mytilene the charity « To Chorio tou Oloi Mazi », which helped the families of the victims in their efforts, discusses the moments of this drama, and the obstacles, and indifferenceof the authorities.
(FR)
L’association culturelle Askavusa présente:
Le Lampedusa In Festival, 5ème édition :
“À la Rencontre de l’Autre” – Festival des migrations et du patrimoine oral. Compétition Internationale de réalisateurs. Lampedusa du 19 au 23 juillet 2013.
Cette année encore, le Lampedusa In Festival, propose cinq jours de projections de films (documentaire/fiction) et de manifestations culturelles sur l’île de Lampedusa. L’évènement qui se déroulera du 19 au 23 juillet 2013 est organisé par Askavusa en collaboration avec d’autres associations italiennes (consulter la page web) et le parrainage de la commune de Lampedusa et de Linosa.
Am 13.12.2012 hatte ein Patrouillenschiff der Guardia Civil mit Wucht ein Flüchtlingsboot bei glatter See 1 km vor Lanzarote gerammt und überfahren. 7 Harragas starben. Die Überlebenden – außer den Minderjährigen – sollen in der kommenden Woche über Madrid nach Sidi Ifni in Marokko abgeschoben werden. Sie wurden zu dem Unfall bislang nicht angehört. „Wir bitten, dass wir zu unseren Freunden, den Toten, aussagen können“ – heisst es in folgendem Artikel:
http://www.guinguinbali.com/index.php?lang=es&mod=news&task=view_news&cat=2&id=3402
„Rogamos poder declarar por nuestros amigos, los muertos“
TXEMA SANTANA
nzz 28.01.2013
„[…] Die Privatisierung war vor neun Jahren mit Plänen der Regierung einhergegangen, die Wertschöpfung des Textilsektors zu verbessern. Laut der Compagnie malienne pour le d´eveloppement des textiles (CMDT), einem staatlichen Regiebetrieb, produzierte Mali 2012 50 000 Tonnen Rohbaumwolle, mehr als jedes andere afrikanische Land. Aber fast aller Rohstoff wird exportiert, der grösste Teil nach China. Laut den Vorhaben sollten bis 2008 rund 10 Prozent der malischen Baumwolle im Land selber verarbeitet werden. Aber der entsprechende Anteil liegt noch immer bei 3 Prozent. Statt dass Fabriken den Betrieb aufnehmen, werden Projekte beerdigt – so für die Verarbeitung von Speiseöl aus Baumwollsamen und die Herstellung von Papiertaschentüchern.
Auch ausserhalb des Baumwollsektors schlossen Betriebe, beispielsweise Mineralwasserfirmen und industrielle Mühlen. Die Deindustrialisierung geht Hand in Hand mit den politischen Krisen. Die Wirtschaftslage sei eine zu wenig beachtete Ursache dafür, dass Mali auf die Bedrohung der Sicherheit im Norden wie gelähmt reagiert habe, sagt ein westlicher Diplomat und fasst zusammen: «It’s the economy, stupid.» […]“
taz, 28.01.2013
Tschads Intervention in Mali
Ganz anderes Kaliber
Das autoritäre Regime von Präsident Déby leistet sich seinen eigenen Mali-Einsatz. Damit stärkt er seine Rolle als Frankreichs Ordnungsmacht in der Region. von Dominic Johnson
BERLIN taz | Der französische Vorstoß auf die Stadt Gao in Malis Islamistengebiet eröffnet eine zweite Front im malischen Krieg. Nicht nur aus dem Süden des Landes kommen jetzt internationale Truppen zum Einsatz gegen die Dschihadisten, sondern auch vom Osten her: aus dem Nachbarland Niger, von wo aus Gao nur 200 Kilometer entfernt liegt. Dabei geht es nicht so sehr um Niger – 500 nigrische Soldaten sind als Teil der westafrikanischen Mali-Truppe geplant, deren vorgesehene Stärke ein Regionalgipfel am Samstag von 3.500 auf 7.700 aufstockte. Es geht vielmehr um Tschad.
2.000 Soldaten aus Nigers östlichem Nachbarn sollen in Mali zum Einsatz kommen, 600 davon sind bereits in Niger. Gemeinsam mit ihren nigrischen Kollegen sollen sie dieser Tage von Nigers Hauptstadt Niamey nach Gao geflogen werden und die Stadt „sichern“, während die Franzosen weiterziehen.
Tschad ist der engste Partner Frankreichs in der Sahelzone.
Ein ständiges französisches Militärkontingent steht im Tschad. Von dort stiegen vor zwei Wochen die ersten französischen Kampfjets auf, die Islamisten in Mali bombardierten.
Raus aus der Isolation!
Etwa hundert abgelehnte Asylsuchende aus dem Flüchtlingslager Choucha protestieren in der tunesischen Hauptstadt
FTDES Erklärung Choucha
Etwa hundert Geflüchtete aus dem Flüchtlingslager Choucha an der tunesisch-libyschen Grenze sind am Montag, den 28. Januar, in Tunis angekommen, um dort einen mehrtägigen Protest durchzuführen. Nachdem sie seit zwei Jahren in Zelten in der Wüste leben müssen, ihre Asylverfahren vom UNHCR nachlässig bearbeitet und schließlich abgelehnt wurden und ihnen seit Oktober 2012 selbst der Zugang zu Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung gestrichen wurde, haben die Protestierenden die nötigen Schritte unternommen, um gegen ihre Isolation und
Perspektivlosigkeit einzutreten.
http://www.taz.de/Tunesien-nach-der-Rebellion/!109387/
taz 25.01.2013
Tunesien nach der Rebellion
Das Café der verletzten Würde
Im Café von Tarek Zakraoui versammeln sich jeden Abend Tunesier und sprechen über die Rebellion. Geändert hat sich nicht viel, sagen sie. von Reiner Wandler

Marwen Ayaris (links, mit seiner Schwester Amal) Erinnerung an den Zusammenstoß mit der Polizei: Schrotkugeln im Auge. Bild: R. Wandler
SILIANA taz | „Willkommen im Café der Revolution“, grüßt Tarek Zakraoui. Wenn der 41-jährige Inhaber der Cafeteria Hollywood von Revolution spricht, meint er nicht den 14. Januar 2011, als die Tunesier Präsident Zine el-Abidini Ben Ali verjagten.
Er redet von den Tagen Ende November, Anfang Dezember 2012. „Wir haben den Gouverneur zum Rücktritt gezwungen“, berichtet er und blickt entschlossen hinüber auf die andere Seite des Platzes. Dort liegt hinter Stacheldrahtrollen der Palast des Vertreters der Zentralregierung in der Kleinstadt Siliana im Landesinneren von Tunesien. Tagelang demonstrierten die Menschen – mobilisiert von der Gewerkschaft UGTT – auf der Kreuzung vor dem Hollywood gegen die Untätigkeit der Verwaltung, „gegen Armut, Arbeitslosigkeit und für Würde“.
„Es hat sich seit 2011 nichts geändert. Wir können jetzt frei reden, das ist aber auch schon alles“, klagt Zakraoui. „Die soziale Situation hat sich verschlechtert, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, alles wird immer teurer, und wenn wir uns beschweren, behandeln sie uns wie Tiere.“ Sie, das ist die Polizei. Am 28. November stürmte eine aus der Hauptstadt Tunis angereiste Sondereinheit den Platz und drang in das Café ein, schlug auf alles, was sich bewegte, ein, verschoss Gasgranaten und Schrotmunition. „Meine Frau Hadia war so geschockt, dass sie zusammenbrach“, sagt Zakraoui. Sie war im vierten Monat schwanger, die Wehen setzten ein. „Wenige Stunden später verlor sie unser Kind“, erzählt er mit gedrückter Stimme.
Das Hollywood – oder Holjudd, wie sie es hier aussprechen – ist wie jeden Abend gut besucht. Überall an den Tischen diskutieren junge Männer bei einem Glas Tee. Die Blicke schweifen zum Großbildschirm an der Wand. Dort laufen internationale Musikvideos, in denen Frauen zu HipHop-Rhythmen sinnlich tanzen. Die Gespräche drehen sich immer wieder um die Verletzungen, die sie am Tag des Polizeieinsatzes erlitten haben. Viele zeigen kleine, kaum wahrnehmbare Punkte in der Haut. Darunter ist eine harte Stelle zu spüren. „Schrotkugeln“, erklären sie.