23. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Nach Putschversuch in der Türkei: Bulgarien wappnet sich gegen Flüchtlinge“ · Kategorien: Bulgarien, Türkei · Tags:

Quelle: n-tv

Durch die angespannte Lage in der Türkei befürchtet Bulgarien, dass wieder mehr Menschen in das Nachbarland fliehen könnten. Die Lage an der Grenze sei bereits „dramatisch“, heißt es. Doch es gibt wo schon Ideen, wie man die Flüchtlinge fernhalten kann.

Bulgarien verstärkt die Sicherung seiner Südgrenze, um für einen wachsenden Flüchtlingsstrom nach dem Putschversuch in der Türkei gewappnet zu sein. Die Grenzpatrouillen seien bereits intensiviert worden, sagte Ministerpräsident Boiko Borissow. Und auch der Zaun entlang der türkischen Grenze wird derzeit verlängert, um Migranten zu den Grenzübergängen zu lenken.

Seit dem gescheiterten Staatsstreich in dem Nachbarland seien täglich 150 bis 200 Personen nach einem Grenzübertritt festgenommen worden, sagte Borissow zu Journalisten. Bulgarien bereite sich nun auf ein „schwieriges Problem“ vor, sagte er in einem Interview des bulgarischen Fernsehsenders Nova. Die Lage an der Grenze sei viel dramatischer geworden. Bulgarien bereite sich auf ernsthafte Probleme mit den Flüchtlingen vor.

Er werde mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am 24. August in Istanbul sprechen, kündigte er an. Er habe sich bereits mit der Armeeführung beraten, welche Maßnahmen zum Schutz des Landes notwendig seien.

Bis zu dem Putschversuch in der Türkei hatte der Zustrom von Migranten und Flüchtlingen nach Bulgarien in diesem Jahr um ein Drittel abgenommen. Im ersten Halbjahr wurden 14.000 Menschen festgenommen, im selben Zeitraum 2015 waren es 21.000. Die meisten von ihnen wollen in die reicheren EU-Staaten weiterreisen. Kurz nach dem EU-Flüchtlingspakt mit Ankara schloss Bulgarien ein eigenes Rückführungsabkommen mit der Türkei.

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