25. März 2018 · Kommentare deaktiviert für ‘My crew saved 218 migrants from drowning – so why are we the enemy?’ · Kategorien: Italien · Tags: ,

The Guardian | 24.03.2018

Captain Marc Reig’s ship is stuck in a Sicilian port, and a hostage to Italy’s resurgent right, as charities become a target for their role in rescuing refugees

Lorenzo Tondo in Pozzallo

Captain Marc Reig does not look like a man at the centre of a storm. But that is what he is, despite the fact that his ship, the migrant-rescue boat the Open Arms, is safely moored in the pretty port of Pozzallo in southern Sicily, its peace disturbed only by the waves gently lapping against its hull.

When the ship, operated by the Spanish charity Proactiva Open Arms, lifted 218 desperate migrants from the leaky raft on which they had been trying to cross the rough seas of the Mediterranean last week, it seemed like a routine operation. In the last three years, more than 5,000 migrants have crossed the Mediterranean onboard the ship run by the NGO, which patrols an area outside Libyan waters. But what happened next was anything but routine. As the ship docked in Pozzallo, dozens of police closed in.

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25. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Israelis demonstrieren gegen Abschiebung von Afrikanern“ · Kategorien: Afrika, Israel · Tags: ,

DW | 23.03.2018

Zu Tausenden hatten sie sich auf dem zentralen Rabin-Platz in Tel Aviv versammelt – aus Protest gegen das Vorhaben der israelischen Regierung, afrikanische Einwanderer rigoros in ein Drittland auszufliegen.

„Ein Mensch ist ein Mensch, es gibt keinen Unterschied zwischen Blut und Blut“, skandierte die Menge in Tel Aviv. Nach Medienberichten waren etwa 25.000 Menschen zur Kundgebung gekommen, darunter auch viele afrikanische Migranten, um gegen die geplante Abschiebung der Flüchtlinge zu protestieren.

Die israelische Regierung hatte Anfang des Jahres ihre Pläne konkretisiert, mit denen afrikanische Einwanderer, die teilweise schon seit Jahren illegal im Land leben, zur Ausreise gezwungen werden sollen. Bis zu 40.000 Flüchtlinge, vornehmlich aus Eritrea und dem Sudan, sollen in ein afrikanisches Drittland abgeschoben werden.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Syrian refugee sets himself on fire at Lesvos camp“ · Kategorien: Griechenland · Tags: ,

Ekathimerini | 23.03.2018

A 26-year old Syrian man set himself on fire at a refugee camp on the island of Lesvos on Thursday, in one of the most serious incidents involving stranded migrants in many months.

The man was slightly burned and was treated at a local hospital, an official said. Local media said the incident took place outside an asylum office at Moria camp, which is a former military base set on a hilltop. Conditions there are poor.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Ein zweifelhafter Deal“ · Kategorien: Deutschland, Griechenland, Libyen, Türkei

Zeit Online | 23.03.2018

Das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei hat versagt – vor allem, weil die griechischen Asylbehörden unfähig sind. Nun soll auch mit Libyen eines geschlossen werden.

Eine Kolumne von Martin Klingst

Genau zwei Jahre ist es her, dass die Europäische Union im März 2016 mit der Türkei den berühmt-berüchtigten Flüchtlingsdeal schloss. Sie wisse, dass dieses Abkommen viele Gegner habe, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in ihrer Regierungserklärung. „Ich werde es jedoch immer verteidigen, weil es allemal besser ist, als dem Sterben in der Ägäis und den Taten der Schlepper und Schleuser tatenlos zuzusehen.“

Ein Dreivierteljahr ist es her, dass die EU der libyschen Regierung in Tripolis, die nur kleine Teile des Landes kontrolliert, 46 Millionen Euro für Ausrüstung und Ausbildung einer eigenen Küstenwache spendierte.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Libyen: EU-Partner foltern Flüchtlinge“ · Kategorien: Deutschland, Europa, Libyen · Tags: ,

Frankfurter Rundschau | 23.03.2018

Die Special Deterrence Force, die dem Innenministerium der Einheitsregierung unterstellt ist, sei an „Entführungen und willkürlichen Verhaftungen von libyschen Bürgern und Ausländern beteiligt“, heißt es in einem UN-Bericht.

Die Vereinten Nationen werfen einer Sonderpolizeieinheit der libyschen Einheitsregierung laut ARD Folterungen, Menschenhandel und willkürliche Verhaftungen von Flüchtlingen vor. Die Special Deterrence Force (SDF), die dem Innenministerium der Einheitsregierung unterstellt ist, sei an „Entführungen und willkürlichen Verhaftungen von libyschen Bürgern und Ausländern beteiligt“, heißt es demnach in dem bisher unveröffentlichten UN-Bericht. Die Leiter der SDF-Gefängnisse, in denen auch zahlreiche Flüchtlinge festgehalten würden, seien „unmittelbar an Folterungen beteiligt“.

Die libysche Einheitsregierung wird von der Bundesregierung unterstützt und ist Partner der Europäischen Union im Kampf gegen illegale Migration über die sogenannte Mittelmeer-Route.

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23. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Un relator de la ONU denuncia que incautar barcos de rescate como el Open Arms garantiza muertes „intolerables“ · Kategorien: Italien · Tags: , , ,

eldiario.es | 22.03.2018

  • En un informe presentado al Consejo de Derechos Humanos, que finaliza este viernes, Michel Forst ha alertado de los ataques „sin precedentes“ contra quienes defienden los derechos de migrantes y refugiados
  • „Se ha detenido y acusado de contrabando de personas a defensores que han salido al mar para rescatar y se les han embargado sus embarcaciones“, aseguró antes de la retención del barco de Proactiva Open Arms en Italia
  • Los principales obstáculos que enfrentan estos activistas son las dificultades de acceso a las zonas fronterizas y la criminalización de su labor, según Forst

Icíar Gutiérrez

„Nos movió un niño, Aylan, a hacer todo esto“. El equipo de Proactiva Open Arms lo ha dejado claro varias veces: su labor surgió de esa foto del cuerpo sin vida de un niño refugiado en una playa turca. Desde este domingo, tras casi dos años y medio salvando vidas en el Mediterráneo, las autoridades italianas retienen uno de sus barcos e investigan a su equipo por un posible delito de tráfico de personas tras no entregar a un grupo de migrantes rescatados a una patrulla libia.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Europe’s new anti-migrant strategy? Blame the rescuers“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Prospect | 20.03.2018

Across Europe’s seas, anti-immigrant strategies have found a new target: the rescuers

by Daniel Howden

It was the Ark Explorer’s low “freeboard,” the distance between the ship’s deck and the waterline, that saved the rusted, ageing trawler from the wrecker’s yard. The Ark’s low clearance had helped fishermen haul netfuls of cod and herring out of the freezing North Sea for half a century. It also looked about right for fishing refugees out of the Mediterranean.

In May 2016, the Dutch-flagged 158-tonner was bought by a collective of German political activists called Jugend Rettet (“Youth Rescue”), who wanted to save lives and protest Europe’s migration policies in the Central Mediterranean. Refitted and rechristened the Iuventa, the old trawler and its young crew went on to rescue more than 14,000 people over the following 14 months, taking most of them ashore in Italy.

Together with professional search and rescue operatives and doctors from charities such as Médecins Sans Frontières (MSF), the mounting death toll in the Mediterranean has drawn a new generation of activists away from anti-globalisation protests and on to the high seas. Among them was Julian Koeberer, a bearded, well-mannered film student from Frankfurt, who set off to shoot a film about refugees for a film school diploma and found himself drawn to volunteer on the Greek island of Lesbos in 2015.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für „Warum Europa die Sklavereibilder aus Libyen gelegen kamen“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Frankreich, Mali, Mauretanien, Senegal, Tschad

medico international | 03.2018

Amadou M’Bow, mauretanischer Menschenrechtler und medico-Partner spricht im Interview über die G5 Sahel, Sklavereibilder aus Libyen und die Rolle der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in der Region.

Die G5 Sahel haben sich vor vier Jahren zusammengetan, um in den Bereichen Armutsbekämpfung, Infrastrukturausbau, Landwirtschaft und Sicherheit zusammenzuarbeiten. Was ist von diesem Zusammenschluss zu halten?

Amadou M’Bow: Dieser Zusammenschluss ist nicht von den fünf beteiligten Ländern Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad selbst initiiert worden, sondern geht auf eine Initiative Frankreichs zurück. Wir verstehen nicht einmal genau, wie G5 Sahel funktioniert. Da Frankreich nicht die finanziellen Mittel hat, um seine Strategie für die G5 umzusetzen, wurden weitere Geldgeber gesucht. Nachdem die USA abgewunken haben, kommen jetzt die EU, Deutschland, aber auch Saudi-Arabien dazu, die Geld mitbringen und damit auch an Einfluss gewinnen. Und das alles, obwohl noch gar nicht klar ist, was das Mandat der G5 eigentlich ist.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für NGOs vor der Küste Libyens: „Alle Anschuldigungen gegen die Retter sind heiße Luft“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Telepolis | 22.03.2018

Nach der Beschlagnahme des Schiffes Open Arms der NGO Proactiva in Sizilien erheben die Organisationen schwere Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache und europäische Regierungen

Thomas Pany

Es kommen weitaus weniger Migranten aus Libyen nach Italien. 6.161 Ankünfte in Italien von 1.Januar bis 18.März dieses Jahres meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM). Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr zählte man im selben Zeitraum 16.238 Ankünfte in Italien.

Der Unterschied zwischen 16.000 und 6.000 ist beträchtlich; demgegenüber nimmt sich der Unterschied bei den gezählten Toten nicht so deutlich aus. Im Vorjahr wurden in den ersten elf Wochen 498 Toten auf der sogenannten Zentralen Mittelmeerroute registriert, im laufenden Jahr 358.

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22. März 2018 · Kommentare deaktiviert für Essay Europäische Flüchtlingspolitik: „Wenn die Archäologen kommen“ · Kategorien: Europa, Frankreich · Tags: , ,

taz | 22.03.2018Aus dem Französischen von Dominic Johnson

Was werden die künftigen Generationen wohl über unsere heutige Flüchtlingspolitik sagen? Ein Blick nach Calais – aus der Zukunft.

Sylvain Proudhomme

Ende Oktober 2016 war ich nach Calais gereist, zum Zeitpunkt der Zerstörung des berühmten „Dschungels“ mit Bulldozern. François Hollande war noch Präsident, der Wahlkampf lief, es ging um ein Zeichen der Entschlossenheit.

Nachts hatte ich die qualmenden Reste des Camps entdeckt, ein paar hundert Meter von einer verseuchten Industriezone entfernt unterhalb einer Schnellstraße zwischen Sanddünen, die eine frühere Müllkippe bedeckten. Ein trauriges Bild: brennende Zelte, eine komplett vernichtete Kleinstadt mit Straßen, Restaurants, Moscheen, Kirchen und Hütten mit Schildern wie „Afghan Chicken Soup“, „Welcome to London“, „Belgium Restaurant“. Vergänglichkeit in der Nacht, beißender Rauch, Pfützen des Löschwassers der Feuerwehr, Haufen von Stangen und zerrissenen Planen.

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