Quelle: DW
Fast 6000 junge Flüchtlinge sind in Deutschland verschollen. Vermutlich sind die meisten einfach weitergereist – was ist aber mit den anderen? Kinderschützer fordern, die Jugendlichen besser zu begleiten.
Es sind erschreckende Zahlen: 5835 minderjährige Flüchtlinge sind im vergangenen Jahr in Deutschland als vermisst gemeldet worden. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor. Unter den Vermissten sind auch 555 Kinder, die jünger als 14 Jahre sind. „Die vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge kommen überwiegend aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Marokko und Algerien“, heißt es in dem Bericht des Ministeriums.
Aber wohin sind die Kinder verschwunden? Das beantwortet die Regierung nicht. „Das ist der Skandal daran, dass das Bundesinnenministerium keine Gründe nennen kann: Wo sind diese Kinder. Wir zum Beispiel kennen auch bestimmte Fälle“, kritisierte Barbara Küppers, Kinderrechtsexpertin der Organisation terre des hommes, im Deutschlandradio Kultur.