14. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Mazedonische Polizei setzt wieder Tränengas in Idomeni ein“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien, Mittelmeerroute

Quelle: Der Tagesspiegel

Am Grenzzaun zwischen Griechenland und Mazedonien hat es erneut Ausschreitungen geben. Gleichzeitig verlassen Hunderte Migranten das Camp

von Albrecht Meier

Vor dem mazedonischen Grenzzaun bei Idomeni ist es am Mittwoch erneut zu Ausschreitungen gekommen. Einige Dutzend Migranten versuchten auf griechischer Seite, den Zaun zu überwinden. Daraufhin schleuderten mazedonische Polizisten Tränengasgranaten über den Zaun, wie das griechische Fernsehen zeigte.

Die Migranten zogen sich darauf zurück, und die Lage beruhigte sich wieder, hieß es. Vergangenen Samstag war es an der gleichen Stelle zu umfangreichen Ausschreitungen gekommen, als Migranten einen Teil des Zauns zerstörten. Damals waren mehr als 300 Menschen verletzt worden.

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13. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Tränengas gegen Flüchtlinge nahe Idomeni“ · Kategorien: Griechenland, Mazedonien · Tags:

Quelle: Die Welt

Im Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze eskaliert die Lage wieder. Mazedonien hindert Migranten mit Tränengas am Grenzübertritt. Dabei gab es zuvor Zeichen der Entspannung.

Vor dem mazedonischen Grenzzaun bei Idomeni ist es am Mittwoch erneut zu Ausschreitungen gekommen. Einige Dutzend Migranten versuchten auf griechischer Seite, den Zaun zu überwinden.

Daraufhin schleuderten mazedonische Polizisten Tränengasgranaten über den Zaun, wie das griechische Fernsehen zeigte. Die Migranten zogen sich darauf zurück, und die Lage beruhigte sich wieder, hieß es.

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13. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Europa wird am Brenner begraben“ · Kategorien: Italien, Österreich · Tags:

Quelle: Zeit Online

Osterreich beginnt mit dem Zaunbau am Brenner. Italien ist stocksauer. Die EU fühlt sich falsch informiert. Lohnt der Aufwand wirklich für etwa 20 Flüchtlinge pro Tag?

Von Judith E. Innerhofer, Wie

Nun haben es die Österreicher wirklich getan. Der Zaunbau am Brenner, dem symbolisch wie wirtschaftlich schwer beladenen Grenzübergang zu Italien, hat begonnen. Die Flüchtlingsroute über den Balkan wurde in einer Hauruckaktion geschlossen, jetzt schottet sich Österreich auch Richtung Italien ab.

Es mag Zufall sein, dass sich der Papst ausgerechnet am Montagnachmittag zu Wort meldete, die Italiener sehen das jedenfalls nicht so. Man müsse „Mauern abbauen“, gerade auch jene Mauern, „die eine traurige Realität sind“, forderte Franziskus just wenige Stunden, nachdem publik wurde, dass die Bauarbeiten an der Barriere beginnen.

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13. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Bulgaria announces investigations into several ‘migrant hunters’ · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien

Quelle: The Guardian

Government to search for further vigilantes targeting refugees after arrest of wrestler Dinko Valev, following claims it was turning a blind eye to assaults

Bulgaria has announced investigations into several “migrant hunters” after being accused of turning a blind eye to vigilantes targeting refugees travelling to Europe from Turkey.

The interior ministry said on Tuesday that Dinko Valev, a semi-professional wrestler who boasted earlier this year of detaining migrants, had been summoned for questioning. In separate developments on the same day, the ministry said it had detained a vigilante responsible for a video released this week that showed armed civilians tying up refugees, and begun searching for others.

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12. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Auf der anderen Seite. Wo die Überfahrt nach Europa beginnt · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: Neues Deutschland

Ein Reisebericht von der türkischen Westküste nach dem EU-Erdogan-Deal

Britta Rabe und York Runte

Am 18. März beschloss die EU den dreckigen Deal mit der Türkei: Sämtliche nach dem 20. März aus der Türkei »illegal« nach Griechenland eingereisten Flüchtlinge sollen demzufolge dorthin zurückgeschoben werden. Bis zu diesem Zeitpunkt landeten auf den griechischen Inseln täglich zahlreiche Boote; seitdem sind die Zahlen stark rückläufig. Die Türkei als neuer Wachhund Europas verstärkte seine Hausaufgaben und setzt an der Ägäisküste jetzt Flüchtlinge fest. Stets mit der scheinheiligen Begründung, gegen das Geschäft der Schleuser vorzugehen, die für das Sterben im Mittelmeer verantwortlich gemacht werden.

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12. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Bulgarien übt im Schwarzen Meer Einsätze gegen Flüchtlinge“ · Kategorien: Bulgarien, Griechenland, Türkei · Tags:

Quelle: NZZ

Die bulgarische Marine und der Grenzschutz haben im Schwarzen Meer Einsätze gegen Flüchtlinge aus der Türkei auf eine mögliche Ausweichroute durch Bulgarien geübt. «Wir bereiten uns für den Fall einer Flüchtlingswelle vor, da die Balkanroute geschlossen ist», sagte Regierungschef Boiko Borissow am Sonntag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Focus. Die Balkanroute für Flüchtlinge nach Westeuropa ist seit einem Monat geschlossen.

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11. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Idomeni: 10. April 2016 · Kategorien: Griechenland, Mazedonien · Tags: ,

Quelle: The Guardian

Refugees and migrants break through Greece-Macedonia border fence – video

Refugees and migrants stranded near the Greek village of Idomeni tear through a border fence into Macedonia. Riot police fire tear gas at the migrants who throw some of the shells back at officers. Several of them break the fence at multiple places and enter Macedonia, only to be returned back to Greece by police

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siehe auch: Zeit Online

Idomeni: Tränengas und Blendgranaten gegen Flüchtlinge

In Idomeni haben Polizisten Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt, die die Grenze überqueren wollten. Griechische und mazedonische Beamte beschuldigen sich gegenseitig.

Polizisten haben im griechischen Grenzort Idomeni Tränengas und Blendgranaten gegen Hunderte Flüchtlinge eingesetzt. Diese hatten versucht, Absperrungen zu durchbrechen und die abgeriegelte Grenze zu Mazedonien zu überqueren. Daraufhin hätten mazedonische Beamte die Menschen mit Tränengas und Blendgranaten abgewehrt, teilte die griechische Polizei mit. Ein Regierungsvertreter sagte Spiegel Online, Athen verurteile den Einsatz von Tränengas gegen Personen auf griechischer Seite. Das Außenministerium bereite eine Reaktion vor.

Ein Vertreter der mazedonischen Polizei sagte hingegen, die griechischen Sicherheitskräfte seien für das Tränengas verantwortlich. Einige Flüchtlinge seien nach dem Tränengaseinsatz umgekippt, berichtete der griechische Sender Ert.

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11. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Es gibt immer einen Weg nach Europa“ · Kategorien: Europa, Lesetipps · Tags:

Quelle: taz

Fluchtrouten verändern sich

Die EU versucht seit Langem, fliehende Menschen schon weit vor ihren Grenzen aufzuhalten. Das ist teuer, tödlich – und nutzlos. Ein Essay.

Christian Jacob

Das Wort Flüchtlingsstrom gilt als unangemessen, wenn von Migration die Rede ist. „Strom“ weckt die Assoziation eines gebrochenen Dammes, einer Katastrophe. Aber kein Bild beschreibt besser, was geschieht, wenn Migration gestoppt werden soll, als das eines Flusses: Der Druck bleibt gleich, es gibt einen Stau. Dann weichen die Menschen aus, fließend, suchend, dahin, wo der Widerstand am geringsten ist.

Das Tasten der Transitmigranten findet diesen Ort, so sicher wie die Schwerkraft Wasser an den tiefsten Punkt führt. Da setzen sie ihren Weg fort. Werden hier wieder Barrieren errichtet, geschieht dasselbe erneut: Das ist die Geschichte der europäischen Grenzkontrolle.

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11. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Neue Blaupausen aus Brüssel: Erste Einschätzungen von PRO ASYL“ · Kategorien: Europa · Tags:

Quelle: Pro Asyl

Die öffentliche Wahrnehmung der EU-Kommissions-Vorschläge zur Reformierung des EU-Asylsystems reduziert sich auf die Frage der Verteilung von Asylsuchenden in Europa. Ein erster Blick ins Papier zeigt aber: Unter der wohlklingenden Formel „mehr Europa“ verbirgt sich eine restriktive Vision. Es drohen massive Herabstufungen von Flüchtlingsrechten.

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11. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Wer nach Deutschland will, muss türkische Lotterie spielen“ · Kategorien: Deutschland, Europa, Türkei · Tags:

Quelle: Die Welt

32 Flüchtlinge hat Deutschland legal aus der Türkei einfliegen lassen. Jeder einzelne musste ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. Aber wer genau sucht eigentlich wen aus – und warum?

Nie-der-sach-sen. Schon wieder so ein komisches deutsches Wort. Was soll das sein? Müde und ein bisschen ängstlich blicken die syrischen Familien drein, als sie in Friedland aus dem Bus steigen. Frauen in Kopftüchern und Sneakern, etwas unsicher auf den Beinen, ein Mädchen klammert sich an ein aufblasbares Plastikflugzeug.

Es gab eine Zeit in ihren Leben, da spielten seltsam klingende deutsche Wörter noch keine Rolle. Da wohnten sie alle noch in Damaskus, Aleppo oder Homs, hatten einen Friseursalon, kümmerten sich um die Kinder oder studierten. Dann kamen der Krieg, die Bomben, die abenteuerliche Flucht in die Türkei. Doch in der Lotterie des Krieges, in der um Leben und Tod gespielt wird, haben die Menschen, die hier aus dem Bus steigen, das große Los gezogen. Ein Los mit der Aufschrift „Niedersachsen“. Sie mussten nicht in ein seeuntüchtiges Schlauchboot steigen, das sie (vielleicht) nach Griechenland und damit in die EU tragen würde, sondern in eine Linienmaschine in Istanbul mit dem Ziel Hannover-Langenhagen.

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