Quelle: Die Welt
Sie wohnen in leerstehenden Touristen-Camps oder auf einsamen Inseln – einige Flüchtlinge stranden nördlich des Polarkreises. Das Leben in Dunkelheit und Abgeschiedenheit ist gewöhnungsbedürftig.
Nachdem sie sich zwei lange Monate hinter dem Horizont versteckt hatte, geht die Sonne endlich wieder in Hammerfest auf. Sie wirft einen rosa Schimmer über die arktische Landschaft, die das nördlichste Flüchtlingslager der Welt umgibt.
Wenige Flüchtlinge haben damit gerechnet, 460 Kilometer nördlich des Polarkreises zu landen, als sie ihre Heimatländer verließen, um Gewalt und Armut zu entkommen. Manche wurden von norwegischen Behörden hierher verlegt, andere bahnten sich einen Fluchtweg durch Russland und gelangten über die norwegische Grenze nach Westeuropa.