28. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Abkommen mit der EU: Jordanien öffnet Arbeitsmarkt für syrische Flüchtlinge“ · Kategorien: Europa, Jordanien, Syrien

Quelle: Handelsblatt

Jahrelang lebten sie in ständiger Sorge vor einer Festnahme. Nun haben mehr als 20.000 syrische Flüchtlinge in Jordanien eine Arbeitserlaubnis bekommen. Dafür fürchten nun aber andere Gastarbeiter um ihre Jobs.

Bis vor kurzem ließ Fawas al-Dschassem sein Werkzeug fallen und suchte das Weite, wenn sich ein Polizist näherte. Seit drei Jahren arbeitet der syrische Flüchtling als Obstpflücker im Norden von Jordanien. Vor einer Festnahme muss er nun keine Angst mehr haben.

Der 34-Jährige ist einer von rund 23.000 Syrern, die seit Jahresbeginn eine Arbeitserlaubnis in Jordanien bekommen haben. „Vorher war es für uns hier wie im Gefängnis“, sagt er, während er auf einem Tomatenfeld Unkraut ausreißt. „Jetzt können wir hierher kommen und arbeiten, so wie wir das wollen.“

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28. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Kalabrien: Italiens neue Knechte“ · Kategorien: Europa, Italien

Quelle: FAZ

In Kalabrien sind die Menschen gut zu den Flüchtlingen. Wenn da nur nicht die Mafia wäre.

von Jörg Bremer, San Ferdinando

Die Migranten nennen ihn liebevoll „Papa Afrika“. Aber eigentlich heißt er Batholomeo Mercuri, ist Diakon und von Beruf Möbelhändler. Doch für seine Schutzbefohlenen im Zeltdorf beim aufgelassenen Industriegebiet von San Ferdinando nahe Rosarno in Kalabrien ist er wie ein Vater, weil er ihnen im Einvernehmen mit der Kommune durch seine Unterschrift und einen Stempel den „festen Wohnsitz“ in ihren Zelten attestiert.

Den brauchen die etwa 400 derzeit hier lebenden Afrikaner für ihr laufendes Asylverfahren und mögliche Arbeitsverträge. Eigentlich müsste die Gemeinde aktiv werden. „Doch dort rührt sich niemand; der Ort ist quasi tot, der Staat schwach; die Kirche tut nichts. Da müssen Einzelinitiativen ran“, sagt „Papa Afrika“.

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28. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Serbien: Seit Freitag 466 illegale Grenzübertritte verhindert“ · Kategorien: Europa, Serbien · Tags:

Quelle: derStandard

Belgrad erwartet Hilfe der EU für Lösung der Flüchtlingskrise

Belgrad – Belgrad hat am Mittwoch die EU-Staaten um Hilfe bei der Lösung der Flüchtlingskrise im Balkanland ersucht. „Die Balkanroute ist nicht geschlossen worden“, erklärte Nenad Ivanisevic, Staatssekretär des Arbeitsministeriums, gegenüber dem staatlichen TV-Sender RTS. Man sei bemüht, mit der Staatengemeinschaft die Frage zu besprechen, wie die Flüchtlingsfrage in legale Wege zu bringen wäre.

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28. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Dublin-Abkommen: Rückwärts entlang der Balkanroute“ · Kategorien: Balkanroute, Deutschland, Österreich · Tags:

Quelle: Frankfurter Rundschau

Der Attentäter von Ansbach sollte wie viele andere Flüchtlinge abgeschoben werden. Doch das dahinter stehende Dublin-Abkommen scheint nicht mehr anwendbar.

Norbert Mappes-Niediek

Nach zwei Monaten in Graz malt Maram wieder Häuser, Bäume, ab und zu einen toten Vogel. „Das macht die Therapie“, meint ihre Mutter Tawhid. Als die stille kleine Malerin mit den großen Augen nach Österreich kam, hatte sie nur grässliche Szenen im Repertoire. Bilder mit viel Blut malte die Elfjährige seit jenem Tag in Raqqa, als sie für ihren Papa Zigaretten holen sollte. Sie trat aus der Haustür und fand einen Kopf auf der Schwelle.

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27. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für Zahlen zum EU-Relocation-Programm · Kategorien: Europa · Tags:

Relocation

27. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Erdoğan verrechnet sich ums Hundertfache“ · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: Zeit Online

Die EU zahlt viel mehr für Flüchtlinge in der Türkei, als Erdoğan behauptet. Doch Teile des Flüchtlingsdeals funktionieren bis heute nicht. Das liegt auch an Europa.

Von Lenz Jacobsen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan nutzte sein Interview in der ARD am Montagabend, um vor allem auf die vermeintlichen Verfehlungen anderer hinzuweisen. „Sie haben versprochen, drei Milliarden Euro werden wir leisten“, sagte Erdoğan über das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. Dann die Anschlussfrage: „Was hat der Westen geleistet? Leider nichts. Nur Symbolisches, ein oder zwei Millionen kamen vielleicht mal.“

Die knauserigen und verlogenen Europäer, die zwar groß von Menschenrechten reden, aber dann nicht liefern: Das war Erdoğans Botschaft. Er sagte: „Die EU hat ihr Versprechen nicht gehalten.“

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27. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für Ungarns Regierungschef: Orbán bezeichnet Einwanderung als „Gift“ · Kategorien: Österreich, Ungarn

Quelle: Spiegel Online

Österreich und Ungarn haben ihren Streit über die Flüchtlingspolitik demonstrativ beigelegt. Von einer gemeinsamen europäischen Einwanderungspolitik hält Viktor Orbán aber weiter nichts.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat Einwanderung als „Gift“ und sämtliche Flüchtlinge als Sicherheitsrisiko bezeichnet. „Jeder einzelne Migrant stellt eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und ein Terrorrisiko dar“, sagte er laut der Nachrichtenagentur AFP bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) in Budapest.

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27. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Serbien: Endstation Niemandsland“ · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien, Serbien, Ungarn

Quelle: Süddeutsche Zeitung

An der serbisch-ungarischen Grenze bei Horgoš stranden immer mehr Flüchtlinge, denen der Weg in die EU versperrt bleibt.

Von Nadia Pantel

Die Menschen am Zaun von Horgoš können weder vor noch zurück. In welche Richtung sie sich auch wenden, treffen sie auf Außengrenzen der Europäischen Union. Ungarn im Norden, Rumänien und Bulgarien im Osten, Kroatien im Westen. Und das Land, in dem sie gerade feststecken? Serbien – das so zum Sammelbecken für Flüchtlinge wird, die nicht mehr weiterkommen. Ungefähr 1300 Menschen harren nach Zählungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen im Niemandsland zwischen Serbien und Ungarn aus. Mehr als 60 Prozent von ihnen sind alleinreisende Männer aus Afghanistan, darunter viele Minderjährige, mehr als 20 Prozent sind Frauen und Kinder aus Syrien. Auch Iraker, Iraner und Pakistaner leben in dem improvisierten Lager. Das staatliche serbische Flüchtlingslager an der Grenze ist völlig überfüllt.

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27. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „Increasing repression, eviction of the parks in Belgrade, self-organized march to Horgoš“ · Kategorien: Balkanroute, Serbien, Ungarn · Tags:

Quelle: No Border Serbia

The same “divide and conquer”-rhetoric which is repeated all the time all over Europe and the World – blaming migrants for all the problems that are in fact caused by the neoliberal, capitalist, class divided society- recently got an intensified attention in Serbia too.

Park Belgrad

The park in Belgrade after the eviction

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26. Juli 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Flüchtlingspolitik und Libyen: Das Chaos hinter der Fassade“ · Kategorien: Europa, Libyen

Quelle: taz

Das Transitland macht gute Geschäfte mit Flüchtlingen. Für die Politik der EU wird die Partnerschaft mit dem zerfallenen Staat immer riskanter.

Es geht, wie immer, ums Geld: 100 Millionen Euro wollte der Niger, um Flüchtlinge aufzuhalten. Jetzt hat die Europäische Union immerhin 25 Millionen Euro für die Ausbildung von nigrischen Sicherheitskräften bewilligt. Eine Finanzspritze, die genauso hoch ist wie die deutsche Entwicklungshilfe für das afrikanische Land im Jahr 2013. Dabei ist der Niger nur eines der Transitländer. Daneben gibt es noch Staaten wie den Tschad, wie Ägypten, wie Algerien für all jene Flüchtlinge, die über Libyen nach Europa wollen.

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