taz | 11.02.2018
Vor einer Woche beschoss ein Neonazi in Macerata sechs Schwarze. Nun demonstrierten bis zu 30.000 Menschen in der italienischen Stadt gegen Rassismus.
MACERATA afp | Eine Woche nach den Schüssen auf afrikanische Migranten in der italienischen Stadt Macerata haben dort zehntausende Menschen gegen Rassismus demonstriert. Die Demonstranten folgten am Samstag dem Aufruf von Nichtregierungsorganisationen, Antifa-Gruppen, Gewerkschaften und linken Parteien. Auch in anderen Städten des Landes wie Mailand fanden Protestkundgebungen statt, in Piacenza kam es dabei zu Ausschreitungen.
Zwischen 10.000 und 30.000 Menschen hätten an der Demonstration in Macerata im Zentrum Italiens teilgenommen, teilten die Organisatoren mit. „Wenn es Arbeitslosigkeit gibt, werft es der Regierung vor, nicht den Migranten“, riefen die Demonstranten. Viele sangen das bekannte Partisanenlied „Bella Ciao“ oder andere antifaschistische Lieder. Zu den Teilnehmern zählten auch viele afrikanische Migranten.