27. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Die neue Balkanroute“ · Kategorien: Albanien, Balkanroute, Kroatien, Schengen Migration · Tags:

nd | 27.12.2017

Flüchtlinge suchen Weg in die EU über Bosnien / Kroatien macht die Grenze dicht

Von Elke Windisch, Dubrovnik

Wie Nadelstiche wirkt der Eisregen, der über Trebinje, einer bosnischen Kleinstadt, niedergeht. Am Stadtrand ein halbfertiges Gebäude, im Erdgeschoss die Reste eines Lagerfeuers, zwei leere Plastikflaschen und ein paar abgenagte Hühnerbeine. »Gestern Abend waren sie noch hier«, sagt Zlatko, der als freier Journalist für »Oslobođenje«, die Tageszeitung der Ostherzegowina arbeitet. Aber es sei schon zu dunkel für ein Foto gewesen. »Der Bauherr wird sie davongejagt haben. Oder die Polizei hat sie mitgenommen.«

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26. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Mehr als 250 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: , ,

Merkur | 26.12.2017

Hilfsschiffe haben im Mittelmeer 255 Flüchtlinge gerettet. Die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms barg nach Angaben der italienischen Küstenwache in der Nacht zum Dienstag 134 Menschen von einem Schlauchboot.

Ein Marineschiff der EU-Mission Sophia barg 121 weitere Flüchtlinge von zwei Booten. Der italienischen Zeitung „La Repubblica“ zufolge haben die Schleuser in Libyen wegen des schlechten Winterwetters die Preise für die gefährliche Überfahrt nach Europa die Preise gesenkt. Um trotzdem gut zu verdienen, pferchen sie demnach jedoch mehr Menschen auf die Schlauchboote. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ertranken in diesem Jahr bereits mehr als 3000 Flüchtlinge auf dem Weg über das Mittelmeer. In seiner Weihnachtsbotschaft hatte Papst Franziskus zu mehr Mitgefühl für Flüchtlinge aufgerufen. Niemand dürfe das Gefühl haben müssen, „dass für ihn kein Platz ist auf dieser Erde“.

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26. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Sea-Watch-Aktivist Ruben Neugebauer: Über die Grenzen“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

taz | 26.12.2017

Er ist einer der wichtigsten Aktivisten der Bewegungsszene. Mit der „Moonbird“ rettet Neugebauer Flüchtlinge aus dem Mittelmeer.

Patricia Hecht

MALTA/BERLIN taz | Ruben Neugebauer hat es eilig. Zusammen mit zwei Crewmitgliedern von Sea Watch e. V. läuft er das Rollfeld des Flughafens von Malta entlang, hin zu einem kleinen einmotorigen Propellerflugzeug, das vor den Hangars parkt. Es ist früh um sieben, für den maltesischen November ein warmer Tag. Die drei nehmen die Plane ab, die über der „Moonbird“ liegt, sie wollen schnell starten, weil noch für den Vormittag Gewitter vorhergesagt sind.

Sie ziehen Schwimmwesten über ihre orangen Pilotenanzüge und setzen Kopfhörer auf, über die sie den Funk hören und sich während des lauten Flugs verständigen können. Als Neugebauer den Motor der „Moonbird“ startet, zuckt ein Blitz über den Himmel. Das Gewitter zieht früher und heftiger auf als erwartet. Durch so eine Regenfront schafft es das Kleinflugzeug nicht hinaus aufs Meer. „Die Scheiße ist“, sagt Neugebauer und macht den Motor wieder aus, „in Libyen ist gutes Wetter.“

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25. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtling erzwingt Familiennachzug vor Gericht“ · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

Zeit Online | 22.12.2017

Die Regierung hat den Nachzug von Familienmitgliedern für subsidiär Geschützte ausgesetzt. Doch nun erlaubt ein Gericht, dass die Familie eines jungen Syrers nachkommt.

Ein minderjähriger Flüchtling aus Syrien darf seine engere Familie nach Deutschland holen, obwohl die Bundesregierung den Familiennachzug für anerkannte Asylbewerber mit beschränkten Schutz bis Ende März ausgesetzt hat. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios zog das Auswärtige Amt seine Berufung gegen ein Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts zurück. Das hatte dem 16-Jährigen den Nachzug seiner Eltern und Geschwister zugebilligt.

Sein Vormund hatte dem Bericht zufolge mehr als zwei Jahre lang versucht, eine Härtefallentscheidung zu erwirken. Das Auswärtige Amt wies ihn aber immer wieder ab. Die Richter erkannten darin einen schweren Verstoß gegen das Kindeswohl, das durch Grundgesetz, Europäische Menschenrechtskonvention und UN-Flüchtlingskonvention besonders geschützt sei.

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22. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Leichter Rückgang: Rund 22.000 Abschiebungen bis Ende November“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Migazin | 22.12.2017

Die Politik wollte die Zahl der Abschiebungen deutlich steigern. Die Bilanz kurz vor Jahresende lässt daran zweifeln, dass das gelungen ist. Das Bundesinnenministerium spricht von Hindernissen, mahnt aber auch eine differenzierte Betrachtung an.

Die Zahl der Abschiebungen und Ausreisen aus Deutschland ist im Jahr 2017 trotz Bemühungen von Bund und Ländern nicht erhöht worden. Wie das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte, gab es bis Ende November 22.190 Abschiebungen. Im Gesamtjahr 2016 waren es mehr als 25.000. Die Zahl der bewilligten sogenannten freiwilligen Ausreisen, bei denen Betroffene finanzielle Unterstützung erhalten, lag Ende November bei 27.903 – gegenüber rund 55.000 im Gesamtjahr 2016.

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22. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für Seasonal Agricultural Labor in Turkey: The Case of Torbalı · Kategorien: Türkei · Tags: ,

Harekact 13.12.17

by Dilan Taşdemir, Association of Bridging People

İzmir, a city where 120,000 registered refugees live, has a lot of meaning for refugees. For some, it is a stop on their way to Europe when passing over by boats, for others, it is a city they come to in order to find seasonal work on the fields.

Seasonal agricultural labor in Turkey is not an issue that started with Syrian refugees. For years, Kurdish workers, mostly coming from the east and southeast of Turkey, have been working in agricultural areas in the Aegean, Çukurova, at the Black Sea and in Central Anatolia. There have been dozens of academic studies, news and documentaries on this issue, and it is still being studied today. In every respect, seasonal agricultural labor is a great burden to workers and must be considered as injustice.

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22. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „The New Coyote Trail: Refugees Head West to Bypass Fortress Europe“ · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: ,

Refugees Deeply | 19.12.2017

Europe’s closing borders and the death toll in the Mediterranean are forcing asylum seekers to look further afield. An investigation into the migration routes out of Latin America into the U.S. and Canada finds Africans, Afghans and Iraqis enduring great risks.

Laura Dixon, Pedro​ ​Noel, ​Andrea​ ​Arzaba, Sally​ ​Hayden, ​Mauro​ ​Pimentel, Selase​ ​Kove-Seyram

Abdul​ ​Majeed​ ​was​ ​5,000​ ​miles​ ​and​ ​an​ ​ocean​ ​away​ ​from​ ​his​ ​home​ ​in​ ​Ghana​ ​when​ ​he​ ​crossed​ ​the Darien​ ​Gap,​ ​the​ ​jungle​ ​border​ ​that​ ​lies​ ​between​ ​Colombia​ ​and​ ​Panama.​ ​With​ ​him​ ​were​ ​scores​ ​of other​ ​migrants.​ ​“Somalis,​ ​Indians,​ ​Senegalese,​ ​Nepalese,​ ​Ghanaians,​ ​Bangladeshis,​ ​Cubans,​ ​Haitians and​ ​Nigerians,”​ ​he​ ​recalled.​

​​Although​ ​the​ ​group​ ​was​ ​mostly​ ​made​ ​up​ ​of​ ​men​ ​and​ ​women​ ​in​ ​their​ ​20s and​ ​30s,​ ​some​ ​had​ ​brought​ ​their​ ​children​ ​with​ ​them.​ ​​Their​ ​“guide”​ ​pointed​ ​to​ ​a​ ​path​ ​through​ ​the jungle.​ ​“Keep​ ​going​ ​this​ ​way.​ ​It’s​ ​not​ ​very​ ​far,”​ ​he​ ​told​ ​them.

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22. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Viaggio tra i ragazzi che dormono sotto un ponte a Ventimiglia“ · Kategorien: Frankreich, Italien, Schengen Migration, Social Mix · Tags:

Reportage über die Situation jugendlicher Migrant*innen, die in Ventimiglia gestrandet sind.

Internazionale | 22.12.2017

Annalisa Camilli, giornalista di Internazionale

bhraim Kone ha 15 anni, felpa bianca con il cappuccio, jeans gialli arrotolati sulla caviglia. Quando un poliziotto francese alla stazione ferroviaria di Mentone lo spinge giù dal treno che arriva da Ventimiglia, il ragazzo originario della Costa d’Avorio lo fissa dritto negli occhi e gli dice in un francese perfetto: “Ci avete colonizzato, ci avete costretto a parlare la vostra lingua e ora come fate a cacciarci a calci?”. Kone non ha paura dell’agente, che indossa dei guanti di gomma neri e lo ha preso per un braccio, lo strattona e gli dice di mettersi a sedere sulla panchina del primo binario in questa piccola stazione ferroviaria di frontiera circondata dal profilo imponente delle Alpi marittime.

Una decina di ragazzi come Ibhraim Kone sono stati costretti a scendere dal treno, c’è anche Amidou, un altro ivoriano di 17 anni. Sono quasi tutti minorenni. Hanno provato ad attraversare la frontiera tra l’Italia e la Francia in treno, ma alla prima stazione ferroviaria dopo il valico hanno dovuto lasciare il treno, individuati dalla polizia francese che ogni volta ispeziona vagone per vagone, chiedendo solo alle persone con la pelle nera di mostrare i documenti.

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22. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „‚Welcome to prison‘: winter hits in one of Greece’s worst refugee camps“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

The Guardian | 22.12.2017

Patience is running out on Lesbos, where thousands live in the packed Moria camp, but the government is finally taking action

High in the hills of the Greek island of Lesbos, in a former military camp now filled with containers and tents, the onset of winter has elicited particular dread.

In the countdown to its official arrival, protests have become louder both inside and outside the facility, whose wall is graffitied with the menacing message: welcome to Moria prison.

For the men, women and children forced to call Moria their home, the refugee camp is a daily battle for survival in conditions so desperate that even the Greek migration minister has warned they could be life-threatening.

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22. Dezember 2017 · Kommentare deaktiviert für „Macrons Migrationspolitik“ · Kategorien: Frankreich · Tags:

Telepolis | 22.12.2017

„Seine Politik fällt noch härter aus als unter Sarkozy“ – in Medien und in seiner Partei wird erste Kritik an Macrons rigider Linie wach

Thomas Pany

Die Migrationspolitik unter Macron fällt härter aus unter seinen Vorgängern, berichtet Le Monde. Sogar Sarkozy, der sich noch als Innenminister 2005 mit der Kärcher-Äußerung – „Ab morgen werden wir die cité (gemeint war die Pariser Vorstadt La Corneuve, Anm. d. A) mit dem Kärcher reinigen“ – das Profil eines „Hardliners“ verschafft hatte, sei als Präsident in der Praxis nicht so weit gegangen wie Macron, der sich um ein prononciert humanistisches Image bemüht.

Er wolle bis zum Ende des Jahres „niemanden, keine Frau und keinen Mann, mehr auf der Straße oder in den Gehölzen “ sehen, die erste Schlacht werde darum gefochten, dass alle in Würde untergebracht werden: „Ich will überall Notunterkünfte“, verkündete Macron im Juli.

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