18. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Arabischer Frühling und Internet: Roh wie die Revolution“ · Kategorien: Ägypten, Video · Tags: , ,

Süddeutsche Zeitung | 17.01.2018

Das ägyptische Medienkollektiv „Mosireen“ hat ein Video-Archiv des Aufstandes auf dem Tahrir-Platz ins Netz gestellt. „858.ma“ ist der unzensierte Rückblick auf eine Zeit, die das Regime gern vergessen will.

Von Paul-Anton Krüger

Die Bilder führen den Betrachter zurück auf den Tahrir-Platz. Kairo, der Beginn des Arabischen Frühlings. 18 Tage im Januar 2011, am Ende stand der Sturz des Langzeitdiktators Hosni Mubarak. Manche der Videos sind bekannt, waren im Internet zu sehen auf Youtube, Facebook, Twitter. Zum ersten Mal aber, sieben Jahre nach den Ereignissen, macht nun ein Archiv online ungeschnittene Filmaufnahmen systematisiert in einer Datenbank über das Internet zugänglich, dazu Tausende Fotos und andere Dokumente. Abzurufen sind sie seit Dienstag im Internet unter 858.ma.

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18. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „The IMF has choked Tunisia. No wonder the people are protesting „ · Kategorien: Tunesien · Tags: , ,

The Guardian | 17.01.2018

Since the 2011 uprising, the IMF – backed by the G8 – has imposed economic reforms on Tunisia, at a cost to ordinary people

by Jihen Chandoul

Tunisia has been facing protests across the country at price and tax rises since 3 January – the anniversary of the “bread riots” which occurred in 1984 under the Habib Bourguiba regime. As with the current unrest, that uprising was triggered by an intervention into the country’s affairs by international financial institutions, and the subsequent shock to the livelihoods of Tunisians – specifically, an increase in bread and grain prices following the adoption of an IMF plan.

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18. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Russlands Privatarmeen operieren im rechtsfreien Raum“ · Kategorien: Afrika, Sudan · Tags:

NZZ | 17.01.2018

Die Kriege in der Ukraine und in Syrien haben in Russland private Militärfirmen zum Blühen gebracht. Der Kreml lässt sie im Nebel der Illegalität operieren und nutzt sie als neues Instrument seiner Aussenpolitik.

von Andreas Rüesch

Der russische Aussenminister Sergei Lawrow hat zu Wochenbeginn in seiner Jahrespressekonferenz auf einen wunden Punkt hingewiesen: Der Boom privater Sicherheitsfirmen, die im Ausland quasimilitärische Aufgaben übernehmen, spielt sich in einem völlig unregulierten Umfeld ab. Russland brauche eine präzise Gesetzesbasis, damit die Mitarbeiter solcher Firmen sich in einem rechtlichen Rahmen befänden und geschützt seien, sagte Lawrow.

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17. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „A dozen shades of khaki: counter-insurgency operations in the Sahel“ · Kategorien: Mali, Niger, Sahara, Sahel · Tags:

IRIN | 11.01.2018

The region has never been so militarised. Here’s an overview of the international players in uniform

by Fabien Offner

In 2011, several African states warned about the likely consequences of an international military intervention in Libya aimed at toppling Muammar Gaddafi. Now, six years after his death, security in the Sahel region has never been worse.

In a domino effect, from 2012, the spillover from the Libyan crisis bolstered the Tuareg rebellion in Mali, which in turn facilitated a jihadist incursion, which, after briefly being halted by France’s Operation Serval, arose from the ashes stronger than ever and spread across neighbouring states.

“Mali’s roots were rotten, it just needed a breeze to make it collapse,” summarised a former Malian minister recently.

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17. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Oran: Quatorze «harraga» secourus, deux autres décédés“ · Kategorien: Algerien · Tags: ,

Harragas abgefangen, zwei Tote

Le Quotidien d’Oran | 17.01.2018

par K. Assia

Quatorze candidats à l’émigration clandestine ont été secourus, hier, matin au large de cap Falcon par les forces navales de la façade maritime ouest, alors que le corps d’un quinzième migrant a été repêché. Une seizième victime, une femme transférée dans un état grave, vers l’EHU 1erNovembre d’Oran, est décédée quelques instants après son admission. Le groupe de ‘harraga‘, au nombre de 16, avait pris le départ, aux environs de 4h du matin, à bord d’une embarcation à destination des côtes espagnoles, qui s’est renversée. Aussitôt, l’alerte donnée, les forces navales ont dépêché une vedette pour porter secours aux occupants de l’embarcation. Ces derniers ont été reconduits sur la terre ferme où ils ont été accueillis par une équipe du SAMU. Une enquête a été ouverte par les services compétents.

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17. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Rund 1400 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer gerettet“ · Kategorien: Libyen · Tags: ,

DW | 17.01.2018

In Libyen nutzen Schlepper das Chaos des Bürgerkriegs. Viele Tausend Migranten hoffen dort auf eine Passage nach Europa – unter Lebensgefahr und ohne die Gewissheit, bleiben zu dürfen.

Auf dem Mittelmeer sind innerhalb eines Tages rund 1400 Flüchtlinge gerettet worden – so viele wie noch an keinem Tag dieses Jahres. Helfer hätten auch zwei Tote geborgen, teilte die italienische Küstenwache mit. An insgesamt elf Rettungsaktionen waren demnach die italienische Polizei und Küstenwache, die EU-Mission Sophia und die Hilfsorganisation Proactiva beteiligt.
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16. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Klingelt sein Handy, gehts um Leben und Tod“ · Kategorien: Alarm Phone, Mittelmeer · Tags: ,

Republik | 15.01.2018

Wenn Mussie Zerai einen Anruf verpasst, geht vielleicht ein Boot mit Flüchtlingen unter. Unterwegs mit dem Priester, der 150’000 Menschen das Leben gerettet hat. Und den Staatsanwälte für einen Menschenhändler halten.

Carlos Hanimann

Im Februar 1975 gebar eine junge Frau in Asmara einen Sohn. Sie wollte ihn Hannibal nennen. Doch die Grossmutter hatte anderes im Sinn, und sie setzte sich durch. So erhielt der Kleine den Namen Mussie. Moses, der Mann, der das Meer teilte.

43 Jahre später, an einem nebelverhangenen Wintermorgen, wirkt es nicht, als könnte Mussie Zerai das Meer teilen. Ein rundlicher Herr mit angegrautem Bart und Halbglatze, in Hausschuhen und grauem Trainingsanzug. Abgestandene Luft im Wohnzimmer, italienische Nachrichten im Fernseher, auf dem Tisch ein angebissenes Brötchen – Mussie Zerai frühstückt in seiner Zweizimmerwohnung in Olten.

Das Meer kann er nicht teilen. Aber immer wieder schafft Abba Mussie, Vater Moses, doch einen Weg durchs Mittelmeer.

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16. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „Drohnen-Tests über dem Mittelmeer: EU-Agenturen ziehen positive Bilanz“ · Kategorien: Europa, Mittelmeer · Tags: ,

Netzpolitik | 15.01.2018

Die Grenzagentur Frontex, die Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs und die Fischereiaufsichtsagentur arbeiten in einer neuen Plattform zusammen. Die Einrichtungen sollen von ihren jeweiligen Aufklärungsmaßnahmen profitieren. Ein Pilotprojekt hat die Nutzung von Drohnen, Überwachungsflugzeugen und Satellitenüberwachung untersucht.

Matthias Monroy

Die Europäische Union hat ein Forschungsprojekt zur Nutzung von Satelliten, Drohnen und bemannten Überwachungsflugzeugen beendet. Ein erst kürzlich veröffentlichter Abschlussbericht beschreibt die Ergebnisse von Erprobungen über dem Mittelmeer, dem Atlantik und dem Schwarzen Meer. Die Tests gehörten zum Projekt „Creation of a European Coast Guard Function“, in dem die Grenzagentur Frontex, die Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) und die Fischereiaufsichtsagentur (EFCA) ihre Aufgabenbereiche miteinander verzahnen. Die drei Agenturen arbeiten mittlerweile als neue „Agentur für die Grenz- und Küstenwache“ in mehreren Bereichen zusammen.

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16. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für „‚England seemed so close‘: refugee, 15, crushed to death by Calais lorry“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien, Schengen Migration · Tags: ,

The Guardian | 16.01.2018

Migrants are still travelling to the Channel port, enduring desperate living conditions and dying on the roads, trying to get to Britain

by Amelia Gentleman

A few hours before his death, Abdullah Dilsouz was playing cricket with other child refugees in the wasteland behind the port of Calais. Friends said he was excited to be nearing the end of a long journey from Afghanistan, and optimistic that he would soon be able to join his brother in London.

But the 15-year-old was run over by a refrigeration truck on 22 December – one of three asylum-seekers to be killed on the roads outside the port in the past month. A fourth has been seriously injured and remains in a coma in hospital and on Sunday night an Iraqi refugee had his legs severed by a train near Dunkirk.

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16. Januar 2018 · Kommentare deaktiviert für Frankreich: „Repression auf die sanfte Tour“ · Kategorien: Frankreich, Schengen Migration, Social Mix · Tags: ,

taz | 16.01.2018

Die Asylpolitik des französischen Präsidenten gibt sich human und modern. Tatsächlich wird sie aber zusehends repressiver.

Rudolf Balmer

In den Reihen von Präsident Macrons Partei „En marche“ wächst die Sorge über eine erneut bevorstehende Revision der französischen Immigrations- und Asylgesetzgebung. Zwei Zirkulare des Innenminister geben bereits einen Vorgeschmack und lassen bei den vor Ort tätigen Mitgliedern der Hilfswerke die Haare sträuben. Denn neu sollen Beamte der Migrationsbehörden und der Polizei in Notunterkünften und Flüchtlingsheimen Kontrollen vornehmen dürfen. Das aber ist nach geltendem Recht heute nicht zulässig und stößt auf entschiedene Ablehnung bei den Heimleitungen.

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