DW | 12.04.2018
Visumsfrei können Iraner als Touristen nach Serbien reisen. Über die Balkan-Route hoffen viele nach Nordeuropa zu gelangen. Für tausende Iraner endet dieser Traum in einem Flüchtlingskamp.
Die letzten vier Nächte schlief er in einem Park. In Belgrad, 3700 Kilometer weit weg von Zuhause. Er freut sich, künftig ein festes Dach über dem Kopf zu haben – in einem Flüchtlingsheim. Sein Name ist Arash. „Ich bin in Teheran geboren und aufgewachsen, wie meine Freunde.“ Arash und seine vier jungen Begleiter sind vor ein paar Tagen in Belgrad angekommen. „Wir haben uns entschieden den Iran zu verlassen und sind zuerst in die Türkei gereist. Von dort gingen wir nach Serbien, weil Serbien ein besseres Land ist, um in die EU zu kommen.“
Iraner dürfen ohne Visum in der Türkei einreisen. Damit ist die Türkei für viele junge Iraner, die einen Weg nach Europa suchen, die erste Station. Von dort geht es dann weiter nach Serbien, per Flugzeug. Seit November 2017 können Iraner ohne Visum auch nach Serbien, dem EU-Beitrittskandidaten, einreisen. Die Begründung: man wolle den Tourismus fördern und potentiellen Investoren die Einreise erleichtern.