15. März 2013 · Kommentare deaktiviert für EU-Überwachungstechnik gegen Arabellion · Kategorien: Ägypten, Europa, Libyen, Tunesien · Tags: , ,

The revolution will be intercepted and databased: EU-Polizeiprojekte beglücken den Arabischen Frühling

https://netzpolitik.org/2013/die-revolution-wird-abgehort-und-abgespeichert-eu-polizeiprojekte-beglucken-den-arabischen-fruhling/
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In einer Reihe von Seminaren trainieren europäische Polizeibehörden arabische und nordafrikanische Länder in der Nutzung von “neuen Technologien und Ermittlungstechniken”. Die teilnehmenden Regierungen gehören zum Programm “Europäische Nachbarschaft und Partnerschaft” (ENPI).

Mit fünf Millionen Euro fördert die Europäische Union das Projekt “Euromed Police III”, das 2014 endet. Zu den Zielen gehören “Cyberkriminalität und neue kriminelle Bedrohungen” sowie das Aufspüren auffälliger Finanzströme. Die adressierten südlichen und östlichen ENPI-Staaten sind Algerien, Ägypten, Jordanien, der Libanon, Marokko, Tunesien und die palästinensische Autonomiebehörde. Auch Syrien gehört zur ENPI, wegen des Bürgerkriegs ist die Zusammenarbeit aber ausgesetzt. Formales Mitglied ist auch Israel, doch kann angenommen werden, dass das Land in Sachen elektronische Ermittlungswerkzeuge über ausreichend eigene Kenntnisse verfügt.

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15. März 2013 · Kommentare deaktiviert für MSF Bericht Marokko: „Violence, Vulnerability and Migration: Trapped on the Gates of Europe“ · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

The new MSF report on the situation of Sub-Saharan migrants in Morocco is entitled „Violence, Vulnerability and Migration: Trapped on the Gates of Europe“ outlines the impact of precarious living conditions and widespread criminal and institutional violence on the health of undocumented sub-Saharan migrants trapped in Morocco on their way to Europe and highlights the conflict between migration policies and the respect of fundamental human rights in Morocco.

130313 PR Morocco EN

130313 MSF PR Maroc FR

The report can be downloaded in English at:
http://www.msf.org/shadomx/apps/fms/fmsdownload.cfm-file_uuid=1BBD539C-F4C2-4A0E-BE7A-5D4CFC1B7DF1&siteName=msf.pdf
and in French at:
http://www.msf.fr/sites/www.msf.fr/files/informemarruecos2013_fr_0.pdf

You can find attached the press release (en/fr) and you can also visit the website:
http://www.bloquesaumaroc.org
(in french)
http://www.atrapadosenmarruecos.org
(in spanish)
http://www.trappedinmorocco.org
(soon in english)

15. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunis: 3 weitere Selbstverbrennungen am 14.03.2013 · Kategorien: Tunesien · Tags:

http://www.tunisienumerique.com/tunisie-bapteme-du-feu-du-gouvernement-trois-tentatives-dauto-immolation-en-un-jour/169382

15. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerien, Ouargla (Sahara): Erste große Versammlung von Arbeitslosen durchgesetzt, 14.03.2013 · Kategorien: Algerien · Tags: , ,

Trotz eines Klimas der Angst, das die Regierung seit Wochen gegen die Arbeitslosendemonstration am 14.03.2013 in der Sahara-Stadt Ouargla herbeibeschworen hat, kamen mehr als 10.000 DemonstrantInnen zu einer entschlossenen Versammlung auf dem Platz Tahrir von Ouargla zusammen. Sie forderten Einkommen, Arbeit, Abschaffung der korrupten privatisierten Arbeitsamtspraktiken, Abschaffung der sklavenähnlichen Arbeit auf den Erdöl- und Erdgasfeldern, Abschaffung der Subfirmen-Praktiken, die Durchsetzung der Rechte der ArbeiterInnen, und ein Ende der Armut in der reichsten Kommune Algeriens.Auch der Rücktritt des Premierministers wird gefordert. Vermittlungsangebote der staatsnahen Gewerkschaft wurden abgelehnt.

Die Regierung hat, zusammen mit der Arbeiterregierung (PT), zuvor gehetzt, dass auslandsgesteuerte Separatisten die Arbeitslosenbewegung führten. Sie hat ein Parallel-„Arbeitslosen“-Komitee kreiert, zusammengesetzt aus Notabeln und Abgeordneten, das in den letzten Tagen die geplante Demonstration medienwirksam abzusagen versucht hat. Schliesslich hat die Regierung auf ein Klima der Angst gesetzt: Die Demonstanten würden mit Gewalt vorgehen wollen und bedrohten die Sicherheit ganz Algeriens. 7.000 Polizisten sollen für den Einsatz in und um Ouargla aufgeboten worden sein.

In der Tat hat es eine solche Entschlossenheit zum Demonstrieren in den letzten zwei Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Keine Oppositionspartei hat Ähnliches geschafft. Zum ersten Mal versammelten sich trotz der genannten Hindernisse über 10.000 Menschen auf dem zentralen Platz der Stadt. Angesichts der Risiken verzichteten sie auf einen Demonstrationsmarsch. Der flammende Protest war von Bekundungen zur nationalen Einheit Algeriens begleitet. Anscheinend hat es Verhandlungen gegeben: Eine Fortsetzung der Verhandlungen sollte es nur geben, wenn sich die Demonstration am selben Tag wieder auflöst. Dem Druck kamen die DemonstrantInnen nach.

http://www.elwatan.com/actualite/des-milliers-de-manifestants-se-rassemblent-a-ouargla-14-03-2013-206660_109.php

http://maghrebemergent.com/actualite/maghrebine/22184–marche-reussie-des-chomeurs-a-ouargla-malgre-le-climat-anxiogene-cree-par-le-pouvoir-algeri.html

http://www.algerie1.com/actualite/imposant-rassemblement-des-jeunes-chomeurs-devant-le-siege-de-lapc-de-ouargla/

15. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunesien, Choucha – Apell März 2013: „Solidarity with the refugees from the Libyan war in Choucha camp!“ · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

Forgotten in the Tunisian Desert?
Show your solidarity with the refugees from the Libyan war in Choucha camp!
Two years ago, on 19th March 2011, a coalition, led by France, Great Britain and the USA, started bombing Libya, and on 31st March, NATO officially declared war against the Gaddafi regime. Hundreds of thousands of people had to flee Libya, among them were many migrant workers and refugees from Sub-Saharan Africa, who were suspected of being of Gaddafi’s mercenaries. Tunisia left her borders open and accepted about half a million refugees. Most of them were accommodated in private houses, however a few thousands were placed in Choucha camp. It is situated in a desert-like region close to the Libyan border, and was opened by the UNHCR at the end of February 2011. At times it was hosting more than 20.000 people (most of them Sub-Saharan Africans).
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15. März 2013 · Kommentare deaktiviert für B4p Watch The Mediterranean WTM – Flyer (englisch, französisch) · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute, Tunesien · Tags: , , ,

Den Flyer von WatchTheMed gibt es auch auf Arabisch! Auf dem Weltsozialforum Tunis und bei der Karawane-Vorbereitung in Tunesien wird es Veranstaltungen zu WTM geben.

14. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerien, Ouargla (Sahara): riesige Arbeitslosenversammlung hat begonnen, 14.03.2013 · Kategorien: Algerien · Tags: ,

Seit dem Vorabend treffen tausende DemonstrantInnen in Ouargla in Süd-Algerien ein, um am 14.03.2013 auf dem Platz Tahrir der Stadt gegen die Arbeitslosigkeit zu demonstrieren. In dem Morgenstunden haben sich 35-40.000 DemonstrantInnen dort bereits versammelt, Tausende werden auf den Zufahrtsstraßen zur Stadt von Polizei und Gendarmerie aufgehalten. Ein Großaufgebot von Anti-Riot-Polizei-Einheiten ist in Ouargla in Stellung gegangen.

http://lequotidienalgerie.org/2013/03/14/ouargla-debut-du-rassemblement-populaire-pour-la-dignite-et-lunite-nationale/

„Die Honoratioren und Gewählten repräsentieren uns nicht!“

http://www.liberte-algerie.com/actualite/ouargla-retient-son-souffle-manifestation-aujourd-hui-des-chomeurs-du-sud-196120
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13. März 2013 · Kommentare deaktiviert für EU schickt demnächst „Sicherheits“-Berater nach Tunesien · Kategorien: Europa, Tunesien · Tags:

Der Europäische Auswärtige Dienst hat nach der Entsendung einer Mission im September 2012 nach Tunesien eine Einschätzung erstellt und wird auf der Grundlage 14 EU-Sicherheitsexperten nach Tunesien schicken. Die erste von der EU in der arabischen Welt geförderte Sicherheitsreform sieht zunächst eine Mängelerhebung vor. Im zweiten Schritt werde dann eine Kooperation in Gang gesetzt. Federführend ist die Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission.

13. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunis: Selbstverbrennung wegen Armut, Bullenschikanen und aus Protest · Kategorien: Tunesien · Tags:

http://uprising.blogsport.de/2013/03/13/suizid-aus-protest-gegen-bullenschikanen-und-armut/

Suizid aus Protest gegen Bullenschikanen und Armut

13. März 2013 | in News und Texte der Recherchegruppe (rg)

Adel Khazri, der sich gestern in Tunis mit Benzin übergossen und angezündet hatte, ist heute im Krankenhaus gestorben. Adel Khazri stammte eigentlich aus der Provinz Jendouba im Nordosten des Landes und hielt sich in letzter Zeit mit dem Strassenkauf von Zigaretten über Wasser.
Als es sich auf den Stufen des Theaters in der zentralen Habib Bourguiba Avenue selbst in Brand setze, rief er laut: „Dies ist die Jugend, dies ist ihre Arbeitslosigkeit“.

Eine Tante von Adel Khazri erklärte gegenüber einem örtlichen Fernsehsender, er sei in letzter Zeit häufiger von den Bullen schikaniert worden und sei über seine Sitaution tief verzweifelt gewesen. Seit einiger Zeit gibt es verstärkt Razzien und Schikanen gegenüber Strassenhändlern, deren Anzahl in den letzten zwei Jahren seit dem Aufstand gegen die Ben Ali Diktatur stark angestiegen ist.

Heute morgen versammelten sich um die hundert Menschen, um gegen die Repression gegen die Strassenhändler zu demonstrieren (Photo oben)

[Video]

13. März 2013 · Kommentare deaktiviert für Algerien, Öl- und Erdgaslförderung – Arbeitsbedingungen: Sub-Firmen und Überausbeutung der lokalen Arbeitskräfte · Kategorien: Algerien · Tags:

Sous-traitance au Sud

Une nouvelle forme d’esclavage

le 13.03.13 | 10h00

© Photo : H. Lyès

Du simple manœuvre de chantier à l’ingénieur détenteur d’un DEA, les travailleurs du Sud sont devenus une marchandise que louent des sous-traitants peu scrupuleux aux filiales de Sonatrach et aux entreprises étrangères.

Hassi Messaoud et Ouargla.
De notre envoyé spécial

Vous savez comment les gens appellent désormais Hassi Messaoud ? On l’appelle Hassi Melâoub !», dit Hacène. «Cette ville n’est plus Hassi Messaoud, mais Hassi combines.» De prime abord, l’accent est mis sur le monde glauque des combines qui agitent une ville réputée être le garde-manger de l’Algérie. Tout est bon pour se faire de l’argent, y compris se livrer à une nouvelle forme d’esclavage : louer des êtres humains comme des machines ou des bêtes de somme et encaisser une grande partie de leur salaire les doigts dans le nez.
Les coupables ? Une multitude de sous-traitants qui ont pignon sur rue à Ouargla et Hassi Messaoud. Les plus huppés opèrent dans le domaine du catering, de l’hygiène, du transport, du gardiennage, etc. Pour la main-d’œuvre, ce sont de simples bureaux où les chômeurs viennent quémander un travail. Pourtant, les activités de ces boîtes ont été interdites une première fois en 2004 avant de réapparaître en 2007 avec une nouvelle réglementation. Elles ont à nouveau été interdites par un décret publié en 2011.

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