29. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Geldkrise produziert Boat-people · Kategorien: Libyen, Video · Tags: ,

Seit Monaten herrscht in Libyen eine Finanzkrise. Nur kleine, limitierte Bargeldbeträge können an Geldautomaten gezogen werden. In den letzten Tagen bilden sich vor den Banken lange Schlangen von Menschen, die Geld abzuheben versuchen. Nicht nur im Handel, sondern auch im Alltag ist Geld knapp geworden. Vielen MigrantInnen wird kein Lohn mehr ausgezahlt, sie verwandeln sich mit dem Versuch der Ausreise in Boat-people.

Quelle: The Libya Observer

Video: Libya’s cash crisis deepens

People stand under the glaring sun for long hours to cash out their salaries

Libyans’ suffering continues as they continue to stand in long queues at the banks’ doors due to the never-ending cash crisis, which crippled the banking system and made the living conditions of people worse than ever.

With such suffering and with people hoping that the crisis comes to an end as it has been worsening since the start of this year, especially that the government printed massive sums of the Libyan dinar, the Central Bank of Libya announced in a statement that the cash crisis cannot be solved by printing new banknotes but by eradicating the essential reasons for the crisis, which are the political fragmentation, stoppage of oil production, and lack of security.

27. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Mittelmeer: Mehr als 11.000 Flüchtlinge in vier Tagen gerettet“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Bergungskräfte haben in den vergangenen vier Tagen mehr als 11.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet.

Allein heute wurden etwa 3.300 Menschen bei verschiedenen Einsätzen vor der Küste Libyens aufgegriffen, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Die meisten Flüchtlinge seien mit Schlauchbooten unterwegs gewesen.

Seit die Balkanroute für Flüchtlinge geschlossen ist und seit dem EU-Türkei-Abkommen steigt die Zahl der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer wieder an.

26. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: 3.500 Boat-people heute vormittag · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Quelle: Corriere Quotidiano

Sempre più migranti verso l’Italia, salvati in 3500 nel Canale di Sicilia

Sono ventisette le operazioni effettuate dalla Guardia costiera nella mattinata di oggi. Ventisei sono stati i gommoni intercettati ed una „carretta“ del mare

Negli ultimi quattro giorni, complici le condizioni meteo perfette, il canale di Sicilia è tornato ad essere invaso da decine di gommoni e barconi: le navi della Guardia Costiera, della Marina Militare, delle Organizzazioni non governative e delle missioni europee Frontex ed Eunavformed hanno salvato 11mila le persone. E‘ un pò come se ai milioni di britannici che hanno votato la Brexit, rispondessero migliaia di disperati che scappano dall’Africa e rischiano la vita per tentare di raggiungere l’Europa.

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23. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: 5.000 Boat-people landen an der Küste Siziliens · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Quelle: La Repubblica

In sole 24 ore la Guardia costiera ha coordinato 40 interventi di salvataggio, altri sono in corso. Su un gommone il cadavere di una donna

di ALESSANDRA ZINITI

Quattromila e quattrocento li hanno già tratti in salvo in 40 interventi di pressocchè contemporanei ma la sala operativa della Guardia costiera continua ad avvistare natanti nel Canale di Sicilia e la stima ipotizzata è che in sole 24 ore cinquemila migranti siano stati presi a bordo dalle decine di mezzi di soccorso della flotta di Frontex ma anche delle tante navi umanitarie e su mercantili di passaggio dirottati a tempo record per dare aiuto a gommoni e barconi che di solito non riescono a navigare autonomamente per più di qualche ora. A bordo di uno dei gommoni anche il cadavere di una donna, ma al momento non si segnalano nè naufragi nè incidenti durante le sempre pericolose e delicate operazioni di soccorso.

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21. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Menschenschmuggel aus Eritrea: All-inclusive in den Tod“ · Kategorien: Afrika, Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Durch die Wüste nach Libyen, in Booten übers Meer: Medhani Yehdehos Mered hat Tausende Flüchtlinge nach Europa geschleust – und ist stolz darauf. Was wir über den Schleuserkönig wissen.

Von Christoph Titz
Nur wenige Menschenschmuggler geben bereitwillig ihren richtigen Namen an. Die meisten verstecken sich hinter Aliasnamen und wechseln häufig das Handy. Bei dem Eritreer Medhani Yehgedo Mered war das offenbar anders.

Yehdehos Mered, 35, stellte Bilder von sich auf Facebook. Und er arbeitete lange unter seinem echten Namen und mit derselben Telefonnummer. So ist ihm offenbar der sudanesische Geheimdienst in Khartum auf die Spur gekommen. Britische und italienische Sicherheitskräfte feierten jedenfalls schon seine Festnahme und Auslieferung nach Italien. Doch inzwischen sind Zweifel aufgekommen, ob es sich bei dem Mann in einer Zelle in Rom wirklich um Medhani Yehdehos Mered handelt.

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18. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Frontex-Rösler: neue Aufforderung zum Ertrinkenlassen · Kategorien: Europa, Libyen · Tags: , , ,

Frontex-Direktor Klaus Rösler hatte im Dezember 2014 die italienische Regierung zum Abzug der Seenotrettung aus dem zentralen Mittelmeer zwischen Lampedusa und Libyen aufgefordert („Ertrinkenlassen!-Rösler“). Vor allem auf Druck der Bundesregierung musste damals die italienische Operation Mare Nostrum abgebrochen werden, mehrere tausend Ertrunkene zwischen Dezember 2014 und Spätsommer 2015 waren die Folge. Jetzt mobilisiert Frontex-Rösler erneut gegen die Präsenz europäischer Seenotrettung in internationalen Gewässern vor Libyen. Die EU-Militäroperation EUNAVFOR MED vor der Küste Libyens richtet sich vor allem mit Überwachungsmassnahmen gegen „Schlepper und Schleuser“; der italienischen Seenotrettungsstelle MRCC gelingt es oftmals nicht, die Kriegsschiffe der EUNAVFOR MED in die Seenotrettung einzubinden. Aber diese erzwungenen Marine-Seenotrettungen sind für Rösler kontraproduktiv.

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17. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, EU: Militärs drängen · Kategorien: Europa, Libyen · Tags: ,

Quelle: Spiegel Online

Bundeswehr vor Libyen: Militärs zweifeln an Sinn von Anti-IS-Mission

Von Matthias Gebauer

Die Bundeswehr soll vor der Küste Libyens den Schmuggel von Waffen für die Terrormiliz IS stoppen. Militärs bezweifeln allerdings den Sinn der Mission – weil die Marine nicht nah an die Küste darf.

Die Bundesregierung drängt bei der Ausweitung der Bundeswehr-Mission im Mittelmeer zu mehr Tempo. Am Freitag unterrichtete das Auswärtige Amt (AA) ausgewählte Abgeordnete, dass das nötige Mandat für die Militärmission vor der libyschen Küste schon am kommenden Mittwoch vom Kabinett beschlossen werden soll.

Damit soll möglich werden, dass die deutschen Schiffe der EU-Mission „Sophia“ den Waffenschmuggel für den „Islamischen Staat“ (IS) in Libyen unterbinden können. Am Montag sollen zuvor die EU-Außenminister die Mission absegnen.

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15. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, EU – Mörderische Abschottung · Kategorien: Europa, Libyen · Tags: , , , ,

Quelle: German Foreign Policy

Lager für Europa (II)

BERLIN/TRIPOLIS/KHARTOUM
(Eigener Bericht) – Die Kooperation der EU mit Libyen zur Flüchtlingsabwehr führt „direkt oder indirekt zu schockierenden Menschenrechtsverletzungen“. Dies erklärt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem aktuellen Bericht zur Misshandlung von Flüchtlingen durch die libysche Küstenwache und in libyschen Haftzentren, in denen Flüchtlinge interniert werden. Brüssel unterstützt Libyens Küstenwache mit dem Ziel, sie in die Lage zu versetzen, eine weitaus größere Zahl an Flüchtlingen abzufangen; diese werden nach ihrer Festnahme gewöhnlich in Haftzentren verbracht. Weiterlesen »

14. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libya: more violations by coast guards and IOM collaboration · Kategorien: Europa, Libyen · Tags: ,

Quelle: Amnesty International UK

A few days ago, the IOM announced that: „The Netherlands and IOM Libya have signed an agreement for an 18-month project aimed at enhancing the Libyan Coast Guard’s capacity to save lives at sea and supporting the humanitarian repatriation of vulnerable migrants from Libya.“ This is what „saving lives“ looks like:

Refugees shot at by Libyan coastguard before being detained in ’shocking‘ conditions back in Libya

‘The Libyan coastguard is intercepting and returning thousands of people to detention centres where they suffer torture and other abuses’ – Magdalena Mughrabi

‘The guards would beat us if we said we’re hungry … They would make us lie down on our stomach and two would hit us with [a] hose … I saw a Chadian man, they shot him for no reason in front of me’ – Eritrean man on conditions at Abu Slim detention centre

The EU’s plans to work more closely with Libya on tackling people smuggling risk fuelling rampant ill-treatment and indefinite detention in shocking conditions of thousands of refugees and migrants in Libya, said Amnesty International today.

The EU recently announced plans to extend its “Operation Sophia” anti-smuggling naval mission in the Mediterranean for another year and to train and share information with the Libyan coastguard following a request by the new Libyan government. However, testimonies gathered by Amnesty during visits to Sicily and Puglia in Italy last month reveal shocking abuses by the Libyan coastguard and in immigration detention centres in Libya.

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14. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Amnesty kritisiert Libyen wegen Misshandlungen von Flüchtlingen“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: DW

Die Menschenrechtsorganisation hat Flüchtlinge befragt, die über das Mittelmeer nach Italien gekommen sind. Nach ihren Berichten sollte die EU eine Kooperation mit Libyen zur Flüchtlingsbegrenzung überdenken, so Amnesty.

Amnesty International wirft der libyschen Küstenwache willkürliche Gewalt gegen Flüchtlinge und Migranten vor. Dies habe eine Befragung von 90 Flüchtlingen auf Sizilien und in Apulien durch ein Amnesty-Team ergeben. Mindestens 20 Menschen berichteten demnach, dass Flüchtlinge und Migranten, die auf dem Meer aufgegriffen wurden, geschlagen und beschossen worden seien. Viele Aufgegriffene seien in libysche Haftzentren gebracht worden, wo ihnen Folter und Misshandlungen drohten, teilte die Menschenrechtsorganisation mit.

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