21. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Menschenschmuggel aus Eritrea: All-inclusive in den Tod“ · Kategorien: Afrika, Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Durch die Wüste nach Libyen, in Booten übers Meer: Medhani Yehdehos Mered hat Tausende Flüchtlinge nach Europa geschleust – und ist stolz darauf. Was wir über den Schleuserkönig wissen.

Von Christoph Titz
Nur wenige Menschenschmuggler geben bereitwillig ihren richtigen Namen an. Die meisten verstecken sich hinter Aliasnamen und wechseln häufig das Handy. Bei dem Eritreer Medhani Yehgedo Mered war das offenbar anders.

Yehdehos Mered, 35, stellte Bilder von sich auf Facebook. Und er arbeitete lange unter seinem echten Namen und mit derselben Telefonnummer. So ist ihm offenbar der sudanesische Geheimdienst in Khartum auf die Spur gekommen. Britische und italienische Sicherheitskräfte feierten jedenfalls schon seine Festnahme und Auslieferung nach Italien. Doch inzwischen sind Zweifel aufgekommen, ob es sich bei dem Mann in einer Zelle in Rom wirklich um Medhani Yehdehos Mered handelt.

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10. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Italien, Rosarno: No justice no peace – Protest gegen Erschiessung · Kategorien: Italien, Mali · Tags: ,

Nachdem im italienischen Rosarno ein 27 Jähriger Arbeiter aus Mali von der Polizei erschossen wurde, breiten sich die Proteste. Rosarno
ist eine der wichtigsten Orangenproduktionsstätten Italiens und Ort massiver Ausbeutung von Geflüchteten, die von Lampedusa und Sizilien weiter nach Norden wollen.

27y old worker from Mali has been killed by italian police in Rosarno. The field workers started to protest against italian state and police. Rosarno is a heraldic point of the italian agriculture (orange production). Many refugees get massivly exploited here, as well it is on the way from Lampedusa / Sicily to the north.

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10. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Sea-Watch: „Bewaffnete Männer stürmten die Brücke“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Quelle: Telepolis

Milizen kontrollieren die Hafenstädte Libyens und damit auch die Küstenwache. Seenotrettung steht bei den schwer bewaffneten Verbänden nicht im Vordergrund

von Matthias Monroy

Mehrere private Initiativen sind zur Seenotrettung auf dem zentralen Mittelmeer zwischen Libyen und Italien unterwegs. Eine der Organisationen ist der Verein „Sea-Watch“, der dieses Jahr bereits mit einem zweiten Schiff Nothilfe gegen die humanitäre Katastrophe leistet. Meist werden die Rettungseinsätze von einer zentralen Leitstelle in Rom koordiniert, auch die Schiffe der EU-Grenzagentur Frontex oder der Militärmission EUNAVFOR MED müssen die Weisungen zur Seenotrettung aus Rom befolgen.

Im April wurde die „Sea-Watch 2“ bei einer solchen Mission vermutlich von der libyschen Küstenwache aufgebracht und durchsucht. Dabei fielen auch Schüsse. Über den Vorfall sprach ich mit einem Mitglied der Besatzung.

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07. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen lehnt EU-Abschottungsplan ab · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Quelle: adnkronos

Adnkronos veröffentlicht ein Interview mit dem Außenminister der libyschen „nationalen Einheitsregierung“ Muhammad al-Taher Sayala. Er lehnt den neuen EU-Abschottungsplan ab. Zwar habe Libyen mit Italien ein Abkommen abgeschlossen, dass die Rückschiebung von DrittstaatlerInnen nach Libyen erlaube – falls sie denn einen Pass mit libyschem Visum haben. „Undokumentierte“ Flüchtlinge und MigrantInnen werde Libyen von keinem Land der EU zurücknehmen.

Migranti, Libia: „Ue negozi rientro con Paesi d’origine, noi di transito“

„Una questione molto delicata e un tormento per i Paesi europei“. E‘ così che il ministro degli Esteri libico del governo di consenso nazionale, Muhammad al-Taher Sayala, definisce il dossier dei migranti, molti dei quali partono dalla Libia per raggiungere le coste meridionali dell’Ue.

„Come tutti sanno, la Libia è un Paese di passaggio e talvolta di destinazione dei migranti, ma non è un Paese di origine“, spiega Sayala in un’intervista ad Aki-Adnkronos International. „L’Ue vuole fare accordi con la Libia affinché questi migranti tornino indietro, ma noi restiamo fermi sul fatto che debbano tornare nei Paesi d’origine, e non in quelli di transito“, continua il ministro.

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07. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für 2014-2016: 10.000 Boat-people im Mittelmeer ertrunken · Kategorien: Griechenland, Italien, Libyen, Türkei · Tags: , , ,

Quelle: ABS-CBN

UN: Migrant deaths in Mediterranean hit 10,000

More than 10,000 people have died crossing the Mediterranean to Europe since 2014, the UN said Tuesday, as the EU unveiled fresh plans to stem the migrant flow from Africa.

Following a rash of deadly shipwrecks in recent weeks which claimed the lives of hundreds of people, the UN refugee agency said the number of deaths at sea had risen sharply this year, with a record 2,814 people drowning since January.

And over the past few days, the overall number who have died since the start of 2014 has reached 10,085, the UNHCR said on Tuesday.

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02. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flucht über das Mittelmeer: Was Italien aus der Vergangenheit gelernt hat“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: ARD Tagesschau

Die Balkanroute ist dicht und die Flucht übers Mittelmeer erscheint vielen Flüchtlingen zurzeit die beste Alternative, um nach Europa zu kommen. Immer mehr Menschen erreichen so Italien. Ob das Land jetzt besser vorbereitet ist als noch 2014?

Von Tilmann Kleinjung, ARD-Studio Rom

In Palermo betreten 600 Flüchtlinge aus Afrika zum ersten Mal europäischen Boden. Erschöpft nach der tagelangen Überfahrt. Erleichtert, überlebt zu haben.

Insgesamt hatten in der vergangenen Woche mehr als 13.000 Bootsflüchtlinge Italien erreicht. Und bei den Partnern in Europa wächst die Sorge, dass Italien wieder überfordert sein könnte mit der massenhaften Ankunft der Migranten.

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01. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: Mortalitätsrate steigt unter „Eunavfor med“ an – ai · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: , ,

Die Mortalitätsrate von Boat-people im zentralen Mittelmeer steigt unter Einsatz der EU-Kriegsschiffe „Eunavfor med“ wieder an, wie amnesty international berichtet. Als das zentrale Mittelmeer von der italienischen Militärmission „Mare Nostrum“ überwacht wurde, starb statistisch eine Person bei 53 Geretteten. Nachdem Frontex die Überwachung von „Mare Nostrum“ übernommen hatte, starb eine Person bei 16 Geretteten. Nun, unter „Eunavfor“, stirbt eine Person bei 38 Geretteten. Amnesty international kritisiert, dass nichts für die Einrichtung eines humanitären Korridors unternommen wurde.

In Italien mehren sich die Stimmen, auch unter Seeleuten Lampedusas, die die EU-Staaten direkt für die zahlreichen Schiffskatastrophen der letzten Tage verantwortlich machen: Anders als vor einigen Jahren wüssten Fischer und EU-Marinezentren heutzutage, wann und wo Flüchtlingsboote von Libyen ablegten. Wenn derzeit bei SOS im zentralen Mittelmeer stundenlang nicht gerettet werde, passiere das unter EU-Überwachung. „Sie sehen mit ihren Satelliten in unsere Vorgärten“, sagt ein Fischer Lampedusas, „und da wollen sie die Flüchtlingsboote nicht erkannt haben?“

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01. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: Wenig syrische Flüchtlinge · Kategorien: Ägypten, Alarm Phone, Italien, Libyen, Syrien · Tags: ,

Quelle: Lettera43

Save the Children: dalla Libia pochissimi migranti siriani – La notizia

L’intervista a Michele Prosperi, portavoce Save the Children

Roma, – Sono quasi tutti migranti subsahariani quelli che sbarcano sulle coste italiane: i siriani per ora restano bloccati negli sterminati campi profughi fra Libano, Giordania e Turchia dopo il blocco della rotta balcanica. Il portavoce di Save the Children Italia, Michele Prosperi, spiega: ‚Proprio nei giorni scorsi abbiamo incontrato negli sbarchi alcuni gruppi familiari siriani, ma è una cosa sporadica, stiamo parlando di cinque o sei gruppi familiari in tutto.

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01. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Italiens Infosystem über Abfahrt von Boat-people aus Ägypten und Libyen · Kategorien: Ägypten, Alarm Phone, Italien, Libyen · Tags:

Die italienische staatliche Seenotrettungsstelle in Rom (MRCC – Maritime Rescue Coordination Centre Rom) hat mithilfe anderer italienischer Einrichtungen  und Dienste ein Informationssystem an den Küsten Libyens wie auch Ägyptens aufgebaut und erhält dadurch ziemlich zuverlässige Meldungen über die genauen Abfahrtzeiten und -orte von Flüchtlingsbooten. Die Meldungen aus Libyen und Ägypten an das MRCC erfolgen auf einem formalisierten, institutionalisierten Weg.

Dies berichtet die italienische Tageszeitung Il Fatto Quotidiano anhand von Faksimiles solcher Informationen. Angesichts der zunehmenden Schiffskatastrophen vor Libyen und Ägypten ist die Aufdeckung dieses offiziellen Informationssystems brisant. Zwar verfügt die italienische Küstenwache, die das MRCC betreibt, nicht über genügend Rettungsschiffe, um rechtzeitig an allen Schiffskatastrophen einzutreffen. Es kann aber die EU-Kriegsschiffe der Militäroperation Eunavfor Med, die Schiffe von Frontex, die Handelsschiffe und Schleppboote sowie die NGO-Rettungsschiffe in dieser Meereszone rechtzeitig zu den Flüchtlingsbooten dirigieren. Ein direkter Fährdienst ist auf der Grundlage des MRCC-Informationssystems möglich. Stattdessen sanken in der vergangenen Woche Flüchtlingsschiffe nach stundenlangen Havarien und unzähligen SOS-Rufen über Satellitentelefone, über 1.000 Boat-people ertranken.

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01. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für IOM: über 1.000 Boat-people letzte Woche ertrunken · Kategorien: Alarm Phone, Italien, Libyen · Tags: ,

Quelle: taz

Todesfalle Mittelmeer

Die Schätzungen zur Zahl der Opfer von Flüchtlingsunglücken in der vergangenen Woche steigen immer weiter. IOM spricht von mehr als 1.000 Toten.

GENF ap/epd | Nach den Flüchtlingsunglücken im Mittelmeer vergangene Woche steigen die Schätzungen zur Zahl der Opfer immer weiter. Die Internationale Organisation für Migration sprach am Dienstag von vermutlich mehr als 1.000 Toten. Das UN-Flüchtlingshilfswerk ging aufgrund von Berichten Überlebender von mindestens 880 Toten aus, wie ein Sprecher sagte.

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