27. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Mittelmeer: Mehr als 11.000 Flüchtlinge in vier Tagen gerettet“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Bergungskräfte haben in den vergangenen vier Tagen mehr als 11.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet.

Allein heute wurden etwa 3.300 Menschen bei verschiedenen Einsätzen vor der Küste Libyens aufgegriffen, wie die italienische Küstenwache mitteilte. Die meisten Flüchtlinge seien mit Schlauchbooten unterwegs gewesen.

Seit die Balkanroute für Flüchtlinge geschlossen ist und seit dem EU-Türkei-Abkommen steigt die Zahl der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer wieder an.

26. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: 3.500 Boat-people heute vormittag · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Quelle: Corriere Quotidiano

Sempre più migranti verso l’Italia, salvati in 3500 nel Canale di Sicilia

Sono ventisette le operazioni effettuate dalla Guardia costiera nella mattinata di oggi. Ventisei sono stati i gommoni intercettati ed una „carretta“ del mare

Negli ultimi quattro giorni, complici le condizioni meteo perfette, il canale di Sicilia è tornato ad essere invaso da decine di gommoni e barconi: le navi della Guardia Costiera, della Marina Militare, delle Organizzazioni non governative e delle missioni europee Frontex ed Eunavformed hanno salvato 11mila le persone. E‘ un pò come se ai milioni di britannici che hanno votato la Brexit, rispondessero migliaia di disperati che scappano dall’Africa e rischiano la vita per tentare di raggiungere l’Europa.

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25. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „7000 Menschen in zwei Tagen im Mittelmeer gerettet“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: derStandard

Rettungseinheiten im Dauereinsatz

Rom – Circa 7.000 Migranten sind seit Donnerstag bei Einsätzen im Mittelmeer gerettet worden. Am Freitag wurden bei neun verschiedenen Einsätzen unter der Regie der italienischen Küstenwache 2.100 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Migranten befanden sich an Bord von drei Schiffen und von sechs Schlauchbooten, teilte die italienische Küstenwache am Freitag in einer Presseaussendung mit.

Am Donnerstag waren über 5.000 Migranten in Sicherheit gebracht worden. Damit sei binnen eines Tages die sonst in einer Woche übliche Zahl an geretteten Flüchtlingen erreicht worden, sagte ein Mitarbeiter der italienischen Küstenwache.

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25. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingschaos in Sizilien: Vom Elend in die Not“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute

Quelle: Spiegel Online

Die Flüchtlingskrise ist auch eine Geschichte des Wartens und Verharrens: In Sizilien sind Migranten mitunter seit Jahren arbeits-, perspektiv- und obdachlos. Sie hoffen trotzdem auf ein würdiges Leben.

Aus Palermo berichten Peter Maxwill und Valentino Bellini (Fotos)

Gagan wartet jetzt schon seit fast drei Jahren. Gemeinsam mit seinem Freund Babaka tänzelt der 28-Jährige mit wippenden Schritten durch das Eingangstor der Missione di Speranza e Carità, einer katholischen Obdachlosenunterkunft nahe des Hauptbahnhofs von Palermo. Vielleicht, sagt Gagan, kann er irgendwann wieder als Fischer arbeiten. Vielleicht wieder in Gambia leben. Vielleicht eine Familie ernähren.

Babaka, ein hochgewachsener Kerl mit Schirmmütze und Bubengesicht, lächelt ihn traurig an. Wahrscheinlich wird keiner dieser Träume wahr.

Die beiden Afrikaner sind Überbleibsel der ersten großen Flüchtlingskrise in Sizilien. Im Herbst 2013 erreichten sie in einem Boot mit 120 Insassen Sizilien, wie Gagan erzählt, als fast gleichzeitig vor der Mittelmeerinsel Lampedusa Hunderte andere Flüchtlinge ertranken. Inzwischen hätten sie offiziell Asyl in Italien, sagt Gagan – aber sie sind arbeitslos, obdachlos, perspektivlos. In Palermo warten sie auf ein besseres Leben, so wie es Hunderttausende Menschen in ganz Europa tun.

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24. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingschaos in Sizilien: Am Ätna wohnt die Hoffnung“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute

Quelle: Spiegel Online

Italiens Süden ist mit der Ankunft Tausender Flüchtlinge völlig überfordert – doch einiges funktioniert auch gut: Besuch in einem Heim, in dem Betreuer wirklich Zeit und Bewohner wirklich Hoffnung haben.

Aus Aci Sant’Antonio berichten Peter Maxwill und Valentino Bellini (Fotos)

Fred weint. Jede Erinnerung, so scheint es, durchschüttelt seine Seele, der muskulöse 30-Jährige zittert am ganzen Körper. Und es sind viele Erinnerungen, von denen er erzählen kann. „Meine Flucht war total schrecklich, vor allem in Libyen“, sagt der Nigerianer, „keiner meiner Freunde hat überlebt.“ Eine Psychologin und zwei Betreuer stehen um ihn herum und nicken, er lehnt sich an eine vergilbte Wand und lässt die Tränen laufen.

Die Geschichte von Freds Flucht nach Europa begann vor zwei Jahren und drei Monaten. Er erzählt vom Mordanschlag einer Miliz auf seinen Vater, von seinen Kindern in Nigeria, vom Sterben auf dem Mittelmeer. Heute geht es ihm so gut wie nur wenigen Flüchtlingen in Sizilien: Während andere in überfüllten Erstaufnahmezentren oder auf der Straße leben, ist er einer von derzeit 28 Bewohnern der sogenannten Casa dei Giovani.

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23. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen, Italien: 5.000 Boat-people landen an der Küste Siziliens · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Quelle: La Repubblica

In sole 24 ore la Guardia costiera ha coordinato 40 interventi di salvataggio, altri sono in corso. Su un gommone il cadavere di una donna

di ALESSANDRA ZINITI

Quattromila e quattrocento li hanno già tratti in salvo in 40 interventi di pressocchè contemporanei ma la sala operativa della Guardia costiera continua ad avvistare natanti nel Canale di Sicilia e la stima ipotizzata è che in sole 24 ore cinquemila migranti siano stati presi a bordo dalle decine di mezzi di soccorso della flotta di Frontex ma anche delle tante navi umanitarie e su mercantili di passaggio dirottati a tempo record per dare aiuto a gommoni e barconi che di solito non riescono a navigare autonomamente per più di qualche ora. A bordo di uno dei gommoni anche il cadavere di una donna, ma al momento non si segnalano nè naufragi nè incidenti durante le sempre pericolose e delicate operazioni di soccorso.

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23. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Lampedusa ist deutlich besser auf Flüchtlinge vorbereitet“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Seit Wochen fliehen Tausende Menschen von den libyschen Küsten in Richtung Italien – deutlich mehr als nach Griechenland. Mittlerweile scheint Italien besser vorbereitet als in den Jahren zuvor. Das zeigt sich auch bei einem der zentralen Anlaufpunkte: auf der kleinen Insel Lampedusa. Das liegt nicht zuletzt an Bürgermeisterin Giusy Nicolini.

Von Tilman Kleinjung

Die kleine Mittelmeerinsel Lampedusa ist zum Symbol für das Scheitern Europas geworden. Nicht erst seit dem Unglück am 3. Oktober 2013, bei dem fast 400 Flüchtlinge vor der Küste Lampedusas ertranken. Schon 2011, als zigtausende junge Männer im Arabischen Frühling aus Nordafrika über das Mittelmeer flohen, war die Insel völlig überfordert. Die Menschen schliefen im Freien, es gab Revolten im Aufnahmezentrum, die Migranten saßen fest auf dem 20 Quadratkilometer großen Eiland – irgendwo zwischen Afrika und Europa.

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23. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingschaos in Sizilien: Todestrip für Tausende Euro“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Spiegel Online

2000 Euro für eine Reise, die viele nicht überleben: Von der EU-Asylpolitik profitieren afrikanische Menschenhändler und die italienische Mafia. Die Polizei war lange hilflos, langsam ändert sich das.

Aus Pozzallo und Palermo berichten Peter Maxwill und Valentino Bellini (Fotos)

Sie hocken auf ihren Felsen wie steinerne Kunstwerke. Regungslos starren Berhane und Aman auf das Meer vor Pozzallo, in fast komplett identischem Outfit: Blaues Hemd, graue Jogginghose, blaue Badelatschen. Vor zehn Tagen noch schauten sie von der anderen Seite auf dasselbe Wasser, da hatten sie die lebensgefährliche Fahrt von Libyen nach Sizilien noch vor sich. Und ein paar Tausend Dollar mehr in der Tasche.

„Unsere Reise war sehr, sehr teuer“, sagt der 17-jährige Berhane, schaut zu seinem zwei Jahre jüngeren Bruder hinüber – und zählt auf: Aus ihrer Heimat in Eritrea marschierten sie zu Fuß nach Äthiopien, wo sie ein halbes Jahr lang blieben. In dieser Zeit, sagt Berhane, habe sein zuvor nach Israel geflohener Bruder ihnen das Geld für die Weiterreise geschickt.

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22. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingschaos in Sizilien: Helfer ohne Hilfe“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute

Quelle: Spiegel Online

Sizilien droht an der Unterbringung Tausender Flüchtlinge zu scheitern: Helfer beklagen „menschenunwürdige Bedingungen“, viele Lager sind völlig überfüllt. Wut macht sich breit – bei allen Beteiligten.

Aus Catania, Pozzallo und Palermo berichten Peter Maxwill und Valentino Bellini (Fotos)

Unter dem grellblauen Himmel von Pozzallo riecht es nach Meer, die Sonne brennt Omar auf den Krauskopf. Lethargisch hakt sich der 16-Jährige in die meterhohen Stahlgitter, die das zentrale Erstaufnahmelager in dem kleinen Hafenstädtchen umrahmen. „Sie sagen mir nicht, wohin es für mich weitergeht“, klagt er mit kaum hörbarer Stimme – „oder wann“.

„Sie“, damit meint der Junge aus Gambia die italienischen Behörden, die den sogenannten Hotspot im äußersten Süden Siziliens betreiben: gelbe Hallen und rostende Container direkt am Meer, umgeben von Mauern und Zäunen. Dort lebt Omar nach eigenen Angaben seit drei Wochen, nachdem italienische Rettungskräfte ihn und 130 andere Flüchtlinge aus einem Boot gerettet hätten, irgendwo da draußen auf dem Meer. „Ich trage seit drei Wochen die gleichen Klamotten“, sagt er, „dabei will ich doch nur zur Schule gehen und Fußball spielen.“

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21. Juni 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingschaos in Sizilien: Insel der Überlebenden“ · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute

Quelle: Spiegel Online

Eine neue humanitäre Katastrophe bahnt sich an: Weil die EU den Landweg versperrt, wagen wieder Tausende Flüchtlinge die Route übers Mittelmeer. Sizilien ist für die meisten die erste Station in Europa – für viele auch die letzte.

Aus Palermo berichten Peter Maxwill und Valentino Bellini (Fotos)

Die Bourbon Argos spuckt mal wieder menschliche Schicksale aus. 362 Passagiere sind es an diesem warmen Morgen, die den glänzenden Schiffsrumpf im Hafen von Palermo verlassen. Sie humpeln, wanken, trotten. Etliche von ihnen leiden unter Dehydrierung, Verbrennungen, Unterkühlungen und Hautkrankheiten. So sehen Überlebende aus. Gerettete. Glückspilze.

Rund 1300 Flüchtlinge haben drei Rettungsschiffe binnen 36 Stunden aus dem Meer vor den Küsten Siziliens gerettet. Die Menschen an Bord der Bourbon Argos, die mit einem Team von Ärzte ohne Grenzen fast drei Tage lang unterwegs war, sind nur ein kleiner Teil davon: 303 Männer, 57 Frauen und zwei Kinder erreichen am frühen Morgen in der Inselhauptstadt Palermo ihr Ziel, das gelobte Land, den gelobten Kontinent.

Europa, diese Hoffnung lässt sich aus den erschöpften Gesichtern lesen, soll ihre Rettung sein.

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