NZZ | 06.10.2017
In Benghasi hat General Haftar den IS besiegt. Nun weichen Partner des Warlords bei Tripolis Fronten und Loyalitäten auf.
Der selbsternannte libysche Feldmarschall Khalifa Haftar richtet den Blick nach seinem Erfolg gegen die Islamisten in Benghasi gen Westen. Schon im August waren seine Einheiten in die Gegend der Mittelmeerstadt Sirte vorgestossen, in der sich bis Anfang Dezember 2016 der Islamische Staat in Libyen verschanzt gehalten hatte. Nun rücken die Haftar nahestehenden Sintan-Brigaden von Süden her langsam gegen Tripolis vor, und in Sabrata, 50 Kilometer westlich von Tripolis, machen seine Loyalisten den dortigen Clans das Leben schwer.