27. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Mehr als 700.000 Flüchtlinge erreichen Europa · Kategorien: Balkanroute, Europa · Tags:

Quelle: DW

Der Seeweg von der Türkei Richtung griechische Ägäis-Inseln hat sich zum Haupteinfallstor für Flüchtlinge nach Europa entwickelt. Mehr als ein halbe Million Menschen sind seit Januar über diese Route gekommen.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) haben eine Bilanz für die Zeit von Januar bis Ende Oktober vorgelegt. Demnach haben es 2015 bislang mehr als 700.000 Flüchtlinge nach Europa geschafft, auf meist seeuntauglichen Schlepperkähnen. 3210 Menschen sind bei ihrer Flucht vor Konflikten, Gewalt und Armut ums Leben gekommen oder gelten als vermisst, wie das UN-Flüchtlingshochkommissariat in Genf mitteilte.

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27. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Frontex fehlen Grenzwächter“ · Kategorien: Europa · Tags:

Quelle: NZZ

Zögerliche Hilfe der EU-Staaten

Die EU-Grenzschutzagentur Frontex lanciert an Grenzübergängen entlang der Flüchtlingsroute auf dem Balkan neue Operationen. Damit setzt Frontex Teile eines 13-Punkte-Plans um, den die Regierungschefs von elf an der Balkanroute gelegenen Staaten in der Nacht auf Montag in Brüssel verabschiedet hatten. Im Gespräch betont der Frontex-Direktor Fabrice Leggeri aber, dass die EU-Staaten der Behörde mehr Grenzwächter zur Verfügung stellen müssten. Anfang Oktober hatte Leggeri die Regierungen um die Rekordzahl von 775 Grenzwächtern ersucht, bisher seien Zusagen für 326 Beamte eingegangen. Leggeri fordert nun mehr Kompetenzen für Frontex als Reaktion auf die Flüchtlingskrise. So soll die Agentur über einen Pool von Grenzwächtern verfügen und eigenständig über die Lancierung von Operationen befinden können.

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27. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge: Europas neue Sklaven“ · Kategorien: Europa · Tags: ,

Quelle: Zeit Online

Um zu überleben, arbeiten Flüchtlinge in Europa unter schlimmsten Bedingungen zum Nutzen der Agrarindustrie. Gewerkschaften warnen vor moderner Sklaverei.

Von Susanne Kaiser

Er hatte den Bürgerkrieg im Sudan überlebt, auch die Flucht auf dem Landweg nach Libyen und die Überfahrt mit dem Boot nach Italien. Den Lebensbedingungen dort aber war er nicht gewachsen. Abdullah Mohammed war 47 Jahre alt, als er im Juli auf einer Tomatenplantage in Apulien zusammenbrach und starb – an Hitze und Erschöpfung.

Bei 40 Grad hatte der Sudanese in der prallen Sonne auf dem Feld Tomaten gepflückt, mit seinen Händen und im Akkord, für kaum mehr als einen Euro den Zentner. In der Nacht legte er sich zum Schlafen auf eine dünne Matratze, neben 80 andere Landarbeiter, die auf dem Boden der 20 Quadratmeter großen Baracke Platz fanden. Fließend Wasser, Strom oder Toiletten gab es dort nicht. Dafür jede Menge Müll, der sich vor den Baracken auftürmte und in dem tagsüber vielleicht ein paar zurückgelassene Kinder spielten. Für die Notdurft schlug man sich nachts ins Feld.

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27. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Call for international meeting, manifestation and solidarity action in Slovenia · Kategorien: Slowenien, Termine [alt] · Tags:

Saturday 31 of october, 11 AM
Transnational meeting and manifestation in Ljubljana

For more than a week the so-called Balkan Route is passing through Slovenia. The Slovenian government intended to impose the entrance quota of 2500 refugees per day. Croatia answered by sending the refugees and migrants over the so-called “Green” border. This controversy between Slovenia and Croatia created dire humanitarian conditions for the refugees and migrants. The Slovenian government used this humanitarian emergency produced by states and what they call a chaotic situation on the Southern border to rapidly militarize the society and call for an EU summit on the Balkan Route.

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27. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Slovenia to use private security firms to help with migrant flows · Kategorien: Balkanroute, Kroatien, Serbien, Slowenien · Tags:

Quelle: Reuters

By Marja Novak and Maja Zuvela

LJUBLJANA/RIGONCE, Slovenia (Reuters) – Slovenia plans to call in private security firms to help manage the flow of thousands of migrants passing through the country towards northern Europe, a senior official said on Monday.

Bostjan Sefic, state secretary at the Interior Ministry, said some 50 to 60 private security officers will help police where needed. More than 76,000 migrants have arrived in Slovenia from Croatia in the past 10 days.

Over 9,000 migrants were still in Slovenia on Monday, hoping to be able to reach Austria by the end of the day, while many more were on their way to Slovenia from Croatia and Serbia.

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27. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für Deutsche Polizisten schon bald in Slowenien · Kategorien: Deutschland, Slowenien · Tags:

Quelle: DW

Wegen der Flüchtlingskrise wird die Bundespolizei Berichten zufolge ihren Einsatz in der Europäischen Union ausweiten. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sieht in Slowenien ganz andere Erfordernisse.

Deutsche Polizisten werden schon in Kürze ihren Kollegen in Slowenien bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs helfen. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der „Mitteldeutschen Zeitung“. Deutschland und zehn weitere Länder hatten sich bei einem Krisentreffen in Brüssel am Wochenende darauf verständigt, binnen einer Woche 400 zusätzliche Polizisten aus anderen EU-Staaten als Verstärkung nach Slowenien zu schicken. „Es ist klar, dass wir uns beteiligen werden“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. „Aber ich weiß noch nicht, in welcher Größenordnung.“

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26. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Refugee-Hackathon: Hacken für Flüchtlinge“ · Kategorien: Deutschland, Medien

Quelle: Spiegel Online

Von Annika Leister, Berlin

Beim Refugee-Hackathon haben 300 Programmierer und Entwickler Software für Flüchtlinge und ihre Unterstützer entworfen – von der Sprach-App bis zum digitalen Fluchthelfer. Wir stellen einige Teilnehmer und Projekte vor.

Sie kamen aus Köln, München, Bukarest und San Francisco: 300 Programmierer und Entwickler haben sich am Wochenende in Berlin zum Refugee Hackathon getroffen. Netz-Aktivistin Anke Domscheit-Berg hatte zu dem Programmiertreffen für Flüchtlinge aufgerufen – und wurde von Zusagen überrollt.

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26. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Es ist kein finanzielles Problem“ · Kategorien: Europa, Griechenland · Tags:

Quelle: Telepolis

von Wassilis Aswestopoulos

Griechenland lehnt Lager für 50.000 Flüchtlinge ab, EU-Sondergipfel ohne Bezug zur Realität

Mit der Frage, wohin mit den Flüchtlingen, beschäftigte sich in Brüssel eine Sonderkonferenz. Sämtliche Staaten der so genannten Balkanroute, also auch Serbien und die EJR Mazedonien, nahmen daran teil. Rumänien, Slowenien, Kroatien, Deutschland, Bulgarien, Österreich und Griechenland waren als betroffene EU-Mitglieder vertreten.

Täglich wird in den Medien aller Länder darüber diskutiert, was mit den Flüchtlingen geschehen soll. Kaum mehr berichtet wird jedoch über die Tatsache, dass es immer öfter, zurzeit alle zwei Tage, ertrunkene Flüchtlinge vor den griechischen Inseln gibt. Die Türkei, über die der Flüchtlingsstrom nach Europa gelangt, war nicht geladen.

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26. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Migration – Eine Chance für weltweite Entwicklung“ · Kategorien: Deutschland · Tags: , ,

Es ist noch kein halbes Jahr her, da wurde Migration noch als Chance diskutiert:

Quelle: Bertelsmann-Stifutung

Reinhard Mohn Symposium – 06.05.2015

Wie kann Migration gerecht gestaltet werden? Diese Frage stand beim Reinhard Mohn Symposium am 6. Mai in Berlin im Zentrum. Weltweit führende Experten, hochrangige Regierungsmitglieder und Unternehmer, Vertreter der Zivilgesellschaft und von internationalen Organisationen kamen zur Diskussion zusammen.

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26. Oktober 2015 · Kommentare deaktiviert für „Keiner hat die Absicht, Lager zu bauen“ · Kategorien: Balkanroute, Europa · Tags: ,

Quelle: taz

Kommentar zum EU-Sondergipfel

Auf dem Balkan sollen Flüchtlinge in sogenannten Hotspots aussortiert werden. Die Balkanstaaten sollen Merkels Drecksarbeit erledigen.

von Eric Bonse

Es klingt harmlos, fast humanitär, was Kanzlerin Merkel und EU-Kommissionschef Juncker beim Balkan-Krisengipfel in Brüssel vorgeschlagen haben. Besserer Informationsaustausch, mehr Hilfe für Flüchtlinge, gemeinsames Management der Migrationsströme von der Türkei bis Deutschland: Wer könnte etwas dagegen haben?

Doch hinter diesen Worten steht ein ungesagtes Ziel: Der Balkan soll zur Transitzone werden, in der „berechtigte“ und „chancenlose“ Flüchtlinge registriert, aussortiert und abgeschoben werden. Was Merkel in Deutschland nicht umsetzen kann, soll nun in Kroatien, Bulgarien oder Griechenland Wirklichkeit werden.

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