19. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Staaten: Umverteilung von Flüchtlingen stockt“ · Kategorien: Europa, Griechenland, Italien

Quelle: Spiegel Online

In Italien und Griechenland stauen sich die Flüchtlinge, und wieder enttäuschen die anderen EU-Staaten ihre südlichen Partnerländer: Bislang sind nur 1500 der versprochenen 160.000 Migranten mit Aussicht auf Asyl umverteilt.

Griechenland und Italien hoffen in der Flüchtlingskrise weiter vergeblich auf Entlastung. Nur 1500 Flüchtlinge wurden bislang aus den beiden Staaten in andere EU-Länder umverteilt, wie die EU-Kommission jetzt in Brüssel mitteilte. Sie hatte vor zwei Monaten 20.000 Umsiedlungen als Ziel bis Mitte Mai genannt.

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19. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge suchen sich jetzt neue Routen nach Europa“ · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien, Serbien · Tags:

Quelle: Die Welt

Trotz Türkei-Deal und Grenzzäunen kommen weiterhin täglich 200 bis 300 Migranten über die Balkanroute. Sie nutzen den „Service“ von Schmugglern, der sie über einen neuen Weg führt.

Als Ajub Khan das erste Mal über die bulgarische Grenze kam, wurde er verprügelt und wie ein Hund zurückgejagt. Die bulgarischen Grenzschützer „schlugen uns, klauten unser Geld, die Telefone, sogar das Essen, die Kleider, und jagten uns zurück“, erzählt er. Viermal wurde der junge Afghane aus Kandahar erwischt, bevor es beim fünften Versuch gelang, von der Türkei aus über die grüne Grenze zu schlüpfen. „Einmal hatten wir Glück, denn da waren auch deutsche Polizisten bei der Patrouille“, berichtet er. „Da wurden wir zwar auch in die Türkei zurückdeportiert, aber wenigstens schlugen die Bulgaren uns nicht.“ Ohne die Deutschen hingegen: „Immer Prügel“.

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18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Gestrandet an der Grenze zu Ungarn“ · Kategorien: Balkanroute, Serbien, Ungarn

Quelle: DW

Flüchtlinge, die über Serbien nach Ungarn kommen, können nur im Transitbereich Asyl beantragen. Wochenlang warten sie davor – ohne ausreichend Nahrung und in notdürftigen Zelten. Balint Bardi berichtet aus Röszke.

Seit zwei Monaten sind Ahmed und seine Freunde bereits in Serbien. Nur wenige Schritte und ein drei Meter hoher bewachter elektrischer Zaun trennen sie von ihrem vorläufigen Ziel: die Transitzone im ungarischen Röszke. Die jungen Männer schlafen in Zelten aus Decken, ernähren sich von Keksen, die das Flüchtlingshilfswerk UNHCR verteilt, als Toilette benutzen sie die Büsche.

Seit Mitte September haben die ankommenden Flüchtlinge in Serbien zwei Optionen, wenn sie nach Ungarn reisen wollen. Die eine: Sie überqueren die Grenze illegal und riskieren, dabei festgesetzt und abgeschoben zu werden. Fast 150 Menschen nimmt die Polizei bei solchen Aktionen täglich fest. Normalerweise werden sie dann zurückgeschickt und bekommen eine einjährige Einreisesperre nach Ungarn.

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18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Syrians returned to Turkey under EU deal ‚have had no access to lawyers‘ · Kategorien: Europa, Griechenland, Türkei

Quelle: The Guardian

Refugees report being detained indefinitely in poor conditions and not being allowed to rejoin family members in Turkey

The first Syrians to be returned by plane under the EU-Turkey deal have been detained in a remote camp for the past three weeks with no access to lawyers, casting further doubts over EU claims that they are being sent back to a safe third country.

With hundreds more likely to be expelled in similar fashion in the coming weeks, the returnees have warned that those following in their wake face arbitrary detention, an inscrutable asylum process, and substandard living conditions.

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18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Mazedoniens ‚Zaun‘ ist löchrig“ · Kategorien: Balkanroute, Mazedonien · Tags: ,

Quelle: n-tv

Obwohl die Grenze offiziell dicht ist, finden noch immer Tausende Flüchtlinge mithilfe von Schleusern einen Weg nach Mazedonien. Doch wer dort aufgegriffen wird, muss sofort zurück – in eines der griechischen Lager, in denen selbst Unicef keine Hilfe leistet.

Mazedonien hat allein in den vergangenen zwei Monaten rund 12.000 Flüchtlinge und Migranten nach Griechenland zurückgeschickt, die illegal über die Grenze gelangt waren. Das berichtet die griechische Zeitung „Ta Nea“ unter Berufung auf die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. In Athen hieß es dazu, in Nordgriechenland seien Schleuser aktiv, die immer wieder in kleinerem Umfang Migranten über die Grenze nach Mazedonien brächten.

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18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Bulgarien will offenbar weitere Zäune errichten“ · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien · Tags:

Quelle: Die Welt

Steigende Flüchtlingszahlen und militante Bürgerwehren üben offenbar vermehrt Druck auf die bulgarische Regierung aus. Einem Bericht zufolge, plant Sofia vehementer gegen „Kontrolllücken“ vorzugehen.

Steigende Flüchtlingszahlen in Bulgarien üben offenbar Druck auf die Regierung in Sofia aus. Wie die „Bild„-Zeitung unter Berufung auf den ihr vorliegenden Bericht des „Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums Illegale Migration“ (GASIM) zur „Entwicklung der Migrationslage in Bulgarien“ schreibt, heißt es: „Aufgrund der Maßnahmen in der Ägäis fokussieren sich Schleuser-Gruppierungen stärker auf die Route aus der Türkei über Bulgarien und auf den Landweg nach Westeuropa“. Dort seien „entsprechende Organisationen“ seit Jahren aktiv.

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17. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Sichere Herkunftsstaaten: Eine Liste ohne Sinn“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Die Entscheidung des Bundestags zu den drei Maghreb-Staaten ist nichts anderes als sinnloser Populismus. Der Bundesrat sollte das Gesetz stoppen.

Ein Kommentar von Annett Meiritz

Die Bundesregierung stempelt immer mehr Ländern das Prädikat „sehr gut“ auf – auch wenn dort nachweislich gefoltert, verfolgt, getötet wird. Am Freitag hat der Bundestag beschlossen, jetzt auch Algerien, Marokko und Tunesien in die Liste sogenannter sicherer Herkunftsstaaten aufzunehmen. Insgesamt sollen es damit bald elf Staaten sein, die aus Sicht Deutschlands als sicher gelten.

Im Juni muss noch der Bundesrat zustimmen. Geht das Gesetz durch die Länderkammer, werden Asylanträge von Menschen aus den Maghreb-Staaten künftig standardmäßig abgelehnt. Kann ein Nordafrikaner nicht beweisen, dass er politisch verfolgt wird, hat sein Antrag keine Chance.

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17. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Bulgarien: „Bürgerwehr“ macht Jagd auf Flüchtlinge · Kategorien: Balkanroute, Bulgarien

Quelle: Bild Video-Reportage

Bulgarische Schlägertrupps jagen Flüchtlinge

Von PAUL RONZHEIMER und ANDREAS THELEN (Fotos)

Sofia – Die bulgarischen Flüchtlingsjäger sehen auf den ersten Blick aus wie die russischen „grünen Männchen“, die vor zwei Jahren die Krim überfielen. Yuri (32), Iwan (28) und Dano (34) tragen Tarnanzüge, Masken und Kampfstiefel. Sie laufen „Streife“ im Strandscha-Gebirge an der bulgarisch-türkischen Grenze.

Sie suchen „Invasoren“ – Flüchtlinge nennen sie die Menschen nie.

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15. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „BKA-Zahlen: 45 Brandanschläge auf Asylbewerberunterkünfte seit Jahresbeginn“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Das Bundeskriminalamt zeigt sich angesichts der Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte besorgt – 45 waren es in diesem Jahr schon. Die Qualität der Gewalt steige.

Fast zehn Anschläge pro Monat: Seit Beginn des Jahres haben 45 Flüchtlingsunterkünfte gebrannt. Die Zahl nannte der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, laut einem Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Uns bereitet vor allem Sorge, dass die Qualität der Gewalt steigt“, sagte Münch.

Die Täter seien überwiegend männlich und fast 80 Prozent kämen aus dem Ort, an dem auch die Straftat verübt wurde. Aktuell gebe es keine Erkenntnisse zu überregionalen rechtsextremistischen Strukturen, die gezielt Anschläge auf Flüchtlinge organisieren.

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14. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Deutschland arbeitet beim Grenzschutz mit Sudan und Eritrea zusammen“ · Kategorien: Afrika, Deutschland · Tags:

Quelle: DW

Die staatliche Entwicklungsorganisation GIZ soll nach Medienberichten ein brisantes Grenzschutzprojekt unter anderem in Eritrea und Sudan leiten – ungeachtet der prekären Menschenrechtslage dort.

Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Sudan und Eritrea ist offiziell wegen Menschenrechtsverstößen ausgesetzt – eigentlich. Doch nach Recherchen des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes ARD und des Magazins „Der Spiegel“ koordiniert die staatliche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Grenzschutzprojekt unter anderem in Eritrea und dem Sudan, durch den eine der wichtigsten Flüchtlingsrouten Afrikas verläuft.

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