25. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Räumung des Flüchtlingslagers Idomeni: Nichts außer einem gleichgültigen Himmel“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Spiegel Online

Die Flüchtlinge sind an allem schuld – so läuft die Diskussion. Sogar an den Missständen in einem Camp, in dem sie nicht sein wollten und nichts hatten. Was also war dieses Camp? Ein Nachruf.

Aus Idomeni berichtet Georg Diez

Müde, sagt er, endlos müde sei er. Er ist vielleicht Mitte 20 und schaut aus wie Mitte 40. Vor fünf Monaten ist Muammar in Libyen aufgebrochen. Nun ist er am Ende seiner Reise angekommen. In Griechenland, mitten in Europa, am Rande der Welt.

Er ist mit seinen drei Freunden unterwegs. Gemeinsam haben sie noch einmal versucht, die Grenze zu Mazedonien zu überwinden. Sie haben im Wald geschlafen, sie sind weit gelaufen. Sie sind gescheitert.

Sie sind auf dem Weg zurück ins Camp. Aber das Camp gibt es nicht mehr.

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24. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Updates from the eviction in Idomeni · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Moving Europe

As journalists and indepedent observers are not let into the area of the camp in Idomeni, on this site we are constantly collecting observations and information which residents of the camp send to us.

07.30: The police operation has started. Thousands of refugees woke up today surrounded by thousands of police officers.

08:00: Being afraid of the police, friends decided to take a taxi and leave, but were said that they won’t let anyone in or out on their own. For now the situation seems to be quite quiet. Some families have decided to leave by the official buses. Noneheless some re-affirm their will to stay and are being threatened by police. […]

24. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Libyen: Eunavfor Med Ausweitung – Beschluss im Wortlaut · Kategorien: Europa, Libyen · Tags:

Quelle: European Council

Council conclusions on EUNAVFOR MED operation Sophia

„[…] the Council agrees to extend the mandate of EUNAVFOR MED Operation Sophia by one year and, while retaining the focus on its core mandate, to add two further supporting tasks:

  • capacity building and training of, and information sharing with, the Libyan Coastguard and Navy, based on a request by the legitimate Libyan authorities taking into account the need for Libyan ownership;
  • contributing to information sharing, as well as implementation of the UN arms embargo on the High Seas off the coast of Libya on the basis of a new UNSC Resolution. […]“

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siehe auch: Telepolis

EU weitet Kampf gegen Schleuser vor Libyens Küste aus

Außenminister beschließen heute neue Maßnahmen im Mittelmeer. Küstenwache und Sicherheitskräfte sollen ausgebildet werden

Harald Neuber

Die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten beschließen heute bei ihren Beratungen in Brüssel die Ausweitung der Marine-Mission „Sophia“ im Mittelmeer. Das Mandat für diesen Einsatz soll um ein Jahr verlängert werden, zudem sollen neue Aufgaben hinzukommen. Geplant sind demnach die Ausbildung der Küstenwache von Libyen und die Überwachung eines UN-Waffenembargos. So sollen Lieferungen an die Terrormiliz „Islamischer Staat“ verhindert werden.

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24. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Polizei räumt Flüchtlingslager in Idomeni“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien · Tags:

Quelle: Süddeutsche Zeitung

  • Etwa 9000 Flüchtlinge leben noch in dem improvisierten Lager an der griechisch-mazedonischen Grenze.
  • Die Räumung könnte bis zu zehn Tage dauern.
  • Trotz der Unterstützung von Hilfsorganisationen hatte sich die Lage in Idomeni zuletzt verschlechtert.

Die griechischen Behörden haben mit der Räumung des Lagers von Idomeni begonnen. Einheiten der Bereitschaftspolizei sperrten am frühen Dienstagmorgen das Lager weiträumig ab. Ein Hubschrauber überflog die Region. „Wir dürfen nicht ins Lager. Ich sehe mehrere Busse der Bereitschaftspolizei, die in die Richtung des Lagers fahren“, sagte ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur. Auch das staatliche Fernsehen (ERT) bestätigte unter Berufung auf Polizeiquellen den Beginn der Räumung. Offiziellen Informationen zufolge sollen 1400 Beamte im Einsatz sein.

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24. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Marine-Mission im Mittelmeer: EU beschließt Ausweitung von „Sophia“ · Kategorien: Europa, Libyen, Mittelmeerroute

Quelle: ARD Tagesschau

Die EU-Außenminister haben eine Ausweitung der Mittelmeermission „Sophia“ beschlossen. EU-Soldaten sollen künftig auch Hilfe beim Wiederaufbau einer libyschen Küstenwache und Marine leisten. So soll auch die illegale Migration nach Europa verhindert werden.

Von Kai Küstner, ARD-Studio Brüssel

Auf den Schultern von „Sophia“ wird künftig mehr Verantwortung lasten – die EU hat ihre Marinemission im Mittelmeer nämlich nicht nur um ein Jahr verlängert, sondern diese gleichzeitig auch verbreitert. Einer der zusätzlichen Aufträge für den europäischen Flottenverband lautet: Er soll der neuen, noch so wackligen Regierung in Libyen helfen, ihre Gewässer selbst besser schützen zu können. Sprich: Die EU soll mit dazu beitragen, dass eine Küstenwache aufgebaut wird.

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23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Kritik an Räumung Idomeni · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: medico international

„Bankrotterklärung der europäischen Flüchtlingspolitik“

Die sozialmedizinische Hilfsorganisation medico international kritisiert die geplante Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni. Der Zugang für Hilfe wurde bereits stark eingeschränkt und die Lieferung von Lebensmitteln wird unterbunden.

Nach Vor-Ort-Recherchen des medico-Partners Projekt MovingEurope sind die angebotenen Ausweichlager jedoch keine Alternative. Die Zustände sind dort teilweise noch schlechter als in Idomeni.

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23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Afrika: Euros oder Exodus“ · Kategorien: Afrika, Europa

Quelle: Süddeutsche Zeitung

  • Immer mehr afrikanische Staaten verlangen Geld von Europa, um Flüchtlinge von der Weiterreise abzuhalten.
  • Die Forderungen sind einerseits nachvollziehbar. Andererseits werden sich nach jedem milliardenschweren Abkommen weitere Länder melden.
  • Finanziell könnten die Drohgebärden die EU an ihre Grenzen bringen. Außerdem stellt die Kooperation mit autoritären Staaten die Wertegemeinschaft auf die Probe.

Von Oliver Meiler, Isabel Pfaff und Tobias Zick

Die drittgrößte Stadt Kenias versteckt sich in der Halbwüste, in einer weiten Landschaft aus Sand, Staub und dornigen Akazien. Knapp 80 Kilometer vor der Grenze zu Somalia, die de facto nur ein mit dem Lineal gezogener Gedanke ist, tauchen sie plötzlich auf: Wassertürme, weiße und ehemals weiße Zeltdächer, aus Zweigen gewundene Zäune.

Fährt man in die immer dichter werdenden Siedlungen hinein, trifft man auf all das, was auf den ersten Blick zu einer durchschnittlichen afrikanischen Stadt dazugehört: Marktstände, Handygeschäfte, Werkstätten – und Unterkünfte, die mit provisorischen Notunterkünften nichts mehr zu tun haben.

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23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Polizei rückt in Idomeni zur Räumung aus“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Frankfurter Rundschau

Das Flüchtlingslager in Idomeni steht kurz vor der Räumung durch die griechische Polizei. Idomeni steht für das Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik.

Sondereinheiten der griechischen Bereitschaftspolizei haben sich am Montag auf den Weg in den nordgriechischen Grenzort Idomeni gemacht. Sie sollen bei der Räumung des wilden Flüchtlingslagers an der mazedonischen Grenze helfen. Wie genau die Aktion vor sich gehen soll, war zunächst nicht bekannt. «Wir werden jedenfalls nicht die Kavallerie ins Lager galoppieren lassen oder eine Art Säuberungsaktion starten», sagte der Sprecher des griechischen Stabes für die Flüchtlingskrise, Giorgos Kyritsis, der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

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23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Idomeni: Eviction on early Tuesday morning? · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien

Quelle: Moving Europe

Since heavy clash’s between the Greek police and inhabitants of the make shift camp of Idomeni have erupted and most of the people had to experience police violence by tear gas1. Idomeni hasn’t become calm. Meanwhile on the weekend intense rain transformed the camp in a mud place again2, supporting structures got more and more limited access to the camp. Cars have been stopped, frisked and volunteers have been taken to police stations for several hours.

In the night to Monday, several sources were reporting about massive police force movements towards Idomeni in order to be ready for an upcoming eviction. According to media sources, it is highly likable that police is going to start the eviction on early Tuesday morning3. Due to high pressure from the opposition and the latest heavy clashes in Idomeni, the government changed their mind on waiting for a volunteering closure of the camp. The police is hoping for a non-violent eviction, which is in the eyes of Moving-Europe nearly impossible since tension is high and frustration about the desperation which the Greek and European authority’s forced the inhabitants of Idomeni camp in is high. Members of supporting structures in and around Idomeni expressed to us their concerns about the physical and psychological conditions for the people if they going to be confronted with massive police and military forces. “It is insane to conduct an eviction at the moment. There are hundreds of family’s, thousands of children and many people in bad physical conditions, this will create enormous damage and raise frustration even more”. Referring to the current developments with the agreement between Turkey and the EU which seems to be at a crossroads4, she adds: “Everything is unsure at the moment, we can’t understand why the authority is creating facts when there is everything instable and nothing working as they want”.

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23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Fotoreportage: „Hier leben 1.300 Menschen in ‚Boxen'“ · Kategorien: Deutschland

Quelle: Vice

Flüchtlingsunterkunft Berlin-Tempelhof

Von Grey Hutton & José Féghali

Haidar wartet jetzt sechs Monaten in einer 25 Quadratmeter großen Wohnkabine, die er sich mit drei anderen Menschen teilt. Haidar hatte Glück, manche Menschen müssen sich die gleiche Fläche mit 11 anderen teilen, andere Kabinen sind wiederum nur 12 Quadratmeter groß. Wir befinden uns in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof—einem Gebäude, das 1927 gebaut worden und dann von den Nazis in den 30er Jahren dramatisch vergrößert worden ist. Berühmt ist Tempelhof für seine eindringliche Architektur, die enorme Größe und seine lebenswichtige Rolle für die Menschen in Westberlin während der Luftbrücke. Heute sind dort (laut der Organisation Tamaja, die die Unterkunft in Tempelhof betreibt) 1.300 Menschen untergebracht, die auf einen dauerhaften Bleibeort und eine Eingliederung in die Gesellschaft warten. Es ist laut Tamaja die größte Flüchtlingsunterkunft in Berlin und rein theoretisch nur als temporäre Zwischenstation gedacht, an der Menschen nicht länger als sechs Wochen bleiben sollten. Da freier Wohnraum momentan allerdings knapp ist, leben viele, mit denen wir gesprochen haben, schon seit mehr als sechs Monaten dort.

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