24. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Hunderttausende sollen in Libyen auf Flucht nach Europa warten“ · Kategorien: Afrika, Libyen

Quelle: derStandard

Le Drian: Bildung einer Regierung der nationalen Einheit dringend notwendig

Paris/Tripolis – In Libyen warten rund 800.000 Migranten auf die Weiterreise nach Europa. Das erklärte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Donnerstag vor Journalisten in Paris, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Zunächst sprach Le Drian von „hunderttausenden“ in Libyen gestrandeten Flüchtlingen. Auf die Frage eines Journalisten, der wissen wollte, ob eine Schätzung von 800.000 Personen realistisch sei, antwortete der Minister, dass es sich dabei um eine „in etwa angemessene Zahl“ handle.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach vergangene Woche von fast 500.000 Vertriebenen, die von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa flüchten könnten.

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23. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge machen auch Marokko selbstbewusster“ · Kategorien: Marokko, Sahara

Quelle: Telepolis

Das autokratische Königreich lässt wie die Türkei die Muskeln spielen und wirft sogar Mitarbeiter der UN-Friedensmission aus dem Land


Ralf Streck

Marokko weiß, dass die EU-Flüchtlingspolitik das Land in eine neue Lage bringt, da mit dem Türkei-Deal davon ausgegangen wird, dass die Bedeutung Marokkos durch Verschiebung von Fluchtrouten bei der Abschottung zunimmt. Auch die neuen Terroranschläge in Brüssel werden das Selbstbewusstsein des Landes steigern, da es auch in die Bekämpfung islamistischen Terrors eingebunden ist.

Dass Marokko seine Interessen immer offener vertritt, zeigte sich kürzlich sehr deutlich. Mit dem IKEA-Boykott zwang es sogar Schweden in die Knie. Denn das nordeuropäische Land erkannte die Demokratische Arabische Republik Sahara (DARS) doch nicht wie geplant als erstes EU-Land an. Dagegen hatte sich Marokko gestemmt, das die Westsahara seit 1975 völkerrechtswidrig besetzt hält.

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21. März 2016 · Kommentare deaktiviert für „Marokko wird dringend als Grenzwächter gebraucht“ · Kategorien: Marokko, Mauretanien, Mittelmeer, Spanien

Quelle: Die Welt

Nach der Schließung des Balkans könnten Menschenhändler die alte Schmugglerroute am westlichen Mittelmeer reaktivieren. Jetzt hängt alles vom nordafrikanischen Königreich ab. Sonst droht ein Desaster.

Schon von Weitem erkennt man die meterdicken, gut erhaltenen Festungsmauern aus dem 16. Jahrhundert. In der verwinkelten Altstadt steht eine barocke Kathedrale mit einem Vorplatz voller Palmen, der Sandstrand mit Restaurants und Kinderspielplatz ist nur fünf Minuten entfernt. Auf den ersten Blick sieht es hier in Ceuta aus wie in einem der vielen anderen spanischen Küstenorte. Doch das trügt: Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko liegen an der gegenüberliegenden Seite des Mittelmeeres auf dem afrikanischen Kontinent. Die Städte, mit jeweils etwa 80.000 Einwohnern, gehören nicht zum Schengen-Raum. Trotzdem sind sie natürlich ein Stück Europa im äußersten Norden Afrikas und damit der große Anziehungspunkt für Tausende von Flüchtlingen.

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12. März 2016 · Kommentare deaktiviert für Neuerscheinung Dossier „Flucht und Migration – Afrikanische Perspektiven“ · Kategorien: Afrika, Lesetipps

Quelle: AfricAvenir

dossier17 titelbildSlowenien, Serbien, Kroatien und Mazedonien schließen ihre Grenzen, die AfD erzielt bei den Kommunalwahlen in Hessen zum Teil mehr als 15% der Stimmen und wird damit mancherorts drittstärkste Kraft, erneut sterben Menschen bei einem Bootsunglück in der Ägäis und die Zustände im Lager Idomeni verschlechtern sich weiter drastisch. Das sind nur einige der wichtigsten Nachrichten zum Thema Flucht der letzten sieben Tage. Hinzu kommen die täglichen Nachrichten über rassistische Ausschreitungen gegenüber Geflüchteten wie zuletzt in Clausnitz, Heidenau oder Salzhemmendorf sowie die andauernden Aktionen von Pegida und deren Ablegern.

Obwohl das Thema Flucht und Migration zum Hauptthema aktueller gesellschaftlicher und politischer Debatten geworden ist, werden tatsächliche Fluchtursachen jedoch nur selten thematisiert. Deutsche Waffenexporte, westliche Rohstoffpolitik, globale Umweltzerstörung – Europa trägt Mitverantwortung dafür, dass viele Menschen in Afrika ihre Länder verlassen müssen. Doch diese Zusammenhänge werden im oft einseitig und ahistorisch geprägten europäischen Diskurs um Flucht und Migration kaum reflektiert.

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26. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für Sahara, Zentrales Mittelmeer: Studie gegen kommerzielle Fluchthilfe · Kategorien: Alarm Phone, Eritrea, Hintergrund, Italien, Libyen · Tags:

Im Rahmen des sogenannten Khartoum-Prozesses, mit dem die EU die Staaten Ostafrikas in die Fahndung gegen kommerzielle Fluchthelfer am Horn von Afrika, in Libyen und über das Zentrale Mittelmeer einzubinden versucht, ist im Februar 2016 eine Studie erschienen: „Human Trafficking and Smuggling on the Horn of Africa-Central Mediterranean Route“ (Sahan Foundation and IGAD Security Sector Program (ISSP)).

Es ist das Ergebnis der Zusammenarbeit der italienischen Staatsanwaltschaften mit Polizeien und Militärs Eritreas und Sudans. Es wird ersichtlich, dass die italienischen Staatsanwaltschaften vor allem mit Verhören von Überlebenden der Schiffskatastrophen im Zentralen Mittelmeer seit Oktober 2013 arbeiten.

Ein wichtiges Ermittlungsinstrument sind die beschlagnahmten Handys von Überlebenden, zahlreiche Handy-Fotos und Spitznamen von Beschuldigten sind abgedruckt. Die Ermittlungen gehen wie seit den 1990er Jahren absurderweise davon aus, dass es „key persons and entities“ des „Menschenschmuggels“ gebe, die die Polizei oder das Militär nur auszuschalten brauche, um Flucht und Migration zu stoppen.

Im Vergleich zur Bekämpfung der kommerziellen Fluchthilfe als „Organisierte Kriminalität“ in den 1990er Jahren ist der Grad der Realitätsfremdheit enorm gewachsen: Ermittelt wird gegen kommerzielle Fluchthelfer wegen der Schiffskatastrophen seit Oktober 2013 – die Boat-people ertranken und ertrinken hingegen wegen unterlassener Hilfeleistung, fehlender Seenotrettung und Abschottungen der EU-Staaten.

Die Studie erscheint in der Kooperation von EU-Abschottungseinrichtungen mit afrikanischen Polizeien, die nach der Studie selbst in erheblichem Masse an der kommerziellen Fluchthilfe beteiligt sind.

Quelle: ISSP Sahan HST Report

22. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Israel: Knast oder Ausreise“ · Kategorien: Afrika, Israel · Tags: , ,

Quelle: Zeit Online

Israels Umgang mit afrikanischen Zuwanderern zeigt, wohin eine Flüchtlingspolitik führt, die auf Abschottung setzt.

Ein Gastbeitrag von Yarden Skop

Mit gerade mal 21 Jahren ist Brahane Tesfay bereits aus zwei verschiedenen Ländern geflohen. Seit einigen Monaten lebt er in einem kleinen Dorf in Norddeutschland und wartet darauf, dass die Behörden über seinen Asylantrag entscheiden. Erstmals seit sechs Jahren fühle er sich wieder sicher, erzählt er. In seiner Heimat Eritrea sei das nicht so gewesen. Und auch nicht in dem Land, in das er zunächst geflohen war: Israel.

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11. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für El Gobierno confirma que otras siete personas fallecieron en la travesía de la patera rescatada el domingo · Kategorien: Mauretanien, Mittelmeer, Spanien · Tags: ,

Quelle: El Diario

  • El delegado del Gobierno en Canarias señala que según los testimonios de los inmigrantes la embarcación partió con 49 personas, de las que sobrevivieron 42, una de las cuales falleció en Gran Canaria
  • Cuatro ambulancias trasladaron a 12 inmigrantes que se encontraban en situación más grave a los hospitales, pero los 14 tripulantes que también estuvieron ingresados fueron trasladados en guagua

El delegado del Gobierno en Canarias, Enrique Hernández Bento, ha confirmado que, según los testimonios de los propios inmigrantes, siete de las 49 personas que partieron desde Cabo Bojador el 2 de febrero fallecieron durante el trayecto antes de que la embarcación fuera rescatada el pasado domingo, día 7, con 42 personas a bordo.

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08. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für „Migranten als Ware: Wo Europas und Afrikas Interessen kollidieren“ · Kategorien: Afrika, Europa · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Die Stadt Agadez im Niger ist für viele die Kreuzung in ein vermeintlich besseres Leben. Von hier aus lassen sich viele Migranten an die nordafrikanische Mittelmeerküste bringen, um nach Europa zu kommen. Die Fahrt durch die Wüste ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer. Die Geschäfte der Schlepper blühen.

Von Jens Borchers

In Agadez gibt es einen Aussichtspunkt. Das ist der Aussichtsturm am Hotel des Friedens, mitten in der Wüstenstadt gelegen. Agadez von oben: wenige asphaltierte Straßen. Auf den meisten Sandwegen wirbeln Staubwolken, die vom permanenten Wind aus der Wüste durch die Stadt geweht werden. Das sandfarbene Minarett der alten Moschee ragt aus den Beige-Tönen der Häuser heraus. 27 Meter hoch, aus Lehmziegeln gemauert, vor fast 500 Jahre gebaut. Drumherum die Altstadt.

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07. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für Algerien: 500 Richtung Niger abgeschoben · Kategorien: Algerien, Sahara · Tags:

Quelle: El Watan

Oran : 500 Nigériens seront rapatriés

Près de 500 ressortissants nigériens seront transférés, ce matin, du centre de transit de Bir El Djir (Oran) vers la wilaya de Tamanrasset avant de quitter l’Algérie à destination de leur pays.

Selon la protection civile, dès la matinée d’hier, les membres de la cellule (composée des représentants de la direction de l’Action Sociale, du Croisant rouge, de la Santé, de la protection civile, de la sureté et de la gendarmerie) installée à cet effet, étaient à pied d’œuvre pour regrouper ces ressortissants au niveau du centre de transit.

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01. Februar 2016 · Kommentare deaktiviert für „Frontex publishes Africa-Frontex Intelligence Community (AFIC) Report“ · Kategorien: Afrika, Lesetipps · Tags:

Quelle: Frontex

The 2015 Africa-Frontex Intelligence Community (AFIC) Joint Report analyses the irregular migratory movements affecting AFIC countries and EU Member States, cross-border criminality and provides an overview of the main regional security threats affecting the countries in the community.

Sub-Saharan Africans are the single largest group detected for illegal border-crossing on the Central Mediterranean route towards the EU. The top five nationalities among AFIC country nationals are Nigerians, Gambians, Senegalese, Malians and Ghanaians.

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