23. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Afrika: Euros oder Exodus“ · Kategorien: Afrika, Europa

Quelle: Süddeutsche Zeitung

  • Immer mehr afrikanische Staaten verlangen Geld von Europa, um Flüchtlinge von der Weiterreise abzuhalten.
  • Die Forderungen sind einerseits nachvollziehbar. Andererseits werden sich nach jedem milliardenschweren Abkommen weitere Länder melden.
  • Finanziell könnten die Drohgebärden die EU an ihre Grenzen bringen. Außerdem stellt die Kooperation mit autoritären Staaten die Wertegemeinschaft auf die Probe.

Von Oliver Meiler, Isabel Pfaff und Tobias Zick

Die drittgrößte Stadt Kenias versteckt sich in der Halbwüste, in einer weiten Landschaft aus Sand, Staub und dornigen Akazien. Knapp 80 Kilometer vor der Grenze zu Somalia, die de facto nur ein mit dem Lineal gezogener Gedanke ist, tauchen sie plötzlich auf: Wassertürme, weiße und ehemals weiße Zeltdächer, aus Zweigen gewundene Zäune.

Fährt man in die immer dichter werdenden Siedlungen hinein, trifft man auf all das, was auf den ersten Blick zu einer durchschnittlichen afrikanischen Stadt dazugehört: Marktstände, Handygeschäfte, Werkstätten – und Unterkünfte, die mit provisorischen Notunterkünften nichts mehr zu tun haben.

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19. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Kenia will hunderttausende Flüchtlinge aus Somalia abschieben“ · Kategorien: Afrika · Tags:

Quelle: Telepolis

Das weltweit größte Flüchtlingslager soll geschlossen und eine Grenzmauer zu Somalia gebaut werden, Vorbild der geplanten Maßnahmen ist Europa

Florian Rötzer

Vor wenigen Tagen hat die kenianische Regierung angekündigt, die wohl genau beobachtet hat, wie Europa auf die Flüchtlingskrise reagiert hat, dass die Aufnahme und Beherbergung von Flüchtlingen aufgrund von Sicherheitsinteressen zu einem Ende kommen müsse. „Die Botschaft ist klar“, sagte Karanja Kibicho, Staatssekretär im kenianischen Innenministerium. „Wir schließen die Lager und werden keine Flüchtlinge mehr im Land aufnehmen.“

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18. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Afrika: Europa ist nicht das Zentrum der Flüchtlingskrise“ · Kategorien: Afrika

Quelle: Zeit Online

Flüchtlinge gehören in Afrika zum Alltag. Obwohl die Not oft groß ist, sind die Binnengrenzen auf dem Kontinent für Schutzbedürftige offener als in der EU.

Ein Gastbeitrag von Joël Glasman und Hanno Brankamp

Die Zukunft liegt in Afrika„, schrieb der Soziologe Trutz von Trotha in der ZEIT. Das war im Jahr 2000 und viele Leser reagierten mit Skepsis. Doch von Trotha war kein Utopist. Entgegen der verbreiteten Annahme, dass Afrika in der Vergangenheit verharre, argumentierte der Siegener Professor, dass der Kontinent ein Laboratorium für neue Gesellschaftsformen sei. Einige der sozialen Phänomene, die sich heute in Afrika beobachten ließen, würden bald auch auf anderen Kontinenten zu sehen sein.

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14. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für „Deutschland arbeitet beim Grenzschutz mit Sudan und Eritrea zusammen“ · Kategorien: Afrika, Deutschland · Tags:

Quelle: DW

Die staatliche Entwicklungsorganisation GIZ soll nach Medienberichten ein brisantes Grenzschutzprojekt unter anderem in Eritrea und Sudan leiten – ungeachtet der prekären Menschenrechtslage dort.

Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Sudan und Eritrea ist offiziell wegen Menschenrechtsverstößen ausgesetzt – eigentlich. Doch nach Recherchen des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes ARD und des Magazins „Der Spiegel“ koordiniert die staatliche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Grenzschutzprojekt unter anderem in Eritrea und dem Sudan, durch den eine der wichtigsten Flüchtlingsrouten Afrikas verläuft.

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13. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für IOM: Niger Opens Migrant Information Office in Agadez · Kategorien: Sahara · Tags:

Niger – IOM Niger has inaugurated a migrant information office in the town of Agadez in the Sahara, a hub for West African migrants travelling to Libya, Algeria and Europe.  The office was formally opened by IOM Council Chair Ambassador Bertrand De Crombrugghe of Belgium.

The office will provide information and counselling to potential migrants, migrants in transit and returnees to Niger. The initiative is part of IOM’s Migrant Resource and Response Mechanism (MRRM) and is funded by the European Union and UK DFID.

It aims to improve migrants’ understanding of the risks and dangers associated with irregular migration and how to migrate in a safer and regular way. It also points migrants towards available legal migration channels and educates them on their rights and obligations, as well as those of States. It can also provide direct assistance. This week it identified and assisted a victim of trafficking from Nigeria.

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05. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Afrika: Verloren im Transitland Niger · Kategorien: Afrika, Europa

Quelle: DW

Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs sind gemeinsam unterwegs – in Mali und Niger. Wegen Terror und Gewalt steigt dort erneut die Zahl der Flüchtlinge, die illegal nach Europa wollen.

Aus Niamey Dagmar Engel.

Wenn die Außenminister Deutschlands und Frankreichs nach Afrika fahren, geht es um – Europa. In Niamey, der Hauptstadt Nigers, der letzten Station ihrer gemeinsamen Reise, handeln Jean-Marc Ayrault und Frank-Walter Steinmeier sogar explizit als Europäer – sie sind unterwegs im Auftrag der Außenbeauftragten der EU, Federica Mogherini. Gemeinsam mit ihrem nigrischen Amtskollegen, Ibrahim Yacoubou, geben sie eine offizielle Erklärung von Niger und EU heraus – in der Nachfolge des EU-Afrika-Gipfels in Malta im November vergangenen Jahres.

Transitland Niger: 90 Prozent der afrikanischen Flüchtlinge, die über Libyen illegal nach Europa einreisen wollen, nehmen den Weg über den Niger, die meisten über Agadez ganz im Norden des Landes. Anfang April waren es 5.000 pro Woche, mittlerweile sind es wegen der besseren Witterungsbedingungen rund 11.000 Menschen.

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03. Mai 2016 · Kommentare deaktiviert für Niger demands 1billion euros to stop illegal migration · Kategorien: Sahara

Quelle: Nigeria Today

Niger demands 1billion euros to stop illegal migration

Niger, a major transit country for Africans seeking to reach the EU, told foreign ministers visiting from Europe on Tuesday it needs 1 billion euros to combat illegal migration. As many as 150,000 migrants, most coming from other West African nations, will travel through Niger this year, crossing the Sahara Desert on their way to the Mediterranean coast, according to the International Organisation for Migration (IOM). A vast landlocked country, Niger borders Nigeria in the south and Libya to north – from whose coast many migrants set off on the perilous sea journey to EU members Italy or Malta.

16. April 2016 · Kommentare deaktiviert für Mauretanien, Mali: Neues Grenzregime – IOM und Japan · Kategorien: Mali, Mauretanien · Tags:

Quelle: West Africa Wire

IOM organizes border-security training with Mali, Mauritania

The International Office of Migration (IOM) began a 10-day training in Mauritania aimed at enhancing the capacity of Mauritania and Mali to control their borders.

The workshop is being funded by the Japanese government, which manages IOM.

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14. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „Geheime Dokumente aufgetaucht: EU plant wohl Kooperation mit afrikanischen Despoten“ · Kategorien: Afrika, Europa · Tags: ,

Quelle: T-online

Bereits der EU-Türkei-Deal wird aufgrund der Menschenrechtslage am Bosporus scharf kritisiert, doch die Europäische Union ist in der Flüchtlingskrise wohl bereit, noch viel weiter zu gehen: Offenbar plant sie eine weitgehende Kooperation mit afrikanischen Despoten.

Die Pläne, die der Redaktion von „Monitor“ angeblich vorliegen, sollten „unter keinen Umständen in die Öffentlichkeit gelangen“, heißt es auf „tagesschau.de“.

Die EU will wohl mit ostafrikanischen Machthabern über Rückführung von Flüchtlingen verhandeln. Demnach schlagen die Europäische Kommission und der Auswärtige Dienst der EU eine konkrete Zusammenarbeit mit den Machthabern in Eritrea, Sudan, Äthopien und Somalia vor.

Ende März wurde das Vorhaben offenbar in einer Sitzung der EU-Botschafter besprochen. Im Protokoll dieser Sitzung steht dem „tagesschau.de“-Bericht zufolge, dass die Vorschläge „auf keinen Fall in die Öffentlichkeit gelangen dürfen“.

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06. April 2016 · Kommentare deaktiviert für „De Maizière will Türkei-Deal in Nordafrika kopieren“ · Kategorien: Afrika, Deutschland, Italien, Libyen, Österreich

Quelle: Zeit Online

Der Bundesinnenminister will Abkommen über die Rücknahme von Flüchtlingen auch mit Ländern Nordafrikas schließen. Dafür soll die EU Menschen von dort direkt aufnehmen.

Die Europäische Union (EU) soll nach Vorstellung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auch mit nordafrikanischen Staaten über Abschiebeabkommen nach dem Vorbild des EU-Türkei-Deals verhandeln. „Wir werden auf Sicht gesehen über Modelle zu diskutieren haben, ähnlich wie wir sie mit der Türkei praktiziert haben“, sagte de Maizière in Wien.

Der Mechanismus soll dabei praktisch übernommen werden. Die Vereinbarungen würden die Abschiebungen in die entsprechenden Staaten und im Gegenzug die Aufnahme „humanitärer Kontingente“ in die EU bedeuten, sagte de Maizière. „Diese Methode ist richtig, die sollten wir auch für die zentrale Mittelmeer-Route von Nordafrika aus über Italien anwenden.“

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