+++ Tag X – Asylrechtsverschärfung stoppen! +++ 10.6. in Strasbourg: Ein Boot für das EU-Parlament +++ 12.6. in Hamburg: Veranstaltung zu Arbeit und Migration +++ 13.6.: Demo für Projekt Shelter in Frankfurt sowie Demos in Italien +++ 14.6. in Frankfurt: Netzwerktreffen zu Fähren statt Frontex +++ Ab 15.6.: Internationale Aktionswoche gegen Abschiebeknäste +++ 19. – 21.6. in Berlin: Konferenz von Women in Exile +++ 20.6. in Berlin: Großdemo Blockupy and more – Europa anders machen +++ 24.6. in Mainz: Demo gegen IMK +++ 30.6. in Essen: Demo gegen European Homecare und für Bewegungsfreiheit +++ Rückblicke: Anti Frontex Tage in Warschau, Ohlauer Schule bleibt, Büren +++ Ausblicke: Freedom Ferry am 6.9. aus Tunesien, Social Transnational Strike – Konferenz vom 2. – 4.10. +++
Quelle: Telepolis Heise Online
von Kurt Gritsch
Die ökonomische Situation im Kosovo ist katastrophal – ein Zustand, für den Deutschland mitverantwortlich ist
Weil ihnen legale Einwanderungsmöglichkeiten verwehrt sind, stellen viele Kosovaren einen Antrag auf Asyl. Und obwohl dieser meistens zu Recht abgelehnt wird, sind die Migrationsgründe mehr als gerechtfertigt, denn die ökonomische Situation im Kosovo ist katastrophal. Doch die Folgen einer verfehlten Kosovo-Politik will nun keiner tragen.
Zehntausende Kosovo-Flüchtlinge 2015
Anfangs 2015 geriet der Kosovo wieder einmal in den Fokus westlicher Medien – diesmal, weil die Anzahl der Asylgesuche sprunghaft angestiegen waren. Doch während aus Syrien, Lybien, Eritrea oder Nigeria Menschen vor Kriegshandlungen flohen, kamen aus dem Kosovo „nur“ Wirtschaftsflüchtlinge. Und diese „sollen draußen bleiben“, meinte Roland Tichy in der Bild am Sonntag am 15. Februar 2015, wenngleich er einräumen musste, dass die Ursachen der Migration in Armut und Perspektivlosigkeit liegen und es „nicht verwerflich [ist], wenn jemand vor Not und Elend flieht.“[1]
Quelle: Spiegel Online
Die Lage ist dramatisch: Die Flüchtlingsunterkünfte auf den griechischen Inseln Kos, Samos oder Lesbos sind völlig überfüllt, die Behörden sind überfordert – und immer noch kommen Tausende Migranten an.
Die griechische Küstenwache hat in der Ägäis mehr als 1300 Flüchtlinge innerhalb der vergangenen zwei Tage aufgegriffen. Allein auf der Insel Lesbos kamen nach offiziellen Angaben mehr als 700 Menschen an. Die Lage sei Berichten der örtlichen Medien zufolge dramatisch – die Flüchtlinge können längst nicht mehr untergebracht werden.
Quelle: FAZ
Deutschland und Europa müssten in der Flüchtlingspolitik grundlegend umdenken, sagt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel. Besonders bei Flüchtlingen aus Syrien sei die Not offenkundig. Nun seien neue, legale Zugangswege gefragt.
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat ein grundlegendes Umdenken in der Flüchtlingspolitik in Deutschland und Europa gefordert. „Warum können syrische Flüchtlingsfamilien nicht mit der Fähre nach Europa kommen?“, sagte Gabriel auf einer Konferenz seiner Partei am Donnerstag in Berlin für mehr legale Einreisewege für Asylbewerber. Dazu gehöre auch das Ausstellen humanitärer Visa für Menschen aus den Konfliktregionen.
Quelle: Spiegel Online
Über Ungarn versuchen viele Flüchtlinge nach Europa zu kommen – der Staat hält mit Propaganda dagegen. Am Wochenende hat die ungarische Polizei rund 1400 Flüchtlinge festgenommen.
Obwohl Ungarns rechtsnationale Regierung eine Propagandakampagne gegen Zuwanderer betreibt, sind am Wochenende knapp 1400 Migranten illegal über die Grenze gekommen. Die Polizei hat der ungarischen Nachrichtenagentur MTI zufolge 756 Menschen allein in der südungarischen Stadt Szeged aufgegriffen – dort befindet sich ein Grenzübergang zum benachbarten Serbien.
Quelle: Internazionale
Gwynne Dyer, giornalista
Alla fine dello scorso anno i governi dell’Unione europea, essendosi rifiutati di condividere i costi dell’operazione Mare nostrum con cui la marina italiana aveva tratto in salvo decine di migliaia di rifugiati nel Mediterraneo, l’hanno sostituita con un programma di portata molto minore chiamato Triton. Il suo scopo (anche se non è esattamente così che l’hanno presentato) era di non salvare i rifugiati, perché questi poi si sarebbero riversati nell’Unione europea.
Quelle: De wereld morgen
Bloedstollende reportagereeks over lot vluchtelingen
Dat er zich drama’s afspelen aan de Europese buitengrenzen, daar hoeft stilaan niemand nog van overtuigd te worden. Toch zijn we ons er zelden van bewust hoe tragisch en gruwelijk het lot van vluchtelingen is. Het Amerikaanse nieuwsmagazine Vice probeert daar verandering in te brengen, met een vierdelige reeks die door merg en been gaat.
Thomas Decreus
Volgens het vluchtelingenagentschap van de Verenigde Naties (UNHCR) waren er nooit zoveel mensen op de vlucht als vandaag. In 2013 waren meer dan 51,2 miljoen mensen die hun vaste verblijfplaats verlieten. Het gaat dan zowel om ontheemden in eigen land (33,3 miljoen) als vluchtelingen (16,7 miljoen).
Quelle: Antonio Mazzeo Blog [IT] | [FR]
In Sicilia la centrale Ue per la guerra alle migrazioni mediterranee
Bruxelles estende a 138 miglia nautiche a sud della Sicilia l’area delle operazioni militari e d’intelligence di Frontex, amplia il budget finanziario per il “contenimento” delle imbarcazioni di migranti e istituisce a Catania una centrale mediterranea dell’agenzia per il controllo delle frontiere esterne Ue. “L’area operativa dell’operazione Triton viene estesa così sino a 80 chilometri dalla costa libica ma le unità aeree e navali potranno fare ingresso nelle acque del Paese su richiesta d’intervento per operazioni di soccorso e salvataggio”, ha riferito il direttore esecutivo di Frontex, Fabrice Leggeri. “Il centro di coordinamento di Triton sarà aperto prima possibile a Catania dove le autorità locali ci hanno offerto una sistemazione che i nostri ufficiali hanno trovato idonea. La base regionale di Catania costituisce un progetto pilota, che potrà essere replicato anche in altri Stati membri, e riguarda i cosiddetti hotspot, i centri proposti dalla Commissione dell’Unione europea nella sua Agenda per l’immigrazione dove concentrare gli sbarchi dei migranti e sottoporre questi ultimi a un primo screening. L’idea è di mettere a punto un sistema in cui il porto di sbarco è vicino al centro di prima accoglienza, dove i migranti saranno intervistati ed ospitati per un breve periodo prima di essere trasferiti”. Secondo le primi indiscrezioni sarebbero già cinque gli hotspot individuati in Sicilia (Augusta, Catania, Lampedusa, Porto Empedocle e Pozzallo), mentre i team di Frontex coordineranno le attività di Triton dal centro di Catania in “stretto contatto” con le autorità civili e militari italiane e i funzionari dell’Ufficio di polizia europeo “Europol”, dell’Unità di cooperazione giuridica “Eurojust” e dell’Agenzia europea per l’asilo “Easo”. “La ragione per la quale ho fatto questa proposta all’Italia – spiega Fabrice Leggeri – sta nel bisogno di avere, a livello locale, ufficiali in grado di coordinare e mettere a punto le dimensioni tecniche e logistiche del lavoro per le attività di seconda linea, quelle condotte cioè dagli intervistatori sul campo (screeners e debriefers), che possono individuare migranti con informazioni di intelligence importanti per Europol, impegnata nell’operazione contro i trafficanti Jot Mare o chiedere l’intervento di Easo per i soggetti vulnerabili”.
Quelle: Tagesspiegel
Zivile Seenotrettung für Flüchtlinge
Von Veronica Frenzel
Der Schiffskapitän Klaus Vogel gründet mit einigen Mitstreitern eine zivile europäische Seenotrettung für Flüchtlinge im Mittelmeer. Und er fragt sich: „Warum habe ich diese Idee nicht viel früher gehabt?“
Dass das Mittelmeer kein Urlaubsidyll ist, sondern hochgefährlich, weiß Kapitän Klaus Vogel spätestens, seit er es vor mehr als 30 Jahren als junger Nautiker das erste Mal auf einem schweren Handelsschiff durchquerte. Riesige Wellen rollten damals über den hohen Bug. Er war deshalb entsetzt, als im Herbst die italienische Rettungsaktion Mare Nostrum eingestellt wurde. Sofort dachte er an die Flüchtlinge, die in kleinen Booten auf dem Mittelmeer ihr Leben riskierten.
Quelle: Frankfurter Rundschau
Die Europäische Union muss in der Flüchtlingsfrage umdenken. Denn die jetzige Politik fordert nicht nur Menschenleben, sondern fördert auch die kriminelle Ökonomie.
von Sarah Wagenknecht
Das Mittelmeer ist zu einem Massengrab geworden. Seit dem Schiffsunglück vor Lampedusa im Jahr 2013 haben dort gut 6000 Flüchtlinge den Tod gefunden. Allein im April diesen Jahres sind mehr als tausend Menschen innerhalb weniger Tage ertrunken.
Trotz dieser Flüchtlingstragödien hält die EU unbeirrt an ihrer Abschottungspolitik fest. Bereits im Herbst 2014 wurde das erfolgreiche Seenotrettungsprogramm „Mare Nostrum“ eingestellt, da es laut Innenminister Thomas de Maizière nur Beihilfe zum Schlepperwesen geleistet hat. Nun wird die Festung Europa unter dem Vorwand der Bekämpfung von Schleuserkriminalität noch weiter verstärkt. So hat die EU einen Militäreinsatz beschlossen, mit dem die Boote der Schleuser bereits vor der afrikanischen Küste zerstört werden sollen.