23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingslager Jungle in Calais: Die Auseinandersetzung, die kommt“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: Telepolis

Morgen startet die Evakuierung. Mindestens 6.500 Bewohner sollen binnen einer Woche innerhalb Frankreichs umgesiedelt werden. Aktivisten kündigen Widerstand an

Thomas Pany

Das Problem (Calais: Mauerbau und Abriss des Migrantencamps) ist nicht neu. Schon vor vierzehn Jahren war das Flüchtlingslager Sangatte bei Calais ein „Symbol für die Schwierigkeiten Frankreichs und der EU im Umgang mit den illegalen Einwanderern“, so Martin Schulz im Dezember 2002 gegenüber dem Deutschlandfunk. Seinerzeit war er für Flüchtlingsfragen zuständiger Europaabgeordneter. Das Problem ist geblieben („Hast Du Dich gesehen, Du Affe?“ – Rumble in the Jungle in Calais).

Das Lager wurde 2002 von Innenminister Sarkozy geschlossen und geräumt und später an anderer Stelle in den Wäldern wieder neu aufgebaut. Die ersten Flüchtlinge waren durch den Kosovo-Krieg im Jahr 1998 und 1999 gekommen. 200 zählte man in diesen Jahren. Seither wuchs die Zahl beträchtlich, der erste „Jungle“ wurde 2009 durch den damaligen „Minister für die nationale Identität“ Eric Besson aufgelöst.

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23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Irak, Fotos: Kriegsflüchtlinge – das Leben in den Lagern · Kategorien: Irak · Tags:

Quelle: La Repubblica

Iraq, rifugiati in fuga dalla guerra: la vita nei campi profughi

Arrivano esausti nel campo di accoglienza di Qayyarah. Sfollati in fuga dalla guerra, trovano rifugio nella città irachena situata a sud di Mosul, dove è in corso l’offensiva contro il sedicente Stato islamico. Sono adulti e bambini, giovani e anziani: raggiungono l’area a bordo di camion; chi può, con la propria auto. Nei territori a est di Mosul, roccaforte dei jihadisti, la scena è simile: tanti civili scappano dalle zone del conflitto, stanchi e in cerca di pace

23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingslager im Nordirak: Radio von Frauen für Flüchtlinge“ · Kategorien: Audio, Irak, Medien · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Schon seit zehn Jahren gibt es in Halabja, einem der größten Flüchtlingslager des Nordirak, „Radio Dange NWE“. Der Sender kümmert sich vor allem um Frauenrechte. In drei Sprachen senden dort Radiojournalistinnen täglich acht Stunden Programm. Dafür hat sie die Friedrich-Naumann-Stiftung nun mit einem Preis geehrt.

Von Susanne Lettenbauer

Radio in einem Flüchtlingslager. Im Nordirak, genauer Halabja, Kurdengebiet. Rund zwei Millionen Flüchtlinge leben derzeit in der Stadt, teils in Wohnungen, teils in Zelten. Viele von ihnen kamen in den vergangene Monaten aus Syrien, andere sind seit Jahren innerhalb des Irak auf der Flucht. Viele von ihnen haben keinen Fernseher, aber ein Radiogerät. Und damit hören sie rund um Halabja „Radio Dange NWE“. Ein Programm für Flüchtlinge von Flüchtlingen.

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23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge marschieren von München nach Nürnberg“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: FAZ

Um für ein bedingungsloses Bleiberecht zu demonstrieren, sind 200 Flüchtlinge von München nach Nürnberg marschiert. Nach zwölf Tagen trafen sie dort vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein.

23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „2400 Flüchtlinge aus Mittelmeer gerettet – 14 Tote“ · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags:

Quelle: Reuters

Die italienische Küstenwache hat 2400 Bootsflüchtlinge in Sicherheit gebracht.

In den vergangenen beiden Tagen seien auch 14 Leichen geborgen worden, teilte die Küstenwache am Samstag mit. Allein am Samstag hätte es etwa 20 Einsätze gegeben, um die Flüchtlinge von Schlauchbooten und anderen kleinen Schiffen herunterzuholen. Der Seeweg zwischen Libyen und Italien ist Hilfsorganisationen zufolge zur wichtigsten Route für Flüchtlinge und Migranten auf dem Weg nach Europa geworden. Die Internationale Organisation für Migration geht davon aus, dass seit Anfang diesen Jahres 3100 Menschen die Überfahrt nicht überlebt haben.

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23. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für Debatte EU-Flüchtlingspolitik in Afrika: Europas neuer Umriss · Kategorien: Afrika, Deutschland, Europa · Tags: ,

Quelel: taz | 22.10.2016

Unter Merkels Führung verteidigt die EU neuerdings ihre Außengrenzen tief in Afrika. Das soll die Migration nach Europa radikal stoppen.

Simone Schlindwein

Nur ein Jahr hat die staatliche Willkommenspolitik gegenüber Flüchtlingen gehalten. Jetzt wurde beim EU-Gipfel in Brüssel versucht, die Schotten dichtzumachen. Die zentrale Mittelmeerroute aus Afrika nach Europa soll von der neuen Frontex-Agentur für Grenz- und Küstenwache mit Kriegsschiffen verriegelt, afrikanische Länder verpflichtet werden, „ihre“ Wirtschaftsmigranten zurückzunehmen, und zwar „unter Einsatz aller einschlägigen – auch entwicklungs- und handelspolitischen – Maßnahmen, Instrumente und Hilfsmittel“ – so klingt die neue EU-Politik gegenüber ihrem Nachbarkontinent Afrika.
Wie schon bei der Massenaufnahme von Syrern vor einem Jahr ist Deutschland auch beim Radikalumschwung gegenüber Afrika federführend. „Das Wohl Afrikas liegt im deutschen Interesse“, verkündete Kanzlerin Angela Merkel zum Auftakt ihrer jüngsten Reise. Mali, Niger, Äthiopien – drei Tage jettete sie über den Kontinent. Danach empfing sie in Berlin die Staatschefs von Nigeria und Tschad.

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22. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Das Calais-Syndrom“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: taz

Gibt es in Calais nur xenophobe Wutbürger? Nicht alle Einwohner sind einverstanden mit dem Bild, das von ihnen gezeichnet wird.

CALAIS taz | Am 5. September hatte Calais genug. Gemeinsam mit Lkw-Fahrern, deren Job immer heikler wird durch die Hindernisse, die verzweifelte Flüchtlinge auf die Straßen legen, blockierten Bewohner der Stadt die Zufahrt zum Hafen. Erst wenn der „Jungle“, das inoffizielle Flüchtlingscamp in den Dünen, geräumt sei, wollten sie die Blockade aufgeben. Genau dies haben inzwischen die führenden Politiker in Frankreich zugesagt. Und durch das große Medienaufgebot hat die Welt derweil die Calaiser als xenophobe Wutbürger kennengelernt. Wieder einmal.

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22. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Termin für Räumung des Lagers von Calais steht“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Das umstrittene Lager von Calais wird aufgelöst: Ab Montag sollen die 6500 Flüchtlinge in andere Unterkünfte gebracht werden. Das Innenministerium spricht von einer delikaten Operation.

Der Termin für die Räumung des Lagers von Calais steht fest: Die Bewohner werden ab Montag in andere Unterkünfte gebracht werden. Das gaben die örtliche Präfektur und das Pariser Innenministerium bekannt. Offiziellen Schätzungen zufolge leben derzeit 6500 Menschen in dem Lager, Hilfsorganisationen gehen von mehr Bewohnern aus.

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21. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Angriff auf Flüchtlingsboot im Mittelmeer“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeerroute · Tags: ,

Quelle: nd

Hilfsorganisation »Sea Watch« wollte Menschen von überfülltem Boot retten / Mindestens vier Tote und bis zu 25 Vermisste / Linke und grüne Europaabgeordnete fordern Aufklärung und Schutz für zivile Retter

Rom. Bei einem bewaffneten Angriff auf ein Flüchtlingsboot vor der Küste Libyens sind nach Angaben einer deutschen Hilfsorganisation in der Nacht zum Freitag mindestens vier Menschen getötet worden. 15 bis 25 weitere Flüchtlinge würden noch vermisst, sagte ein Sprecher der Organisation »Sea-Watch« der Nachrichtenagentur AFP in Rom. Demnach kamen die Angreifer mit einem Schiff mit Abzeichen der libyschen Küstenwache in der Nacht zu Freitag zu dem Flüchtlingsboot, von dem die Helfer gerade versuchten, Flüchtlinge zu retten. Sie schlugen mit Knüppeln auf die Flüchtlinge ein, daraufhin seien viele Flüchtlinge ins Wasser gestürzt und ertrunken. Der Nachrichtenagentur epd zufolge seien auch Menschen ins Meer geworfen worden.

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21. Oktober 2016 · Kommentare deaktiviert für „Vor der Räumung von Calais‘ „Dschungel“: Fluchtspuren verlaufen sich“ · Kategorien: Frankreich, Großbritannien · Tags:

Quelle: taz

In Calais wird bald das Flüchtlingscamp geräumt. Verlegen sich die Fluchtrouten nun nach Belgien? Die Grenzkontrollen werden schärfer.

Tobias Müller

OOSTENDE taz | Anlässlich der bevorstehenden Räumung des „Dschungels“ am Rande von Calais wächst nun in Belgien die Besorgnis, Transitmigranten mit Ziel Großbritannien könnten von Frankreich auf die nahe belgische Küste ausweichen. Die grenznahe Provinz Westflandern hat erste Maßnahmen getroffen: Seit Wochenbeginn finden an der normalerweise unsichtbaren Grenze zu Frankreich Kontrollen statt.

An zwei Autobahnrastplätzen zwischen Grenze und belgischer Küste wurde eine 24-Stunden-Bewachung durch eine private Sicherheitsfirma eingerichtet, die eng mit der Polizei kooperieren soll. Die Regierung der Region Flandern, der flämische Teil Belgiens, zahlt dafür 200.000 Euro.

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