21. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingsabwehr in Nordafrika (I)“ · Kategorien: Algerien, Deutschland · Tags: , ,

German Foreign Policy | 21.02.2017

ALGIER/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit einem Fehlstart hat eine geplante Serie von Besuchen der deutschen Kanzlerin in Nordafrika zum Ausbau der EU-Flüchtlingsabwehr begonnen. Algerien hat Gespräche, die Angela Merkel gestern und heute in Algier führen wollte, kurzfristig abgesagt; offizieller Grund ist eine akute Erkrankung von Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika. Beobachter rechnen damit, dass Algerien als Transitland für Flüchtlinge in der näheren Zukunft erheblich an Bedeutung gewinnt: Weil die Flucht über Libyen aufgrund der dort grassierenden Milizengewalt immer gefährlicher wird, weichen Flüchtlinge zunehmend auf alternative Routen aus. Oran im Nordwesten Algeriens wird von Europol bereits als ein bedeutendes Zentrum von Fluchthelfern für die Überfahrt über das Mittelmeer eingestuft. Die Flüchtlingsabwehr gehört seit rund zehn Jahren zu den Schwerpunkten der deutschen Algerien-Politik. Um die Streitkräfte des Landes in die Lage zu versetzen, unerwünschte Migranten abzuwehren, rüsten deutsche Konzerne sie mit Radpanzern, Truppentransportern, Radaranlagen und Infrarotkameras aus, die in Algerien montiert werden. Das algerische Militär ist für seine harte Repression und für brutale Massenabschiebungen berüchtigt. Zur Intensivierung der Flüchtlingsabwehr reist Merkel nächste Woche nach Tunesien und Ägypten.

Weiterlesen »

21. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Schutz vor Abschiebung: Kirchengemeinden bieten mehr Flüchtlingen Asyl“ · Kategorien: Deutschland · Tags: , ,

Spiegel Online | 21.02.2017

Immer mehr Kirchengemeinden gewähren Flüchtlingen Unterschlupf, um sie vor Abschiebung zu schützen. Im Januar stieg die Zahl der Fälle um 16 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresmonat.

Die Zahl der Kirchengemeinden, die Flüchtlingen zum Schutz vor Abschiebung Kirchenasyl gewährt, ist erneut gestiegen. Mitte Januar zählte die Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ bundesweit 323 solcher Asylfälle mit 547 Menschen, davon 145 Kinder.

Mitte Januar 2016 hatte die von beiden großen Kirchen getragene Initiative 277 Kirchenasylfälle mit 449 Flüchtlingen registriert – ein Plus von gut 16 Prozent. Im Januar 2015 hatte es 200 Fälle mit 359 Flüchtlingen gegeben.

Weiterlesen »

21. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Erst integrieren, dann abschieben: Deutschlands absurde Asylpolitik“ · Kategorien: Afghanistan, Deutschland, Video · Tags:

ARD Monitor | 16.02.2017

Die deutsche Asylpolitik scheint vielerorts vor allem einem Motto zu folgen: Hauptsache raus! Insbesondere nach Afghanistan wollen Bund und viele Länder verstärkt abschieben – obwohl die Vereinten Nationen dringend vor der sich dramatisch verschlechternden Sicherheitslage warnen.

21. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Nutzt Marokko Migranten als Druckmittel?“ · Kategorien: Europa, Marokko, Spanien · Tags:

ARD Tagesschau | 20.02.2017

Zwei Mal kurz hintereinander haben hunderte Migranten die stark befestigte Grenze der spanischen Exklave Ceuta überwunden. Spanische Medien vermuten, Marokko könnte die Flüchtlinge durchgelassen haben, um Druck auf die EU auszuüben.

Von Jens Borchers, ARD-Studio Rabat

„Bosa!“ – „Sieg“, sagt einer der Migranten vor der Kamera eines lokalen Fernsehsenders in Ceuta, nachdem er den Grenzzaun überwunden hat. Gemeinsam mit fast 500 anderen. Das war am vergangenen Freitag. Heute früh durchbrachen 356 Migranten mithilfe von Hämmern und Drahtscheren die Tore des sechs Meter hohen, stark gesicherten Walls vor der spanischen Exklave Ceuta.

Weiterlesen »

20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Ceuta: Flüchtlinge stürmen spanische Exklave zum 2. Mal innerhalb von 72 Stunden · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

Wirtschaftspolitische Spannungen zwischen Marokko und der EU nehmen zu. Das scheint der Grund dafür zu sein, dass das marokkanische Militär und seine Hilfskräfte von der EU-Außengrenze von Ceuta und Melilla weitgehend abgezogen wurden. Gerichte untersagen der EU, die marokkanisch besetzte Westsahara in das Freihandelsabkommen einzubeziehen.

EL Faro Ceuta | 20.02.2017

Más de 300 subsaharianos logran entrar en la ciudad, tres días después del último salto a la valla

Weiterlesen »

20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Déclaration de l’Assemblée générale du Réseau Syndical Migration Méditerranéen Sub-Saharien · Kategorien: Algerien, Libyen, Tunesien · Tags: ,

Algeria-Watch | 15.02.2017

Les membres du Réseau Syndical Migration Méditerranéen Sub-Saharien réunis à Paris du 13 au 15 février 2017 lors de leur troisième Assemblée Générale, ayant examiné la déclaration du Sommet Informel de l’Union Européenne-Malte du 2 et 3 février et la Déclaration de la réunion des experts de haut niveau UA-UE Malte 8 et 9 février 2017 ;

Déclarent être profondément préoccupés et condamnent avec la plus grande fermeté la politique migratoire dite « durable » de l’UE en réalité contraire au respect des droits de l’Homme ;

Weiterlesen »

20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Search and rescue in the Mediterranean – in pictures“ · Kategorien: Mittelmeer · Tags: ,

The Guardian | 19.02.2017

Photographer David Ramos was onboard the rescue vessel Golfo Azzurro, operated by the Spanish NGO Proactiva Open Arms which provides assistance to refugees and migrants in distress at sea

20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „NGOs’ migrant rescue role comes under Italian spotlight“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags: ,

Libya Herald | 19.02.2017

By Alessandra Bocchi

Italy is looking more closely at the role of privately-funded rescue operations that have been plucking migrants from the seas off Libya and into the possibility that there may be collusion between smugglers and some of the rescuers.

A Sicilian prosecutor has told the news agency AFP that the cost and sophistication of the rescue operations had attracted attention.

“There is an abnormal proliferation of NGOs [Non-Government Organisations] operating “ said Carmelo Zuccaro, Catania’s prosecutor, “I’m not talking about the big, prestigious organisations, but all the small ones that seem to have sophisticated hardware, such as drones.”

Weiterlesen »

20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „The migrant slave trade is booming in Libya. Why is the world ignoring it?“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeerroute · Tags: ,

The Guardian | 20.02.2017

I’ve seen the dangerous route to Europe through Libya, with thousands of people at the mercy of cruelty for profit. But our leaders prefer to keep them there

Ross Kemp

It’s a mass grave that we don’t need the United Nations to verify. Every day an average of 14 migrants, the vast majority from countries in sub-Saharan Africa, die crossing the Mediterranean.

Many more see their European dream turn into a nightmare long before they’re corralled on to flimsy rubber dinghies on Libya’s beaches. They’re the victims of a silent massacre in the Sahara desert – a journey more deadly than the crossing from the coast, according to the International Organisation for Migration.

Weiterlesen »

20. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Abschied vom Willkommen“ · Kategorien: Afghanistan, Deutschland · Tags:

der Freitag | 20.02.2017

Die Bundesregierung setzt auf Abschreckung. Trotz der Genfer Konvention werden abgelehnte Asylbewerber in Kriegsgebiete abgeschoben

Kugelsichere Weste und Helm, das trägt Thomas de Maizière, wenn er ein sicheres Land bereist. In dieser Montur entstieg der Bundesinnenminister im Februar vor einem Jahr dem Hubschrauber, der ihn nach Kabul gebracht hatte. Flankiert wurde er von bewaffneten Soldaten. Überschattet wurde sein Besuch in Afghanistan von einem Selbstmordattentat. Die Bilder der Reise stehen in einem grotesken Kontrast zum Anliegen des Ministers. Angesichts der steigenden Zahl von Geflüchteten aus Afghanistan befand de Maizière, schon bevor er vor Ort war, dass es in dem Bürgerkriegsland genügend sichere Gebiete gebe, in die abgelehnte Asylbewerber zurückkehren könnten. In Kabul verhandelte er mit der Regierung über die Aufnahme von Rückkehrern, im afghanischen Fernsehen wies er Ausreisewillige darauf hin, dass es für sie in Deutschland keine Zukunft gebe, dem deutschen Fernsehpublikum versicherte er: „Es gibt sichere Gebiete.“ Irgendwo im Norden des Landes, präzisere Ortsangaben konnte der Minister nicht liefern. Kurz darauf verkündete er seine Pläne, zukünftig im größeren Stil nach Afghanistan abzuschieben.

Weiterlesen »