05. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Griechenland – Türkei: Friedhof der Illegalen · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: , ,

Sie kamen aus dem Senegal, aus Nigeria oder Ghana, aus Zentralasien oder Nordafrika. Sie waren auf der Suche nach einem neuen, besseren Leben in Europa. Nun liegen sie auf einem Hügel nahe der türkisch-griechischen Grenze begraben, ertrunken im Grenzfluss Evros. – Eindrucksvolle Reportage:

http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2012/0604/friedhof.jsp?startMedium=623460&startPicture=/bilder/mediendb/diestory/Bilder/2012/kw23/120604_die_story.jpg&dslSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e2/mediendb/diestory/video/2012/kw23/120604_story_web-m.mp4&overlayPic=/tv/diestory/codebase/img/overlay_video.png&offset=0&red=fsstd-tv%2Fdiestory&base=/tv/diestory/codebase/video/&isdnSrc=rtmp://gffstream.fcod.llnwd.net/a792/e2/mediendb/diestory/video/2012/kw23/120604_story_web-s.mp4&vtCaptionsURL=&vtCaptionsWidth=400

04. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Israel: Abschiebe- und Internierungslager · Kategorien: Eritrea, Israel, Mittelmeerroute · Tags: , ,

35.000 + 25.000

Die Regierung Israels beschleunigt die Errichtung von Internierungslagern für 35.000 EritreerInnen, SomalierInnen und SudanesInnen, die nicht abgeschoben werden können, und Abschiebegefängnisse für 25.000 Personen, die abgeschoben werden sollen. Als erstes soll das Saharonim-Lager in der Negev-Wüste fertig werden.

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/netanyahu-orders-swift-deportation-of-25-000-illegal-african-migrants-1.434190

04. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Gegen Festung Europa, gegen EU-Sparpolitik! · Kategorien: Griechenland · Tags:

Aufruf: We are all Greek Jews !

The neo-Nazi party Golden Dawn entered the Greek parliament this month. With its swastika-inspired emblem, Hitlerian salute, reference to Mein Kampf, antisemitic and racist ideology, Holocaust denial, violence against migrants, threats against journalists and personality cult, the party is the lineal heir of the German national-socialist party that led Europe and the world into chaos and bloodshed.

[…] We refuse to accept that on our continent, Jewish, immigrant, Muslim, Roma or black people might fear for their lives because of who they are. We invite all citizens, political parties, unions, civil society, intellectuals and artists to fight the extreme right by promoting and bringing to life the European dream. We must always remember that this dream was built on the ruins of Nazism. We must never forget about the Shoah. Our dream is of a continent free from racism and antisemitism. It is the project of a society based on „togetherness“ – beyond boundaries.

To see this dream embodied again, it is urgent to put an end to two dogmas. First, we must refute the dogma of austerity which is responsible for terrible damage, creating the conditions that explain the success of populist parties, and limits the future of our European youth, sacrificed on the altar of perpetual austerity.

Second, we must refute the dogma of „the European fortress“ […]

http://www.weareallgreekjews.eu/

04. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Koordination zwischen Italien, Libyen und Malta · Kategorien: Eritrea, Italien, Libyen, Malta · Tags: ,

65 Boat-people im Kanal von Sizilien

La Repubblica berichtet am 30.05.2012, dass 65 eritreische und somalische Flüchtlinge – unter ihnen 17 Frauen und ein Baby – im Kanal von Sizilien gerettet wurden.

Sie waren mit einem 12 Meter langen Schlauchboot von der libyschen Küste gestartet. Ihr Notruf wurde von der italienischen Küstenwache aufgefangen; und zwei Frachtschiffe sollten sie in angeblich noch libyschen Gewässern aufnehmen und nach Libyen zurückbringen. Doch die Flüchtlinge wollten weiter in die maltesische Meereszone. Daraufhin hat die italienische Küstenwache ihre Verfolgung aufgenommen. Als das Schlauchboot später unterzugehen drohte, nahmen die italienischen Militärs die Flüchtlinge an Bord, 70 Seemmeilen vor Malta und 105 Seemeilen vor Lampedusa.

Am Abend des 29.05. haben die maltesischen Behörden die Flüchtlinge auf ein Schiff übernommen und nach Malta gebracht.

http://www.repubblica.it/cronaca/2012/05/30/news/immigrati_salvati-36266541/index.html

 

03. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Musik! · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: , ,

Afrikanische und europäische KünstlerInnen unterstützen das Projekt Boats 4 people mit 17 Titeln zu Themen der Migration, des Meers und der Freiheit

Diese Titel sind für 10 € herunterzuladen. Das Geld ist ausschließlich für Boats 4 people.
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01. Juni 2012 · Kommentare deaktiviert für Programm b4p Juli 2012 / SPENDENAUFRUF · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: ,

Auf dem b4p-Schiff oder mit der Fähre oder auf anderem Wege: hin zu den Aktionen und Diskussionen! Cecina – Palermo – Tunis – Monastir – Choucha – Lampedusa

Programme B4P-EN-3105 / Programme B4P-FR-3105

Spendenaufruf

Es fehlen noch 15.000,- € für Juli 2012!

Wir rufen auf, mit Spenden über das Konto der FFM e.V. (gemeinnützig) zum Stopfen des Finanzlochs beizutragen.

FFM-Ziel: weitere 2.000,- € in den kommenden 2 Wochen

Die Forschungsgesellschaft Flucht und Migration aus Berlin stellt ihr Konto unter dem Stichwort „Boats4People“ zur Verfügung und leitet die eingehenden Gelder nach Paris zum Koordinationsbüro weiter. Der Spendenstand wird auf der FFM-Online-Seite dokumentiert.

FFM Berlin
Sparkasse der Stadt Berlin
Konto: 61 00 24 264
BLZ: 100 500 00
Stichwort: ‚Boats4People‘

31. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Griechenland Schengen: Grenzschließung? · Kategorien: Griechenland · Tags:

Planungen für Ernstfall

Griechenland: EU macht im Ernstfall Grenze dicht

Thomas Mayer aus Brüssel, 29. Mai 2012, 18:07

Sollte Griechenland infolge der Eurokrise in einen Ausnahmezustand geraten, könnten wieder EU-Grenzkontrollen eingeführt werden. Der Rat in Brüssel und EU-Staaten planen bereits für den Ernstfall

In der Europäischen Union werden auf höchsten Ebenen konkrete Planspiele angestellt, welche Auswirkungen ein Zusammenbruch Griechenlands auf die Sicherheitslage in der Union haben könnte. „Es gibt im Rat bereits eine Diskussion darüber, wie man die Grenzen zumachen könnte im Fall eines Ausnahmezustandes“, wurde dem STANDARD am Dienstag aus Ratskreisen bestätigt. „Alle Staaten bereiten sich auf eine solche Möglichkeit vor.“ […]

http://derstandard.at/1336698195591/Planungen-fuer-Ernstfall-Griechenland-EU-macht-im-Ernstfall-Grenze-dicht

31. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Boat-people in Andalusien angekommen · Kategorien: Nicht zugeordnet, Spanien · Tags:

Almeria: 57 schiffbrüchige Boat-people gerettet

50 Männer und 7 Frauen aus „subsaharischen“ Ländern wurden in der Nacht vom 30. auf den 31.05.2012 vom spanischen „Salvamento Marítimo“ gerettet. Sie befanden sich 17 Seemeilen vor der Küste (auf der Höhe der Orte El Ejido und Adra) in Seenot und hatten wohl inen Angehörigen in Spanien angerufen, der am 30.05.2012 um 14 Uhr den Notruf ausgelöst hat. Der Seerettungsdienst hat ein Flugzeug und zwei Boote eingesetzt, um die Schiffbrüchigen zu suchen und aufzunehmen. Kurz vor Mitternacht konnten sie gerettet werden.

Seit dem 28.05.2012 haben der Seerettungsdienst und die Guardia Civil  in der Region 124 Boat-people auf 5 Booten aufgespürt, unter ihnen auch TunesierInnen und AlgerierInnen. Am 1. April war der größte Anlandungstag in der Region: Zwei Boote mit 93 „subsaharischen“ und maghrebinischen Boat-people waren an dem Tag angekommen, unter ihnen auch Frauen und Kinder.

http://sociedad.elpais.com/sociedad/2012/05/31/actualidad/1338424835_079103.html

30. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Libysche Flüchtlinge in Libyen · Kategorien: Libyen · Tags:

Reportage über das Flüchtlingslager in Janzour, am Rande von Tripolis – 2.000 Flüchtlinge

Anne Applebaum: Libya’s life in a vacuum. Washington Post Writers Group 27.05.2012

TRIPOLI — If you didn’t know what lay behind the gates of the vast structure in Janzour, just outside the Libyan capital, you’d probably assume it was the Libyan Naval Academy. That, after all, is what it used to be. But drive past the empty main building and into the former living quarters, and you won’t see any sailors. Laundry hangs from the balconies. Children play in the dust below. Women in black abayas walk up and down the concrete plazas, while elderly men in long white gowns smoke cigarettes and stare at the sea. [….]

http://fullcomment.nationalpost.com/2012/05/27/anne-applebaum-libyas-life-in-a-vacuum/

30. Mai 2012 · Kommentare deaktiviert für Smart Power, Handy, Notruf – crowdmap 2 – · Kategorien: Italien, Mittelmeerroute, Syrien, Tunesien · Tags: , , ,

Smart Power – Das Handy als politisches Instrument

von Laurence Allard

Le Monde diplomatique Nr. 9799 vom 11.5.2012

Nach dem Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2009 wurden schon in den ersten Stunden Anrufe von Angehörigen vermisster Menschen, Anfragen über benötigte Unterstützung und Bitten um Hilfe registriert. Der auf Krisenkartografie spezialisierte Wissenschaftler Patrick Meier schloss sich mit dem kenianischen Programmierer David Kobia zusammen, der 2007 das System Ushahidi programmiert hatte – kenianische Bürger konnten damit Ausschreitungen nach den Wahlen melden. Unerwarteterweise bot sich das Werkzeug nun als Informationsplattform in Haiti an: Meier und Kobia stellten nämlich ein System auf die Beine, das von Mobiltelefonen abgesetzte Notrufe ihrer geografischen Herkunft zuordnet. Der Mobilfunkbetreiber Digicel zog nach und lieferte den Bewohnern von Haiti eine einheitliche Notrufnummer. Dadurch wurden hunderte Menschenleben gerettet. Ushahidi ermöglichte es, mit geringen Mitteln die Hilfsmaßnahmen nach dem Erdbeben zu koordinieren. Aus dem ganzen Land liefen seinerzeit zahllose Meldungen zusammen: Vermisste, fehlendes Trinkwasser, fehlende Nahrungsmittel in Waisenhäusern, Gerettete et cetera. Zwei NGOs – Samasource und Crowdflower – übersetzten die SMS ins Französische, Englische und Kreolische; dann wurden sie von Freiwilligen an der Fletcher School of Law and Diplomacy im US-Bundesstaat Massachusetts – wo Meier arbeitet – ihrer Herkunft zugeordnet, überprüft und sortiert, dann kartiert und veröffentlicht. Ein junges Nonprofitunternehmen (InStedd), das auf die Datenverarbeitung in Krisensituationen spezialisiert ist, baute eine Schnittstelle, über die Helfer vom Roten Kreuz bis zu den US Marines die Notrufe und deren GPS-Koordinaten erhielten. Diese bis dahin beispiellose Zusammenarbeit kenianischer Informatiker und der US-Armee spielte eine wichtige Rolle bei der Entscheidung des US-Außenministeriums unter Chefdiplomatin Hillary Clinton, seine Methoden zu überdenken. Die sogenannte smart power hat mittlerweile strategische Bedeutung erlangt. Während der vom ehemaligen Vizeverteidigungsminister Joseph Nye geprägte Begriff soft power („weiche Macht“) ein Bündel nicht zwingender, struktureller, kultureller oder ideologischer Einflussmittel beschreibt, umfasst Smart Power einen flexiblen Katalog diplomatischer, wirtschaftlicher, militärischer, politischer, rechtlicher und kultureller Werkzeuge, die der jeweiligen Lage angepasst werden.

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