29. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Melilla EU-Zaun: „Klingendraht Containment“ (Sanz Alcántara) · Kategorien: Hintergrund, Lesetipps, Marokko, Spanien · Tags:

CUCHILLAS EN LA VALLA PARA CONTENER E IGNORAR
in: El Topo (Sevilla), Nr. 2 (2014)
José M. Sanz Alcántara
Oficina de Derechos Socialesde Sevilla (ODS).

La ODS es un colectivo asambleario para la organización en defensa de los derechos sociales. Junto con las asesorías jurídicas gratuitas sobre extranjería, luchamos contra la política de frontera y por el cierre de los Centros de Internamientos de Extranjeros, promoviendo la libre circulación de las personas y la organización de las personas migrantes.

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28. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für „Libyen bleibt das bevorzugte Transitland für Flüchtlinge“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

Quelle: NZZ

„Von Afrika via Tripolis nach Europa

Libyen bleibt das bevorzugte Transitland für Flüchtlinge

Libyen ist das Transitland für Tausende von afrikanischen Flüchtlingen, die pro Jahr nach Europa reisen. Der schwache Staat ist weitgehend machtlos. Milizen und Schlepperbanden verdienen am lukrativen Menschenhandel.

Astrid Frefel, Kairo

[…] Der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer Richtung Europa spiegelt die Kriege und politischen Krisen, die Armut und Unterentwicklung in der näheren und weiteren Region. Derzeit stammen besonders viele Bootsflüchtlinge aus dem ostafrikanischen Bürgerkriegsland Somalia und aus der Militärdiktatur Eritrea. Aber auch Tunesier und Ägypter schätzen die Chancen bei einem Umweg über Libyen höher ein als beim direkten Fluchtweg nach Europa. Unter den Toten von Lampedusa befanden sich sogar Migranten aus fernen asiatischen Ländern wie Bangladesh.

Ein relativ neues Phänomen sind syrische Familien, von denen immer mehr den Weg nach Europa auf dieser gefährlichen Route suchen. Davor, ausgelöst durch den arabischen Frühling, waren es vor allem Tunesier, die die Libyen-Route wählten. Der Andrang war allerdings weniger bedingt durch die politischen Veränderungen selbst als durch laxere Grenzkontrollen in den betroffenen Ländern.

Hochsaison sind die Sommermonate, wenn das Meer relativ ruhig ist. Insgesamt hatte die Flüchtlingswelle auf diesem Weg im vergangenen Sommer und Herbst ungefähr die Stärke des Jahres 2011. Frontex, die Agentur, die das Management der EU-Aussengrenzen koordiniert, bezifferte die illegalen Grenzübertritte über die zentrale Mittelmeer-Route bis Ende September 2013 auf 31 000. Im Jahr 2011, dem Jahr des arabischen Frühlings, lag der Wert bei 64 300. Im Jahr 2012 sank die Zahl dann auf 15 900, vor allem bedingt durch die Nachkriegswirren in Libyen. Frontex hat keine Statistiken über Todesfälle und Verletzte.

[…] In Libyen blühte dieses Geschäft nach einer kurzen Flaute im Gefolge von Ghadhafis Sturz rasch wieder auf. Fährt man durch die Hauptstadt Tripolis stechen auf grossen Plätzen und an Strassenkreuzungen die wilden, ambulanten «Arbeitsmärkte» ins Auge, die in den Monaten nach dem Krieg gegen das Ghadhafi-Regime im Jahr 2011 verschwunden waren. Jetzt bieten sich wieder Hunderte von Schwarzafrikaner als Taglöhner an, ohne die der gegenwärtige Bauboom nicht möglich wäre. Libyen ist auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen. Es ist daher ein ideales Transitland, da es den Fluchtwilligen auch die Möglichkeit bietet, sich das Geld für die Schlepper zu verdienen – das heisst derzeit etwa 1500 Dollar für die Überfahrt nach Italien. Diese Schleppernetze sind intakt und die Beamten nicht pflichtbewusster und nicht weniger korrupt als unter Ghadhafi.

[…] Die Behörden vereitelten jeden Tag Hunderte von illegalen Grenzübertritten, erklärte der Regierungschef Ali Zaidan kürzlich. Ebenso viele schlüpfen aber durch die Lücken in der Tausende Kilometer langen Grenze in der Wüste. Viele der Schwarzafrikaner, die geschnappt werden, landen in Gefängnissen. Diese Zentren stehen zum Teil unter der Kontrolle von Milizen und werden von internationalen Organisationen regelmässig wegen Folter und Misshandlungen sowie Zwangsarbeit für Militär und Milizen kritisiert. Eines der berüchtigtsten Lager ist jenes in der Stadt Sebha im Süden des Landes, das ein italienischer Staatsanwalt nach der Lampedusa-Katastrophe als Konzentrationslager bezeichnete.

Amnesty International hat sieben dieser Zentren besucht und die Zustände als unhaltbar bezeichnet. Übergriffe auf Menschen aus dem subsaharischen Afrika seien ein Kennzeichen der Ghadhafi-Herrschaft gewesen und drohten jetzt zu einem Dauerzustand zu werden, schrieb Amnesty in dem Bericht. Forscher der belgischen Tilburg-Universität haben kürzlich Flüchtlinge interviewt, die der Hölle von Sebha entkommen konnten. Sie berichteten, dass in dem Lager libysche Milizen und afrikanische Schlepper zusammengearbeitet hätten. Für 3500 Dollar konnten sich die Flüchtlinge freikaufen, woraufhin sie an die Küste gebracht wurden.

[…] Libyen unterscheidet nicht zwischen Migranten und Flüchtlingen, die Schutz verdienen. Eine eigentliche Asylgesetzgebung gibt es noch nicht. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ist derzeit dabei, Tripolis bei der Erarbeitung eines Systems zum Management der Migration zu unterstützen, nachdem die Migrationsfrage bisher auf das Problem der Grenzkontrolle beschränkt gewesen war.

Eine enge Kooperation auf diesem Gebiet gibt es seit Jahren mit Italien. Im Jahr 2009 schloss Ghadhafi mit Rom ein Abkommen, das auch Rückschaffungsaktionen umfasste. Im Sommer 2012 wurde ein neues Memorandum of Understanding unterzeichnet, dessen Text nicht publiziert ist. Es umfasst insbesondere eine Sicherheitszusammenarbeit und technische Hilfe aus Italien bei den Grenzkontrollen. Vor wenigen Tagen erklärte ein Sprecher des libyschen Verteidigungsministeriums, italienische Experten hätten eben damit begonnen, an den südlichen Grenzen modernste Sicherheitstechnik zu installieren. Die Wüste soll auch mit Satelliten überwacht werden.


Ghadhafis afrikanisches Erbe

el. Kairo ⋅ Frustriert über seine arabischen Brüder hatte sich der libysche Diktator Muammar Ghadhafi in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre dem schwarzen Kontinent zugewandt. Er bezeichnete sein Land als Tor zu Afrika und machte die Grenzen für alle Afrikaner weit auf. An die zwei Millionen kamen, bis sie zu einer Hypothek für das Land wurden und für Probleme mit Europa sorgten. Hunderttausende fanden in dem nordafrikanischen Ölstaat, der auf Fremdarbeiter angewiesen ist, einen Job. Tausende nutzten Libyen aber auch nur als Sprungbrett nach Europa.

[…] Ohne grosses Aufheben hatte aber bereits Ghadhafi begonnen, etwas Gegensteuer zu gegeben. Er liess nicht nur die Spruchbänder mit den Lobpreisungen des Schwarzen Kontinents aus den Strassen von Tripolis weitgehend entfernen, sondern versuchte auch, potenzielle Migranten zu entmutigen, nach Libyen zu kommen. Ghadhafi begann sogar damit, illegale Eingewanderte in ihre Heimatländer zurückzuschaffen. «Herumlungern» werde nicht geduldet, nur wer Arbeit habe, könne bleiben, erklärte er in einer seiner Reden markig. Diese Kehrtwende war auch Teil seines Entgegenkommens gegenüber den Europäern, um die Aufhebung der politischen Isolation Libyens zu erreichen. In der Ghadhafi-Ära und unter den Augen seines immensen Sicherheitsapparates entstanden allerdings auch die Schmugglernetze, die heute noch intakt sind.“

28. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Europäische Rüstungskonzerne und Schengen (telepolis) · Kategorien: Deutschland · Tags: , , ,

http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/40/40837/1.html

Wie europäische Rüstungskonzerne mit der EU-Erweiterung Kasse machen

Matthias Monroy

Zu den Bedingungen der Vollanwendung des Schengen-Regelwerks gehört ein modernes Grenzüberwachungssystem. Deutsche Firmen verdienen daran prächtig
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23. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Griechenland, Küstenwache Push-back: Mord an 9 Kindern und 2 Frauen · Kategorien: Griechenland · Tags: , , , ,

Das griechische Lampedusa

Wassilis Aswestopoulos

Die griechische Küstenwachse fing ein Boot mit syrischen Flüchtlingen ein, beim Zurückschleppen in die Türkei kenterte es, neun Kinder und drei Frauen ertranken
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23. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für „Rebellion der Flüchtlinge: von EU-Außengrenzen bis in Innenstädte“ (ak, Helmut Dietrich) · Kategorien: FFM-Texte, Mittelmeerroute · Tags: , , ,

ak 590 vom 21.1.2014

Mobilität als Organisationsweise

Rebellion der Flüchtlinge: Von den EU-Außengrenzen bis in die Innenstädte

Die Meldungen über Flüchtlingsproteste in Europa und auch südlich des Mittelmeers reißen seit über einem Jahr nicht mehr ab. Nicosia, Tel Aviv und Jerusalem, Melilla, Calais, Amsterdam, Wien, Berlin – die Liste der Städte, auf deren Plätzen Flüchtlinge ihre Protestcamps aufgeschlagen haben, ist lang geworden. Überall sind es die gleichen Forderungen, mit existenzieller Entschiedenheit vorgetragen: Würde, Abschaffung der Lager, der Arbeitsverbote und Durchsetzung gleicher sozialer und politischer Rechte, die die einheimischen BürgerInnen haben. Hunger- und sogar Durststreiks gibt es. Hinzu kommen landesweite Aufstände in Abschiebegefängnissen in Italien, Ungarn, Bulgarien und anderswo.
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23. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Das Bild der Harragas im Fernsehen · Kategorien: Tunesien, Video · Tags: ,

L’image des « harragas » dans les reportages de la Nationale 1 : Etude de cas

Media

Un reportage télévisé intitulé: Lampedusa : L’embarcation catastrophe.

“لامبيدوزا: المركب الكارثة”

Fiche technique
Titre: Lampedusa : l’embarcation catastrophe
Genre : Reportage télévisé
Durée : 44 mn
Date de diffusion : le 18/09/2012
Auteur-Réalisateur : Taha Ejjmaii
Reportage : Taha Ejjmaii et Kais Hmani
Son : Marwa Khlifi
Montage : Khouloud Barguaoui
Images : Riadh Houam – Moufid Zouagui
Production : Tn media
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22. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Australien, Militär: Schüsse, Folter und Push-back gegen Boat-people · Kategorien: Nicht zugeordnet · Tags: , , ,

Le Nouvel Obs/ Rue 89

http://rue89.nouvelobs.com/2014/01/22/laustralie-choisit-larmee-chasser-les-demandeurs-dasile-249263

L’Australie choisit l’armée pour chasser les demandeurs d’asile

L’image est choquante. Des mains brûlées, boursouflées. Ce sont celles de demandeurs d’asile qui ont tenté d’atteindre les côtes australiennes par bateau. Venus d’Afrique, ces hommes accusent aujourd’hui l’armée de violence. Elle les aurait obligés à poser leurs mains sur les tuyaux brûlants des moteurs du bateau qui les renvoyait vers l’Indonésie. La vidéo, postée par ABC, fait grand bruit.
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22. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Durch Algerien und über das Mittelmeer nach Sardinien · Kategorien: Algerien, Italien · Tags: ,

http://www.meltingpot.org/La-gente-che-brucia-Migranti-in-fuga-dall-Algeria-alla.html#.Ut_A27Q1jBs

La “gente che brucia”. Migranti in fuga dall’Algeria alla Sardegna

di Riccardo Bottazzo

“Harraga“ in arabo significa letteralmente “colui che brucia”.

Termine che non va interpretato tanto come “gioventù bruciata” in stile James Dean ma riferito piuttosto ad una persona che arde del bisogno o, se preferiamo, dal desiderio di qualcosa di cui non può fare a meno. In Algeria con questa parola si indicano i ragazzi che decidono di giocarsi la carta dell’immigrazione irregolare e dai porti di Algeri, Sidi Salem, Annaba o El Bettah salpano nottetempo verso capo Teulada e le coste della Sardegna.

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22. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Griechenland: „Killing waters“ – mörderisches Push-back · Kategorien: Griechenland, Türkei · Tags: , , ,

english below

Quelle: http://www.proasyl.de/de/presse/detail/news/

Presseerklärung

Tod im Schlepptau der griechischen Küstenwache

12 Flüchtlinge sterben während mutmaßlicher Push-Back-Operation
PRO ASYL fordert internationale Untersuchung

Vor der griechischen Insel Farmakonisi starben in der Nacht zum 21. Januar 12 Flüchtlinge, als die griechische Küstenwache versuchte, ihr Boot zurück zur türkischen Küste zu schleppen. Dies berichteten die Überlebenden gegenüber dem UNHCR.
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22. Januar 2014 · Kommentare deaktiviert für Andalusien, Cádiz: „WatchTheMed“ Veranstaltung 24.01.2014 · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

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cadiz