08. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Syrische Flüchtlinge: Flucht ins vermeintliche Paradies“ · Kategorien: Deutschland, Syrien

Quelle: FAZ

Immer mehr Syrer kommen nach Europa. Sie fliehen vor Luftangriffen des Regimes, dem Terror des IS und der Perspektivlosigkeit. Dabei überbieten viele Flüchtlinge einander mit ihren Vorstellungen von ihrem Zufluchtsort – besonders von Deutschland.

von Rainer Hermann

Zwei Faktoren treiben die Syrer in diesem Sommer zu einer historischen Fluchtwelle nach Europa und insbesondere nach Deutschland: Neu ist das Ausmaß sinnloser Zerstörungen, neu ist in den Städten Syriens auch die verzweifelte Hoffnungslosigkeit derer, die bis zuletzt noch geglaubt hatten, dass der Krieg enden würde und bald Normalität einkehren werde.

Allein um die Städte Aleppo und Idlib wurden im vergangenen halben Jahr 1,5 Millionen Syrer zu Flüchtlingen. Das Regime in Damaskus verliert weiter an Boden und verteidigt nur noch den Großraum Damaskus, die Achse nach Norden bis in den Süden Aleppos und den Landstrich entlang des Mittelmeers. Vor drei Monaten zog sich die Armee aus der Stadt Idlib zurück, nicht ohne die Bevölkerung zu bestrafen. Es ließ die Stadt bombardieren, ein Viertel wurde zerstört, 500.000 Menschen flüchteten aus Idlib. Heute leben in der Stadt nur noch 100.000 Menschen.

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08. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Ho visto morire due figli e un fratello“, il racconto di una rifugiata a Lampedusa · Kategorien: Alarm Phone, Italien, Libyen, Mittelmeerroute · Tags: , ,

Quelle: adnkronos

C’è anche una donna nigeriana che ha perso due figli piccoli e un fratello tra i migranti superstiti sbarcati ieri sera al molo Favaloro di Lampedusa. La donna fa parte del gruppo di rifugiati che si trovavano a bordo del gommone che ieri mattina, nel Canale di Sicilia, si è sgonfiato fra le onde del mare forza 4. Sono venti le persone cadute in acqua. I 107 migranti sono stati soccorsi dalla nave della Marina Militare Dattilo che li ha trasbordati su due mezzi della Capitaneria di porto, la CP302 e la CP320 della Guardia Costiera di Lampedusa.

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08. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Österreich verstärkt Grenzkontrollen“ · Kategorien: Österreich · Tags: ,

Quelle: Zeit Online

Österreichs Polizei geht an der ungarischen Grenze gegen Schlepper vor. Die Kontrollen waren am Wochenende ausgesetzt worden. Hunderte Flüchtlinge erreichten München.

Österreich hat die Ende August begonnenen verschärften Kontrollen an der Grenze zu Ungarn wieder aufgenommen. Seit Montag werde erneut gezielt gegen Schlepper vorgegangen, teilte die Polizei mit. Seitdem seien sechs Verdächtige festgenommen worden. Mehr als 100 Flüchtlinge wurden aufgegriffen.

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08. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Lesbos, Mazedonien, Röszke: Mit Knüppeln gegen Flüchtlinge“ · Kategorien: Balkanroute, Griechenland, Mazedonien, Ungarn · Tags: ,

Quelle: Spiegel Online

Die griechische Insel Lesbos ist überfordert mit der hohen Zahl der Flüchtlinge. Immer wieder gibt es Ausschreitungen – vor allem an der Fähre Richtung Festland. Auch in Mazedonien und Ungarn gab es Gewalt gegen Flüchtlinge.

Die Insel Lesbos hat gerade mal 85.000 Einwohner – und nun noch 15.000 Flüchtlinge dazu. Die Lage ist extrem angespannt, denn täglich kommen neue Migranten hinzu. Zu Gewaltausbrüchen kommt es immer wieder vor der Fähre Richtung Piräus: Die Plätze sind begehrt – und begrenzt. So kam es auch in der Nacht zum Dienstag wieder zu Ausschreitungen zwischen Flüchtlingen und Sicherheitskräften.

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07. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingshilfe in Europa: Am Rande des Erlaubten“ · Kategorien: Alarm Phone · Tags:

Quelle: Deutschlandfunkt

Die einen rufen eine Hotline für Bootsflüchtlinge ins Leben, ein anderer nimmt Flüchtlinge in seinem Hotel auf und bildet sie aus. „Gesichter Europas“ erzählen von Menschen, die nicht tatenlos zusehen wollen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Auf Eigeninitiative oder im Team, spontan oder organisiert, mal mit, mal ohne Erfolg. Am Mikrofon: Katrin Michaelsen

07. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Eigentlich müssten die Europäer die USA in die Pflicht nehmen“ · Kategorien: Deutschland, Europa · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Für den Nahostexperten Michael Lüders steht fest: Vor allem die USA sind verantwortlich für die Krisen in der Region. Die Flüchtlingsbewegung sei die Quittung für die dortige Interventionspolitik. Washington habe keinen klaren Plan – und dem folgten Berlin und Brüssel. Vor allem mit Blick auf Ägypten könne das weitere Folgen haben.

Michael Lüders im Gespräch mit Christine Heuer

Christine Heuer: 10.000 syrische Flüchtlinge möchten die USA aufnehmen, 10.000 von vier Millionen Syrern, die auf der Flucht sind, also ein Viertel Prozent. Und deshalb beginnt es in Europa ein bisschen zu rumoren. Die ersten weisen auf die Verantwortung der Amerikaner für die immense Flüchtlingszahl aus dem Nahen Osten hin. Denn es waren die USA, die die Kriege in Afghanistan, in Libyen oder Syrien geführt oder maßgeblich mitbestimmt haben, die Kriege also in den noch existenten oder zerfallenden Staaten, aus denen jetzt die Menschen massenhaft fliehen müssen. Dass Barack Obamas Sprecher, George Ernest, jetzt gesagt hat, Europa habe die Kapazität, dieses Problem selbst zu lösen, andere Ankündigungen habe er nicht zu machen, ist für uns Anlass, das Thema mit dem Nahostexperten Michael Lüders zu besprechen. Guten Morgen, Herr Lüders!

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07. September 2015 · Kommentare deaktiviert für Ungarn: Hunderte Flüchtlinge überwinden Polizeisperre an der Grenze · Kategorien: Balkanroute, Serbien, Ungarn · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Am ungarisch-serbischen Grenzübergang Röszke haben hunderte Flüchtlinge am Abend eine Polizeiabsperrung durchbrochen.

Die Menschen befänden sich auf einer Autobahn in Richtung Budapest, teilte die Polizei mit. Zunächst hatte es geheißen, die Beamten hätten Pfefferspray eingesetzt, um die Flüchtlinge zu stoppen. Die Migranten hatten ihre Registrierung im Transitlager Röszke verweigert. Sie waren vorher illegal aus Serbien gekommen.

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07. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Ungarischer Grenzzaun: Balkanländer bereiten sich auf neue Flüchtlingsroute vor“ · Kategorien: Balkanroute · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Über Griechenland, Mazedonien und Serbien nach Ungarn: Die Westbalkanroute wird von Zehntausenden Flüchtlingen frequentiert. Doch dieser Weg wird immer beschwerlicher – darum wappnen sich nun Bosnien, Kroatien und Slowenien.

Von Alexander Sarovic

Keine Busse und kaum Hilfe, stattdessen Stacheldraht und rechte Demonstranten. Der Weg über Ungarn ist für Flüchtlinge kaum noch ohne Schikanen passierbar. Wie lange wird es noch dauern, bis die Flüchtlinge ihre Route ändern?

Nicht lange, wenn man den Regierungen der Balkanstaaten glaubt. Die bosnische Ausländerbehörde rechnet damit, dass wegen der angespannten Lage in Ungarn viele Flüchtlinge nach Bosnien ausweichen werden.

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07. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „Ungarns Flüchtlingschaos: Willkommenskultur à la Guantanamo“ · Kategorien: Balkanroute, Ungarn · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Flüchtlinge in Ungarn leben abgeschottet in Lagern, sie schlafen auf dem kalten Boden im Freien. Der Staat scheint unfähig, für viele auch nur eine Notversorgung zu organisieren. Steckt dahinter Absicht?

Von Keno Verseck

Ein drei Meter hoher Zaun, oben Nato-Stacheldraht, dahinter bewaffnete Wächter und Bereitschaftspolizisten in Kampfmontur. Das ist der erste Ring. Hier parken Autos und Busse, stehen Baracken und Sanitätszelte. 30 Meter hinter dem ersten folgt der zweite Ring, ein Zaun immerhin ohne Stacheldraht – er umgibt das Zeltlager, in dem die Flüchtlinge untergebracht sind.

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07. September 2015 · Kommentare deaktiviert für „March Of Hope. Ungarn und der lange Sommer der Migration“ · Kategorien: Balkanroute, Ungarn

Quelle: bordermonitoring.eu

von Bernd Kasparek / Marc Speer

Bahnhof Budapest Keleti, in der Nacht von Freitag, 4. September, auf Samstag, 5. September 2015. Kurz nach Mitternacht. Busse des öffentlichen Nahverkehrs kommen an, von Ungarns Regierung geschickt, um die Flüchtlinge, die dort seit rund einer Woche campieren, an die ungarisch-österreichische Grenze zu bringen. Noch misstrauisch, ob es sich erneut um einen hinterhältigen Trick der Regierung handelt, warten viele Flüchtlinge erst einmal ab. Doch langsam besteigen sie die Busse und machen sich wieder auf den Weg, an die nächste Grenze. Nach Tagen des Ausharrens sind sie wieder unterwegs, und nach Tagen brüllender Hitze setzt plötzlich, als ob auch das Wetter einen Schlußstrich unter diese Woche der Kämpfe setzen will, leichter Regen ein.

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