Quelle: Süddeutsche Zeitung
Von Lukas Ondreka
Schleuser haben ein mieses Image: Eine Tagung an den Münchner Kammerspielen will das ändern. Eine Verharmlosung oder wertvoller Debattenbeitrag?
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Von Lukas Ondreka
Schleuser haben ein mieses Image: Eine Tagung an den Münchner Kammerspielen will das ändern. Eine Verharmlosung oder wertvoller Debattenbeitrag?
Quelle: taz
Dass Ungarn seine Grenze schließt, hat gravierende Folgen für die Nachbarländer. Am Schluss hat Griechenland den Schwarzen Peter.
Kommentar von Erich Rathfelder
Die Entscheidung der ungarischen Regierung, in der Nacht zum Samstag das letzte Schlupfloch durch die Grenzanlagen zu EU-Mitglied Kroatien für Flüchtlinge zu schließen, hat jetzt schon zu einem Rückstau mit Konsequenzen für die anderen Staaten geführt.
Indem die slowenische Regierung erklärte, auf der Alternativroute durch das EU- und Schengenland täglich nur 2.500 Flüchtlinge durchzulassen, brachte sie Kroatien dazu, die Grenze zu Serbien – erst einmal teilweise – zu sperren. Nicht-EU-Mitglied Serbien wird bald ebenfalls gegenüber Mazedonien reagieren, am Schluss hat Griechenland den Schwarzen Peter. Alle diese Länder wollen selbst keine Flüchtlinge aufnehmen.
Quelle: The Guardian
Germany prepared to accelerate Turkey’s EU membership process in exchange for help as Slovenia cuts refugee intake, creating bottlenecks along route
The battle for Aleppo, compounded by Russian airstrikes on the city, threatens to create a new refugee exodus from Syria, Turkey’s prime minister, Ahmet Davutoğlu, has warned.
Speaking after talks with the German chancellor, Angela Merkel, Davutoğlu called for action to prevent a new wave of refugees from moving north across the Turkish border. Aleppo is under assault both from Isis and from forces backing the Syrian government, including Iranian fighters and Russian aircraft.
Quelle: der Standard
Nachbarland machte Balken zu und wieder auf – Flüchtlingsandrang aus Slowenien
von Irene Brickner
Wien/Graz/Salzburg/Ljubljana – Der Hotspot der Flüchtlingsankünfte in Österreich hat sich am Wochenende offenbar endgültig von der ungarisch-burgenländischen zur slowenisch-steirischen Grenze verlagert. Nachdem Ungarn die Grenze Richtung Kroatien Samstag um null Uhr endgültig geschlossen hat, reisen die Schutzsuchenden, die nach wie vor meist nach Deutschland und Nordeuropa wollen, via Slowenien nach Österreich.
Quelle: FAZ
Der umgeleitete Flüchtlingsstrom bringt Slowenien an seine Grenzen. Menschen warten in Aufnahmelagern in Kroatien und in Bussen in Serbien auf ihre Weiterreise.
Wegen der mangelnden Kapazitäten Sloweniens müssen sich tausende Flüchtlinge auf der Balkanroute in Richtung Österreich und Deutschland gedulden. In Serbien warteten am Sonntag die Menschen in 20 Bussen an der Grenze zu Kroatien auf ihre Weiterreise, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tanjug in Belgrad.
Im kroatischen Erstaufnahmelager Opatovac mussten knapp 3000 Flüchtlinge ausharren, berichtete das Innenministerium. Am Samstag seien 6400 Migranten angekommen.
Slowenien hatte am Vortag angekündigt, pro Tag maximal 2500 Menschen aufnehmen und registrieren zu können. Sie werden dann an die Grenze zum österreichischen Bundesland Steiermark gebracht. Über den Grenzübergang Spielfeld reisten am Sonntagvormittag rund 1000 Flüchtlinge ein, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA.
Quelle: hln.be
In de Egeïsche Zee zijn in het weekeinde minstens 21 bootvluchtelingen om het leven gekomen. Voor het eiland Farmakonisi verdronk vandaag een klein kind. Volgens haar ouders was het kind uit de met meer dan 100 mensen geladen boot tijdens de overvaart vanuit Turkije naar Griekenland in het water gevallen en verdronken.
Quelle: Der Freitag
Interview Der Kriminologe Andrea Di Nicola warnt die EU davor, einfache Lösungen fürs Schlepperwesen zu versprechen
der Freitag: Herr Di Nicola, Sie haben jahrelang zum Schlepperwesen und Menschenhandel recherchiert. Welche Arten von Schleppern unterscheiden Sie?
Andrea Di Nicola: Wenn man es stark vereinfachen will, kann man es auf zwei Arten runterbrechen. Die Amateur-Schlepper, die den Job einmal machen und danach mit dem Geld abhauen. Und die, die ein professionelles Business betreiben und sich eigentlich – wertfrei formuliert – als Dienstleister verstehen. Erstere sind meistens vertraglich an die Profis angeschlossen. Sie machen das, weil sie ein Auto, einen Lastwagen oder ein Fischerboot haben und dringend Geld brauchen. Sie sind es auch meistens, die von der Polizei geschnappt werden.
Quelle: Der Freitag
Subökonomie Auf Facebook tauschen Flüchtlinge Erfahrungen aus, Schlepper werben für ihre Angebote. Die Seiten des Netzwerks zeigen unzählige Dramen – und einen ganz eigenen Markt
Bartholomäus von Laffert
„Helft uns, wir gehen unter. Wir haben Frauen und Kinder an Bord. Das halbe Boot ist vollgelaufen, der Motor ist kaputt. Ruft die Küstenwache!“ Es ist kurz nach elf Uhr abends, als Mohammed Akilh diesen Notruf via Facebook absetzt. Darunter GPS-Koordinaten und ein roter Punkt in einer Google-Maps-Karte, eine Markierung irgendwo im Blau zwischen türkischer Mittelmeerküste und der griechischen Insel Lesbos – dem Zielort des Gummiboots, in dem Mohammed Akilh und die anderen Flüchtlinge sitzen. Unter dem Post sammeln sich Kommentare, Aufmunterungen, Gebete: „Gott möge mit euch sein. Ich habe mit den griechischen Wachen gesprochen, sie werden gleich da sein. Haltet durch!“
Quelle: der Standard
Ungarn kontrolliert nun auch Grenze zu Slowenien – 4.000 Flüchtlinge werden am Wochenende in der Steiermark erwartet
Ljubljana – Nachdem Ungarn seine Grenze mit Kroatien geschlossen hat, sind Samstagmittag die ersten Flüchtlinge über die slowenische Ausweichroute an der österreichischen Grenze eingetroffen. Gegen 14 Uhr kamen etwa 100 Personen am steirisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld ein. Sie wurden an der Sammelstelle des Roten Kreuzes beim Bundesstraßen-Grenzübergang in Empfang genommen.
Quelle: Die Welt
Nur mit einem Zaun an der deutschen Grenze können Kontrollen wirksam durchgeführt werden, findet die Deutsche Polizeigewerkschaft. Auch die geplanten Transitzonen für Flüchtlinge seien nur so möglich.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert den Bau eines Zauns an der deutschen Grenze, um Flüchtlinge aufzuhalten. Der Bundesvorsitzende Rainer Wendt sagte der „Welt am Sonntag“: „Wenn wir ernst gemeinte Grenzkontrollen durchführen wollen, müssen wir einen Zaun entlang der deutschen Grenze bauen. Ich bin dafür, dass wir das machen.“
Er erklärte seine Forderung damit, dass ein deutscher Zaun eine Kettenreaktion auslösen soll: „Wenn wir auf diese Weise unsere Grenzen schließen, wird auch Österreich die Grenze zu Slowenien schließen. Genau diesen Effekt brauchen wir.“