04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Wo Menschen an Europa sterben · Kategorien: Balkanroute, Europa, Griechenland · Tags: ,

Spiegel-Online | 02.02.2017

Die Flüchtlinge im EU-Hotspot auf der griechischen Insel Samos sandten einen letzten Hilferuf aus: „Bitte! Tut etwas!“, erklärten sie in einem Statement am Dienstag vor einer Woche. „Wir haben kein Brot mehr und kein Wasser. Wir sind krank. Es gibt keine Ärzte. Die Menschen sterben.“

Kommentar von Maximilian Popp

Ihr Protest verhallte ungehört. Einen Tag später starb Benjo Massoud, 42 Jahre alt, Vater von drei Kindern aus dem Irak, vermutlich an Herzversagen. Er ist einer von fünf Flüchtlingen, die innerhalb einer einzigen Woche in griechischen Lagern ums Leben kamen, mindestens zwei von ihnen aufgrund der Kälte.

Der Tod der Flüchtlinge erregte kein Aufsehen. Europas Öffentlichkeit ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt oder mit Donald Trump, um wahrzunehmen, was auf den Inseln Griechenlands gerade vor sich geht: die tausendfache Entrechtung und Entmenschlichung von Geflüchteten, der Verrat an all jenen Werten, die Europa für sich beansprucht.

Weiterlesen »

04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Der neue Dschungel · Kategorien: Balkanroute, Serbien · Tags: ,

der Freitag | 03.02.2017

1.500 Menschen frieren in der Ruinenlandschaft hinter dem Belgrader Busbahnhof. Sie stecken fest, weil die EU ihre Grenzen dichtmacht

von Krsto Lazarević

Hunderte Geflüchtete rufen: „Wir wollen kein Essen, wir wollen offene Grenzen!“ Es ist die erste organisierte Demonstration der Migranten in Belgrad, seit sie sich in der Ruinenlandschaft hinter dem zentralen Busbahnhof von Serbiens Hauptstadt niedergelassen haben. Einer der Demonstranten hält ein Schild in die Höhe. Auf einer Seite steht „Öffnet die Grenzen“, auf der anderen „Wir sind auch Menschen, behandelt uns auch so“. Weiterlesen »

04. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Angustia en Túnez por los desaparecidos en el Mediterráneo“ · Kategorien: Europa, Italien, Tunesien · Tags: ,

El País | 03.02.2017

RICARD GONZÁLEZ

“Me he intentado suicidar dos veces, todavía sufro de depresión y me estoy medicando. A menudo, tengo la sensación de no poder respirar”, explica Henda Baccouche, de 54 años y madre de cuatro hijos. El menor de ellos, Helmy, de 21 años, desapareció en septiembre del 2012 tras subirse a una patera rumbo a Italia. Rashida Beji, una mujer de unos azulísimos ojos tristes y ataviada con un hiyab granate, cuenta una historia parecida: “No tengo noticias de mi hijo desde que se marchó a Italia, en 2011″. Estas mujeres, angustiadas pero aún esperanzadas, representan el rostro humano que eclipsan las estadísticas de la tragedia del Mediterráneo.

Weiterlesen »

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Der Zehn-Punkte-Plan der EU zur Eindämmung der Migration“ · Kategorien: Europa, Italien, Libyen · Tags:

Welt | 03.02.2017

Die EU-Staatsschefs haben sich auf eine Strategie im Umgang mit der Flüchtlingskrise im Mittelmeer verständigt.

Die 28 EU-Staaten vereinbarten ein Zehn-Punkte-Programm zur Unterstützung des nordafrikanischen Transitlandes Libyens.

Kurzfristig aufgenommen wurde ein Verweis auf ein geschlossenes Flüchtlingsabkommen zwischen Libyen und Italien.

Die EU will alles dafür tun, dass in diesem Jahr nicht noch einmal Zehntausende Migranten über das Mittelmeer nach Europa kommen. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich am Freitag auf Malta auf einen Zehn-Punkte-Plan, der ein Schließen der sogenannten zentralen Mittelmeerroute zum Ziel hat.

Weiterlesen »

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für „Italy and Libya reach deal to stem migrant flow across Mediterranean“ · Kategorien: Italien, Libyen · Tags:

DW | 02.02.2017

Articolo 8Prime Ministers Gentiloni and Seraj have promised closer cooperation to combat migrant smugglers. Their meeting came one day before EU leaders converge in Malta to discuss the EU’s future.

After meeting with NATO and EU officials in Brussels, Libyan Prime Minister Seraj flew to Rome on Thursday where he and his Italian counterpart Paolo Gentiloni signed a memorandum of understanding aimed at furthering cooperation between the two Mediterranean nations to try and halt the influx of migrants into Europe.

Weiterlesen »

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Germany’s Willkommenskultur: Trade Unions, Refugees and Labour Market Integration · Kategorien: Deutschland · Tags: ,

By Marc Bergfeld

Abstract

This article investigates the relationship between German trade unions and refugees by focusing on union policies and practices aimed at integrating refugees into the labour market and wider society. Based on web research, newspaper articles, participant observation and internal documents, this article shows that unions follow a “logic of optimisation” in their support of the state’s migration and asylum policies. As employers aim to undermine existing labour standards, unions’ strategies of integration run up against limits. This article further finds that that unions’ positive stance toward refugees is based on Germany’s labour shortage, demographic trends and their commitment to anti-racism.

Full Text: PDF

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Teppiche aus Flüchtlingshand · Kategorien: Jordanien · Tags:

taz | 02.02.17

von Christoph Kürbel

Ikea will ab 2019 in Jordanien Teppiche und Textilien herstellen. 200 syrische Flüchtlinge sollen dort Arbeit finden.

Der Möbelhersteller Ikea plant eine Fabrik in Jordanien. Ab 2019 sollen dort syrische Flüchtlinge Teppiche herstellen. Insgesamt sollen 200 Syrer bei Ikea Arbeit finden. Ikea möchte vor allem Frauen einen Arbeitsplatz geben, denn viele von ihnen seien arbeitslos und müssten sich um ihre Kinder kümmern.

Weiterlesen »

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für EU soll Mitgliedsstaaten zu Flüchtlingsaufnahme zwingen · Kategorien: Europa, Griechenland · Tags: ,

Die Welt | 03.02.17

Die griechische Regierung fordert die EU-Kommission auf, die Übernahme von Flüchtlingen in den EU-Staaten durchzusetzen.

Die EU-Staaten hatten sich dazu verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren 160.000 Asylbewerber umzuverteilen.

Jedes Land müsse, so Athens Migrationsminister, dazu verpflichtet werden, mindestens 50 Prozent der Quote zu erfüllen.

Griechenlands Regierung hat die EU-Kommission aufgefordert, die Verpflichtungen der EU-Staaten zur Übernahme von Flüchtlingen aus dem Land durchzusetzen. „Die Verantwortung liegt nun in Brüssel“, sagte der griechische Migrationsminister, Ioannis Mouzalas, im Interview der „Welt“ auf die Frage, ob die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten solle. „Man kann nicht EU-Mitglied sein und die Rechte in Anspruch nehmen, ohne die dazu gehörigen Pflichten zu erfüllen“, sagte Mouzalas kurz vor dem EU-Gipfel zur Flüchtlingspolitik auf Malta.

Weiterlesen »

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Deutsche Beamte patrouillieren an griechischer Grenze · Kategorien: Balkanroute, Europa, Griechenland, Mittelmeerroute, Türkei · Tags:

Spiegel Online | 01.02.2017

Von Giorgos Christides

Griechenland registriert steigende Flüchtlingszahlen, die Türkei droht mit dem Ende der Zusammenarbeit. Jetzt sollen internationale Kräfte die Grenze zu Mazedonien sichern. Mit dabei: Beamte aus Deutschland.

Die griechisch-mazedonische Grenze ist so etwas wie das Sinnbild der Flüchtlingskrise: Die Bilder Tausender Migranten haben sich eingebrannt. Menschen, die im Dreck hausten, die immer wieder versuchten, den Zaun Richtung Norden zu stürmen. Orte wie Idomeni bestimmten noch kürzlich die Schlagzeilen.

Weiterlesen »

03. Februar 2017 · Kommentare deaktiviert für Europol: Balkanroute ist nicht geschlossen · Kategorien: Balkanroute, Deutschland, Europa, Nicht zugeordnet · Tags: ,

FAZ.net | 02.02.17

„Schleuserleistungen“ nehmen auf der Balkanroute zu und werden teurer. Auf dem Mittelmeer dagegen sinken die Preise – Frontex nennt die Entwicklung „besorgniseregend“.

Ungeachtet verstärkter Grenzkontrollen können Migranten aus Sicht der EU-Strafverfolgungsbehörde Europol weiterhin mit Hilfe von Schleppern ihr Zielland in Europa erreichen. „Die westliche Balkanroute ist nicht geschlossen – auch wenn die Grenzen viel besser geschützt sind als vor einem Jahr“, sagte Robert Crepinko, der Leiter des Anti-Schmuggler Zentrums (EMSC) von Europol, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums äußerte, die illegale Migration über den Westbalkan sei zwar deutlich reduziert worden, halte jedoch an. Auch würden „vermehrt Schleuserleistungen in Anspruch genommen“.

Weiterlesen »