Während sich die algerische Regierung nach wie vor lieber in Schweigen hüllt, gibt der französische Außenminister Einzelheiten zu den französisch-algerischen Absprachen bekannt. Dazu gehört die Öffnung des algerischen Luftraums für französische Kampfflieger wie auch die Militarisierung und mögliche Schließung der algerischen Südgrenze. 35.000 algerische Militärs sind an der algerischen Südgrenze seit Oktober 2012 stationiert.
The New York Times, 14.01.2013
„[…] Over the last four years, the United States has spent between $520 million and $600 million in a sweeping effort to combat Islamist militancy in the region without fighting the kind of wars it has waged in the Middle East. The program stretched from Morocco to Nigeria, and American officials heralded the Malian military as an exemplary partner. American Special Forces trained its troops in marksmanship, border patrol, ambush drills and other counterterrorism skills. But all that deliberate planning collapsed […]“
Die französische Militärintervention in Mali kam nicht unerwartet. Frankreich hat diese Option seit vielen Monaten vorangetrieben. Diese Rolle eines Vorreiters mag den Uraninteressen Frankreichs in Nordmali und gewissen neokolonialen Traditionen geschuldet sein – die militärische Option liegt aber nicht minder im Interesse der in der ECOWAS verbundenen Regimes der afrikanischen Nachbarstaaten, der EU und der USA. Offenbar ist es Hollande nun gelungen, nun auch das algerische Regime, das sich in den Zeiten der Arabellion durch geschicktes Changieren an der Macht halten konnte, mit ins Boot zu holen.
Als Gründe der Intervention werden als erstes die Angst vor einem „Sahelistan“ genannt, sodann der Schmuggel von Waffen, Drogen und Menschen. Was „Sahelistan“ angeht, so beschreibt Human Rights Watch die Brutalität der islamistischen Kampfgruppen. Indes ist das Leid der Bevölkerung noch niemals ein Kriegsgrund gewesen. Der Import von Kämpfern und Waffen hat mit der von Europa und den USA verursachten Militarisierung der Revolution in Libyen zu tun, die Kenntnisse über den Drogenhandel beruhen auf unsicheren Quellen. Die Unterbrechung der Migrationsrouten, die Vorverlagerung der Barriere Mittelmeer in die Wüste hinein, ist für Europa neben der Sicherung der Bodenschätze wahrscheinlich das wichtigste Kriegsziel.1
Liebe Syrien-Interessierte, liebe AbonnentInnen des Newsletters,
nach Assads Rede am vergangenen Sonntag zeigte sich die Welt unbeeindruckt von seinen speziellen Vorstellungen für Frieden. Am Freitag traf sich Lakhdar Brahimi erneut mit Vertretern Russlands und der USA, um eine mögliche Lösung für Syrien zu erreichen. Erstaunlicherweise hat sich der sonst so Allgemeinplätze verlautende Brahimi rhetorisch von Assad distanziert. Er zeigte sich enttäuscht von Assads Rede und sieht ihn nicht als Teil einer Übergangslösung. Dies vergrätzte natürlich das Regime.
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Vor ihrer Abreise als Harragas hat die tunesische Küstenwache am 08.01.2013 in Téboulba 24 Personen festgenommen (22 Tunesier und 2 Marokkaner).
La Presse de Tunisie, 09/01/2013
http://www.lapresse.tn/09012013/60816/24-emigrants-clandestins-arretes.html
Garde maritime de Téboulba
24 émigrants clandestins arrêtés
Les unités de la Garde maritime de Teboulba ont réussi, hier à 6h00 du matin à mettre en échec une tentative de franchissement illégal des frontières maritimes tunisiennes, confie à la correspondante de l’Agence TAP dans la région, le porte-parole officiel du syndicat régional des forces de la sécurité intérieure, Mourad Ben Salah.
Les unités de la Garde maritime ont arrêté 24 personnes, dont deux de nationalité marocaine et les autres de nationnalité tunisienne, munies de sommes d’argent en monnaie locale et en devises, rapporte la même source.
Les investigations et les enquêtes sont en cours afin de statuer sur les tenants et les aboutissants de cette affaire et, partant, démanteler le réseau des passeurs impliqués, conclut la même source.
COMMUNIQUE N-46
Dimanche, 13 Janvier 2013 19:24
Protection des victimes civiles et respect de la frontière entre l’Azawad et Mali
Le Mouvement National de Libération de l’Azawad (MNLA) attire l’attention de la communauté internationale que l’intervention armée étrangère contre les groupes terroristes ne doit pas permettre à l’armée malienne de franchir la ligne de démarcation entre l’Azawad et le Mali avant le règlement politique du conflit qui nous oppose. C’est dans ce cadre que le MNLA s’impliquera pour le succès des opérations de contre le terrorisme et cela minimisera les risques des victimes civiles innocentes. Nous demandons à ce que la population civile de l’Azawad ne soit victime de l’intervention armée et qu’il n’y ait pas d’amalgame entre elle et les terroristes.
Nous rappelons que le MNLA a toujours respecté ses engagements notamment la cessation des hostilités entre le MNLA et l’armée malienne et reste disponible aux négociations.
Tinzawatane (Azawad), le 12 janvier 2013
Pour le MNLA,
Bilal Ag Achérif
Président du Conseil
Transitoire de l’Azawad (CTEA)
Nach tagelangem Schweigen und der Öffnung des algerischen Luftraums für die französische Luftwaffe äußern algerische Medien vorsichtige offiziöse Überlegungen zum französischen Kriegsbeginn in Mali. In der Zeitung „Le Quotiidien d’Oran“ wird hervorgehoben, dass die französischen Kriegsziele unklar sind. Geht es um einen Angriff auf die Dschihadisten? Oder ist die Eroberung Nord-Malis das eigentliche Kriegsziel?
Im ersten Fall müssten die algerisch-malischen Grenzen vollständig geschlossen werden. Im zweiten Fall wird andiskutiert, ob Algerien dann ebenfalls in den Krieg nach Nordmali ziehen müsste. Da bei der französisch-malischen Kriegsführung die „Touareg-Frage“ missachtet werde, würde sich eine französisch-malische Eroberung Nord-Malis in eine „Besatzung“ verwandeln. Algerien würde in dieser Perspektive dann die Rolle des (militärischen?) Anwalts der Touaregs einnehmen.
http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5177943
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Die Krise in Mali
Demokratie für wen? Krieg gegen wen? Die Rolle der Zivilgesellschaft, die Verursacher der Krise und die Bedeutung religiöser Akteure
Charlotte Wiedemann
Berlin (Heinrich Böll Stiftung), Dezember 2012
INHALTSVERZEICHNIS:
1. Wo steht die Zivilgesellschaft im aktuellen Konflikt? 4
2. Der Blick auf die Schuldigen: Verhandeln mit wem, Krieg gegen wen? 9
3. Ist Malis Laizität bedroht? Die Rolle der Religion und der religiösen Akteure 15
Les vendeurs ambulants ripostent contre leur déguerpissement des marchés en marchant sur la Présidence
Sahara Médias – Nouakchott, Dimanche 23 Septembre 2012

Des dizaines de vendeurs ambulants ont organisé, ce dimanche, une marche allant du Marché de la Capitale à la présidence de la République. Les cris de ces marchands ambulants, leurs protestations disaient tout leur désarroi face à la volonté des autorités administratives et municipales de dégager les marchés et principales artères de la capitale Nouakchott, à travers une énième campagne d’assainissement qui semble avoir l’aval des plus hautes autorités puisque le président Ould Abdel Aziz lui-même a été sur les lieux pour constater l’état d’avancement des travaux.
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Am 13.12.2012 hat ein Patrouillenschiff der Guardia Civil ein marokkanisches Flüchtlingsboot 1 km vor Lanzarote bei glatter See überfahren. Durch den Aufprall starben sofort 3 Passagiere. 5 Weitere konnten nicht gerettet werden, weil die Guardia Civil nicht das Rettungsschlauchboot aussetzte. Es sei nach Angaben der Guardia Civil defekt gewesen. In ca. 50 Meter Abstand vom Guardia Civil Patrouillenschiff ertranken dann 5 Harragas, andere konnten sich an ausgeworfenen Bojen festhalten. Die Überlebenden kamen in das Abschiebelager Barranco Seco auf Gran Canaria. Sie erhielten keine Übersetzer. Sie fordern einen Prozess gegen die Guardia Civil, eine Entschädigung der Angehörigen der Toten und ihre Legalisierung. Sie wurden bis jetzt nicht zu dem Hergang befragt. Anwaltsbesuche wurden weitgehend durch Tricks und Fehlangaben behördlich verhindert. Möglicherweise wurden gestern oder heute die Ersten von ihnen abgeschoben. Die Abschiebung aller ist angekündigt. Sie haben Angehörige auf den Kanarischen Inseln.
http://politica.elpais.com/politica/2013/01/10/actualidad/1357850613_272273.html