22. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali: Militär-Intervention wird weitergehen · Kategorien: Frankreich, Mali · Tags:

nzz 22.02.2013:

[…] Nach einer Offensive islamistischer Rebellen ist es im Zentrum von Gao am Donnerstag wieder zu heftigen Gefechten mit malischen Regierungstruppen und französischen Soldaten gekommen. Ein rasches Ende der Intervention ist nicht absehbar.

Rudolf Balmer, Paris
Kämpfer des islamistischen Mouvement pour l’unicité et le jihad en Afrique de l’Ouest haben am Donnerstagmorgen in Gao mit einer Offensive versucht, das Rathaus und andere öffentliche Gebäude im Zentrum der nordmalischen Stadt zu besetzen. Die anschliessenden heftigen Gefechte mit der von französischen Spezialeinheiten unterstützten malischen Regierungsarmee dauerten den ganzen Tag an. Der Justizpalast stehe in Flammen, meldete Agence France-Presse. Beim Bericht eines Reporters des Fernsehsenders France 2 waren im Hintergrund deutlich die Schiessereien mit schweren Waffen zu hören. […] Schon in der Nacht zuvor waren Soldaten aus Niger von 40 nach Gao vordringenden Jihadisten in Kämpfe verwickelt worden. Drei Rebellen sollen dabei getötet worden sein. In der Stadt Kidal weiter nördlich explodierte unweit des Lagers der französischen und tschadischen Einheiten am Donnerstag die Autobombe eines Selbstmordattentäters. Zwei Zivilisten wurden dabei schwer verletzt.
Weiterlesen »

22. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Deutscher Waffenexport in Golfstaaten: EADS Grenzaufrüstung an 1. Stelle · Kategorien: Algerien, Deutschland, Golfstaaten · Tags: , ,

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/waffen-deutsche-firmen-verdoppeln-ruestungsexporte-mit-golfstaaten-a-884887.html
„Berlin – Deutschland hat seine Waffengeschäfte mit Golfstaaten im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. […] Insgesamt wurden 2012 die Ausfuhr von Rüstungsgütern in diese sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats im Wert von 1,42 Milliarden Euro genehmigt. […] Der mit weitem Abstand größte Anteil entfiel 2012 auf Saudi-Arabien, der Wert der entsprechenden Genehmigungen belief sich auf 1,24 Milliarden Euro, was das Neunfache des Vorjahreswerts bedeutet. Nach Angaben des Ministeriums entfallen von diesem Genehmigungsvolumen allein ungefähr 1,1 Milliarden Euro auf Grenzsicherungssysteme […] durch den Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS […].“

„Der Wert der Genehmigungen für Exporte nach Algerien betrug den Angaben zufolge im Jahr 2012 287 Millionen Euro, während er 2011 bei 217 Millionen und 2010 bei etwa 20 Millionen Euro gelegen hatte. Der Linken-Politiker van Aken kritisierte dies als „gezielte Aufrüstung, um Algerien zu einer Art Saudi-Arabien des Maghreb zu machen“.“

21. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für FFM ruft zu Spendenkampagne auf – Spenden für Watch the Mediterranean! · Kategorien: Italien, Libyen, Mittelmeerroute, Tunesien · Tags:

Wir wollen Boats4People im Jahr 2013 fortsetzen. Zum einen mit einer internationalen Karawane in tunesischen Städten, Vorstädten und im armen Hinterland, zusammen mit Gruppen, die sich in Nordafrika für Bewegungsfreiheit einsetzen; mit Harragas, die bislang vergeblich versucht haben, in kleinen Booten nach Europa überzusetzen; und mit Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern, die in Tunesien gestrandet sind. Geplanter Zeitpunkt der Karawane: September 2013.

Des weiteren entwickelt sich eine intensive Zusammenarbeit mit dem Projekt Watch The Med. Hier im Anschluss wird das Projekt beschrieben. Wir werden das Projekt im Laufe des Frühjahrs 2013 nur dann hochfahren und im Sommer / Herbst 2013 voll funktionsfähig machen können, wenn wir die nötigen Gelder beschaffen können.

Wir rufen hiermit zu einer Spendenkampagne auf!

Klicke auf das Bild, um den Aufruf zu lesen!

20. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali, Nordafrika: Aziz Salmone Fall, Berlin, GLS, 25.02.2013 · Kategorien: Frankreich, Mali, Mittelmeerroute, Sahara · Tags:

Dialogue forum with Aziz Salmone Fall

The French military intervention in Mali and the political situation in North Africa and in the Sahel region from a Pan-African point of view (English)

Monday, 25 February 2013, 7:00 pm, GLS-Sprachenzentrum.

AfricAvenir is hosting a dialogue forum with the Pan-African political scientist and specialist for international relations Aziz Salmone Fall on Monday, 25February, at 7:00 pm at the GLS-Sprachenzentrum. Fall is prompted by the current French military intervention in Mali to analyze the political and geo-strategic situation in North Africa and in the Sahel region from a Pan-African point of view and to enable us a deeper insight into the causes of the crisis in this strategically ever important region.

Weiterlesen »

20. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Ägypten: Streiks in Port Said und Mahalla · Kategorien: Ägypten · Tags:

Das Leben steht still in Port Said
Verfasst von: rg (Benutzerkonto: recherchegruppe aufstand). Verfasst am: 19.02.2013 – 21:40.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/79249

Auch heute geht die „Kampagne des zivilen Ungehorsams“ in Port Said weiter. Am Sonntag hatten sich Tausende an den verschiedenen Demonstrationszügen beteiligt, die Uni und viele Schulen sind seitdem geschlossen, Geschäfte, Bars und Restaurants beteiligen sich tagsüber an dem Ausstand.

Die Arbeiter etlicher Betriebe hatten schon am Sonntag die Arbeit niedergelegt und sich zu sit ins am Arbeitsplatz versammelt.
Auch Beschäftige der Suezkanalgesellschaft beteiligen sich am Ausstand, bisher läuft der Verkehr im Suez Kanal aber noch reibungslos, obwohl der Hafen der Stadt (Photo oben) ebenfalls stillgelegt wurde.
Am gestrigen Montag beteiligten sich nach Angaben von ägyptischen Aktivisten über 40.000 Beschäftigte am Ausstand, 30 grosse Betriebe sind komplett lahm gelegt, so dass die Verbände der lokalen Unternehmer jetzt ebenfalls zu „Solidaritätskundgebungen“ aufrufen.

Weiterlesen »

19. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Sozialrevolten statt Streit der politischen Eliten · Kategorien: Tunesien · Tags: ,

Angesichts der aktuellen Regierungskrise hier ein Artikel, in dem die Bedeutung der laufenden neuen Sozialrevolten unterstrichen wird. Statt sich der einen oder anderen politischen Elite anzuschliessen (und die Sozialrevolten als grosses Ärgernis aufzufassen) gilt es, die revolutionären Chancen wiederzuentdecken, die in den lokalen Aufständen zum Ausdruck kommen.

http://nawaat.org/portail/2013/02/19/les-luttes-sociales-en-tunisie-malediction-ou-opportunite-revolutionnaire/

Les luttes sociales en Tunisie: malédiction ou opportunité révolutionnaire ?
La révolution tunisienne a été souvent dépeinte comme une sorte de « pure » événement, une occurrence « unique » où un « peuple tunisien » quasi mythique et homogène a réussi à se débarrasser de son «dictateur». Par un acte quasi-magique, il aurait suffi que le peuple hurle « dégage » le 14 janvier 2011 pour que le dictateur prenne effectivement la fuite.

Weiterlesen »

19. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Griechenland – Flüchtlingssolidarität · Kategorien: Griechenland

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/reportage/2014577/

REPORTAGE
19.02.2013

Solidarität für Flüchtlinge in der Wirtschaftskrise
Auf Lesbos kümmern sich alle Bewohner um die Neuen

Von Chrissi Wilkens

Die Einwohner der griechischen Insel Lesbos haben selbst Flüchtlingswurzeln. Daher halten sie es für selbstverständlich, Neuankömmlingen aus ihren Schlauchbooten zu helfen, sie mit Medikamenten und Kleidung zu versorgen. Dafür haben sie ein enges Netzwerk aufgebaut.

Weiterlesen »

18. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für EU Asylpolitik · Kategorien: Griechenland, Italien · Tags:

Schwierige Suche nach einem Kompromiss zwischen der Eu-Kommission und den Mitgliedstaaten

nzz 15.02.2013

„Konflikte in Afrika, im Nahen Osten und in Südasien treiben Hunderttausende in die Flucht. Wer den Weg nach Europa schafft, findet indes nicht immer Schutz und Zuflucht. Viele Migranten und Flüchtlinge werden zunächst inhaftiert.

Immer mehr Flüchtlinge aus Syrien versuchen, über die Türkei nach Europa zu kommen. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Frühling 2011 ist laut den jüngsten Schätzungen der Vereinten Nationen eine halbe Million Menschen aus dem Land geflohen. Um die Versorgung der meisten Flüchtlingen kümmern sich die Nachbarländer. Doch der Irak, Jordanien, Libanon und die Türkei sind zunehmend überfordert, so dass eine steigende Zahl syrischer Flüchtlinge Versuche unternimmt, nach Europa zu gelangen. Ungleiche Belastungen

Weiterlesen »

18. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Mali – Niger: Ausweitung der Unruhen, Ausweitung der Kampfzone? Foreign Affairs, 12.02.2013 · Kategorien: Frankreich, Mali, Sahara · Tags:

Foreign Affairs, February 12, 2013

Sebastian Elischer

„After Mali Comes Niger. West Africa’s Problems Migrate East

[…] The outbreak of wider unrest in Niger could drag the West into a long-term military engagement in the Sahel region. France gets roughly three-quarters of its energy from uranium mined in northern Niger, near the city of Arlit. Unsurprisingly, France has already deployed soldiers to protect those resources, and China is said to have done the same at its uranium mine near Azalik. Niger is also an oil exporter, and production is expected to grow significantly in coming months. Rebel movements and Islamic militants are within reach of Niger’s mines and oil fields, which they could use to fund their rebellion. Further attacks on Nigerian and Algerian territory remain a distinct possibility. […]“

http://www.foreignaffairs.com/articles/138931/sebastian-elischer/after-mali-comes-niger

After Mali Comes Niger_Foreign Affairs

17. Februar 2013 · Kommentare deaktiviert für Tunesien, Choucha Reportage FR, 14.02.2013 · Kategorien: Tunesien · Tags:

http://www.fr-online.de/politik/fluechtlinge-in-tunesien-keine-zuflucht–nirgends,1472596,21794164.html

„Frankfurter Rundschau 14.2.13

Flüchtlinge in Tunesien

Keine Zuflucht, nirgends

Von Dietmar Telser

Über 1000 Vertriebene aus Libyen sitzen in einem Camp in Tunesien fest. Niemand will sie. Aber das Lager soll bald aufgelöst werden.

Eine einzelne Wolke treibt am Himmel über dem Zeltlager. Für Ike Emmanuel Chukunu Emaka verbirgt sich dahinter Gott. Er ist der Einzige, von dem er noch Hilfe erwartet. Der Nigerianer ist 37 Jahre alt, hat einen kräftigen Oberkörper, über den sich ein ausgeblichenes gelbes T-Shirt spannt. Seit knapp zwei Jahren lebt er im Flüchtlingslager Shousha im Süden Tunesiens, an einer Straße, die zur nahen Grenze nach Libyen führt. Im Verlauf des libyschen Bürgerkrieges, der im Februar 2011 begann, strandeten hier mehrere Hunderttausend Menschen. Zwei Jahre danach leben hier noch immer über 1 000 Menschen. Im Juni soll das Camp nun aufgelöst werden.

Weiterlesen »