Menschen aus Afghanistan dürfen nicht mehr die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien passieren. Künftig sollen nur noch Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak durchgelassen werden.
Der Balkanstaat Mazedonien hat seine Grenze zu Griechenland für afghanische Flüchtlinge geschlossen. Die griechischen Behörden seien am Sonntag informiert worden, dass Afghanen nicht mehr durchgelassen würden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus griechischen Polizeikreisen. Als Begründung wurde demnach angegeben, dass auch Serbien seine Grenze zu Mazedonien für Menschen aus Afghanistan geschlossen habe .
In den Elendsvierteln von Casablanca schlagen arbeitslose Jugendliche die Zeit tot oder verfallen den Drogen. Wer etwas werden will, macht sich nach Deutschland auf.
von Jochen Stahnke
Über den Schuttberg rüber, den tunnelhaften Pfad in die Slumsiedlung hinein, da lehnt Muhammad Nahi in der Blechtür seiner windschiefen Hütte. Im Türrahmen nur ein Vorhang, Sichtschutz in einer Gegend, wo die Türen meist offen stehen und die Menschen so dicht an dicht leben, dass sich die Ankunft auswärtiger Besucher ebenso schnell verbreitet, wie jemand gefunden ist, der einen Jungen kennt, der es nach Europa geschafft hat. Hay Mohammadi ist das älteste Elendsviertel von Casablanca.
Damit hatten alle gerechnet: Die 66. Berlinale geht mit dem erwarteten Sieger zu Ende. Die Jury hat richtig entschieden. Auch weil sie mit diesem Preis Politik und Kunst vereint, meint DW-Redakteur Jochen Kürten.
Vor ziemlich genau fünf Jahren begann in Tunesien das, was die Welt heute unter dem Namen Arabellion kennt: der Aufstand vieler Menschen in der Region, zunächst in Nordafrika, später in den Ländern des Nahen Ostens, gegen veraltete Machtstrukturen, Unterdrückung und Staatswillkür. Seinen Ursprung nahm dieser „Arabische Frühling“ in Tunesien. Danach rückten vor allem Ägypten und Libyen in den Fokus. In Syrien brach ein schrecklicher Bürgerkrieg aus, der bis heute andauert und die Welt in Atem hält. Europa und vor allem Deutschland sind durch den anhaltenden Flüchtlingsstrom direkt betroffen.
Wegen der Grenzkontrollen auf der Balkanroute könnten mehr Syrer auf die gefährliche Route über Libyen ausweichen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“.
Die internationalen Schlepperbanden werden sich wegen der Verschärfung der Grenzkontrollen auf der Balkanroute nach Einschätzung europäischer Behörden neue Wege Richtung Norden suchen. Eine stärkere Sicherung der EU-Außengrenze in der Ägäis zwischen Griechenland und der Türkei werde dazu führen, dass Flüchtlinge unter anderem auf die gefährliche zentrale Mittelmeerroute aus Libyen und Ägypten ausweichen, berichtet die Welt am Sonntag.
Agrigento – Ennesima tragedia dell’immigrazione in Sicilia: una trentina di persone, presumibilmente libici e tunisini, sono sbarcati sulla spiaggia di Torre Salsa a Siculiana, in provincia di Agrigento. Alcuni di loro hanno raccontato che ci sarebbero dei morti annegati. Un elicottero della capitaneria partito da Catania ha individuato nel mare dell’Agrigentino due corpi, caduti probabilmente nelle fasi concitate dello sbarco e di avvicinamento alla costa. Una trentina le persone giunte sulla spiaggia di Torre Salsa, a Siculiana (Agrigento), tra loro ci sono anche due minori.
Ogni giorno due bimbi morti nel Mediterraneo
Negli ultmi sei mesi, ogni giorno due bambini migranti hanno perso la vita nel Mediterraneo nel tentativo di raggiungere l’Europa. E‘ la ‚contabilita“ pesantissima diffusa dall’Alto Commissariato Onu per i Rifugiati (Unhcr), secondo il quale da settembre a oggi oltre 340 minorenni, molti dei quali neonati e bimbi, sono morti affogati nel quadrante orientale del Mare Nostrum, tra le coste della Turchia e le isole greche. Il bilancio reale, però, è maggiore, sostiene l’Unhcr, perche‘ molti corpi „si perdono nel mare“. Molte delle vittime, giovani e giovanissimi cosi‘ come adulti, sono morti mentre cercavano di ricongiungersi con parenti in Europa: „deve essere una priorità organizzare modi affinché queste persone possano viaggiare in maniera legale e sicura“, ha sottolineato Filippo Grandi, Alto Commissario dell’agenzia Onu. I bambini sono attualmente il 36% dei rifugiati in marcia: dall’inizio dell’anno, sono almeno 410 le persone che hanno perso la vita nel Mediterraneo e oltre 82mila sbarchi. (AGI)
Die NATO will helfen, die anhaltende Migration in Richtung Westeuropa zu bremsen. Dazu schickte sie einen Marineverband in die Ägäis, der den Kampf gegen Schlepperbanden unterstützen soll. Nun nahm er die Arbeit auf.
Mehrere Schiffe der Militärallianz sind zu dem geplanten Anti-Schleuser-Einsatz im Seegebiet zwischen Griechenland und der Türkei eingetroffen. Der unter deutscher Führung stehende Marineverband beobachte dort bereits Schiffs- und Bootsbewegungen, sagte ein Bündnissprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.
Es ist eine menschliche Tragödie. Nach Angaben der Uno ertranken seit September 340 Kinder im Mittelmeer. Flüchtlingskommissar Grandi forderte Wege zur legalen Einreise.
Auf der Flucht nach Europa sind Uno-Angaben zufolge in den vergangenen sechs Monaten 340 Kinder im Mittelmeer ertrunken. „Diese tragischen Todesfälle sind unerträglich und müssen aufhören“, sagte der Uno-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi in Genf. Es müssten endlich Wege zur legalen Einreise gefunden werden.
Die Neonazi-Partei steht wieder einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit in Griechenland. Sie heizt die Stimmung gegen Flüchtlings-Hotspots an. Pavlos Zafiropoulos berichtet aus Athen.
„Griechenland gehört den Griechen!“ – „Sie verkaufen Griechenland und beugen sich den Ausländern!“ Diese und ähnliche Parolen dröhnen an einem leicht bewölkten Februarmittag durch Piräus, das historische Hafenviertel Athens. Rund 150 Menschen demonstrieren gegen das geplante Transitlager „Schisto“ für Flüchtlinge. Eingeladen hat das „Anwohnerkomitee“. Doch hinter dem Protest dürften eher die Neonazis der „Goldenen Morgenröte“ stehen.
Athen verurteilt die EU-Staaten und ihre Weigerung scharf, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Schließung der Grenzen würde dafür sorgen, dass Tausende Migranten in Griechenland steckenbleiben.
Die griechische Regierung hat die fortgesetzte Weigerung vieler EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen scharf kritisiert. Zudem könne der Bau eines Zaunes entlang der griechischen Nordgrenze dazu führen, dass Hunderttausende Migranten und Flüchtlinge in Griechenland steckenbleiben, sagte der für Bürgerschutz zuständige Vize-Minister Nikos Toskas am Freitag im griechischen Fernsehen Skai. „Einige haben die europäischen Werte noch nicht verinnerlicht und wollen nur Einwohner mit einer (mit weißer) Hautfarbe haben“, sagte Toskas weiter.
Österreich macht in der Flüchtlingspolitik eine Kehrtwende: Strikte Obergrenzen, Grenzschutz durch Stracheldraht. Abschottung statt Willkommenskultur: Was wäre, wenn auch Deutschland seine Grenze dicht macht?
Früher gab es hier eine „Grüne Grenze“. Nun trennen fast vier Kilometer Stacheldrahtzaun den südösterreichischen Ort Spielfeld vom Nachbarland Slowenien. Für Flüchtlinge ist die Weiterreise hier deutlich schwieriger geworden. Bald schon könnte die ganze Südgrenze Österreichs so aussehen: Denn die Regierung in Wien setzt jetzt auf eine deutlich restriktivere Flüchtlingspolitik: mit Grenzzäunen und Obergrenzen. „So lange es keine europäische Lösung gibt, ist es eine Frage der Vernunft, die eigenen Grenzen zu sichern“, so Österreichs konservative Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.