05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlingspolitik: Bund zahlt McKinsey Millionenhonorar für Abschiebetipps“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: Spiegel Online

Externe Berater sollen für die Bundesregierung herausfinden, wie Asylbewerber schneller abgeschoben werden können. Das Honorar für McKinsey ist nach SPIEGEL-Informationen stattlich.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will der Unternehmensberatung McKinsey für eine Studie zum Thema Abschiebungen 1,86 Millionen Euro bezahlen. Die Beraterfirma kann dafür insgesamt 678 Beratertage in Rechnung stellen. Umgerechnet würde McKinsey einen durchschnittlichen Tagessatz in Höhe von gut 2700 Euro erzielen. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die dem SPIEGEL vorliegen.

Weiterlesen »

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Ärzte ohne Grenzen: Flüchtlinge berichten über Folter in Libyen“ · Kategorien: Libyen, Mittelmeerroute · Tags: ,

Quelle: Spiegel Online

Die meisten Flüchtlinge, die aus Afrika nach Europa wollen, kommen über Libyen. Dort werden sie offenbar regelmäßig Opfer von schwerer Gewalt.

Aus Seenot gerettete Flüchtlinge aus Libyen berichten nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen über Folter und extreme Gewalt in dem Bürgerkriegsland.

Die Menschen erzählten von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Entführungen, Vergewaltigungen und Gewalt, teilte die Hilfsorganisation mit. Die meisten Flüchtlinge, die versuchen, von Afrika aus über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, steigen in Libyen in die Schlepperboote.

Weiterlesen »

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge in Griechenland: Mini-Oase im Flüchtlingschaos“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

Quelle: NZZ

Die Autonomenszene von Athen beherbergt Flüchtlinge in einem besetzten Hotel. Die Behandlung ist deutlich besser als in den offiziellen Lagern.

von Markus Bernath, Athen

Das Hotel City Plaza steht auf keiner Reise-Website mehr. Offen ist es trotzdem, und wer ein Zimmer bekommt, bestimmt die Hotelleitung. Das allerdings ist der schwierigste Part dieser ungewöhnlichen Unternehmung in der Athener Innenstadt. Denn in einem Land, in dem Zehntausende von Flüchtlingen seit Monaten und auf unbefristete Zeit in Lagern untergebracht sind, die mehrheitlich als «Substandard» gelten, ist ein Hotelzimmer für eine Familie aus Syrien oder dem Irak ein Luxus. Die Hotelleitung geht äusserst pragmatisch vor. Sie akzeptiert nur zwei Kategorien von Gästen: «Wir nehmen Leute, die in Not sind, und Leute, die helfen können – Lehrer, Köche, Krankenpfleger», sagt Nazim Lomani, der Sprecher und Mitorganisator des «City Plaza»-Projekts.

Weiterlesen »

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „EU-Türkei-Deal: Plan B gibt es nicht“ · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: der Standard

Alle Alternativen zum Flüchtlingspakt führen letztendlich in eine Sackgasse

Kim Son Hoang

Brüssel, Wien, Berlin, schließlich auch Athen – alle waren sich einig: Der Flüchtlingsdeal in der Türkei werde trotz aller Drohungen aus Ankara halten, ein Plan B sei also gar nicht notwendig. Doch trotz aller Bekenntnisse wäre die EU angesichts der politischen Turbulenzen in der Türkei eigentlich gut beraten, an Alternativen zu denken. Wie könnten die nun aussehen?

In diesem Zusammenhang müssen vorab die Kernpunkte jenes Maßnahmenmixes erwähnt werden, der laut Experten am ehesten dauerhaft Flüchtlingsbewegungen verhindern könnte: Kontrolle der EU-Außengrenzen, Möglichkeiten der legalen Zuwanderung und Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern.

Weiterlesen »

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlinge: Gestrandet auf der Balkanroute“ · Kategorien: Balkanroute, Europa, Serbien, Slowenien, Türkei, Ungarn

Quelle: Deutschlandfunk

Rund 3.000 Flüchtlinge sind nach offiziellen Angaben zurzeit in Serbien gestrandet. Wer es bis nach Ungarn schafft, wird oft nach Serbien zurückgeschickt. Auch in Slowenien will man den Grenzzaun zu Kroatien noch nicht abbauen. Für viele Flüchtlinge bleibt nur das Warten – irgendwo im Niemandsland auf der Balkanroute.

Von Leon Stebe

Seitdem die Länder auf der Balkanroute ihre Grenzen für die Flüchtlinge formal geschlossen haben, gibt es kaum ein Durchkommen. Hier am Park gegenüber dem Busbahnhof von Belgrad sind einige von ihnen gestrandet. Meist Afghanen – sie liegen, schlafen und essen hier. An einem Wasserhahn können sie sich notdürftig waschen. Laut offiziellen Angaben sollen sich rund 3.000 Flüchtlinge in Serbien aufhalten – und es sollen in letzter Zeit auch nicht mehr geworden sein. Die serbische Regierung führt das auf verstärkte Kontrollen an den Grenzen zu Mazedonien und Bulgarien zurück. Der serbische Innenminister Nejbosa Stefanovic:

„Der Trend ist positiv. Die Ankündigung, dass die Armee und die Polizei die Staatsgrenze besser schützen, hat bewirkt, dass sich die Zahl von Menschen verringert, die versuchen, illegal die serbische Grenze zu passieren. Wenn Flüchtlinge unsere Sicherheitskräfte bemerken, dann entscheiden sie sich, umzukehren und verzichten auf den illegalen Grenzübertritt.“

Weiterlesen »

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Flüchtlings-Pakt droht zu scheitern“ · Kategorien: Europa, Türkei

Quelle: NZZ

Brüssel hält trotz neuem Ultimatum am Migrations-Pakt mit der Türkei fest. Denn sollte der Deal platzen, stünde die EU vor einer neuen Zerreissprobe.

von Niklaus Nuspliger, Amsterdam

Die am 18. März besiegelte Flüchtlings-Kooperation zwischen der EU und der Türkei hat von Beginn weg auf wackligen Beinen gestanden. So drohte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bereits im Frühjahr, den Deal platzen zu lassen, wenn die EU der Türkei die im Rahmen des Pakts versprochene Visa-Freiheit nicht rasch gewähre. Doch Erdogans Reaktion auf den Putschversuch belastet das Verhältnis zu Brüssel und lässt es als noch unwahrscheinlicher erscheinen, dass die Türkei ihre Terrorgesetze anpasst und damit eine wichtige EU-Bedingung für die Reisefreiheit erfüllt.

Weiterlesen »

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für Search and Rescue in the Mediterranean Sea: Negotiating Political Differences · Kategorien: Alarm Phone, Lesetipps, Mittelmeer · Tags:

Download als pdf

Hernan del Valle

Abstract

This article explores the debates that unfolded within Médecins Sans Frontières (MSF) around the decision to launch search and rescue operations in the Mediterranean in 2015. It examines how, beyond the unifying imperative to help, there remained very different political interpretations within the organisation about the proper role of humanitarian actors in tackling this visible and tragic situation. The points of contention included categorisation, feasibility, medical impact, and politics, raising the following central questions: should categories matter, and is it relevant whether a needy person is classed as a camp-dwelling refugee or an irregular migrant at sea? Are the needs in the Mediterranean more serious than those in disasters else- where? Would search and rescue operations end up placing publicity and politics over impartiality and neutrality? Looking at how MSF resolved these and other issues can help illustrate the challenges aid agencies face in a world where deaths from large-scale migration are becoming a more common feature of the humanitarian landscape. […]

05. August 2016 · Kommentare deaktiviert für A sea of struggle – activist border interventions in the Mediterranean Sea · Kategorien: Alarm Phone, Lesetipps, Mittelmeer

Quelle: Taylor & Francis Online

Maurice Stierl

Cultural Studies, African American and African Studies, University of California, Davis, CA, USA

ABSTRACT

In October 2014, on the anniversary of a large migrant shipwreck in the Mediterranean Sea, activists in Europe and Africa commemorated the victims and protested their deaths by launching the WatchTheMed Alarm Phone. The Alarm Phone functions as a ‘hotline’ for travellers who find themselves in emergency situations when crossing maritime borders towards EUrope. Its shift-teams offer information, advice and the possibility of raising public alarm, also in order to pressurise (state) rescue services to act. Based on my own engagement in the project, I portray an activist network that acted on the desire to intervene more directly in a deadly space that is often considered a ‘maritime void’ or as ‘reserved’ for state and EU (border) authorities. I argue that the Alarm Phone’s transformative political potentiality arises precisely from its capacity to connect its constitutive engagement in (under the surface) mobile commons that facilitate ‘unauthorised’ human movement with public campaigns that call for and (thereby) perform international citizenship. […]

Download as pdf

02. August 2016 · Kommentare deaktiviert für Tunesien: Folteropfer versucht Selbstverbrennung · Kategorien: Tunesien

Quelle: Tunisie Numerique

Tunis – Un homme s’immole par le feu devant le ministère de la justice

Un homme s’est aspergé, ce matin d’essence devant le siège du ministère de la justice et a mis le feu à son corps.
Les premiers renseignements recueillis par des médias sur place, révèlent qu’il s’agit du dénommé A. B. qui aurait dénoncé le fait qu’il ait été malmené et torturé par des agents de l’ordre lors d’une garde à vue, en prétendant qu’il a été arnaqué par les agents qui lui nt subtilisé la somme de 150 mille dinars.

L’homme en question a été transféré vers l’hôpital des grands brûlés de Ben Arous.

02. August 2016 · Kommentare deaktiviert für Algerien: 30 Harragas vermisst · Kategorien: Algerien, Mittelmeer, Mittelmeerroute, Spanien · Tags:

Quelle: Le Quotidien d’Oran

22 Algériens secourus au large d’Alicante: 30 harraga recherchés près des côtes espagnoles

par Moncef Wafi

22 « harraga » algériens ont été secourus, ce dimanche, au large des côtes espagnoles, après avoir dérivé pendant trois jours, a rapporté la presse ibérique. Scindés en deux groupes, les clandestins algériens ont été repérés et secourus à deux heures d’intervalle par un bateau et un hélicoptère de la Garde civile. Dans une première opération, les gardes-côtes ont sauvé, à 17h20, dix personnes qui naviguaient dans un petit bateau à 7 miles de Santa Pola, une commune de la province d’Alicante. La deuxième embarcation, avec à son bord 12 « harraga », a été repérée vers 19h à 9 miles de l’île de Tabarca, à environ vingt kilomètres au large de la ville d’Alicante, par un hélicoptère de la garde civile après que les occupants du premier bateau l’aient signalé.

Weiterlesen »