16. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Melilla: 100 Flüchtlinge und MigrantInnen versuchen Flucht über Zaun, 20 schaffen es · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

100 Flüchtlinge und MigrantInnen haben am 15.10.2012 versucht, die Zäune von Melilla zu überwinden. Melilla ist eine spanische Enklave auf nordafrikanischem Boden. 20 Flüchtlingen und MigrantInnen gelang die Zaunüberwindung. Ob die übrigen 80 von den Polizeien zurückgeschlagen oder in heimlichem, gesetzteswidrigen Verfahren nach Marokko „rückgeschoben“ wurden, ist nicht bekannt. Zum ersten Mal sprangen die MigrantInnen und Flüchtlinge bei hellichtem Tag mittags über den Zaun. Zahlreiche BewohnerInnen Mellillas haben zugesehen.

Die Zaun-Überwindung lief in der Zone Río Nano. Die Regierung von Melilla (Delegación del Gobierno) sagt, dass die Zaunüberwindung im Beisein von NGO-Leuten passierte, u.a. soll Prodein in der Nähe gewesen sein. Sie hätten ihre Freude bekundet.

Die Flüchtlinge und MigrantInnen haben sich anschliessend in Melilla in die nahgelegene Schule Colegio Nuestra Senora del Buen Consejo geflüchtet. Die Schulkinder verliessen wie jeden Tag um 14 Uhr die Schule.

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15. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Grenzkontrollen im Inneren · Kategorien: Deutschland · Tags: , ,
  • taz 14.10.2012

Opfer rassistischer Polizeigewalt

Wenn die Hautfarbe allein schon zählt

http://www.taz.de/Opfer-rassistischer-Polizeigewalt/!103554/

Auch in Deutschland hält die Polizei Menschen wegen ihrer Hautfarbe an. Beobachter nennen „Racial Profiling“ Rassismus. Ein Prozess geht Ende des Monats in Revision.von Darius Ossami

BERLIN taz| Kontrollieren, weil die Hautfarbe allein schon genug Anlass für Verdacht liefert – diese polizeiliche Praxis wird in Deutschland offiziell einerseits geleugnet, andererseits für legitim erklärt.So urteilte im Februar dieses Jahres das Verwaltungsgericht Koblenz: Sich auf der Suche nach Menschen, die gegen Grenzvorschriften und Aufenthaltsrecht verstießen, vom „äußeren Erscheinungsbild“ leiten zu lassen sei statthaft. Solches Racial Profiling aber, erklärte Liz Fekete, Geschäftsführerin des Londoner Institute of Race Relations, am Wochenende in Berlin, sei nur eines: staatlicher Rassismus.

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10. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Fischfang und die Entstehung von Grenzen auf See · Kategorien: Lesetipps · Tags: , ,

Lissa K. Wadewitz. The Nature of Borders: Salmon, Boundaries, and Bandits on the Salish Sea. Seattle: University of Washington Press, 2012. 384 pp. $24.95 (paper), ISBN 978-0-295-99182-5.

Reviewed by Sheila M. McManus (University of Lethbridge)
Published on H-Borderlands (September, 2012)
Commissioned by Benjamin H. Johnson

http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=31854

Drawing Lines in the Salish Sea

Even the most cursory glance at North American borderlands scholarship reveals that we are, overwhelmingly, a bunch of drylanders.  The vast majority of us are obsessed with tracking invisible lines and the categories they create or challenge on the open dry land of the continent.  What makes Lissa K. Wadewitz’s work so refreshing and important is that she turns her back firmly on the land and gazes out to the deep, salmon-rich water of the Salish Sea, where present-day British Columbia and Washington State meet.  In doing so, she accomplishes something unprecedented in the field of North American borderlands history.

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10. Oktober 2012 · Kommentare deaktiviert für Sinai: Immer mehr Festnahmen von MigrantInnen und Flüchtlingen · Kategorien: Ägypten, Israel · Tags: , ,

This morning (9th October), a large group of Sub Saharans, probably the 55 people arrested last week in the Sinaï (see article below) arrived on board of 3 microbuses and 1 police vehicule in el Qanater prison for men (north of Cairo).
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25. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Rüstungskonzerne wittern Milliardenaufträge für Grenzsicherung in Libyen · Kategorien: Libyen · Tags: ,

Angeblich wird der libysche Übergangsrat bald eine Ausschreibung für ein hochgerüstetes Grenzüberwachungssystem veröffentlichen. Das Projekt könnte das teuerste seiner Art werden

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152849

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24. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Melilla: Trotz brutaler Polizei- und Militärangriffe versuchen Flüchtlinge, über den EU-Zaun zu kommen · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,
  • D. FERNÁNDEZ. 24.09.2012 – 08.18h

Un toque de silbato en la noche precede todo, lo que demuestra que están organizados. „¿La novedad? Que están más desesperados por llegar a España, y por tanto, más agresivos„. Así describe un guardia civil de Melilla, destinado en el perímetro de seguridad de la triple valla que separa España de Marruecos, los intentos que se han producido en los últimos meses de cruzar la ya muy mediática valla de Melilla, la frontera de alambres y púas que separa África de Europa. Weiterlesen »

12. September 2012 · Kommentare deaktiviert für 133 Flüchtlinge und MigrantInnen im Hafen von Melilla aufgespürt · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Die spanische Polizei hat in diesen Tagen eine High-Tech-Kontrollaktion im Hafen von Melilla durchgeführt. In der Stadt fand eine Handelsmesse statt, und der Rücktransport von LKWs und Containern aus der spanisch-nordafrikanischen Stadt nach Andalusien sollte scharf überwacht werden. Eingesetzt wurden u.a. Geräte, die Herzschläge von Lebenwesen in geschlossenen Behältern erkennen können.

Dabei wurden 133 versteckte Flüchtlinge und MigrantInnen aufgespürt, unter ihnen 26 Minderjährige.

Flüchtlinge, die es trotz EU-Zaun bis nach Melilla schaffen, müssen dort Monate und zumeist Jahre ausharren, bis sie auf die spanische Halbinsel übernommen werden.

EFE-Agentur-Meldung in La Rioja, 11.09.2012:

http://www.larioja.com/agencias/20120911/mas-actualidad/espana/inmigrantes-interceptados-operacion-feriante-melilla_201209111707.html

06. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Refoulement / Kollektiv-Abschiebungen aus Spanien (EU) nach Marokko in der Kritik · Kategorien: Europa, Marokko, Spanien · Tags: , ,

Ralf Streck berichtet auf Telepolis am 06.09.2012:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152729

Spanien werden illegale Abschiebungen vorgeworfen

Madrid ließ eine Insel räumen, übergab die Mehrzahl der Flüchtlinge Marokko, das sie in der Wüste abgesetzt hat

Am frühen Dienstag hat schließlich die spanische Guardia Civil eine Felseninsel geräumt, auf der 83 Flüchtlinge ausgeharrt hatten. Nachdem die „Isla de la Tierra“ geräumt worden war, die nur knapp 50 Meter vor der marokkanischen Küste liegt, übergab Spanien 73 Flüchtlinge der marokkanischen Gendarmerie. Nur zwei Frauen und acht Kinder wurden, so sah es ein Abkommen zwischen beiden Ländern vor, in die spanische Exklave Melilla in ein Auffanglager gebracht, wie es alle Flüchtlinge verlangt hatten.

Der Rest der Schwarzafrikaner wurde Marokko übergeben. Dort wurden sie noch am Strand festgenommen und später gut 150 Kilometer nach Oujda verfrachtet. Von hier ging die Reise in Bussen weiter an die naheliegende algerische Grenze. Dort wurden die 73 Menschen schlicht im Niemandsland in der Wüste abgesetzt. Das ist eine übliche marokkanische Vorgehensweise. Die Flüchtlinge wurden von den Gendarmen aufgefordert, illegal die Grenze nach Algerien zu überschreiten, die aber seit 1993 geschlossen ist.

Die Gruppe von der Felseninsel blieb an der Grenze nicht allein, denn auch aus Nador waren festgenommene Flüchtlinge an diese Grenze gebracht worden. Das hat die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ bestätigt. Sie hat sich der Verletzten angenommen, die zum Teil Gipsverbände trugen oder krank waren, um sie zu behandeln. „Sie werden oft nach einer tagelangen Haft geschwächt und in einem gesundheitlich schlechten Zustand abgesetzt“, erklärte David Cantero gegenüber Europa Press. Der Koordinator der Ärzteorganisation wies darauf hin, dass der Weg von der Grenze nach Oujda gefährlich und beschwerlich sei. Weil die Einreise nach Algerien unmöglich ist, haben die Abgeschobenen von der Felseninsel inzwischen zu Fuß die gut 15 Kilometer zurückgelegt und haben am Mittwoch wieder Oujda erreicht.

Das hat die marokkanische Menschenrechtsorganisation Gadem bestätigt. Die Mehrzahl habe sich zum Campus der Wirtschaftsmetropole im marokkanischen Osten begeben, weil er nicht von der Polizei betreten wird. Andere seien in umliegende Wälder gegangen. Erneut werden sie sich aber auf den Weg zu den spanischen Exklaven Melilla und Ceuta machen, um weiter zu versuchen, nach Europa zu kommen. Sie werden auf eine Chance warten, den sechs Meter hohen Dreifachzaun zu überwinden, um in eine der Exklaven zu gelangen. Das haben in der Nacht zum Mittwoch fünf Menschen geschafft, als erneut eine Gruppe von etwa 25 Flüchtlingen in Melilla die Zäune gestürmt haben.

EU-Kommission überprüft die Rechtmäßigkeit der Abschiebung

Spanien wird für das Vorgehen auf der Isla de la Tierra hart kritisiert. Menschenrechtsorganisationen werfen der konservativen Regierung „illegale Abschiebungen“ vor. Das spanische Flüchtlingshilfskomitee (CEAR) und SOS-Rassismus haben dagegen in einer gemeinsamen Erklärung protestiert, während die Regierung die Räumung als „modellhaft“ und „erfolgreich“ bezeichnet. Die CEAR-Generalsekretärin wirft Madrid vor, „gegen das spanische Ausländerrecht zu verstoßen“, weshalb entsprechende Klagen geprüft würden. Estrella Galán weist darauf hin, dass Asylsuchenden keine Möglichkeit hatten, einen Antrag zu stellen. Zudem habe es keine vorgeschriebene Einzelfallprüfung gegeben. Die Flüchtlinge seien zudem einem Land übergeben worden, dass systematisch Menschenrechte missachte.

Auch die EU-Kommission hat eine Prüfung der Vorgänge angekündigt. Michele Cercone, Sprecherin von Innenkommissarin Cecilia Malmström, erklärte, Brüssel verfolge die Vorgänge. Man wolle nähere Informationen anfordern, um zu prüfen, ob internationales Recht verletzt worden sei. Man habe „Spanien und die übrigen Staaten daran erinnert, dass die Prinzipien und Verpflichtungen aus internationalem Recht respektiert werden müssen“. Ausdrücklich sprach Cercone dabei die Einzelfallprüfung an.

Spanien ist in der Zwickmühle, weil es diverse Felsbrocken vor der marokkanischen Küste wie Marokko als Hoheitsgebiet beansprucht. Handelt es sich aber um spanisches Gebiet, dann müssen Flüchtlinge, die diese Inseln erreichen, genauso behandelt werden, als hätten sie eine der Exklaven oder das Festland erreicht. Unklar ist, welche Zugeständnisse gegenüber Marokko gemacht wurden, um das Königreich zur Rücknahme der Flüchtlinge zu bringen.

05. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Vor Melilla: Marokkanische Polizei erschlägt Flüchtlinge · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

Marokkanische Polizei erschlägt Flüchtlinge, spanische Presse schweigt

Pedro Antonio Honrubia Hurtado schreibt am 05.09.2012 auf „Kaosenlared“ (hier übersetzt):

Am vergangenen Montag (03.09.2012) hat die marokkanische Polizei mit aller Gewalt afrikanische Flüchtlinge und MigrantInnen angegriffen, die in den Wäldern vor der Grenze von Melilla warteten, um in die spanische Stadt zu gelangen. Es gab mehrere Tote und Schwerverletzte. Die spanische Presse verschweigt diese Nachricht.

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04. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Spanische Inseln vor Marokko in Nacht- und Nebelaktion geräumt · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

In der Nacht vom 03./04.09.2012 haben spanisch-marrokkanische Polizeikommandos die west- und zentralafrikanischen Flüchtlinge auf den winzigen Inseln vor Marokko festgenommen. Die Inseln befinden sich in spanischem Besitz, aber Marokko erhebt Souveränitäts-Anspruch auf sie.

8 Kinder und Jugendliche sowie 2 Frauen wurden in das Krankenhaus von Mellilla (spanisch) überstellt und sind damit offiziell in Spanien aufgenommen. Sie waren durch das tagelange Aushungern durch die spanischen Behörden am meisten geschwächt. Dennoch hatten sie die Trennung von ihren Angehörigen ausdrücklich abgelehnt.

Alle übrigen 73 Flüchtlinge, unter ihnen auch die Angehörigen der genannten Kinder und Frauen, wurden nach Marokko zurückgebracht. Um 04:30 Uhr sei die Operation beendet worden. Die gesamte Gegend war weiträumig von marokkanischer Polizei und marokkanischem Militär abgesperrt worden. Fotos und Zeugenaussagen über die Operation sollten verhindert werden. JournalistInnen wurden abgedrängt. – Die Rückgeschobenen sollen weiter nach Algerien abgeschoben werden.

Fotogalerie:

http://politica.elpais.com/politica/2012/09/04/album/1346725625_915162.html#1346725625_915162_1346725899

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bislang hatte die marokkanische Regierung die „Rücknahme“ von DrittstaatlerInnen offiziell nie akzeptiert, da sie von Algerien aus nach Marokko weitergeschoben worden seien. Bei den Versuchen, den EU-Zaun von Melilla und Ceuta zu überwinden, akzeptiert die marokkanische Polizei bzw. das marokkanische Militär aber die heimliche Rückschiebung.

Wieviel Bestechungsgeld die spanische Regierung und die EU an die marokkanische Regierung gezahlt haben, damit sie die Räumung der Inseln und die offizielle „Rückschiebung“ akzeptieren, ist nicht bekannt.

http://www.elcorreo.com/agencias/20120904/llegan-melilla-menores-madres-arribaron_201209040921.html

http://politica.elpais.com/politica/2012/09/03/actualidad/1346665046_157118.html

http://politica.elpais.com/politica/2012/09/03/actualidad/1346702660_647547.html

http://www.elmundo.es/elmundo/2012/09/04/espana/1346718166.html