03. September 2012 · Kommentare deaktiviert für 160 Flüchtlinge haben am 03.09.2012 versucht, den EU-Melilla-Zaun zu überwinden · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

In den frühen Morgenstunden des 03.09.2012 haben 160 west- und zentralafrikanische Flüchtlinge und MigrantInnen versucht, den 6 Meter hohen EU-Zaun von Melilla zu überwinden. Beim ersten Anlauf wurden alle von der spanischen Polizei zurückgeschlagen. Beim zweiten Versuch haben bis zu 10 Personen die Flucht nach Melilla geschafft.

Zum Einsatz kam eine Guardia-Civil-Spezialeinheit zur Aufstandsbekämpfung, die Mitte August 2012 zunächst für einen Monat an dieser EU-Grenze stationiert wurde (Grupo de Reserva de Seguridad (GRS) de la Guardia Civil)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ebenfalls am 03.09.2012 hat die Guardia Civil 12 MarokkanerInnen in einem Boot drei Seemeilen vor Punta Acebuche zwischen den Landkreisen von Algeciras und Tarifa (Cádiz) abgefangen. Und am selben Morgen hat das Salvamento Marítimo hat 6 subsaharische Flüchtlinge 7,5 Seemeilen südöstlich von Tarifa (Cádiz) aufgebracht.

Die spanische Regierung führt ab heute mit der EU und der marokkanischen Regierung über die Flüchtlingsabwehr an der nordafrikanischen Küste.


http://www.elalmeria.es/article/espana/1344240/nuevo/intento/salto/masivo/la/valla/melilla.html

http://www.publico.es/espana/441704/cerca-de-160-subsaharianos-tratan-de-saltar-la-valla-de-melilla

http//www.telecinco.es/informativos/sociedad/inmigrantes-intentan-separa-Melilla-Marruecos_0_1681032021.html

http://www.cmjornal.xl.pt/detalhe/noticias/ultima-hora/espanha-imigrantes-tentam-saltar-vedacao-e-entrar-em-melilla

http://www.iol.co.za/news/africa/68-illegal-immigrants-land-on-spanish-island-1.1374512#.UESWPJYVL0c

03. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Übersicht: spanische Inseln vor Marokko · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

El Mundo (02.09.2012) zählt die Inseln vor Marokko auf, die sich im Besitz Spaniens befinden:

„Peñón de Vélez de la Gomera

Situado a algo menos de cien metros de la costa marroquí, tiene 77 metros de altura por 200 de base. Los españoles se asentaron en este peñón en 1508, once años después de hacerlo en Melilla, al mando de don Pedro Navarro y durante el reinado de Fernando el Católico.

Tras varias escaramuzas y sitios, el peñón volvió a manos rifeñas en 1522. Tres años después, 1.500 soldados españoles fracasaron en sus intentos de reconquistarlo.

Felipe II envió, en 1564, 93 galeras y 63 buques menores, fletados por España, el Papa, los Doria, Malta y Toscana, con un total de 9.200 soldados, llamados a una nueva cruzada. Desde esa fecha se mantuvo en poder de España. Las Cortes de 1872 propusieron su abandono „por carecer de importancia militar“.

Islas Chafarinas

Situadas a unos cuatro kilómetros al norte de Cabo de Agua y a menos de cuatro kilómetros de la costa marroquí.

El archipiélago se compone de tres islas: del Congreso, de Isabel II y del Rey. Pese a que la isla del Congreso es la mayor, sólo está habitada la de Isabel II, que se halla en el centro y cuenta con un pequeño pero accesible puerto.

En la Isla del Rey sólo quedan de él algunos bloques de piedra sumergidos que sirven de refugio a diferentes especies.

A comienzos del siglo XX las Chafarinas llegaron a tener más de dos mil habitantes y en la actualidad Legionarios y Regulares de Melilla se turnan en las islas.

Peñón de Alhucemas

Conquistado por España en 1673, se encuentra a unos dos kilómetros de Marruecos. Con 1,2 kilómetros de extensión, está habitado fundamentalmente por miembros la guarnición española.

Alborán

De 5 kilómetros cuadrados de extensión, se sitúa a 56 kilómetros al norte del cabo de Tres Forcas (Marruecos) y a 90 kilómetros al sur de Adra (España). Es usada como refugio por pescadores y en la década de los ochenta la isla albergaba una guarnición de Infantería, pero hoy queda allí sólo un pequeño destacamento militar español.

Islote de Perejil

Con una extensión de 1,5 kilómetros cuadrados y a 200 metros de la costa marroquí, es español desde 1668. El 11 de julio de 2002, gendarmes marroquíes invadían Perejil desencadenando un conflicto que el Gobierno de José María Aznar zanjó seis días después con una acción militar.“

http://www.elmundo.es/elmundo/2012/08/29/espana/1346256022.html

02. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Weiteren 68 Flüchtlingen gelingt der Sprung auf kleine spanische Insel vor Marokko · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

68 Flüchtlingen aus west- und zentralafrikanischen Ländern gelang heute am fruehen Morgen (02.09.2012) die kurze Überfahrt auf die winzige spanische Insel „Isla de Tierra“ vor Marokko. Unter ihnen sind Frauen und Kinder. Gleichzeitig versuchten ungefähr 60 Flüchtlinge vergeblich, den Zaun von Melilla zu überwinden.

Die spanische Regierung veranlasste heute, dass Nahrungsmittel an die Flüchtlinge auf der Insel ausgeteilt wurden.

http://www.lavanguardia.com/politica/20120902/54344411814/inmigrantes-islote-espanol-marruecos.html

02. September 2012 · Kommentare deaktiviert für 13 Flüchtlinge weiterhin auf spanischer Insel vor Marokko · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

10 Männer und 3 Frauen harren weiterhin auf der winzigen spanischen Insel „Isla de Tierra“ vor der marokkanischen Küste aus. Inzwischen hat die spanische Regierung sie mit Essen und Getränke versorgen lassen.

Von dem marokkanischen Strand Sfiha, der nur wenige 100 Meter von der Insel entfernt ist, treffen inzwischen Videos und Nachrichten spanischer TouristInnen ein.

Auch berichten Flüchtlingscommunities. Armel Nya, ein Kameruner des Vereins Elin, übermittelt, dass die Akkus der Handys der Inselflüchtlinge inzwischen leer sind und die Kommunikation abgebrochen ist.

Das Wasser zwischen Strand und Insel wird jetzt stark von spanischen und marokkanischen Polizisten und Militärs überwacht, mitten in touristischer Umgebung.

http://politica.elpais.com/politica/2012/08/31/actualidad/1346440201_738433.html

01. September 2012 · Kommentare deaktiviert für Spanien will Flüchtlinge auf Inseln vor Marokko aushungern · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

In den letzten Wochen haben sich über 100 Flüchtlinge aus West- und Zentralafrika auf winzige spanische Inseln vor der marokkanischen Küste gerettet. Zum Teil wurden sie nach Melilla und in das Krankenhaus von Malaga überstellt. Schwangere Frauen und Kinder, die mit  den letzten Fluchtbewegungen gekommen waren, wurden auf die Militärstation einer der winzigen Inseln übernommen.

Doch nun erklären Regierungsvertreter, dass die restlichen Dutzend Flüchtlinge auf den unbewohnten Inselchen, auf denen es kein Wasser und keine Nahrungsmittel gibt, unversorgt bleiben werden. Man kann vorhersagen, dass Spanien diese inhumane und völkerrechtswidrige Haltung nicht lange wird vertreten können. Eine internationale Mobilisierung tut not.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


http://politica.elpais.com/politica/2012/08/30/actualidad/1346355839_598566.html

27. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Reportage über die Flüchtlingscommunities vor Melilla · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: , ,

Wie organisieren die west- und zentralafrikanischen Flüchtlinge ihren Alltag und ihre Versuche, den EU-Zaun von Melilla zu überwinden? Reportage in El Pais, 26.08.2012:

http://politica.elpais.com/politica/2012/08/26/actualidad/1346007085_604768.html

26. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Seit 3 Tagen Razzien rund um Melilla · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags: ,

Wie El Pais am 25.08.2012 berichtet, durchkämmt Polizei und Militär drei Mal am Tag die Wälder rund um Melilla. In den marokkanischen Dörfern rundum stehen weisse Busse bereit, in denen die festgenommenen Flüchtlinge und MigrantInnen sofort über die algerische Grenze nach Oujda abgeschoben werden. Die westafrikanischen Communities hatten in den letzten 10 Jahren selbstverwaltete Lager vor dem EU-Grenzzaun von Melilla aufgebaut, die immer wieder von den marokkanischen Polizisten und Militärs zerstört wurden.

El Pais schreibt, dass mehrere hundert Flüchtlinge und MigrantInnen in den letzten 3 Tagen auf marokkanischer Seite festgenommen wurden. Prügel gehört zur regulären Behandlung. Inzwischen wird auch die Lebensgrundlage der Flüchtlinge und MigrantInnen zerstört: Die Dörfer der Region sind inzwischen derart scharf kontrolliert, dass jegliche Unterstützung durch die lokale Bevölkerung schwierig wird.

Trotz Finanzkrise in Spanien, trotz des von 3 auf 6 Meter erhöhten Grenzzauns, trotz der ausgebauten Überwachung und der anhaltenden Razzien nehmen die Versuche zu, nachts über den EU-Grenzzaun zu klettern. Ein 22-jähriger Flüchtling aus Burkina Faso, seit 8 Monaten im Lager vor Melilla, sagt: „Spanien befindet sich in Krise? Afrika ist schlimmer dran als in einer Krise, Afrika ist tot. Mein Großvater war arm. Mein Vater war arm. Meine Mutter war arm. Ich bin arm. Ich kann mir nicht vorstellen, bei aller Krise, die es geben kann, dass es in Spanien schlimmer ist als in meinem Land.“

http://politica.elpais.com/politica/2012/08/25/actualidad/1345926205_851178.html

23. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Abschiebelager in Griechenland von EU finanziert · Kategorien: Griechenland · Tags: , ,
Matthias Monroy, telepolis 23.08.2012:

„Im Vorgehen von griechischen Polizisten und Neonazis gegen unerwünschte Migranten macht sich die EU zum Komplizen. Auch in Bulgarien wird die Grenzüberwachung aufgerüstet.

Die Europäische Union unterstützt Griechenland in zahlreichen Maßnahmen gegen unerwünschte Migration mit hohen finanziellen Zuwendungen. Dies geht aus einer Antwort der EU-Innenkommissarin Malmström hervor. Demnach fließen allein dieses Jahr Mittel in Höhe von rund 90 Millionen Euro in die Abwehr von Migration. Vor der Gewährung zusätzlicher Hilfen wird eine Mitteilung der Regierung in Athen abgewartet. Auch Bulgarien soll seine Außengrenzen zur Türkei besser überwachen.“

Vollständiger Text:

http://www.heise.de/tp/artikel/37/37480/1.html

19. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Melilla: Flüchtlinge und MigrantInnen versuchen, den EU-Zaun zu überwinden · Kategorien: Marokko, Spanien · Tags:

Am Abend des 18.08.2012 haben 300 Flüchtlinge und MigrantInnen versucht, die EU-Außengrenze von Mellilla zu überwinden. Melilla ist wie Ceuta eine spanische Enklave auf nordafrikanischem Boden und seit den 1990er Jahren mit einer wachsenden Zaun-Grenzanlage umgeben. Der Zaun ist inzwischen 6 Meter hoch, mit Stacheldraht versehen und mit High-Tech-Überwachungsanlagen ausgestattet.

Die meisten, die über den Zaun klettern, werden anscheinend auf illegale Weise sofort zurückgeschoben. Andere, die auf spanischer Seite in der Nähe festgenommen wurden, wurden an die marokkanische Polizei überstellt. Wieviele es bis in die Stadt von Melilla geschafft haben und dort dann in einem jahrelangen Verfahren auf die Weiterfahrt nach Spanien (Europa) warten, ist unbekannt.

Um 05:00 Uhr des 18.08.2012 hatten bereits 15 Flüchtlinge und MigrantInnen die Zaunanlage versucht zu überwinden, wurden aber zurückgeschlagen. In den letzten Wochen gab es zahlreiche solcher Zaun-Anstürme. Der Razzia-Druck auf marokanischer Seite wird immer größer.

http://www.infomelilla.com/noticias/index.php?accion=1&id=34439

Im Aufnahmezentrum CETI in Melilla befinden sich derzeit 740 Flüchtlinge und MigrantInnen, es hat nur eine Aufnahmekapazität von 350 Personen. Das selbstgeführte Lager am CETI hat die Polizei am 29.05.2012 zerstört.
http://www.europapress.es/ceuta-y-melilla/noticia-desalojan-melilla-campamento-medio-centenar-chabolas-inmigrantes-levantado-hace-ocho-anos-20120529161926.html

http://www.elfarodigital.es/melilla/sociedad/104670-melilla-refuerza-la-seguridad-de-la-ope-y-la-frontera-con-18-agentes-especializados.html

http://www.maghrebemergent.info/actualite/internationale/15205-maroc-des-centaines-de-clandestins-ont-tente-lassaut-sur-melilla-la-veille-de-laid.html

08. August 2012 · Kommentare deaktiviert für Griechenland: Austerität und Rassismus – Chronologie · Kategorien: Griechenland · Tags: , ,

The connection between the attacks on immigrants and the social/economic situation in Greece:

  • The first wave of attacks against immigrants was a counter-insurgency response to the December ’08 riots in the spring of ’09 (in fact, before the NoBorder camp on Lesvos). Then there was talk of FRONTEX, of building the wall in Evros and new detention centres across the land.
  • There was a small interval during the first months of the PASOK government (with the voting of the „citizenship bill“, and Vougias‘ decision to shut down Pagani). The 300 immigrant workers‘ 44-day hunger strike in January 2011 pushed back the tide for a while.
  • The recession continued. Ever since the introduction of the IMF structural adjustments (i.e. the politics of destruction), the scapegoating of immigrants has been elevated to a central governing technique of the State.
  • In March 2012, while a non-elected coalition government was in power (comprising of the collapsing PASOK, right and far-right wing ministers, as well as a banker prime minister), two of its most prominent (PASOK) ministers, that of Health and that of Public Order, set the tone for a full-scale onslaught against immigrants, legitimizing and encouraging a populist-fascist movement …

The problem is not only that 7% of the (valid) votes in May and June 2012 went to the neo-nazi party, but that the official rhetoric of the government and the mass media is openly fascist …

and also, that half of the police vote for the neo-nazi party …. (so one does not have to wonder whether the immigrants are being treated badly by the police here – or whether fascists ever get arrested by the police, since they are largely the same people …)

There is no doubt that the rise of fascist populism and immigrant scapegoating is directly connected to the IMF structural adjustment plans

(clandestina)