31. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Politologin plädiert für eigene Städte für Flüchtlinge“ · Kategorien: Deutschland, Europa, Österreich · Tags:

Quelle: kurier.at

Bei den Wirtschaftsgesprächen in Alpbach fand eine interessante Diskussion mit außergewöhnlichen Ansätzen zur Flüchtlings- und Migrationsthematik statt.

Die EU habe ein „hässliches Abkommen mit der Türkei“ unterzeichnet; Frankreich und die Staaten in Osteuropa sind in der Flüchtlingsfrage nicht kooperativ; „Europa ist in keinem guten Zustand.“

Die deutsche Politologin Ulrike Guerot sparte in ihrer Grundsatzrede bei den Wirtschaftsgesprächen in Alpbach nicht mit provokanten Aussagen. Sie seien als Anregung zur Diskussion über „Migration – Chance und Herausforderung“ gedacht, wie sie erklärte.

Weiterlesen »

29. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Deutsche Flüchtlingspolitik: Ein Jahr wie keines“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: Zeit Online

Wunder zweiter Ordnung: Auch wenn nicht alles gelungen ist – die Bilanz der deutschen Flüchtlingspolitik ist so schlecht nicht.

Ein Kommentar von Bernd Ulrich

Oft wissen es die Menschen gar nicht, wenn sie Geschichte machen – oder sie ihnen widerfährt. Für die vergangenen zwölf Monate gilt das nicht. Was seit dem 4. September 2015 geschehen ist, gehört zum Wichtigsten, was die Bundesrepublik erlebt hat. Die Frage ist nur: Was ist eigentlich passiert, was hat es mit den Deutschen gemacht? Und: War die Entscheidung der Kanzlerin, die Grenzen offen zu halten, richtig oder falsch?

Es hat keinen Sinn, sich dieser Frage rein rezensentisch zu nähern. Also: Was ist alles schiefgelaufen, passt es dem Kritiker oder eher nicht? Wer es ernst meint, muss mit einer Gegenüberstellung beginnen, zwischen dem, was passiert ist, und dem, was vermieden werden konnte, zwischen der Wahl, die getroffen wurde, und den Optionen, die zur Verfügung standen.

Weiterlesen »

29. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Union der Unwilligen“ · Kategorien: Deutschland, Europa, Österreich · Tags: ,

Quelle: Migazin

Die europäische Flüchtlingspolitik ist geprägt von zwei Lagern, die nur scheinbar verschiedene Positionen einnehmen: die schon immer Unwilligen und die zeitweise Willigen. Ein Kommentar von Karl Kopp, Europareferent von Pro Asyl

Im europäischen Klub der Unwilligen bei der Flüchtlingsaufnahme tobt ein Kampf zweier Linien: Die zeitweise Willigen, wie die Merkel-Regierung, die EU-Kommission und ein paar andere, setzen alles auf den Flüchtlingsdeal mit der Türkei. Ankara soll die Ägäis weiterhin abriegeln und möglichst alle Flüchtlinge wieder zurücknehmen.

Weiterlesen »

27. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „The Guardian view on Europe and migration: the year of living damagingly“ · Kategorien: Europa, Lesetipps · Tags:

Quelle: The Guardian

Twelve months ago, Europe failed to rise to the challenge of the Syrian refugee crisis. It is still paying the price – and so are the refugees

Not every big issue that Europe has faced over the past 12 months has been linked to the migration and refugee crisis. But most of them have. The arrival of over 1 million people in late summer 2015 shook European politics and institutions, as well as challenging Europe’s awareness of itself and its place in the world more than any event since the fall of the Berlin Wall. It would be foolish to imagine that this crisis is now over and that the numbers will not rise again.

One key moment came in late August 2015, when Germany announced it would accept all Syrian refugees fleeing war without sending them back to the countries where they had first entered the EU. Angela Merkel’s words a few days later, “Wir schaffen das” (we will manage), felt pivotal, although whether the German chancellor really did open the floodgates of a vast refugee movement is still debated. Refugees had, after all, been on the move for months already in their hundreds of thousands. Harrowing pictures of overcrowded voyages to reach Europe were familiar. Long before Germany opened its doors, southern EU countries were facing a critical situation, their administrations and social services overwhelmed.

Weiterlesen »

27. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Migration – Fakten und Fiktionen“ · Kategorien: Hintergrund · Tags: , ,

Quelle: derStandard

Es wird endlich Zeit, die Ängste in Sachen Flüchtlinge und Migranten beiseitezuschieben und mit Tatsachen zu operieren. Sonst werden die entwickelten Länder niemals zu einer ordnungsgemäßen und organisierten Einwanderungspolitik kommen

KOMMENTAR DER ANDEREN PETER D. SUTHERLAND

In vielen Ländern wird die aktuelle politische Debatte weiterhin durch Migration und Einwanderung dominiert. Und dies zu Recht: Das Thema hat Auswirkungen auf die Volkswirtschaften und Gesellschaften in aller Welt. Aber die öffentliche Meinung zu diesem entscheidenden Thema wird im Allgemeinen nicht durch Tatsachen bestimmt, sondern durch Emotionen. Dies führt dazu, dass es keinen offenen und effektiven Dialog über die Risiken – oder die vielen Vorteile – der Migration gibt.

Weiterlesen »

26. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Spanien und die Flüchtlinge: Zwischen Abschottung und aktiver Hilfe“ · Kategorien: Spanien · Tags:

Quelle: Deutschlandfunk

Spanien setzt weiter auf eine restriktive Flüchtlingspolitik. Gerade einmal 485 Flüchtlinge leben aktuell im Land. Dabei würden viele Spanier gerne mehr tun, wie das hohe lokale und regionale Engagement belegt. Das Problem: Es fehlt an Geld und der mangelnden Bereitschaft zur Kooperation zwischen Kommunen und Staat.

Von Julia Macher

Der Stadtstrand von Barcelona. Kinder planschen im Wasser, Touristen rollen auf Segways die Promenade entlang. Direkt da, wo der Asphalt auf den Sand übergeht: eine Anzeigentafel mit der Ziffer 3.156. Darunter der Satz: „Das ist nicht bloß eine Zahl. Das sind Menschen“. Die Menschen, die in diesem Jahr auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrunken sind.

Weiterlesen »

24. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Gegen jede Aufnahme von Flüchtlingen: Tschechien macht bei Muslimen dicht“ · Kategorien: Deutschland · Tags:

Quelle: n-tv.de

Unter den Mitgliedsstaaten der EU wirbt Kanzlerin Merkel für eine gemeinsame Flüchtlingspolitik. In Tschechien allerdings wird sie wohl keinen Partner finden. Kurz vor ihrem Besuch stellt Regierungschef Sobotka klar: „Wir wollen keine große muslimische Gemeinschaft.“

Zwei Tage vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Tschechien hat der dortige Regierungschef Bohuslav Sobotka die „unterschiedlichen Sichtweisen“ in der Flüchtlingspolitik bekräftigt. „Wir haben hier keine muslimische Gemeinschaft“, sagte Sobotka unter Hinweis auf die geschätzten 10.000 bis 20.000 Muslime unter den 10,5 Millionen Tschechen. „Und um ehrlich zu sein, wir wollen nicht, dass sich hier eine große muslimische Gemeinschaft bildet.“

Weiterlesen »

23. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Trügerische Ruhe in Hellas“ · Kategorien: Griechenland · Tags:

Quelle: taz

Die kastastrophalen Bedingungen für Flüchtlinge werden von der Athener Regierung heruntergespielt. Das wird nicht mehr lange gutgehen.

JANNIS PAPADIMITRIOU

Wer in diesen Tagen auf den griechischen Inseln seinen Urlaub verbringt, kommt manchmal nicht aus dem Staunen heraus: Gebührenpflichtige Strandliegen voll, die Tavernen gut besucht und auf Mykonos kostet der gekühlte Schampus nach wie vor ein Monatsgehalt. Inselgäste brauchen schon einen ausgezeichneten Blick für das Detail, um die Schlagzeilen zu den steigenden Flüchtlingszahlen zur Kenntnis zu nehmen.

Nicht zuletzt den Regierenden in Athen kommt diese Entspannung gelegen. Es gehört ja zur bewährten Tradition griechischer Politik, dass der Hochsommer keine negativen Überraschungen für die Wähler bergen darf, auch und erst recht wenn ab September vermutlich die nächste Krise an die Tür klopft. Schließlich braucht kein Mensch in Hellas eine Wiederholung des hochdramatischen Sommers des Jahres 2015.

Weiterlesen »

19. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Das Märchen eines Sommers“ · Kategorien: Balkanroute, Deutschland · Tags:

Quelle: Spiegel 33/2016

Migration Ein Jahr ist vergangen, seit Deutschland die Flüchtlinge vom Budapester Ostbahnhof ins Land ließ. Was trieb Kanzlerin Merkel zu ihrem historischen Schritt, und welchen Preis muss sie, muss die Republik dafür zahlen? Eine Rekonstruktion.

Download als pdf

16. August 2016 · Kommentare deaktiviert für „Arbeit für Flüchtlinge in Jordanien: Besser dortbleiben als herkommen“ · Kategorien: Deutschland, Jordanien, Syrien · Tags:

Quelle: taz

14 Millionen Euro steckt die Bundesregierung in Stellen für Flüchtlinge in Jordanien. Der Gedanke dahinter: Das ist billiger als Integration hierzulande.

Hannes Koch

Sein Arbeitsgerät sind schwarze Müllsäcke und eine neue Schaufel. Khaled al-Hassan*, Flüchtling aus Syrien, macht hier in Jordanien die Straße sauber. Es ist Mittag, es herrschen 33 Grad, der Schweiß läuft ihm über das Gesicht. Neben der asphaltierten Fahrbahn hackt er kleine Sträucher aus dem Boden, in denen sich die umherschwirrenden Plastiktüten, die „jordanischen Vögel“, verfangen. Zahlreiche Getränkedosen und Kunststoffflaschen kratzt er ebenfalls zu Haufen zusammen.

Vor al-Hassan ähneln die Straßenränder einer Müllkippe, hinter ihm sieht es aus wie geleckt. Ein Effekt, der in spätestens einer Woche nicht mehr zu erkennen sei, meint der jordanische Vorarbeiter. Dann muss er die Arbeit von vorne beginnen.

Weiterlesen »