Quelle: Spiegel Online
Von der serbisch-ungarischen Grenze berichtet Raniah Salloum
Ungarn ist für viele Flüchtlinge eine wichtige Durchgangsstation auf dem Weg nach Westeuropa. Doch die Regierung baut jetzt einen Zaun an der Grenze zu Serbien. Das treibt die Preise der Schleuser in die Höhe.
Wenn es dämmert in Subotica und Kanjiza, wird es in den kleinen nordserbischen Städten besonders lebendig. Kleine Gruppen, bepackt mit Rucksäcken und Isomatten, huschen durch die Dunkelheit. Ihr Ziel: die ungarische Grenze, die nur wenige Kilometer entfernt ist.
Täglich kommen zwischen 1000 und 1500 Menschen auf den griechischen Inseln an, die meisten derzeit aus Syrien, auch viele Iraker, Afghanen und Pakistaner. Fast alle wollen so schnell wie möglich weiter über den Balkan nach Westeuropa. Dort, so hoffen sie, haben sie die Chance auf einen Job, ein besseres Leben.