Seit einiger Zeit bewegen sich in der Türkei tausende von Migrant_innen in Richtung der griechischen und bulgarischen Grenzen. Sie demonstrieren damit für eine sichere Einreise und sprechen sich gegen den beschwerlichen und oft tödlichen Weg über die Ägäis aus. Dabei begleiten sie auch viele Menschen solidarisch.
Am 21. September griff die Polizei eine Gruppe von 500 Migrant_innen an, die auf dem Weg von der Busstation Esenler nach Edirne waren. Dabei nahm sie fünf Personen in Gewahrsam, davon drei mit syrischen Papieren und jeweils eine Person mit deutschen und eine mit französischen Dokumenten. Obwohl von allen Festgenommen keine Aussage aufgenommen wurde, scannten die türkischen Behörden die Ausweise aller fünf Personen und reichten diese nicht anonymisiert an die Presse weiter, inklusive diverser Vorverurteilungen und Anschuldigungen.
